Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

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Johncom
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: So 1. Mär 2026, 05:24Johncom, ich brauche nur zu fragen, mit welchen Hauch übersinnlicher Erfahrung urteilst du, ob meine Sicht richtig oder falsch ist ?
Zunächst mal ist auch meine Sicht nicht unbedingt richtiger. Aber ich versuche nicht, zu urteilen sondern höre den NT-Erfahrenen erstmal zu, lasse es auf mich wirken. Genauso, was sogenannte Erleuchtete sagen. Falls sie überhaupt was sagen, viele schweigen ihr ganzes Leben .. Dein Kategorisieren, das bestreitest du wohl auch nicht, ist dein privates Hobby, und das ist ja nicht schlecht. Mir kommts aber manchmal vor, als beschreibst du verschiedene Schwimmstile ohne selbst zu schwimmen. Kann sein, das klingt wieder hochnäsig. Persönlich mag ich dich ja, aber du kommst ziemlich oft angreifend, wenn jemand anders tickt, sei es spirituell, gesellschaftlich usw ..

Übersinnliche Erfahrung machen wir den ganzen Tag, unser Denken, unser "Geist" ist nicht an die Physis gebunden. Selber mache ich Erfahrung mit stiller Meditation, mein ganzes Leben schon, fühle mich aber immer noch wie ein Anfänger. Aber die einfache Wahrnehmung dieses Gottgegebenen Lebens weitet sich immens durch regelmäßiges meditieren. Jetzt nach Ende meines Malocher-Lebens habe ich mehr Zeit um täglich in die Übung zu gehen. Übrigens, das ist kein schwelgen im Wohlgefühl, das ist Arbeit und aushalten.
Dann nenne es ozeanisches Erlebnis, so hat es die Psychologie katalogisiert.
Kann sein. Unter Psychologen, überhaupt Medizinern (vielen andere Berufsgruppen) finden sich viele, die Zen lernen oder Qigong was auch immer. Jeder normale Mensch wird wohl wissen, das Erleuchtung auch nur ein Wort ist. Also ja, traditionell wie bei den Buddhisten wäre sie ein Lebensziel. Aber auch die sagen, das ist dann eine Gnade. Auch die haben Gebete, und das finde ich schön: sie beten für das Heil aller Lebewesen (mögen alle Wesen glücklich werden) und weniger für sich selbst.
In ihren Predigten lernen sie, wer nur für sich selber Heil wünscht, der ist ein Sünder.
Und Entgrenzung erkenne ich auch in den "konkreteren" Nahtoderlebnissen. Da wird oft von einer alles durchdringenden Liebe geredet, die da massiv spürbar wird, eine Art Verbundenheit von Allem mit Allem. Und die Möglichkeiten des Geistes sind ungleich mehr als das eingengte Bewußtsein im Körper und innerhalb der Materie.
Schön gesagt. Das lehren im Kern auch die Religionen: werde liebend gegen über allen. Und das geht auch einher mit der Selbstliebe. Auf neudeutsch: sich selber annehmen.
oTp
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Johncom, mir kommt es nicht auf ein Kathologisieren an, sondern immer um ein angemessenes Verständnis.

Ja, ich nenne Meister Eckhardts Erlebnisse Erleuchtungserlebnisse. Und es werden so einige Spontanerlebnisse dieser Art berichtet.
Nun ist es ein Merkmal dieser Erleuchtungserlebnisse anscheinend "lediglich" die Entgrenzung, das Erlebnis einer Verbundenheit mit Allem. Und wofür reicht das konkret ? Mit Allem verbunden zu sein macht eigentlich völlig handlungsfähig. Man stelle sich nur vor, man habe in seinem Kopf die Gedanken von nur 10 Menschen. Dann ist man völlig gelähmt, man ist zu nichts mehr imstande, es überwältigt völlig. So gesehen wird eine Art Chaos erlebt, wenn man in den Ozean der Allverbundenheit eintaucht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies der Endzustand eines Menschen ist. Es ist schon, wie die Inder sagen, eine totale Ich-Auslöschung. Jedenfalks in diesen Momenten.

Kommt hinzu, dass dieser Zustand des Moksha zwar sehr begehrt als oberstes Ziel ist, aber auch sehr schwer zugänglich ist, um erlebt zu werden. Er wird angestrebt, oft mit äußerster Disziplin und Askese. Und mit Manipulation des normalen Bewusstseinszustandes. In der Meditation.
Wie viel einfacher hatte es da der Pfarrer, oder Dario Pizzano, sie erlebten den Zustand völlig unerwartet und spontan.
Warum, kann man fragen, braucht der Inder das Erleuchtungserlebnis zwingend dafür, um sich völlig befreit von seiner Existenz als Mensch zu wähnen ?

Ich verstehe deshalb auch die Kritik Sundar Singhs daran. Auch er war erfüllt von der Gegenwart des Himmels, aber durch konkrete Erlebnisse im Himmel.
Stört es dich, Johncom, wenn für mich die Erleuchtungssuche völlig übertrieben ist ? Und ein Befürworter mir schnell als Großsprecher erscheint ? Der einfach nur annimmt, was einem Yoga lehrt ?

Bei spontanen Erleuchtungserlebnissen und Nahtoderlebnissen ist dieses Erlebnis der Anfang. Es eröffnet das Erleben eines Zustandes und Daseinsgefühls, das man nun anstreben und verwirklichen kann. Bei Yoga ist es anscheinend das obere Ende der Fahnenstange. Zumal er ja alle Samskaras in seinem Hirn und Wollen ausgelöscht hat. Völlige Auslöschung des Menschen, der man ist und statt dessen Identifizierung mit einem Zustand, der über allem Verstehen ist und völlig befriedigt und erfüllt.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
oTp
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Die KI zum Verhältnis von Sundar Singh zu Yoga.
Ob man was davon lernen kann?
Sadhu Sundar Singh (1889–1929), ein bekannter christlicher Mystiker und "Apostel mit den blutenden Füßen" aus Indien, hatte eine komplexe Beziehung zum Yoga, die sich durch seine Konversion vom Sikhismus/Hinduismus zum Christentum wandelte.

Hier sind die Kernpunkte seiner Ansichten basierend auf seinem Leben und seinen Schriften:
Frühe Erfahrung: Als Jugendlicher war Sundar Singh tief in hinduistischen Traditionen verwurzelt und praktizierte Yoga und Meditation. Er war mit den Veden vertraut und suchte intensiv nach innerem Frieden (Shanti).

Wende nach Bekehrung: Nach seiner intensiven Erfahrung mit Jesus Christus im Alter von 14 Jahren (einer Vision) verließ er die rituellen Pfade des Hinduismus. Er erkannte, dass Yoga und Meditation ihn nicht zu der erlösenden Wahrheit führten, die er in der Person Jesu fand.

Christliche "Yoga"-Praxis: Sundar Singh lehnte die stille Meditation nicht ab, aber er ersetzte die hinduistische Methode durch christliche Kontemplation. Er betonte, dass wahre Stille dazu dient, auf die Stimme Christi zu hören und Gemeinschaft mit ihm zu haben, statt "den Geist leer zu machen".

Inneres Gebet vs. Körperhaltung: Für ihn war das Gebet wie das Einatmen des Heiligen Geistes. Er praktizierte ein Leben der beständigen "Erinnerung" (Recollection) und Meditation, das eher auf innere Hingabe an Christus als auf körperliche Asanas ausgerichtet war.
Haltung zu Askese: Obwohl er als Sadhu (Wanderasket) lebte, war sein Ziel nicht die Selbstvervollkommnung durch Yoga-Techniken, sondern die Nachfolge Jesu, die oft Verfolgung und Leiden mit sich brachte.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sadhu Sundar Singh Yoga als einen unvollständigen Weg ansah, der durch die persönliche, rettende Begegnung mit Jesus Christus ersetzt wurde, wobei er die Praxis der Stille und Meditation in eine christliche Form der Kontemplation übertrug.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
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