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Dewarim

Verfasst: Mo 7. Sep 2026, 19:54
von Larson
Deuteronomium, „das zweite Gesetz“: nun, das ist kein zweites Gesetz, auch nicht in dem Sinn eine Wiederholung der Gesetzes aus Exodus, Levitikus und Numeri (2.-4.Mose)

Das Volk steht hier vor dem verheissenen Land, und so werden einige Gebote Gottes präzisiert, da etliche Gesetze an das Land „gebunden“ sind, das Volk sich nicht mehr um die Stiftshütte versammelt war, sondern im Lande verteilt leben würden.
5.Mo 6,1 Und dies sind die Gebote, die Satzungen und die Rechte, die der HERR, euer Gott, geboten hat, euch zu lehren, damit ihr sie tut in dem Land, wohin ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen;
Es gibt neue oder ergänzende Gesetze über das Kriegsrecht, Justiz und Staat, wie auch Soziales und Wirtschaftliches, ebenso für den Alltag, Familie und das religiöses Leben

Im ganzen 5.Buch Mose geht es fast ausschliesslich um ein gesellschaftliches Miteinander, ein geordneter Staat mit Richtern, Ältesten, und den Leviten, welche darin mit der Lehre Gottes Unterweisung geben sollten, beratend zur Seite stehen, also um ein gutes soziales verantwortungsvolles Leben.

So bezieht sich Segen und Fluch Kp 27 und Kp 28 auf den sittlichen, sozialen Umgang, sowie auch auf das moralische eigene Verhalten, ja selbst solches, was man auch im Geheimen tun kann (ich denke, solche Verwünschungen, deren Taten, wären alle auch in der chr. Moral verwerflich)

Religiöse Anweisungen sind die Tefilim, Tzitzit, Mesusa

Bemerkenswert ist, dass im ganzen Buch kein Opferkult gelehrt wird, ausser die Darbringung des 2. Zehnten, welcher am Altar geheiligt wird, aber von Priestern und vom Volk gegessen wird. Ein starkes soziales „Netzwerk“ wird damit geknüpft, wo man gemeinsam zum Heiligtum geht.

Nach all den Verwünschungen in Kp 27-28 wird kein Opferkult beschrieben, nicht mal erwähnt, um Busse zu tun.
Statt des Opferkultes wird aber Teschuva gelehrt, Umkehr von falschen Wegen Kp 30,3 (Mose sah schon voraus, dass das Volk dermal einst den Gottesweg verlassen würde) und Gott wird dann all diese Flüche auf die Nationen legen, welche sich am Volk Israel vergangen haben. V2 umkehren, das Herz Gott zuwenden, V6 das Herz beschneiden, die Versöhnung mit Gott wird somit verinnerlicht, nicht ein Priester wirkt am Altar für Rettung, sondern die persönliche Gewissensprüfung des einzelnen. Hosea 6,6; vgl. Jesaja 1,11; Jeremia 7,22
Kein Opfer der Welt, welcher Art auch immer, kann die moralische Verantwortung und die Umkehr des Herzens ersetzen.

Und Gott erklärt dazu auch, dass seine Weisungen nicht zu hoch sind, und auch nicht auf der anderen Seite des Meeres, dass da jemand kommen müsse, um das zu erklären, oder gar neues anzufügen, dass dieses Gesetz Gottes nun abgetan sei. Die solches lehren, sind falsche Propheten Kp 13, Kp 18,18ff und deshalb müssen Visionen, Erscheinungen und so weiter vollends mit der Torah abgleichen sein, ob es innerhalb der Lehre Gottes ist, oder eine Lehre, welche Gott nicht geboten hatte.

Und so wird Gott dem Volk, diesem frommen Überrest vergeben (Kp 32,43)


Also jegliche Lehre, welche von der Torah abweicht, wie auch von den Propheten, ist zu verwerfen und dient nur der Probe Israels.