Magdalena61 hat geschrieben: ↑So 6. Dez 2020, 22:14
jsc hat geschrieben: ↑Fr 4. Dez 2020, 07:15
Hast du dafür auch Belege? Du sagst also, dass 75% der positiven Fälle nie getestet werden?
Sie haben jedenfalls keinen positiven Nachweis.
Hier findest du die Informationen:
[...]
OK. Jetzt verstehe ich deine Verwechslung. Es wurden natürlich nicht 75% der positiven Fälle nie getestet sondern es gab 3 Mal mehr Verdachtsfälle als angewiesene Infektionen. Und von den Verdachtsfällen waren wohl - wenn man das Verhältnis der Mortalität als Indikator nimmt - ca 2 Drittel doch keine Covid-19 Fälle.
Leider werden dort keine Daten genannt, wie viele davon tatsächlich negativ getestet waren und wie viele ungetestet blieben.
Die Daten beziehen sich ja auf das erste Halbjahr - also auch den Beginn, wo man schnell ein Verdachtsfall wurde. (Bin ja selber einer gewesen)
Da hat man offensichtlich eher zu vorsichtig als zu nachsichtig gehandelt - war wohl damals auch nicht das Dümmste. Dass im Nachhinein auch über das Ziel hinaus geschossen wurde überrascht wohl wenige.
Ein ruhiger und sachlicher Umgang mit dem Thema, so, wie es die IQM beispielhaft vormacht, wäre, nicht nur für die Akzeptanz der Maßnahmen in der Bevölkerung, definitiv ratsamer als dieser Mix aus Schuldzuweisungen, Angstmache und Drohungen.
Da steckt mir viel zu viel (negative) Wertung in den Worten. Dieser Beitrag ist ja Teil der Berichterstattung und nicht Alternative zur Berichterstattung.
Warum testen sie nicht einfach ALLE Patienten, die in einem Krankenhaus aufgenommen werden, bei denen ein Verdacht auf Covid besteht? Bisher hatte ich angenommen, das sei Routine. Falsch- negative Tests würden ja noch genügend Probleme machen.
Der Bericht bezieht sich ja auf das erste Halbjahr. Jetzt kenne ich eigentlich auch nur, dass jeder getestet wird.
Auf der Seite "Nachdenkseiten" wird man auch fündig. Etwa die Hälfte runterscrollen, bitte, bis zur Überschrift "Corona- Betriebsamkeit".
Hier wird eher manipulativ versucht den Eindruck zu erwecken, dass
alles nur Mutmaßungen sind. Das gibt dein Artikel aber gar nicht her, denn tatsächlich positiv getestet sind in der Betrachtung ja außer Zweifel.
Gar nicht getestete und negativ getestete Personen, die im Krankenhaus mit Symptomen einer Atemwegserkrankunge lagen, waren im ersten Halbjahr nur zu ca. einem Drittel an Covid-19 erkrankt. Das lag zum Teil (aber vermutlich nicht ausreichend!) daran, dass nicht genügend Tests verfügbar waren. Zusätzlich daran (aber wieder vermutlich nicht ausreichend!), dass es auch falsch negative Tests gibt.
Meine Vermutung: man wollte lieber zu vorsichtig als zu nachlässig sein. Nicht der schlechteste Ansatz, der aber natürlich dazu führt, dass man hinterher anders bewerten würde.
Wissenschaft ist, wenn man seine Meinung an die Daten anpasst.
Querdenken ist, wenn man die Daten an seine Meinung anpasst.