Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

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Rilke
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Rilke »

Helmuth hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 08:18
Rilke hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 07:09 Da geht es dann gar nicht um eine Rückkehr, sondern um eine Erstbegegnung.
Aber ich denke nicht, dass deswegen das Wissen um das Evangelium verlorengegagen ist.
Ich habe tatsächlich einige junge Erwachsene getroffen, die mit den grundlegendsten biblischen Elementen nicht vertraut waren (Adam & Eva, die Flut, Propheten, Jesus als der Sohn Gottes) und das waren keine Muslime. Sie sind einfach in einem säkularen Umfeld aufgewachsen und die öffentlichen Schulen unterrichten keine Religion mehr. Da passiert das recht schnell. Was geblieben ist, sind tief verankerte Begriffe und vor allem blasphemische Ausrufe, wenn man verärgert ist, aber vom Wissen über das Evangelium ist nichts zu merken.
Helmuth hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 08:18 Wir haben ihn dann zu einem Apha-Kurs (kennst du das?) eingeladen, den er 2x besucht hatte. Ich war erstaunt, dass er seine Frau mitgenommen hatte und ihr überzeugend aus der Bibel vorgelesen hatte mit der Betonung, das ist die Wahrheit!. Danach verstarb er zwar, aber ich denke im Herrn. Er wurde vom Kulturchristen zum Nachfolger.
Ja natürlich kenne ich den Alpha-Kurs, den haben wir hier auch. :thumbup: Unsere Kirche leitet den jährlich und viele Menschen finden darin zum Herrn.
Was du beschreibst, kann ich gewissermaßen nachvollziehen. Aber die strikte Trennung "Katholik - Christ" finde ich absurd, um ehrlich zu sein. Es gibt säkularisierte Menschen in der größten institutionellen christlichen Gemeinde, und das wundert mich bei 1,4 Milliarden Mitgliedern nicht. Die gab es auch im Volk Israel, aber niemand wäre zur Zeit König Davids auf die Idee gekommen, das Volk Israel und den Glauben an den Gott Israels in Gegensätze zu formen.

Aber ich stimme dir zu, Kulturchristen gab/gibt es in deiner Generation viele. Die nachfolgende Generation dieser Kulturchristen, die kirchlich sozialisiert, aber mit wenig persönlicher Glaubenspraxis zu tun haben, wächst jedoch naturgemäß ganz ohne praktiziertes Christentum auf, da die religiöse Praxis und der gelebte Glaube nicht aktiv weitergegeben werden, und dann gibt's auch kein Kulturchristentum mehr. Es wird über die Generationen durch mehr und mehr Säkularisierung ausgewaschen.
Wenn weder Familie noch Schule religiöse Inhalte vermittelt und man keiner Gemeinde aktiv angehört, verschwindet das Wissen innerhalb weniger Jahrzehnte. Daher spreche ich vom "neuen Heidentum".

So sehe ich das. Meinst du, dass da was dran sein könnte?
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Helmuth
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Helmuth »

Rilke hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 08:34 Sie sind einfach in einem säkularen Umfeld aufgewachsen und die öffentlichen Schulen unterrichten keine Religion mehr.
Das stimmt leider. In der Hinsicht zeigt sich der Trend auch bei uns, zumal wir immer mehr von Einwanderern überschwemmt werden. Die hiesige Bevölkerung hat keine Ausrede, aber die Fülle an Migranten verzerrt das Bild, da gebe ich dir recht.

Umso mehr ist uns das Evangelium anvertraut um es ohne Einfluss staatlischer oder krichlicher Insitutionen so zu predigen, wie Jesus es uns gezeigt hat. Wir haben zwar moderne Zeiten, aber das Evangelium ist zeitlos und ewiggülitg.
Rilke hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 08:34 Was du beschreibst, kann ich gewissermaßen nachvollziehen. Aber die strikte Trennung "Katholik - Christ" finde ich absurd, um ehrlich zu sein.
Ich kenne die britischen Verhältnisse nicht, aber die österreichische und die sind im argen. Das geht nicht gegen dich, sondern gegen eine Institution, die aus Christus einen Hampelmann macht.

Damit du aber siehst, dass ich darin keine Partei ergreife, erwähne ich auch den Schwachsinn, den manche Charismatiker praktizieren, wenn sie versuchen den Heiligen Geist für ihre Zwecke zu pachten, aber die sind meisten bekehrt, also bekehrt, aber dumm, und sie sind meine Brüder. Doch egal, darum geht es nicht.
Rilke hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 08:34 So sehe ich das. Meinst du, dass da was dran sein könnte?
Durchaus, daher ist es unsere Aufgabe zu predigen. Wie und was bleibt hier Gegenstand. Dass ihr auch Alpha-Kurse abhaltet, finde ich erfreulich, weil die auch klare Vorgaben haben, wie der abzuhalten ist und was der Lehrinhalt ist. Wenn man davon abweicht, das an sich keiner verbieten kann, dann soll man ihn schlicht nicht mehr Alpha-Kurs nennen.

Die Gründer haben diesbezüglich ein gutes evangelistisches Tool geschaffen meine ich, das gut auf unsere Gesellschaft zugeschnitten ist und auch funktioniert. Mehrere wurden so für Christus unter uns gewonnnen. Ich habe früher daran teilgenommen.
Zuletzt geändert von Helmuth am Sa 28. Feb 2026, 09:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Ziska
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Ziska »

Was ist der Inhalt dieses Kurses?
Welche Themen werden behandelt?
Liebe Grüße von Ziska
Reicht der Glaube an Jesus aus, um gerettet zu werden?
Neugierig geworden? Schreib mir bitte PN! :wave:

Mit der Intelligenz ist es ja so:
Entweder man hat sie oder man weiß gar nicht, dass sie einem fehlt
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Rilke
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Rilke »

Helmuth hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 08:56 Wir haben zwar moderne Zeiten, aber das Evangelium ist zeitlos und ewiggülitg.
Volle Zustimmung!
Helmuth hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 08:56 Durchaus, daher ist es unsere Aufgabe zu predigen. Wie und was bleibt hier Gegenstand.
Guter Punkt. Ich denke man muss den Menschen da abholen, wo er steht. Hat jemand einen (kultur-)christlichen Hintergrund, kann man gewisse Punkte direkt ansprechen. Hat mein Gegenüber kein Wissen über das Evangelium, muss man etwas Vorarbeit leisten. Was bei beiden Gruppen fehlt, ist das Interesse am Herrn, am Evangelium. Das gilt es zu wecken. Oft sind komplett religiös unberührte Heiden leichter zu erreichen als die genannten Kulturchristen, die meinen mit authentisch gelebtem Christentum in Berührung gekommen zu sein.
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Rilke
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Rilke »

Ziska hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 08:58 Was ist der Inhalt dieses Kurses?
Welche Themen werden behandelt?
Hallo Ziska!

Hier kannst du alles über den Alpha-Kurs nachlesen.
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Helmuth
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Helmuth »

Rilke hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 09:07 Guter Punkt. Ich denke man muss den Menschen da abholen, wo er steht. Hat jemand einen (kultur-)christlichen Hintergrund, kann man gewisse Punkte direkt ansprechen. Hat mein Gegenüber kein Wissen über das Evangelium, muss man etwas Vorarbeit leisten. Was bei beiden Gruppen fehlt, ist das Interesse am Herrn, am Evangelium. Das gilt es zu wecken.
Macht ihr Alpha Kurse? Ich halte den als besten Vorbereitgungskurs für eine erfolgreiche Umkehr. Der Kurs soll Menschen zu Jesus heranführen, aber die Entscheidung für Jesus muss man gesondert behandeln. Dazu eignet sich im Rahmen des Kurses das Wachende, an dem der Heilige Geist thematisiert wird. Er kann, so er will, dort auch seine Kraft zeigen.

Für Ziska: https://alpha.at/ Die gibt es mit Sicherheit auch in der Schweiz, einfach googlen oder die KI ausquetschen. Wer einen plant, sollte sich jedenfalls das Buch von Nick Gumbel dazu besorgen (und bitte nur das, kein anderes).
Rilke hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 09:07 Oft sind komplett religiös unberührte Heiden leichter zu erreichen als die genannten Kulturchristen, die meinen mit authentisch gelebtem Christentum in Berührung gekommen zu sein.
Richtig, dann weißt du, wovon ich rede. Meinen Ex-Chef musste Gott im Grunde genommen totkrank machen. Davor erschauere ich schon, ob der Vorgangsweise Gottes, aber besser totkrank auf Erden um dann ewig zu leben als hier pumperlg'sund und danach das Heulen und Zähneknirschen, von dem es dann keine Umkehr mehr gibt.
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Rilke »

Helmuth hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 09:17 Macht ihr Alpha Kurse? Ich halte den als besten Vorbereitgungskurs für eine erfolgreiche Umkehr.
Ja, definitiv. Wir haben jedes Jahr etwa 100 Besucher. Ist eine wirklich gute Gelegenheit um den Glauben in all seinen Facetten kennen zu lernen.
Außerdem gibt es einen RCIA-Kurs (ein Vorbereitungskurs für jene, die sich taufen lassen wollen), in dem ich jährlich einige Abende unterrichte. Die kommende Osternacht treten etwa 30 Leute (die meisten davon in den 20ern) der Kirche bei; einige haben eine atheistische Vergangenheit, und auch einige ehemalige Anglikaner sind darunter.

Ich habe einen zukünftigen Taufpaten, mit dem ich mich ausgetauscht habe. Er sagte, dass er komplett atheistisch aufgewachsen sei und sich vor etwa einem Jahr mit alten überlieferten Texten auseinandergesetzt habe. Alles durch die Bank - buddhistische Schriften, den Koran, griechische Philosophie. Und als er die Bibel las, machte es plötzlich Klick und er wusste, dass er ein Sünder ist und sich taufen lassen musste. So schnell kann es gehen, der Heilige Geist wirkt auf jene, die ein offenes Ohr und Herz haben.
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Helmuth
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Helmuth »

Rilke hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 10:50 Er sagte, dass er komplett atheistisch aufgewachsen sei und sich vor etwa einem Jahr mit alten überlieferten Texten auseinandergesetzt habe. Alles durch die Bank - buddhistische Schriften, den Koran, griechische Philosophie. Und als er die Bibel las, machte es plötzlich Klick und er wusste, dass er ein Sünder ist und sich taufen lassen musste. So schnell kann es gehen, der Heilige Geist wirkt auf jene, die ein offenes Ohr und Herz haben.
Es ist selten, dass sich Menschen nur anhand des Bibellesens bekehren. Meine Versuche sie zu lesen verliefen im Sand. Das änderte sich erst nach meiner Bekehrung. Am Anfang musste ich mich erst selbst finden, was da eigentlich mit mir passiert ist, denn ich war ja ganz anders als du völlig unbelesen. Was ich wusste kam vom RK-Unterricht und das reichte bei weitem nicht.

Aber es gibt auch solche, die durchs Lesen zum Glauben kommen. Derek Prince war so ein Mann. Vertieft in die gesamte Philosophie nahm er sich vor auch die Bibel zu lesen. Es war an sich das letzte Werk, dem er sich widmen wollte, aber der Fariness halber meinte er, er sollte sie aus rein akademischen Gründen auch gelesen haben. Und es schlug dann wohl der Heilige Geist wie ein Blitz ein.

Dann kenne ich noch Mark A. Gabriel, der sich auf diese Weise vom Islam zu Christus bekehrt hatte. Bei ihm ging das auch über den steinigen Weg von Folter und Verfolgung. In Ägypten gibt es kaum Prediger, aber durch den Erwerb eines NT von einer Christin kam er nur durchs Lesen zur Umkehr.

Sein Zeugnis kann man in seinem Werk Jesus und Mohammed lesen. Wenn du in deinen Kursen Moslems hast, dann lege ich dir dieses Buch als Pflichtlektüre ans Herz. Ich hätte es früher gebraucht, denn wir evangelisierten an die 1.500 moslemische Haushalte in Wien 15 mit nur wenig Erfolg. Heute profitiere ich davon aber.

Aber an sich sind es mehr rare Ausnahmen, um die sich der Heilige Geist, wie es scheint, höchstpersönlich kümmert. Die Norm sind solche wie ich, die durch die Predigt des Evangeliums gewonnen werden, wie es Paulus hier stufenweise beschreibt:
Röm 10,14-15 hat geschrieben: Wie werden sie nun den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie aber werden sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie aber werden sie hören ohne einen Prediger? Wie aber werden sie predigen, wenn sie nicht gesandt sind? – wie geschrieben steht: „Wie lieblich sind die Füße derer, die das Evangelium des Guten verkündigen!“
Daraus zieht er diesen Schluss:
Röm 10,17 hat geschrieben: Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.
Paulus eigene Bekehrung verlief ja auch anders als üblich, um nicht zu sagen höchst spektakulär, indem sich Jesus selbst um ihn kümmerte, aber durch seine eigene Tätigkeit als Verkündiger des Evangeliums ist er zu dieser allgemeinen Erkenntnis gekommen.
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Magdalena61
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Magdalena61 »

Helmuth hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 04:33 Folgendes will ich nicht unbeantwortet lassen:
Magdalena61 hat geschrieben: Do 26. Feb 2026, 15:13 Warum sollte ich mich für meine Existenz und für mein Menschsein schämen, warum sollte ich Verantwortung übernehmen für etwas, wofür ich nichts kann?
Besser könnte ein Atheist nicht argumentieren.
Warum lässt du den entscheidenden Kontext weg?
Magdalena61 hat geschrieben: Do 26. Feb 2026, 15:13 Ich habe niemanden darum gebeten, in diese Welt gesetzt zu werden. Als ich geboren wurde, war ich bereits ein Sünder, ohne eigenes Zutun, ohne die Möglichkeit gehabt zu haben, mich für oder gegen diese Realität entscheiden zu können.
Und jetzt wiederhole ich: Dafür, dass ich in diese Welt hineingeboren wurde mit dem Erbe der Sündhaftigkeit, bin ich nicht verantwortlich. Stimmt das oder stimmt es nicht?
Bin ich für den Holocaust verantwortlich? - Nein.
Bin ich für Flutkatastrophen und Impfschäden verantwortlich?- Nein.
Bin ich dafür verantwortlich, dass Adam und Eva sich gegen Gott auflehnten? -- Nein. Und übrigens auch sonst keiner.
Habe ich diese Welt erschaffen, mit der Schlange im Paradies und den Gesetzmäßigkeiten, denen die Schöpfung unterliegt? -- Nein.

Was willst du mir also vorwerfen?

Ich bin nur für das verantwortlich, das ich kontrollieren kann. Wissen, Verständnis und Einsichtsfähigkeit vorausgesetzt.

Es bedeutet eine Erleichterung für "ganz normale Mitmenschen", wenn ich das, was sie denken und fühlen, bestätige. Und in den o.g. Punkten kann ich das bestätigen.

Was ich als unbedingt wichtig erachte ist, dass man sorgfältig mit Verantwortlichkeiten umgeht und nicht mit falschen Schuldzuweisungen um sich wirft. Das wäre nämlich so, als macht man ein Kind mit Down Syndrom höchstpersönlich für seinen Gendefekt verantwortlich. Die Eltern zu beschuldigen wäre auch keine gute Lösung und außerdem "Thema verfehlt", denn die Eltern hatten keine Möglichkeit, Gendefekte auszuschließen.
Von Abtreibung rede ich jetzt mal nicht; für gläubige Christen das auch schwierig, sondern von der Herstellung einer Schwangerschaft durch Mann und Frau auf dem üblichen Wege.
Du beschuldigst sie aber- und empörst dich dann über den Widerstand, den du erfährst.
SO ungefähr fühlt sich das für Nichtchristen an, wenn du ihnen Schuld auferlegst, mit der sie sich noch nicht identifizieren können.
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Magdalena61 »

Helmuth hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 04:33 In dir wuchert noch das Dogma der Erbsünde. Leg es ab.
Das würde dann bedeuten, ich widerspreche der Tatsache, dass alle Menschen von Geburt an potenzielle Sünder sind und irgendwann durch Sünde Schuld auf sich laden werden.
Ich sehe die "Erbsünde" als angeborene Veranlagung, aufgrund der Unvollkommenheit der Menschen. Eine Veranlagung kann man nicht abwaschen, nur Sünden vergeben. Man versucht, den Menschen dahingehend zu erziehen, dass er ein sozialverträgliches Wertesystem entwickelt und Versuchungen besser widerstehen kann.
Helmuth hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 04:33 Du bist für deine Sünde verantwortlich, nicht Gott, nicht der Teufel oder sonst wer.
Diese Moralpredigt ging an die falsche Adresse. Ich kann gut verstehen, dass Menschen ärgerlich werden, wenn du "verkündest". Du unterstellst ihnen etwas, wogegen sie sich zu Recht verwehren... und dann nennst du den berechtigten Widerstand ein "hartes Feld". Junge... der Säman in dem Gleichnis ist Gott. Und er wirft den Samen des Evangeliums sogar auf solchen Untergrund, der voraussichtlich keine Pflanzen zur Fruchtreife bringen kann, so großzügig ist er damit.
Aber wenn ein Jünger Jesu das Evangelium mit Steinen zuwirft, weil er Gott nicht gehorsam ist und herumwütet anstatt in Sanftmut seinen Auftrag auszurichten, dann kann er nicht den "unfruchtbaren Untergrund" für sich in Anspruch nehmen.

Außerdem kommt noch hinzu: In Israel wurde zuerst gesät und danach gepflügt. So brachte man den Samen auch unter die Erde, ohne das ganze Feld z wei Mal beackern zu müssen- das geschah ja alles in Handarbeit.
Das Pflügen ist Gottes Sache. Ein Jünger kann nicht pflügen. Er kann nur säen. Also sollte er sich einiges Wissen über Ackerbau aneignen, von den Alten lernen, und nicht meinen, er habe den Stein der Weisen gefunden und alle hätten sich nach ihm zu richten.

Lege mal den Lehrer ab, der sich über andere erhebt und sie herunterlaufen lässt
Helmuth hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 04:33Auf wen möchtest du sie denn schieben?
Eine infame Unterstellung ist das. Du machst die Leute wütend. Du hast ja auch schon entsprechende Rückmeldungen erhalten... und schiebst die Schuld für deine Mißerfolge auf "die anderen".
Helmuth hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 04:33Weiters orte ich Menschenfurcht.
:lol:

Einfühlungsvermögen würde es besser treffen.
Helmuth hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 04:33 Um nur ja niemand vor den Kopf zu stoßen, wird ihm nicht gesagt, dass er sündigt?
Was wäre denn die Alternative?
Möglichst viele vor den Kopf zu stoßen? Oder Gleichgültigkeit: "Es ist mir egal, was ich in der Rolle des Elephanten im Weinberg Gottes anrichte"?
Oder möchtest du lieber GOTT vor den Kopf stoßen, indem du die Menschen, die Er retten will, in den Widerstand und in die Flucht treibst?
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