September
Der Garten trauert,
kühl sinkt in die Blumen der Regen.
Der Sommer schauert
still seinem Ende entgegen.
Golden tropft Blatt um Blatt
nieder vom hohen Akazienbaum.
Sommer lächelt erstaunt und matt
in den sterbenden Gartentraum.
Lange noch bei den Rosen
bleibt er stehn, seht sich nach Ruh.
Langsam tut er die großen,
müdgewordenen Augen zu.
(Hermann Hesse, 1927)
Gedichte und Poesie
Gedichte und Poesie
Liebe Grüße von Ziska
„Wer wird die Erde retten?“
Erfahre mehr über die wunderbare Zukunft für die Erde und die Menschheit.
Besonderer biblischer Vortrag: Wann und wo?
Schreib PN!
„Wer wird die Erde retten?“
Erfahre mehr über die wunderbare Zukunft für die Erde und die Menschheit.
Besonderer biblischer Vortrag: Wann und wo?
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Re: Gedichte und Poesie
„Septembermorgen“ von Eduard Mörike.
Im Nebel ruhet noch die Welt.
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt.
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.
Liebe Grüße von Ziska
„Wer wird die Erde retten?“
Erfahre mehr über die wunderbare Zukunft für die Erde und die Menschheit.
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Re: Gedichte und Poesie
Welkes Blatt
Jede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden
Als der Wandel, als die Flucht.
Auch der schönste Sommer will
Einmal Herbst und Welke spüren.
Halte, Blatt, geduldig still,
Wenn der Wind dich will entführen.
Spiel dein Spiel und wehr dich nicht,
Laß es still geschehen.
Laß vom Winde, der dich bricht,
Dich nach Hause wehen.
(Hermann Hesse)
Jede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden
Als der Wandel, als die Flucht.
Auch der schönste Sommer will
Einmal Herbst und Welke spüren.
Halte, Blatt, geduldig still,
Wenn der Wind dich will entführen.
Spiel dein Spiel und wehr dich nicht,
Laß es still geschehen.
Laß vom Winde, der dich bricht,
Dich nach Hause wehen.
(Hermann Hesse)
Re: Gedichte und Poesie
Herbst
Astern blühen schon im Garten;
Schwächer trifft der Sonnenpfeil
Blumen die den Tod erwarten
Durch des Frostes Henkerbeil.
Brauner dunkelt längst die Heide,
Blätter zittern durch die Luft.
Und es liegen Wald und Weide
Unbewegt im blauen Duft.
Pfirsich an der Gartenmauer,
Kranich auf der Winterflucht.
Herbstes Freuden, Herbstes Trauer,
Welke Rosen, reife Frucht.
(Detlev von Liliencron)
Astern blühen schon im Garten;
Schwächer trifft der Sonnenpfeil
Blumen die den Tod erwarten
Durch des Frostes Henkerbeil.
Brauner dunkelt längst die Heide,
Blätter zittern durch die Luft.
Und es liegen Wald und Weide
Unbewegt im blauen Duft.
Pfirsich an der Gartenmauer,
Kranich auf der Winterflucht.
Herbstes Freuden, Herbstes Trauer,
Welke Rosen, reife Frucht.
(Detlev von Liliencron)
Re: Gedichte und Poesie
Der Mensch war Gottes Bild.
Weil dieses Bild verloren,
wird Gott, ein Menschenbild,
in dieser Nacht geboren.
Andreas Gryphius
Weil dieses Bild verloren,
wird Gott, ein Menschenbild,
in dieser Nacht geboren.
Andreas Gryphius
Re: Gedichte und Poesie
Er ist´s (1829)
Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist´s!
Dich hab ich vernommen!
Eduard Mörike
Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist´s!
Dich hab ich vernommen!
Eduard Mörike
Liebe Grüße von Ziska
„Wer wird die Erde retten?“
Erfahre mehr über die wunderbare Zukunft für die Erde und die Menschheit.
Besonderer biblischer Vortrag: Wann und wo?
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Re: Gedichte und Poesie
Dem 31. Oktober 1817
Dreihundert Jahre hat sich schon
Der Protestant erwiesen,
Daß ihn von Papst- und Türkenthron
Befehle baß verdrießen.
Was auch der Pfaffe sinnt und schleicht,
Der Prediger steht zur Wache,
Und daß der Erbfeind nichts erreicht,
Ist aller Deutschen Sache.
Auch ich soll gottgegebne Kraft
Nicht ungenützt verlieren,
Und will in Kunst und Eigenschaft
Wie immer protestiren.
(Goethe, Epigrammatisches)
Dreihundert Jahre hat sich schon
Der Protestant erwiesen,
Daß ihn von Papst- und Türkenthron
Befehle baß verdrießen.
Was auch der Pfaffe sinnt und schleicht,
Der Prediger steht zur Wache,
Und daß der Erbfeind nichts erreicht,
Ist aller Deutschen Sache.
Auch ich soll gottgegebne Kraft
Nicht ungenützt verlieren,
Und will in Kunst und Eigenschaft
Wie immer protestiren.
(Goethe, Epigrammatisches)