Oleander hat geschrieben: ↑Mo 22. Mai 2023, 17:23
Zippo hat geschrieben: ↑Mo 22. Mai 2023, 13:01
Natürlich bin ich darüber erzürnt, ähnlich, wie Hiob.
Ich bin mir nicht sicher, ob der biblische Hiob "erzürnt" war (also stinkesauer auf Gott)
Ich vermute, dass auch er Einiges mitbekommen hat, was so abging in seinem Umfeld und dann an seine Verständnisgrenze traf, wie jeder andere Mensch auch.
Ich denke, er hat seinem "Herzen" dann einfach freien Lauf gelassen (was ihn eben so bewegt).
Nicht anklagend, sondern...warum ist das so und so, ich verstehs einfach ned...und ich will das jetzt einfach mal sagen...
Ich kann da schon auch einen Zorn erkennen, den der Hiob empfindet, wenn er darüber nachdenkt, wie Gott die Menschen behandelt. Lies dir die Worte in Hiob 9,17-24 noch einmal gut durch. Das ist nicht nur bloß Klage. Außerdem entwickelt der Hiob auch einen Zorn gegenüber den Freunden, die ihm als leidige Tröster erscheinen. Hiob 16,1-4
Aber sein Verhältnis zu Gott ist noch nicht ganz zerstört. Sicherlich ärgert er sich, weil er doch fromm gelebt hat und sich keiner Schuld bewußt ist und deshalb nicht versteht, weshalb er leiden muß. Aber eine innere Stimme hält ihn fest und sorgt dafür, daß er nicht aufhört, an Gott zu glauben. Er sagt: "Ich weiß, daß mein Erlöser lebt..." Hiob 19,25
Oleander
Ähnlich hatte der daheim gebliebene Sohn reagiert, wennst nachlesen willst, hier:
viewtopic.php?p=527352#p527352
Der hat seinen Vater einfach ned verstanden, wurde zornig, warum der Vater ein Freudenfest veranstalte usw.
Wie ungerecht ist das denn?
Der Hur...sohn hat dies und das getan, ich aber war dir stets treu, mir hast du nicht, obwohl...und ...und und....
Eigentlich sollte der Vater den "Abtrünnigen" dafür bestrafen...
Tat er aber nicht, machte ihn noch nicht mal Vorwürfe...er freute sich über die Heimkehr.
Ich kann diesen Daheimgebliebenen sehr gut verstehen. Der hat sich darüber geärgert, daß sein Bruder, der sein Erbteil mit den Huren verpraßt hat, nun aus wirtschaftlichen Gründen zurückkehren darf. Lk 15,17-18
Im übertragenden Sinne sind ja Menschen gemeint, die im Leben vom guten Weg abgekommen sind und es nun noch einmal versuchen wollen, ein gottgefälliges Leben zu führen. Damals waren es die Huren und Zöllner in Israel, später wird auch von Ehebrechern, Weichlingen und Knabenschändern geprochen, die alle noch einmal die Gelegenheit erhalten sollen, in der Nachfolge des Herrn Jesus Christus ein besseres Leben zu führen. 1 Kor 6,9
Dafür haben sich auch alle Apostel aufgeopfert und man kann Verständnis dafür haben, wenn eine wirkliche Veränderung zu beobachten ist. Aber es kommt einem auch manchmal verkehrt vor, daß Gott sich mit den gescheiterten Menschen so viel Mühe gibt und liebe und gute Menschen kommen gar nicht recht dahinter, was Gott mit solch einem Kreuzeswerk vollbringen wollte.
Es ist auch nicht zu übersehen, daß gläubige Christen, die sich für die Sache des Herrn besonders engagiert haben, auch besonders viele Probleme haben. Das war auch schon bei den Aposteln so. Sie wurden gefangen genommen und hingerichtet, weil sie anderen Menschen die frohe Botschaft bringen wollten und haben sich in der Gemeinde um die Nachfolger Jesu gekümmert. Und die waren nicht immer so ganz pflegeleicht.
Oleander
Thomas, komm zur Ruhe
Das viele Nachdenken und grübeln und fragen bringt dich immer wieder in dieses Hamsterrad...
Es zerrt an dir und raubt die Kraft.
Es denkt der Mensch so lange er lebt. Die Gedanken kommen und gehen, dagegen bist du machtlos.
Und wenn Satan kommt, dann werden die Gedanken bitterer, Auch dagegen habe ich kein Mittel gefunden. Dke Gnade Gottes nimmt den bitteren Geist immer wieder weg, was anderes hat da nicht geholfen.
Zum Nachdenken über Gottes Wort hat mich Gott berufen und das tue ich ja auch ganz gerne. Mt 28,19
Grübeln würde ich das nicht nennen, aber es bleiben ein paar unklare Punkte, was meine Vergangenheit als gläubiger Christ angeht. Da verstehe ich tatsächlich Einiges noch nicht und ich muß immer wieder drüber nachdenken. Vielleicht verstehe ich es ja irgendwann.
In letzter Zeit denke ich schon mal darüber nach, daß die Leiden Christi auch über seine Nachfolger kommen. 2 Kor 1,5; Mt 10,16 Der Herr Jesus hat auch ungerechter Weise gelitten und hat sich für böse Menschen aufgeopfert. Rö 5,7-8
Man kommt immer ein bißchen weiter, mit den Gedanken, auch wenn auf manche Fragen nicht sofort eine Antwort parat ist.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.