Tagessprüche / Pater Pio

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Hoger
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Re: Tagessprüche / Pater Pio

Beitrag von Hoger »

Hoger hat geschrieben: Do 15. Jan 2026, 08:44 15.1.

Immer stärker spüre ich das große Verlangen, mich mit wachsendem Vertrauen der göttlichen Barmherzigkeit zu überlassen und in Gott allein meine Hoffnung zu setzen
Ich setze den Satz von heute noch mal drunter
Jesus, dir leb ich, Jesus, dir sterb ich, Jesus, dein bin ich im Leben und im Tod.
O sei uns gnädig, sei uns barmherzig; führ uns, o Jesus, in deine Seligkeit

Liegnitz, 1828
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Magdalena61
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Re: Tagessprüche / Pater Pio

Beitrag von Magdalena61 »

Der Satz ist gut, positiv... und man möchte es Pater Pio gleichtun.

Aber--- wie sieht das in der Praxis aus? Unsere Lebensumstände sind ja ganz andere. Wie sieht das aus, personalisiert, angesichts der vielen kleinen Entscheidungen, die wir im Alltag treffen müssen, auch die Zukunft betreffend-- denn wir stellen ständig Weichen, aktiv. Es geht ja nicht anders.

Was heißt es, sich "der göttlichen Barmherzigkeit zu überlassen"? Konkret?
LG
God bless you all for what you all have done for me.
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Hoger
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Re: Tagessprüche / Pater Pio

Beitrag von Hoger »

Magdalena61 hat geschrieben: Do 15. Jan 2026, 14:03 Was heißt es, sich "der göttlichen Barmherzigkeit zu überlassen"? Konkret?
Zuallerst, sich dem Wunsch alles zu hinterfragen, alles aus eigener Sicht beurteilen zu können oder gar zu müssen abzustellen, dies als Ausdruck "des Fleisches" und seinen Befürfnissen zuzuorden und tatsächlich sich Gott in allem zu überlassen.

Natürlich gehört da ein reales Gebetsleben dazu, eine persönliche Gottesbeziehung und die tägliche Erfahrung dass Gott mir Sein Erbarmen zeigt

Darüber kann dir aber niemand etwas schreiben, dass kannst du nur in deinem Leben selber leben.

Erlebst du Gott nicht als barmherzig?
Jesus, dir leb ich, Jesus, dir sterb ich, Jesus, dein bin ich im Leben und im Tod.
O sei uns gnädig, sei uns barmherzig; führ uns, o Jesus, in deine Seligkeit

Liegnitz, 1828
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Magdalena61
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Re: Tagessprüche / Pater Pio

Beitrag von Magdalena61 »

Doch. Sehr.
Ich staune immer wieder, weil ich, wie jeder aufrichtige Christ, weiß, dass ich den Maßstäben Gottes nicht genüge... und ich hoffe, dass meine Wahrnehmung nicht Wunschinterpretation ist.
Hoger hat geschrieben: Do 15. Jan 2026, 14:08 Zuallerst, sich dem Wunsch alles zu hinterfragen, alles aus eigener Sicht beurteilen zu können oder gar zu müssen abzustellen, dies als Ausdruck "des Fleisches" und seinen Befürfnissen zuzuorden
Daran sehe ich jetzt eigentlich nichts Verkehrtes. Man muss Situationen doch analysieren, um das Erleben recht einordnen zu können. Dann erkennt man auch, wo man selbst an Grenzen stößt und der göttlichen Weisheit und Führung bedarf.
und tatsächlich sich Gott in allem zu überlassen.
Die Absicht mag da sein. Ich fürchte nur, vielfach bleibt es bei diesem frommen Wunsch. Und deshalb habe ich nachgefragt. Uns ist nicht damit gedient, wenn wir uns etwas vormachen. Und oftmals scheint Gott zu schweigen. Wir verstehen nichts.
Natürlich gehört da ein reales Gebetsleben dazu, eine persönliche Gottesbeziehung
"Gebetsleben" heißt bei mir u.a., mich spontan auf Gott zu fokussieren; in Gedanken, manchmal auch in Worten... während der Arbeit oder so -- es kommt nicht immer sofort eine Antwort, aber manchmal schon.

Den Begriff "Gottesbeziehung" müsste man auch erklären. Ist es eine "Beziehung", wenn ich an Gott glaube und hin und wieder mit Ihm rede?
Darüber kann dir aber niemand etwas schreiben, dass kannst du nur in deinem Leben selber leben.
:)
Mir liegt daran, "christliche Codes" in die Sprache des Volkes zu übersetzen. Damit mehr Menschen Nutzen davon haben.
LG
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Hoger
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Re: Tagessprüche / Pater Pio

Beitrag von Hoger »

Magdalena61 hat geschrieben: Do 15. Jan 2026, 15:10 Daran sehe ich jetzt eigentlich nichts Verkehrtes. Man muss Situationen doch analysieren, um das Erleben recht einordnen zu können. Dann erkennt man auch, wo man selbst an Grenzen stößt und der göttlichen Weisheit und Führung bedarf.
Die Absicht mag da sein. Ich fürchte nur, vielfach bleibt es bei diesem frommen Wunsch. Und deshalb habe ich nachgefragt. Uns ist nicht damit gedient, wenn wir uns etwas vormachen. Und oftmals scheint Gott zu schweigen. Wir verstehen nichts.
"Gebetsleben" heißt bei mir u.a., mich spontan auf Gott zu fokussieren; in Gedanken, manchmal auch in Worten... während der Arbeit oder so -- es kommt nicht immer sofort eine Antwort, aber manchmal schon.
Den Begriff "Gottesbeziehung" müsste man auch erklären. Ist es eine "Beziehung", wenn ich an Gott glaube und hin und wieder mit Ihm rede?
Mir liegt daran, "christliche Codes" in die Sprache des Volkes zu übersetzen. Damit mehr Menschen Nutzen davon haben.
LG
Und - bis du damit der göttlichen Barmherzigkeit näher gekommen?

Die Grundausrichtung im katholischen Glauben ist das "Sich-Einlassen"
Ich gehe nicht zu einem Gottesdienst um mir eine Predigt anzuhören, diese innerlich bewerten und vielleicht dann noch darüber zu diskutieren.
Ich gehen in die Messe um mich auf die Liturgie einzulassen und Gott während dieser Liturgie auf und in mir wirken zu lassen.
Ich gehe nicht zum Rosenkranzgebet um darüber nachzudenken ob das nun richtig oder falch ist - ich lasse mich auf die Meditationen, die Christus betreffen ein, und erlebe immer wieder die geistige Stärkung
Ich bete die festen Gebete des Stundengebetes nicht um darüber nachzudenken - sondern mich auf sie einzulassen
Und ich lasse mich auf die Barmherzigkeit Gottes ein - ohne zu hinterfragen....

Dieses Hinterfragen ist keine katholiche oder orthodoxe Methode - auch wenn sie jetzt modern ist und auch Katholiken auf den Zug aufspringen

Deine obigen Sätze bringen dich doch keine Schritt weiter zu dem was Pater Pios formuliert hat.
Zuletzt geändert von Hoger am Do 15. Jan 2026, 16:01, insgesamt 2-mal geändert.
Jesus, dir leb ich, Jesus, dir sterb ich, Jesus, dein bin ich im Leben und im Tod.
O sei uns gnädig, sei uns barmherzig; führ uns, o Jesus, in deine Seligkeit

Liegnitz, 1828
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Hoger
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Re: Tagessprüche / Pater Pio

Beitrag von Hoger »

16.01

Die Heimtücke und Ränke der teuflischen Bestie dürfen euch nicht erschrecken, denn Jesus, der immer bei euch ist, der mit euch und für euch kämpft, wird es niemals zulassen, dass ihr überlistet und besiegt werdet.
Jesus, dir leb ich, Jesus, dir sterb ich, Jesus, dein bin ich im Leben und im Tod.
O sei uns gnädig, sei uns barmherzig; führ uns, o Jesus, in deine Seligkeit

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Sara Funkelstein
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Re: Tagessprüche / Pater Pio

Beitrag von Sara Funkelstein »

Hoger hat geschrieben: Do 15. Jan 2026, 14:08 Zuallerst, sich dem Wunsch alles zu hinterfragen, alles aus eigener Sicht beurteilen zu können oder gar zu müssen abzustellen, dies als Ausdruck "des Fleisches" und seinen Befürfnissen zuzuorden und tatsächlich sich Gott in allem zu überlassen.
Die Hände in den Schoß legen und abwarten, wenn man noch Handlungs- und Entscheidungsspielraum hat, kann nicht die Lösung sein. Ich sehe nichts Negatives im Hinterfragen, sondern die Grundvoraussatzung für Fortschritt und Wachstum. Wenn Gott den Urzustand nicht hinterfragt hätte, wären wir gar nicht geschaffen worden.

Alles Gott zu überlassen, interpretiere ich so, dass ohnehin alles sein Wille ist und ich am Ende gar nichts falsch machen kann.
Gott hat entschieden, dass die Welt ohne dich nicht auskommt.
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Hoger
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Re: Tagessprüche / Pater Pio

Beitrag von Hoger »

Sara Funkelstein hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 17:51 Die Hände in den Schoß legen und abwarten, wenn man noch Handlungs- und Entscheidungsspielraum hat, kann nicht die Lösung sein. Ich sehe nichts Negatives im Hinterfragen, sondern die Grundvoraussatzung für Fortschritt und Wachstum. Wenn Gott den Urzustand nicht hinterfragt hätte, wären wir gar nicht geschaffen worden.
Ja - das ist die Grundvoraussetzung des menschlichen Fortschrittes. Dein Zitat von mir stammt aber aus dem Zusammenhang des Umganges mit meditativen Texten. In diesem Thread stelle ich ja solche ein - es geht hier eben nicht um den gesellschaftlichen Fortschritt

Solche meditativen Texte zu hinterfragen und zu beurteilen, mit dem Verstand zu sezieren bringt nicht nur Verwirrung und neue Fragen, sonder hat keine Wirkung auf die Seele
Nehmen wir den Text von heute:
Die Heimtücke und Ränke der teuflischen Bestie dürfen euch nicht erschrecken, denn Jesus, der immer bei euch ist, der mit euch und für euch kämpft, wird es niemals zulassen, dass ihr überlistet und besiegt werdet.
Jetzt könnte man natürlich erstmal darüber diskutieren ob es denn Satan überhaupt gibt. Man könnte darüber disktutieren ob Christus denn wirklich die Macht hat, oder hatte, Satan einzuschränken.
Man kann jetzt Bibelstellen rausszuchen und sich mit gegenseitiger intellektueller Analyse übertreffen

Man kann aber auch einfach den Satz in sich wirken lassen. Wir brauchen uns vor Satan nicht zu erschrecken, Christus kämpft für uns, also auch für mich.

Nehme ich das glaubend - also vertrauend - an, dann erfahre ich eine innere Stärkung die mich durch die Heimtücke und die Ränke Satans hindurchtragen.

schafft das auch die intellektuelle Diskussion?
Sara Funkelstein hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 17:51 Alles Gott zu überlassen, interpretiere ich so, dass ohnehin alles sein Wille ist und ich am Ende gar nichts falsch machen kann.
Du hast als Mensch die Wahl, du hast die freie Entscheidung - kannst dich also auch gegen den Willen Gottes stellen. Das ist ja das Schöne: ER zwingt uns nicht.
Du und ich - wir können immer wieder vieles falsch machen
Jesus, dir leb ich, Jesus, dir sterb ich, Jesus, dein bin ich im Leben und im Tod.
O sei uns gnädig, sei uns barmherzig; führ uns, o Jesus, in deine Seligkeit

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Hoger
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Re: Tagessprüche / Pater Pio

Beitrag von Hoger »

17.01.

Trachten wir danach, dem Herrn mit ganzem Herzen und vollem Willen zu dienen. Er wird uns immer mehr geben, als wir verdienen
Jesus, dir leb ich, Jesus, dir sterb ich, Jesus, dein bin ich im Leben und im Tod.
O sei uns gnädig, sei uns barmherzig; führ uns, o Jesus, in deine Seligkeit

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Zippo
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Re: Tagessprüche / Pater Pio

Beitrag von Zippo »

Hoger hat geschrieben: Mi 14. Jan 2026, 18:12 Das kleine Büchlein "Guten Tag" - die deutsche Ausgabe aus dem Verlag Edizioni "Padre Pio da Pietrelziena" in San Giovanni Rotondo - bringt für jeden Tag des Jahres einen einzigen Satz aus dem Werk Pater Pios zur Besinnung und Nachdenkem

Da ich sehr viele kenne, die dieses Buch verwenden, werde ich versuchen diese Sätze einzustellen, weil sie sehr gut in die katholische Glaubenswelt einführt

13. 01.

Die Versuchung (Prüfung) ist ein sicheres Zeichen dafür, dass der Herr der Seele wohlgesonnen ist
In meiner Gemeinde hat man das anhand der Bibel geprüft.
[Jak. 1,2-3] Meine lieben Brüder, achtet es für eitel Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallet, und wisset, dass euer Glaube, wenn er rechtschaffen ist, Geduld wirkt.
Anfechtung können bedeuten, daß man geistig die Seite gewechselt hat. Wer sie durchhält, zeigt Ausdauer.
Hoger
14.01.
Verlasst euch nie auf euch selbst, sondern setzt alles Vertrauen in Gott allein
[Spr. 3,5-6] Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.
Der Verstand kann auch in vielen Dingen helfen. Aber gewöhnlich werden gläubige Christen ihre Angelegenheiten mit Gott besprechen und hoffen, daß er sie recht führt.
Hoger
Die Texte sind zum Nachdenken, besinnen und verinnerlichen gedacht = weniger zum streiten.
Du streitest aber trotzdem gern und fühlst dich leicht angegriffen !

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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