Larson hat geschrieben:Genau, und die Unklarheit in Hiob ist warum leidet der Gerechte
Das Buch lässt den Leser nicht im Dunkeln. Wir wissen ab Kapitel 1 exakt, warum Hiob leidet. Es ist kein kosmisches Rätsel, sondern die direkte Folge von Satans Plan. Hiobs Leid beginnt in dem Moment, als Satan seine Forderung stellt und in die Tat umsetzt. Die Antwort auf das „Warum“ ist für jeden, der den Text liest, ab diesem Punkt klar:
Der Gerechte leidet hier, weil Satan es so wollte und Gott ihn gewähren ließ.
Larson hat geschrieben:[…]und dem Frevler geht es gut.
In der Rahmenerzählung gibt es schlicht
keinen Frevler-Charakter, dem es
im Gegensatz zu Hiob gut gehen würde. Diese Gegenüberstellung existiert im Text von Kapitel 1 und 2 nicht. Daher steht dort auch gar keine Frage im Raum, warum es einem Bösen gut ginge – es geht ausschließlich um den Angriff auf einen Gerechten.
Larson hat geschrieben:[…]Darum geht es im ganzen Buch, und nicht um einen christlichen Teufel
I
ch brauche keine spätere christliche Dogmatik, um das zu sehen. Wenn ich den hebräischen Urtext beim Wort nehme, ist Satan (der Widersacher) derjenige, der das Leid aktiv herbeiführt, um eine bereits von Gott festgestellte Wahrheit (Hiobs Integrität) zu kippen.
Wer das Leid erst selbst produziert, um jemanden zu Fall zu bringen, ist kein „Aufklärer“, der eine Unklarheit untersucht. Er ist der Urheber der Zerstörung. Die „Aufklärung“, von der du sprichst, ist nichts anderes als Satans Versuch, eine Lüge über Hiob zur Wahrheit zu machen.
Larson hat geschrieben:Otto hat geschrieben:Er agiert nicht als Forscher, sondern als Revisionist, der ein göttliches Urteil durch Gewalt umstoßen will.
Mitnichten. Satan agiert als einer, der eine Sache geprüft haben will.
Mit welcher Befugnis will Satan eine Sache „geprüft haben“, wenn Jehova bereits in Vers 8 sein abschließendes Urteil gefällt hat? Es kann nicht sein, dass Satan im Auftrag Gottes prüft. Gott hat Hiobs Integrität als absolute Tatsache festgestellt („...es ist seinesgleichen nicht auf Erden“).Jehova braucht keinen „Helfer“ oder „Staatsanwalt“, um eine Wahrheit zu verifizieren, die er selbst bereits verkündet hat.
Larson hat geschrieben:[…]Er ist ja im ganzen Hiob kein wesentliches Wesen,
Wenn Satan kein „wesentliches Wesen“ ist, dann sind konsequenterweise auch die Gottessöhne (die Engel in Vers 6) keine Wesen. Damit degradierst du die gesamte himmlische Versammlung zu einer bloßen Allegorie – dann wäre der Text kein heiliges Zeugnis, sondern ein Märchen ohne reale Akteure!
Wenn Satan eine Prüfung fordert, agiert er als eigenständiges Geschöpf mit eigenem Willen. Ein bloßes Werkzeug hinterfragt nicht die Feststellung seines Meisters.
Larson hat geschrieben:[….] Da das Unheil immer vom Ewigen kommt, wie es Hiob selber auch betrachtet.
Die Behauptung, das Unheil komme immer von Gott, hält dem Text nicht stand. Hiob dachte in seiner Verzweiflung und unter dem Einfluss seiner (von Satan inspirierten) Tröster zwar, sein Unglück käme von Gott – aber der Text stellt klar:
Es war der „Ankläger“, der die Zerstörung forderte und ausführte. Hiobs subjektive Wahrnehmung entsprach in diesem Moment nicht der objektiven Wahrheit des himmlischen Prologs. Kam der Holocaust auch von Gott
Larson hat geschrieben:Hi 1,9 steht „fürchten“, und nicht „dienen“
Ich gehe von Gottesfurcht /Ehrfurcht aus und das setze ich mit Gott dienen gleich. Wenn du dich dabei verzetteln möchtest, mach ein neues Thema auf…
