Jakobus 4,5

Themen des Neuen Testaments
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Hoger
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Re: Jakobus 4,5

Beitrag von Hoger »

Mir reicht es zu wissen, dass Gott mit Eifer über den Geist wacht, den ER in mir hineingegeben hat

Zu was braucht man eure spitzfindigkeiten?

Es sei denn, ihr möchtet die "Befugten" sein, die auf die richtige Auslegung ein Anrecht haben

Interessant wie der eine seine Fahne schwengt, weil der andere etwas anderes sagt, als er
Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses (Katechismus der RKK Nr. 65)
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Helmuth
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Re: Jakobus 4,5

Beitrag von Helmuth »

Ich lege Wert auf eine korrekte Übersetzung. Wenn ein Text trotz falscher Übersetzung eine theologisch richtige Aussage ergibt, dann ist es dennoch falsch übersetzt.

In dem Fall ist es auch nur möglich, weil gleich zwei Fehler passieren. Der zweite hebt den ersten wieder auf. Aber so kann man mit einem Text nicht umgehen. Das ist wie sich zweimal beim Mathetest verrechnen und dennoch mit einer positiven Note rechnen.

Wenn du das spitzfindig findest, dann suche die Ursache nicht bei denen, welche die Bibel korrekt lesen wollen. Die Wahrheit ist Gott heilig, und mir daher auch. Jakobus wusste schon was er sagte. Auch an ihm liegt es m.E. nicht.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Isai
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Re: Jakobus 4,5

Beitrag von Isai »

Helmuth hat geschrieben: Mo 26. Jan 2026, 10:08 Das ist wie sich zweimal beim Mathetest verrechnen und dennoch mit einer positiven Note rechnen.
Wenn in der FOS das Ergebnis stimmte, der Rechenweg aber nicht, galt die komplette Aufgabe als falsch.
So ist jedoch für uns nur Einer Gott, der Vater, aus Dem alles und wir in Ihm
und nur Einer Herr, Jesus Gesalbter, durch Den alles und wir durch Ihn.
1. Korinther 8:6
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Hoger
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Re: Jakobus 4,5

Beitrag von Hoger »

Helmuth hat geschrieben: Mo 26. Jan 2026, 10:08 Wenn du das spitzfindig findest, dann suche die Ursache nicht bei denen, welche die Bibel korrekt lesen wollen. Die Wahrheit ist Gott heilig, und mir daher auch. Jakobus wusste schon was er sagte. Auch an ihm liegt es m.E. nicht
"Korrekt" kannst du die Bibel nur in der Ursprache lesen und auch hier hast du viele verschiedene Textvarianten, von deren Richtigkeit du überzeugt sein musst.

Wenn ich so unterschiedliche Varianten lese, wie in Jakobus 4,5 - dann nehme ich die Variante, die in meine Wahrnehmung passt.
Und das machst du und Abischai und andere auch. Hier geht es nicht um die korrekte Übersetzung, sondern inwieweit der Text in mein Weltbild passt, dass wiederum durch bestimmte Übersetzungen geprägt ist.

Das was Zippo, du und Abischau und ich aus dieser Stelle heraus lesen entspricht dem jeweiligen Lehr- und Weltbild.

Fällt dir das nicht auf?
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Abischai
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Re: Jakobus 4,5

Beitrag von Abischai »

Hoger hat geschrieben: Mo 26. Jan 2026, 09:51 Es sei denn, ihr möchtet die "Befugten" sein, die auf die richtige Auslegung ein Anrecht haben

Interessant wie der eine seine Fahne schwengt, weil der andere etwas anderes sagt, als er
Beides scheinen Dinge zu sein, zu denen Du keinen Zugang hast. Ob wir die "Befugten" sein wollen? Jedenfalls sind wir es, ob wir wollen oder nicht.
Und das mit dem schwe... der Fahne, darfst Du gern präzisieren, solltest Du mich meinen.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Abischai
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Re: Jakobus 4,5

Beitrag von Abischai »

Isai hat geschrieben: Mo 26. Jan 2026, 10:18 Wenn in der FOS das Ergebnis stimmte, der Rechenweg aber nicht, galt die komplette Aufgabe als falsch.
Wir haben auf das Ergebnis, so es richtig war, immer 1 Punkt erhalten, auf den Rechenweg dahin die vielen anderen.
So ungefähr ist es hier beim Lesen und verstehen besagten Bibelverses. Wenn man ih n sinngemäß verstanden hat, genügt das (der 1 Punkt ist das), aber wenn man wie Helmuth (und ich auch) an bestmöglichem "Rechenweg" (also der genauen ÜS) interessiert ist, ist der 1 Punkt schön, aber die anderen noch besser. Ich habe mir bis zu dem Augenblick, da Hoger das thematisiert hat, auch keine Gedanken darüber gemacht und eben immer den "1 Punkt bekommen".
Spoiler: anzeigen
Eindrücklich sieht man, daß das Lehramt und die Tradition der kath. Kirche an dieser Stelle für Hoger auch bloß nicht nützlich sind, denn er weiß es ja nicht, das von Helmuth nützt (mir) hingegen schon weit mehr. Helmuth hat kein "Lehramt", aber ihm ist etwas gegeben, was Hoger nicht zu haben scheint.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Hoger
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Re: Jakobus 4,5

Beitrag von Hoger »

Abischai hat geschrieben: Mo 26. Jan 2026, 13:05 Und das mit dem schwe... der Fahne, darfst Du gern präzisieren, solltest Du mich meinen.
Einmal so
Abischai hat geschrieben: Sa 24. Jan 2026, 12:53 Kurze Anmerkung: wo von "Neid" oder "neidisch" geschrieben steht, ist das Wort auf jeden Fall falsch verwendet, da ist, wie in den anderer ÜS, Eifersucht angesagt, Neid ist etwas völlig anderes, Gott ist niemals neidisch. (Möglicherweise war das in der Zeit, als die ÜS erstellt wurde, als Redenwendung volkstümlich und wurde daher dort verwendet, ist aber wie gesagt falsch.)
und dann so
Abischai hat geschrieben: Mo 26. Jan 2026, 09:20 Die Erklärung finde ich gut. Wenn dort im Urtext nun wirklich der Begriff für das altdeutsche "Neid" steht, dann ist es einzig plausibel die Leserschaft herauszufordern selbst zu der Erkenntnis zu kommen, daß Gott nichts aus Neid tut.
------
Abischai hat geschrieben: Mo 26. Jan 2026, 13:05 Du keinen Zugang hast. Ob wir die "Befugten" sein wollen? Jedenfalls sind wir es, ob wir wollen oder nicht.
Das sehe ich in diesem Thread - da könnte man gleich wieder unterschiedliche Freikirchen gründen, wo sich wegen eines Verses die Leute geistig "an die Kehle gehen"

Merkst auch du nicht, dass ihr die Bibeltexte entsprechend eurer Lehren lest?
Was ist denn nun die "richtige" Auslegung des Textes und was ist der richtige Text?

Bei Helmuth ist es die Revidierung der unrevidierten Elberfelder der geschlossenen Brüder mit dem Nestle-Aland als Grundlage = und bei dir?
Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses (Katechismus der RKK Nr. 65)
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Hoger
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Re: Jakobus 4,5

Beitrag von Hoger »

Nehme ich den Text der reformierten Kirche (Zürcher)
5 Oder meint ihr, die Schrift mache leere Worte, wenn sie sagt: Beneidet werden will der Geist, den er in uns angesiedelt hat?
Hier will der Geist beneidet werden, der in uns angesiedelt ist

Die katholische Einheitsübersetzung:
Oder meint ihr, die Schrift sage ohne Grund: Eifersüchtig verlangt er nach dem Geist, den er in uns wohnen ließ?
Hier verlangt Gott, eifersüchtig nach dem Geist den er in uns wohnen lässt.

Ebenso die katholische revidierte Schöningh
5 Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: "Voll Eifersucht verlangt es ihn nach dem Geist, den er in uns Wohnung nehmen ließ?
Ich finde die Frage nach dem Subjekt hier interessant: Ist es der Geist der voll Neid oder, wie die Elberfelder die Helmuth favorisiert ([Jak 4,5] Oder meint ihr, dass die Schrift vergeblich rede? Begehrt der Geist, der in uns wohnt, mit Neid?) mit Neid begehrt = oder ist es Gott, der mit Eifer wacht (Luther 84) oder eifersüchtig nach dem Geist verlangt

Das ist für mich hier die Grundfrage: Ist der Geist, oder Gott das Subjekt?
Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses (Katechismus der RKK Nr. 65)
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Helmuth
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Re: Jakobus 4,5

Beitrag von Helmuth »

Hoger hat geschrieben: Mo 26. Jan 2026, 13:45 Ich finde die Frage nach dem Subjekt hier interessant: Ist es der Geist der voll Neid oder, wie die Elberfelder die Helmuth favorisiert ([Jak 4,5] Oder meint ihr, dass die Schrift vergeblich rede? Begehrt der Geist, der in uns wohnt, mit Neid?) mit Neid begehrt = oder ist es Gott, der mit Eifer wacht (Luther 84) oder eifersüchtig nach dem Geist verlangt
Ich finde die Fragestellung ist nicht falsch. Aber sie klärt nicht die Stelle Jakobus 4:5, denn dort redet Jakbous nicht über den Eifer Gottes. Das ist eben m.E. falsch übersetzt. Ich sage auch immer wieder, was ich von der LUT-ÜS halte. Literarisch teils schön, aber theologisch mangelhaft.

Ich habe eine andere Stelle gezeigt und es gibt genug weitere, die den Eifer Gottes beschreiben und zwar als eine gute Chrarktereigenschaft. Die Grundlage dazu legt wieder das AT, weil darin Gott sehr viele Zeugnisse selbst gibt. Neid gehört nicht dazu, davon redet aber Jakobus. Indem er danach rhetorisch fragt, verneint er das m.E. auch.

Das sind demnach zwei Kontexte. Du hast aber dezidiert Jakobus ins Spiel gebracht und das ist ein anderer Kontext. Wird dir das nicht klar? Würden wir nur den Jakobus-Brief besitzen und keine andere Texte kennen, so erschöpft sich daraus nicht die Erkenntnis Gottes bzgl. seines Eifers.

Ob Gott eifert? Na klar tut er, und nicht wenig meine ich, aber erklär das nicht mit Jakobus. Tut leid, aber ich kann es nicht besser formulieren, ich habe ebenso Grenzen mich verständlich zu machen. Ich denke aber Abischai und Isai haben mich verstanden, wenn ich ihre Kommentare lese. Frag sie, wenn es weiter Unklarheiten gibt.
Zuletzt geändert von Helmuth am Mo 26. Jan 2026, 14:57, insgesamt 3-mal geändert.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Ziska
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Re: Jakobus 4,5

Beitrag von Ziska »

Ich denke, man könnte Jakobus Kapitel 4 im Zusammenhang lesen, um herauszufinden, wer mit dem Geist, der in unserem Inneren wohnt, gemeint ist.
Liebe Grüße von Ziska
Kann der Mensch dem Krieg ein Ende machen?
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