Magdalena61 hat geschrieben: ↑Mo 9. Mär 2026, 14:43
Man kann "ja" oder "nein" antworten. Aber - man kann auch "wollen" und sich übelst täuschen. Fünfzig Prozent derer, die sich "zu Jesus bekennen", zählen zu denen, die der Herr nie gekannt hat.
In der österr. RKK schätze ich diese sogar weit über 80%, wenn nicht noch mehr. Den Hauptgrund sehe ich darin, dass die RK-Kirche in Österreich so gut wie gar nicht das Evangelium verkündet, wie es Jesus gelehrt und praktiziert hat. Das sage ich aus eigener Erfahrung.
Bei unserem Bruder Rilke liegen die Verhältnisse in England anders, was mich wirklich sehr freut, dennoch attestierte auch er, dass in England die Mehrzahl Traditionschristen sind. Das sind in unserem Sinne keine Jünger, sondern solche, "die der Herr nicht kennt."
In den Freikirchen liegt der Prozentsatz nach meiner Beobachtung weit unter 20%: d.h. es reduziert sich auf einige Mitläufer. Man erkennt diese mit der Zeit und wenn man sie damit konfrontiert, führt das oft dazu, dass sie gehen —> Bodenklasse II bzw. III nach Jesu Sämannsgleichnis.
Magdalena61 hat geschrieben: ↑Mo 9. Mär 2026, 14:43
Mir hast du auch schon attestiert, "
wie ein Atheist zu argumentieren", weil du nicht verstanden hast, was ich meinte oder meinen Gedankengang für nichtig erklären wolltest.
Attestiert ist nicht ganz korrekt, ich habe es verglichen. Ab einem gewissen Punkt will ich nicht mehr weiterdiskuteren, weil es mehr auseinanderdriftet als zusammenführt. Du wirst es ertragen wie ich Angänge anderer auch zu verkraften habe. Doch auch ich meine, was ich sage und wiederhole mich nochmals (viellleicht nützt es):
Es gibt grob gesehen zwei Dienste: Den Dienst der Heranführung und den Dienst der Evangelisation. Das sind keine Gegner, sondern Partner wie der Sämann und der Erntearbeiter. Sie dienen beide dem Herrn, jeder wie der Herr zuteilt und begabt.
Die Heranführung lässt sich als Ziehen des Vaters erklären. Dabei wirkt der Heilige Geist so, dass er uns dazu benutzt, um Menschen Jesus schmackhaft zu machen. Es zieht sie damit an dir etwas an, was dem Christus entspricht. Mehrere Bekannte fanden anziehend wie ich zu gewissen Dingen stehe und welche Chraktermerkmale mein Wesen ausmachen. Aber das führte nicht zu ihrer Umkehr.
Deshalb haben wir die, die wir für "erntereif" hielten, z.B. zu Alpha-Kursen eingeladen oder anderen Veranstaltungen. Siele sind auch gekommen. Dort wurden sie mit dem Evangelium konfrontiert, und das wirkte bei dem einen und bei anderen nicht. Umkehrwillige wurden damals nicht meiner Obhut anvertraut, so weiß ich deren weiteren Werdegang nicht, doch erfreute mich jeder Erfolg, denn ich war gerne Teil des Teams.
Wie sich Menschen danach entwickeln, erklärt Jesus im Sämannsgleichis. Manche bringen Frucht, manche nicht. Bekehrt heißt nicht sofort Nachfolger als reifer Jünger zu sein, der alsbald selbst das Evangelium weitergibt. Der Anfangseifer einiger kann sogar kontraproduktiv sein. Das war bei mir der Fall. Der dritte Dienst wäre die Erziehung zur Jüngerschaft, was wieder eine andere Sache ist.