Güte

Rund um Bibel und Glaube
Benutzeravatar
Abischai
Beiträge: 10098
Registriert: Sa 27. Apr 2013, 14:25

Re: Güte

Beitrag von Abischai »

Lena hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 16:13 Man kann nicht Güte haben aber keine Selbstbeherrschung z.B.
Ja, das ist wahr, das habe ich... :yawn: (beides)
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
renato23
Beiträge: 1691
Registriert: Mo 18. Feb 2019, 13:05

Re: Güte

Beitrag von renato23 »

Magdalena61 hat geschrieben: Di 3. Mär 2026, 14:08 Die Frage ist, wie wir die Aufforderung, gütig zu sein, im Leben umsetzen können.
Unter Güte stelle ich mir vor, (z.B.) nachsichtig zu sein mit menschlichem Versagen. Freundlich zu bleiben, anstatt andere hart anzufahren.
Ich sehe gütig sein nicht als "Aufforderung" sondern als Selbstverständlichkeit des neuen Lebens in Christus. Mich interessierte was bei google zum Wort "Güte" so alles im Internet gesammelt wird. Es stimmt mit meinen Gedanken darüber überein.

Wichtige Aspekte von Güte:
Charaktereigenschaft: Ein gütiger Mensch ist warmherzig, geduldig und verzeihend.
Handlung: Güte zeigt sich im Guten tun und im Entgegenkommen.
Synonyme: Milde, Nachsicht, Herzlichkeit, Liebenswürdigkeit.
Benutzeravatar
Abischai
Beiträge: 10098
Registriert: Sa 27. Apr 2013, 14:25

Re: Güte

Beitrag von Abischai »

renato23 hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 17:37 Liebenswürdigkeit.
Das hat eine Sonderstellung, da es kein Charaktermerkmal desjenigen ist um den es geht, sondern eine subjektive Einordnung der Beobachter, derer gegenüber.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
Benutzeravatar
Zippo
Beiträge: 5106
Registriert: Mo 23. Jan 2017, 00:17

Re: Güte

Beitrag von Zippo »

Lk 6,35
Vielmehr liebet eure Feinde; tut wohl und leihet, dass ihr nichts dafür hoffet, so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Allerhöchsten sein; denn er ist gütig über die Undankbaren und Bösen.
Am Anfang kann man ja vielleicht noch gütig sein gegen die Undankbaren und Bösen, aber ist das wirklich immer die richtige Methode ?
Wenn sich ein Mensch doch nicht ändert, obwohl man ihm gütig begegnet ist, dann ist es doch sicher nicht sinnvoll, solch eine wohlwollende Haltung zu haben.

Da denkt der wohl: Na, mit dem kann ich's wohl machen ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 18932
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51
Wohnort: Wien

Re: Güte

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 13:25 Am Anfang kann man ja vielleicht noch gütig sein gegen die Undankbaren und Bösen, aber ist das wirklich immer die richtige Methode ?
Wenn sich ein Mensch doch nicht ändert, obwohl man ihm gütig begegnet ist, dann ist es doch sicher nicht sinnvoll, solch eine wohlwollende Haltung zu haben.
Es ist ein Unterschied, ob sich derjenige dir gegenüber versündigt, dann besprechen wir das gesondert. Wenn er sich generell wie ein Unmensch aufführt, d.h. gegenüber jedermann, dann sehe ich keinen Spielraum ihm deswegen die Güte zu verweigern.

Setzt Jesus eine Grenze? Was er uns vorzeigt ist, dass er sich mit ihnen auf keine tiefere Gemeinschaft einlässt und beschränkt es auf das Unumgängliche. Du kannst nicht verhindern, dass dir solche über den Weg laufen, dir im Forum böswillig begegnen oder Arbeitskollegen sind, die du gar nicht meiden kannst.

Dann würde ich es auf den Umgang beschränken, der sein muss. Aber angenommen, du sitzt in der Gehaltsverrechnung, dann musst du ihm seinen Lohn so korrekt berechnen wir jedem anderen, oder wie Jesus das Beispiel eines Überfallsopfers anspricht. Hätte man das Recht jemand Erste Hilfe zu verweigern, wüsste man was für ein Mensch vor dir liegt? An solchen Dingen misst dich Gott. m.E. haarscharf.

Mit anderen Worten, ich bin nicht sein Chef und würde beten. Auf diese Weise denke ich ist Gott gütig zu den Dankbaren wie den Undankbaren. Ein Boshaftzer straft sich m.E. ohnehin selbst, man muss dem nichts hinzufügen.

Die Zeit das zu richten überlässt man dem Herrn. D.h. wir Menschen sollen uns keine richtlerliche Gewalt anmaßen und ihn gleichberechtigt wie jeden anderen behandeln. Gott macht das schon zu seiner Zeit. Er kann einen Herzanfall bekommen und sofort tot umfallen. Denk an Nabal und wie sich David an ihm fast vergehen wollte. Aber schon das jemand zu wünschen ist böse.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Benutzeravatar
Larson
Beiträge: 6341
Registriert: Do 30. Sep 2021, 13:49
Wohnort: CH

Re: Güte

Beitrag von Larson »

Magdalena61 hat geschrieben: So 1. Mär 2026, 16:16 Wenn wir nicht nur Hörer des Wortes sein wollen, sondern auch Täter des Wortes... wie sieht das dann praktisch aus?
Ps 25,10 Alle Pfade JHWH‘s sind Güte und Wahrheit für die, die seinen Bund und seine Zeugnisse bewahren. 11. Um deines Namens willen, JHWH, wirst du ja vergeben meine Ungerechtigkeit; denn sie ist groß.
Das ist Güte des Ewigen
Spr 16,6 Durch Güte und Wahrheit (אֶמֶת (ʽëmët) Wahrheit, Treue, Bestand) wird die Ungerechtigkeit gesühnt, und durch die Furcht JHWH weicht man vom Bösen.
Der Lebenswandel, die Tat (wenn sie in Wahrheit sind) sühnt.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
Benutzeravatar
Zippo
Beiträge: 5106
Registriert: Mo 23. Jan 2017, 00:17

Re: Güte

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 13:44
Zippo hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 13:25 Am Anfang kann man ja vielleicht noch gütig sein gegen die Undankbaren und Bösen, aber ist das wirklich immer die richtige Methode ?
Wenn sich ein Mensch doch nicht ändert, obwohl man ihm gütig begegnet ist, dann ist es doch sicher nicht sinnvoll, solch eine wohlwollende Haltung zu haben.
Es ist ein Unterschied, ob sich derjenige dir gegenüber versündigt, dann besprechen wir das gesondert. Wenn er sich generell wie ein Unmensch aufführt, d.h. gegenüber jedermann, dann sehe ich keinen Spielraum ihm deswegen die Güte zu verweigern.
In jedem Fall ist wohl Gesprächsbedarf, um die Frage zu klären: "Warum machst du das ? " Und wenn dann keine Veränderung erfolgt, bist du dann immer noch gütig ?
Helmuth

Setzt Jesus eine Grenze? Was er uns vorzeigt ist, dass er sich mit ihnen auf keine tiefere Gemeinschaft einlässt und beschränkt es auf das Unumgängliche. Du kannst nicht verhindern, dass dir solche über den Weg laufen, dir im Forum böswillig begegnen oder Arbeitskollegen sind, die du gar nicht meiden kannst.
Der Herr Jesus war auch nicht immer gütig. Ich erinnere an die Tempelreinigung Joh 2,13 und die Rede an die Pharisäer. Mt 23

Durch das Evangelium ist jedem Menschen eine Chance gegeben. Es gab auch Fälle gravierender Umkehr, wie z. Bsp bei Paulus.

In der Welt herrschen andere Verhältnisse. Da kann man nicht jedem Menschen gütig sein, wenn er kriminell ist und andere Menschen schädigt oder verletzt. Güte hat da nicht immer den gewünschten erzieherischen Wert. Da müßen doch auch Gericht und Strafe sein ?


Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Antworten