Gerechtigkeit aus Glauben

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Zippo
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Zippo »

Hoger hat geschrieben: Di 13. Jan 2026, 21:20
Zippo hat geschrieben: Mo 12. Jan 2026, 11:34 Satan hat nun mal Gewalt über die Menschen und sie merken es oft gar nicht. Und aus eigener Kraft können sie sich nicht befreien.

Auch über den Tod hatte Satan Gewalt.
Über einen getauften Christen hat Satan keine Gewalt und aus "eigener Kraft" handelst du nur als Nicht-Christ.
Auch der Tod ist überwunden

Dir scheint die Lebensfreude, das Gottvertrauen und die Heiligung durch Heiligen Geist irgendwie sehr fern zu sein.
Das müßtest du mit Bibelversen belegen. Warum sollte Satan keine Gewalt über einen Christen haben ? Dem widerspricht die Bibel und auch die Kirchengeschichte und auch mein eigenes Leben.
Satan betrügt weiterhin und sorgt dafür daß Christen sich in allerlei Schlingen verfangen. Warum warnen die Apostel, wenn Satan kein nennenswerter Feind mehr wäre ? 2 Tim 2,24-26

Die Taufe ist kein Garant für ein ewiges Leben, sondern erst der Anfang der Nachfolge und Viele sind gescheitert. Entweder haben sie es mit der Nachfolge nicht so ernst genommen Mt 25,24-30 oder sie sie haben durch schwere Schicksalsschläge ihren Glauben verloren oder sie haben die Welt liebgewonnen. 2 Tim 4,10 Es gibt viele Möglichkeiten vom Glauben abzukommen.
Und Satan ist doch der Versucher, der auch gläubige Menschen scheitern läßt.

Den Glaubensweg mußt du erst mal durchhalten. Da kommen Prüfungen im Leben, da mußt du dich mit deinem Glauben bewähren.

Ich für mein Teil habe da auch Einiges erlebt und ich kann dir versichern, daß es sehr schwere Zeiten für Christen geben kann.
[Luther 1912: Off. 12,10] Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus, weil der Verkläger unserer Brüder verworfen ist, der sie verklagte Tag und Nacht vor Gott.
[Luther 1912: Off. 12,11] Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt bis an den Tod.
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
renato23
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von renato23 »

Hoger hat geschrieben: So 11. Jan 2026, 10:13 Christus erlöste uns aus der Erbsünde und gab uns seinen Geist, der uns mit Gott verbindet.
Das Erbsündedogma ist ein antichristliches Kirchenkonstrukt. Wahr ist, dass Jesus Christus seine jüdischen Glaubensgeschwister von solchen Gesetzen und Propheten erlöste, die sie in Wahrheit zu Sündern/Verlorenen werden liessen.

Dies indem er im göttlichen Auftrag die künftige Gültigkeit der Gesetze und Propheten von nurmehr gelebter Liebe abhängig machte Mt 22.40und erklärte, dass wer den Nächsten so behandelt wie er es sich von ihm wünscht, das Gesetz und die Propheten erfüllt..

Somit setzte er die in Wahrheir zu Sündern/Verlorenen gewordenenTötungsgesetze klar ausser Kraft und ermöglichte ihnen ein nurmehr gottgefälliges Leben -unter Führung durch den Heiligen Geist führen zu können..
Hoger hat geschrieben:Deine persoenlichen Suenden musst du immer wieder bereuen und wenn du es nicht tust, wirst du ein Leben in Sünde führen, auch wenn du getauft bist.Und dementsprechend ein Leben haben, dass nicht auf Gott ausgerichtet und von Seiner Kraft durchdrungen ist
Das sehe ich sehr ähnlich.Doch mit dem immer wieder Bereuen von Sünden allein kann man den Bösen in sich nicht vollkommen überwinde um nurmehr ein Leben in Christus führen zu können, das dann vollkommen auf Gott ausgerichtet ist
Röm 6,2 Das sei ferne! Wir sind doch der Sünde gestorben. Wie können wir noch in ihr leben?
Röm 6,11 So auch ihr: Haltet euch für Menschen, die der Sünde gestorben sind und für Gott leben in Christus Jesus.
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Ziska »

renato23 hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 12:46
Das Erbsündedogma ist ein antichristliches Kirchenkonstrukt.
Wie verstehst du denn die Lehre der Erbsünde?
Inwiefern ist sie ein „antichristliches Kirchenkonstrukt“ ?
Liebe Grüße von Ziska
Wann kommt das Ende der Welt? Bleibt nach dem Ende der Welt noch etwas übrig?
Neugierig geworden? Schreib mir bitte PN! :wave:

Mit der Intelligenz ist es ja so:
Entweder man hat sie oder man weiß gar nicht, dass sie einem fehlt
8-)
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von renato23 »

Ziska hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 12:55
renato23 hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 12:46
Das Erbsündedogma ist ein antichristliches Kirchenkonstrukt.
Wie verstehst du denn die Lehre der Erbsünde?
Inwiefern ist sie ein „antichristliches Kirchenkonstrukt“ ?
Wie ich die kirchenseits erfundene Erbsündelehre verstehe? U.a sicher ein finanziell lukratives Geschäftsmodell um möglichst viele Ablassbriefe Leichtgläubigen andrehen zu können. Warum es klar ein antichristliches konzilisch abgesegnetes Konstrukt der RKK war?

a) Jesus unterschied zwischen Sündern und Gerechten. (zudem gibt es auch im AT schon den Unterschied zw. Gerechten und Gottlosen).

b)Jesus erwähnte, nie dass Sünde vererbt werden könnte, ererbt worden sei, nahm auch nie Bezug auf Adam und Eva.

c) und wenn Jesus sagt, Ihr sollt vollkommen so wie euer Vater im Himmel werden, dann schliesst das doch die Erkenntnis von gut und böse mit ein. Also Jesus wäre wohl nicht gegen den Genuss gewesen. doch Jesus hat ja im Christentum seit langer Zeit weniger zu melden.

Wer auch immer jene Elohim waren, die Adam und Eva den Genuss der Frucht der Erkenntnis von Gut und Böse verboten haben...Jedenfalls hatte die Schlange recht und sie starben an jenem Tag nicht. Sie lebten noch lange und hatten auch Kinder.
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von renato23 »

Zippo hat geschrieben: Fr 9. Jan 2026, 11:24 Wenn Menschen die Anklage: "Du bist ein Sünder und brauchst die Gnade Gottes, um vor ihm gerecht zu sein" , nicht als "hate speech" betrachten sollen, müssen sie oft erstmal in Gottes Licht gestellt werden. damit ihnen die Sünden bewußt werden. Dann erst kann das Evangelium etwas ausrichten.
Das Evangelium Jesus Christus vom Reich Gottes ruft doch einstige Sünder dazu auf, umzukehren um nurmehr nach dem Willen Gottes, dem himmlischen Vater unseres Herrn Jesus zu leben. Wer dies glaubwürdige verbreiten will, sollte doch wohl selbst -durch Ablegen aller Bosheit etc.- sich zu einer neuen Kreatur in Christus verändert haben.

Wenn man einem anständig, aufrichtig, wahrheitsliebenden Gerechten einreden will, er sei ein Sünder und bräuchte die Gnade Gottes, um vor ihm gerecht zu sein, es gäbe sonst keine Möglichkeit, dann übersieht so jemand:
1Joh 2,29 Wenn ihr wisst, dass er gerecht ist, so erkennt ihr: Wer die Gerechtigkeit tut, der ist von ihm geboren.
1Joh 3,7 Kinder, lasst euch von niemandem verführen! Wer die Gerechtigkeit tut, der ist gerecht, wie auch jener gerecht ist.
Röm 2,13 Denn vor Gott sind nicht gerecht, die das Gesetz hören, sondern die das Gesetz tun, werden gerecht sein.
(Selbstverständlich meint Paulus hier nicht das Gesetz der Sünde und des Todes, sondern die Gebote, die durch gelebte Liebe erfüllt werden Römer 13 8-10 oder Gal 5,14.
Mir scheint, das Christentum hat sich immer mehr von den zu nurmehr gottgefälligem von Sünde befreiten Verhaltenslehren Jesus Christus und seinen -noch- treu nachfolgenden Jünger und Apostel Paulus entfernt.

Man redet doch in vielen angeblich christlichen Gemeinden oftmals sich und andern ein, durch die Worte, ich glaube an Jesus und habe ihn als meinen Erlöser angenommen, vor Gott ein Gerechter zu sein, respektive sei einem der Zugang zum Reich Gottes, zu ewigem Leben gesichert.

Wenn ich dann auch noch egal wo lese, dass man Jesus Christus unterstellt, Sohn des selbsternannten Kriegsgottes der Hebräer zu sein, statt wie Johannes, später auch nachweislich Paulus! zur Erkenntnis zu gelangen, dass sie, die damaligen jüdischen Glaubensgeschwister erst durch Jesus dem Sohn des unsichtbaren Gottes/Höchsten/Ewigen mit wahrhaftig glaubwürdiger Gotterkenntnis vertraut gemacht worden zu sein, dann frage ich mich, ob Jesus umsonst 3 Jahre seines Lebens geopfert hat, um allen Menschen zu ermöglichen, mit diesem wunderbaren Gott eine innige, segensreiche, vom Bösen erlöste Gottgemeinschaft beginnen und beibehalten zu können.

Auch Paulus schrieb sich die Finger wund, nahm Gefangenschaft in Kauf, um Menschen für die zu Gott führenden Verhaltensanweisungen Jesu Christi zu gewinnen. Desgleichen Jesus Christus direkten Jünger.
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Hoger
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Hoger »

Zippo hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 12:14 Das müßtest du mit Bibelversen belegen. Warum sollte Satan keine Gewalt über einen Christen haben
Da ich eigentlich keinen Christen kenne, der glaub das Satan noch über ihn Gewalt hat bringe ich dir mal einen Link aus der evangelikalen Ecke:

https://www.keine-tricks-nur-jesus.de/2 ... -mehr.html

Ich weiss dass ich dir schon mehrmals Belege dazu gebracht habe, wahrscheinlich habe ich nicht die Autorität dafür in deinen Augen - versuche mit obigem Link
Jesus, dir leb ich, Jesus, dir sterb ich, Jesus, dein bin ich im Leben und im Tod.
O sei uns gnädig, sei uns barmherzig; führ uns, o Jesus, in deine Seligkeit

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Zippo
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Zippo »

Oleander hat geschrieben: So 11. Jan 2026, 19:28
Helmuth hat geschrieben: So 11. Jan 2026, 18:36 Das halte ich für ein typisches Argument Selbstgerechter,...
Jemand baut Scheiße und muss nun dafür eine Geldstrafe oder Haftstrafe antreten (je nachdem), dann ist der Gerechtigkeit nicht genüge getan, wenn ein anderer die Haft stellvertretend antritt oder bezahlt.
Der Täter, insofern er "a grader Michl" ist, wird es nicht in Kauf nehmen , dass ein anderer für ihn die Strafe antritt oder begleicht.
Das hat mit Selbstgerechtigkeit nix zu tun, sondern mit Einsicht und Ehrlichkeit.
Er steht grade für sein Handeln und nimmt die Strafe in Kauf.
Und hat vielleicht sogar daraus gelernt.
Diese Gerechtigkeit, die du hier ansprichst, ist jedem Menschen von Geburt an bekannt, es ist eine Gerechtigkeit die von Gott ist, und sie hilft in der Erziehung. Da wird der Gute belohnt und der Böse bestraft.

Wenn Gott diese Gerechtigkeit durch eine Gerechtigkeit ersetzt die aus Glauben kommt, dann berücksichtigt er die Verführungsmacht, die den Menschen von Anfang an, im Garten Eden zu Fall gebracht hat. Dadurch ist ja der Tod in die Welt gekommen und Satan hat auch weiterhin Menschen verführen dürfen.

Wenn du solch eine Verführungsmacht in der Welt läßt, entstehen Ungerechtigkeiten, die durch den unterschiedlichen Grad der Versuchung entstehen. Da wird der eine mehr versucht, wie der andere.
Gerade diejenigen Menschen, an denen Gott Interesse hat, weil sie Gutes tun, werden sehr viel stärker von Satan heimgesucht, das erkennt man aus der Geschichte mit Hiob.
[Luther 1912: Hiob 1,1] Es war ein Mann im Lande Uz, der hieß Hiob. Derselbe war schlecht und recht, gottesfürchtig und mied das Böse.
Dann durfte Satan den Hiob prüfen.

Wenn Gott die Gerechtigkeit aus Glauben wählt, dann doch wahrscheinlich, weil er das für gerechter hält. Aber er will auch die Widerstandsfähigkeit gegen den Verführer Satan prüfen. Vielleicht ergibt das den Gedanken, dem Menschen die Bürde der Rechtfertigung zu nehmen.
Da kann jeder Mensch beweisen, wie sehr er sich auf Gott und sein Wort einläßt und ihm folgt, das ist ja offensichtlich für ihn das Wichtigste.

Von irdischen Strafen, die das Gesetz eines jeden Landes fordert, wird man dadurch ja nicht befreit. Ein Mörder und Dieb muß sich ja auch der Justiz stellen, obwohl er nach Gottes Gerechtigkeit Gnade erlangen kann.
[Luther 1912: 1. Pet. 4,6] Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, auf dass sie gerichtet werden nach dem Menschen am Fleisch, aber im Geist Gott leben.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von oTp »

Ich denke schon lange darüber nach, inwieweit der Kreuzestod alle unsere Sünden stellvertredend sühnt.
Und nur an Jesus glauben ? Das hätte sogar Hitler zustande bringen können.
Werke, gerecht leben, welchen Stellenwert hat das denn ?
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
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Hoger
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Hoger »

Zippo hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 17:09 [Luther 1912: Hiob 1,1] Es war ein Mann im Lande Uz, der hieß Hiob. Derselbe war schlecht und recht, gottesfürchtig und mied das Böse.
Das Wort "schlecht" hatte zur Zeit Luthers die Bedeutung "schlicht"
Jesus, dir leb ich, Jesus, dir sterb ich, Jesus, dein bin ich im Leben und im Tod.
O sei uns gnädig, sei uns barmherzig; führ uns, o Jesus, in deine Seligkeit

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Hoger
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Re: Gerechtigkeit aus Glauben

Beitrag von Hoger »

oTp hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 17:28 Ich denke schon lange darüber nach, inwieweit der Kreuzestod alle unsere Sünden stellvertredend sühnt.
Und nur an Jesus glauben ?
Das mit dem Kreuzestod macht nur Sinn, wenn man vorraussetzt dass der Mensch von sich aus keine gottnahe Gesinnung und Handlung erreichen kann. Sein Tun entspricht nicht dem was Gott von ihm möchte.
ER hat seinem Volk die Möglichkeiten gegeben, über Opfer die Absonderungen (Sünden) von IHM zu sühnen. Und es ist schon spannend, da mal nachzulesen, was den Mensch so alles von Gott entfernt.
Aber das sind nur zeitliche Lossprechungen gewesen
Also wurde Gott Mensch und wurde selbst zum Opfer für die Sünden der Menschen. Damit hat er aber nicht all deine Sünden getilgt sondern jeden Menschen, der an ihn glaubt, aus der Absonderung von Gott befreit, die durch das enstand was die Bibel Sündenfall nennt.
Du bist also durch deinen Glauben an Jesus Christus frei wieder zu Gott Kontakt aufnehmen zu können. Inwieweit du das nutzt - ist eine ganz andere Frage
Zuletzt geändert von Hoger am Fr 16. Jan 2026, 21:03, insgesamt 1-mal geändert.
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