Jesus und die KI

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Helmuth
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Re: Jesus und die KI

Beitrag von Helmuth »

Ich will durchaus etwas sagen, es muss ja nicht alles dich betreffen. Ich greife Aussagen auch nur auf und als TE versuche ich die Richtung zu steuern. Die Beteiligung in dem Thread ist im Verhältnis zu anderen Diksussionen sehr rege, dafür spreche ich meinen Dank aus.

Als Zwischenbilanz könnte ich drei Haltungen skizzieren und kommentiere sie:

1) Die grundlegende Skepsis

Manche habe eine für mich irrationale Angst vor Erneuerungen. In der Tat wissen wir heute noch nicht wohin der KI-Zug hinfahren wird, aber derzeit sehe ich kleinen plausiblen Grund der Entwicklung negativ gegenüberzustehen. Warum habe ich erklärt.


2) Die neutrale Position

Man steht der KI mehr oder weniger gelassen gegenüber. Wie alles im Leben können Dingen gute Anwedungén finden, sie können auch Risken und Gefahren bringen. Fakt ist, die KI wird beretis genutzt und kaum eine Branche kann sie mehr umgehen. In der Hinsicht ist mal der Zug abgefahren.


3) Die positive Position

Dazu zähle ich mich, und zwar weil ich technische Erfahrungen als Nachrichtentechniker habe. Die Nachrichtentechnik wird immer mehr zur Informations-Technologie. Heute studiert man nicht mehr NT sondern IT bzw. spezialisieren sich weitere Zweige heraus. Es bleiben aber die NT-Grundlagen erhalten, wie sie wiederum Teil der Elektrotechnik sind. In der Hinsicht ist die KI nur eine Weiterentwicklung.


Weitere Gedanken

Für die Risken müssen wie bisher auch gesetzliche Regelungen oder Schiutzmaßnahmen erarbeitet werden, wie es das ja auch z.B. für 230V-Steckdosen gibt. Das hatte man in Zuge der immer mehr zunehmenden Sozialen Medien etwas verschlafen, wird aber nun auch in Angriff genommen. Schulen können z.B. den Umgang einschränken, Eltern sollten das auch, wie es auch schon angekommen ist, dass das Handy im Unterricht nichts verloren hat. Für viele, Erwachsene gleichfalls, wurde das eine neue Sucht.

Fakt ist, negative Entwicklungen lassen sich kaum vorhersagen, daher ist es schon aus dem Grund sinnlos heute gegen die KI zu wettern. Solche sind nicht anders als VT, die heute alles besser wissen, das Handy morgen aber kaufen. Für Christen sollte es Fakt sein, dass wir Gott auf unserer Seite haben. Insofern sehe ich nicht, dass Jesus das negativ sieht. Das Übel ist und war bislang immer der Mensch.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
jsc
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Re: Jesus und die KI

Beitrag von jsc »

https://arxiv.org/html/2512.24601v1

Ganz frisch von Silvester 25.
Damit wird ein absolutes Kernproblem von allen Text KIs angegangen:
Man fragt etwas und die KI antwortet etwas. Vollkommen überzeugt und überzeugend - egal wie richtig oder falsch etwas ist...

Rekursive Sprachmodelle überprüfen sich selbst.
Quasi wie in der Grundschule: 7 minus 3 ergibt 4. Gegenprobe: 3 plus 4 ergibt 7

Natürlich ein bisschen komplexer und differenzierter. Aber ich denke, das wird die Qualität der Ausgaben um Größenordnungen verbessern...
Achtung! Jeder hat ein Recht auf eine eigene Meinung, niemand aber hat das Recht auf eigene Fakten.

Und diese Faktenchecker von den sie immer reden... sind die jetzt bei uns hier im Raum und sie können sie sehen und hören?
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Helmuth
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Re: Jesus und die KI

Beitrag von Helmuth »

jsc hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 09:08 Man fragt etwas und die KI antwortet etwas. Vollkommen überzeugt und überzeugend - egal wie richtig oder falsch etwas ist...
Die KI kennt an sich nicht richtig und falsch, auch wenn sie so redet, sondern sie sucht nach Mustern und wenn sie übereinstimend sind, dann antwortet sie entsprechend einem Gesetz für das Muster. Man kann die KI sicher so trainieren, dass sie sowohl ausgibt, dass es Gott gibt als auch, dass es Gott nicht gibt.

Es hängt davon ab, wer sie trimmt. Wenn 10.000 eingeben, dass es Gott gibt und das begründen, wird die Anfrage, ob es Gott gibt, ja lauten, trimmt man sie darauf, dass es Gott nicht gibt, wird sie mit nein antworten und auch das begrüneden. Worher aber soll eine KI, die doch ein totes DIng ist, überhaupt etwas "wissen". Man macht hier m.E. den Denkfehler, dass sie Dinge weiß und so vermenschlicht man sie.

Weiß ein Speicher welchen Inhalt er hat? Nein, woher bitte? Aber er gibt aus, dass diese und jene Dateien mit Namen XYZ in der und der Größe vorhanden sind. Die sog. "Intelligenz" reduziert sich auf diverse Counter. Ich sehe die KI vom Prinzip nicht anders, sie ist mathematisch nur komplexer.
jsc hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 09:08 Quasi wie in der Grundschule: 7 minus 3 ergibt 4. Gegenprobe: 3 plus 4 ergibt 7
Es werden auch statistische Modelle angewandt (in Wirklichkeit ist alles komplexer, wie du auch sagst) und erzielt erstaunliche Ergebnisse. In meiner Telekom-Zeit sagten wir 2010, es funktionieren keine Übertragungen mehr über 40Gbit/s über Glafaserns. Doch dann fügte man ein statistisches Fehlerkorrekturmodell hinzu und siehe da, heute lassen sich mehrere 100Gbit/s pro Kanal problemlos und fehlerfrei übertragen. Diese Intelligenzu kommt aber allein vom Menschen, das System kann das nicht.

Das Fehlerkorrektur ist in der Tat erstaunlich und dennoch rein statistisch, d.h. ein Prozessor rechnet mit der Wahrscheinlichkeit, ob das nächste ankommende Bit eine 1 oder eine 0 ist. Es läge die Chance ohne Korrektur im Extremfall nur bei 50% und damit wäre jede empfangene Information sinnlos. Aber mit der Fehlerkorrektur wird die Fehlerrate von 0,5 auf 10 E-12 verbessert. Das reicht für jede Art Datenübertragung.

Jetzt muss man das nur auf andere Prozesse umlegen. Und dennoch weiß de KI nichts, aber sie kann dir ausgeben, dass es die eine theologische Sicht gibt, dass es Gott gibt und auch eine andere, dass es Gott nicht gibt und sie kann beides so argumentiere, wie sie trainiert wurde. Genau genommen ist ist alos nur, jetzt mal überspitzt formuliert, ein trainierter Papagei, der nicht weiß, was er redet, aber er reproduziert genau das, was er gehört hat.
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jsc
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Re: Jesus und die KI

Beitrag von jsc »

Helmuth hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 10:30 [...]
Ich möchte aus Zeitgründen nicht auf alles im Detail eingehen.
Hast du dir die Videos, die ich relativ weit vorne verlinkt habe angesehen (die sind auf Englisch - kannst du das gut genug verstehen?)
Du sagst immer wieder Dinge, die eigentlich am Kern vorbei gehen. Hauptsächlich auch so Sachen wie "KI weiß nichts" - das ist zwar richtig und uns beiden klar, aber dir entgeht ein bisschen (oder komplett?) was ich eigentlich genau sage 😁

In den Videos erklärt er und geht auch live von Beginn an durch ein Beispiel einer KI. Er zeigt warum und wie das Ganze funktioniert.
Sein Beispiel ist die Erkennung von Ziffern anhand von handgeschriebenen Ziffern (eingescannt)
Und er baut das neurale Netzwerk so auf, wie ein Mensch dieses Problem lösen würde.
Er nutzt zwei Schritte. Im ersten Schritt möchte er Linien und Kurven sicher erkennen können. Im zweiten Schritt möchte er die erkannten Kurven zuordnen (zwei geschlossene Schleifen je oben und unten ergeben vermutlich eine acht etc)
Jetzt könnte er hingehen und alle diese zehntausende an Parametern manuell optimieren und ausrechnen - das würde LANGE dauern.
Hier kommt aber der zweite Bereich von KI ins Spiel: maschinelles lernen. Er nimmt eine sehr große Anzahl an bekannten Zuordnungen von eingescannter Ziffer und der richtigen Zuordnung. Dann lässt er die alle durchs Modell laufen, die "Effizienz" berechnen und die Werte daraufhin anpassen, so dass die größte Übereinstimmung erzeugt wird.
Wenn man sich aber anschaut, WIE das neurale Netzwerk am Ende arbeitet, kann man erkennen, dass es weder Linien und Kurven erkennt noch sie irgendwie zuordnen will. Für den Menschen sieht das komplett zufällig aus! (Das ist eine Kernerkenntnis!)
Deshalb "erkennt" das Modell zum Beispiel irgendein Bild bei dem jedes Pixel einen zufälligen Wert zum Beispiel als 3 oder 6 etc.
Das Modell macht also mit einer sinnvollen Eingabe das richtige - aber nicht so wie der Designer es wollte. Das ist die größte Stärke als auch die größte Schwäche solcher Modelle!
Deshalb sind deine Aussagen wie "die KI weiß nichts" ein "Kategorien Fehler" 😁
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Und diese Faktenchecker von den sie immer reden... sind die jetzt bei uns hier im Raum und sie können sie sehen und hören?
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Helmuth
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Re: Jesus und die KI

Beitrag von Helmuth »

jsc hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 12:02 Das Modell macht also mit einer sinnvollen Eingabe das richtige - aber nicht so wie der Designer es wollte. Das ist die größte Stärke als auch die größte Schwäche solcher Modelle!
Modelle sind Modelle und nicht mehr. Das Atommodell wurde immer wieder neu aufgestellt. Keines war per se falsch, aber keines ist vollkommen. Wie tauglich es ist zeigt immer erst die Praxis. Für das gewöhnlich Leben reicht das Bohr'sche Modell, für elektronische Abläufe reicht es nicht mehr, dazu musste es erweitert werden und gilt auch für den konventionellen SW-Baustein KI.

Bald braucht man das Quantenmodell. Letztendlich meine ich, dass sich Gott in seiner Schöpfung nur soweit in die Karten sehen lässt als er es ermöglicht und will. Der Mensch wird in der Sache immer nur hinterherlaufen, aber das muss man nicht negativ sehen, sondern nutzen was man dabei gelernt hat. Vom Rad zur KI und das ist nicht das Ende. Es kommt aber zuvor das Weltende, doch das ist eine andere Sache.

Man kann ja versuchen mittels einer sogenannten KI ein neuronales Netzwerk nachzubilden, und das wird sicher bis zu einem Grad möglich sein, aber sie wird nicht denken und das bleibt der springende Punkt, Komplexität hin, Komplexität her, sie ist nicht relevant.

Hier geht man nicht korrekt vor. Man müsste den Geist nachbilden, um Intelligenz nachzubilden, und das erachte ich als ein unmögliches Unterfagen. Das wäre dann eine echte KI, nicht das Netzwerk, das nur Pulse leitet. Der kardinale Denkfehler bleibt also weiter bestehen. Und gerade darin erkennt man auch einen Unterschied.

Ein Netzwerk macht keinen Fehler, es macht das, wie es Gott vorgesehen hat. Den Denkfehler macht der Mensch, sodass das Netzwerk nicht macht, was er will. Hier sehen wir den Unterschied zwischen Gottes vollkommener Denkweise, der in der Kreationsausführung keine Fehler macht und dem was der Mensch zu leisten imstande ist. Er muss beständig (von Gott) lernen. Und das ist eine Gabe.

Ich beharre weiter auf Grundlagen. Denken ist ein Vorgang, den nur ein geistiges Lebewesen kann und sonst niemand. Unbewusst macht man sonst den SW-Baustein KI zu einem Lebewesen, vor dem man sich fürchten müsste. Das ist biblisch unhaltbar und führt in der Folge zu irrationalen Haltungen, wie man sie hier liest.

Es geht mir in dem Forum um biblische Grundlagen. Nur auf der Basis ist es möglich sich ein Bild zu machen, wie Jesus dazu steht. Wenn wir uns die Schöpfung nach Genesis 1:28 mit guter Absicht zunutze machen, dann ist die KI nur ein solcher Baustein, sodass es m.E. von Gottes Seite keinen Einwand geben sollte, weil damit ja sein Wille geschieht, eben sich die Erde untertan zu machen.

Du kritisierst meine Wiederholungen. Das muss ich leider, denn nur auf Basis von Grundlagen sind objektive Bewertungen möglich. Und wer sie missachtet, der kann keinen sinnvollen Beitrag liefern. Das hatten wir kürzlich, jeder für seine Sache, festgestellt. Liebe Grüße.
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Re: Jesus und die KI

Beitrag von stereotyp »

Helmuth hat geschrieben: Sa 17. Jan 2026, 04:47 Es geht mir in dem Forum um biblische Grundlagen. Nur auf der Basis ist es möglich sich ein Bild zu machen, wie Jesus dazu steht. Wenn wir uns die Schöpfung nach Genesis 1:28 mit guter Absicht zunutze machen, dann ist die KI nur ein solcher Baustein, sodass es m.E. von Gottes Seite keinen Einwand geben sollte, weil damit ja sein Wille geschieht, eben sich die Erde untertan zu machen.
Inwiefern war die Erde dir vor der KI weniger untertan als sie es jetzt ist?
Kein Gefallen hat der Tor an Einsicht, sondern nur an der Entblößung seines Herzens.
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Helmuth
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Re: Jesus und die KI

Beitrag von Helmuth »

stereotyp hat geschrieben: Sa 17. Jan 2026, 08:36 Inwiefern war die Erde dir vor der KI weniger untertan als sie es jetzt ist?
Komische Frage, aber vermutlich der biblischen Ausdrucksweise schuldig. Sich die Schöpfung untertan zu machen ist ein Befehl. Mir ginge es nicht darum sie noch mehr und noch mehr untertan zu machen, denn damit assoziiere ich eher Ausbeutung. Es geht generell darum, sich alle Dinge so nutzbar zu machen, womit uns Gott dienen möchte.

Wenn du spezifisch die KI ansprichst, so bedeutet das nicht, dass Nutzbarmachung für alle dasselbe bedeutet und die Welt damit besser wird. Ich z.B. brauche kein Auto und besitze sehr über 30 Jahren keines mehr. Andere wieder können darauf gar nicht verzichten. So wird auch die KI für den einen nutzbringend sein, und ein anderer braucht sie nicht. Ich sehe das nüchtern.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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