Ihr sollt im Gericht nicht die Person ansehen
Verfasst: Fr 24. Jul 2026, 05:47
Bei der Aussage stoße ich auf Unverständnis, entweder meines oder deines. Das können wir hier klären. Überdies ist es m.E. nicht bloß ein juristisches Thema, sondern immens wichtig, um unsere Gerechtigkeit zu schulen. So ist das für mich auch Gottes Wille. Was deutsche oder österr. Gerichte tun und lassen, ist nicht unerheblich, für uns aber zweitrangig.
Sie müssen allerdings biblische Rechtsgrundsätze ebenso anwenden, da Gott in ihnen gleichermaßen wirkt und es ohne diese kein gerechtes Urteil geben könnte. Das ist vielen Anwälten und Richtern in der Form vielleicht bloß nicht bewusst.
So gibt es aber auch die Praxis Menschen auf die Bibel schwören zu lassen, so wahr ihnen Gott helfe, die Wahrheit zu sagen bzw. erfolgt eine Rechtsbelehrung, dass eine Falschausssage einen Meineid darstellt. D.h. ohne Gott gibt es gar keine Rechtsprechung.
Wenn das Wort Gottes vom Ansehen der Person spricht, dann meint es den Menschen und nicht die Sache. Ansonsten wäre es unsinnig eine Sache zu behandeln, man aber die Sache nicht ansehen soll, wenn die Sache eine Person ist. Leuchtet das ein?
Juristisch soll nur die Sache behandelt werden, das sind Taten bzw. auch Gegenstände, falls es um Güter geht. Dabei soll keiner wegen seines Standes, seiner Stellung, seines Vermögen etc. weder bevorzugt noch benachteiligt behandelt werden.
Klarerweise kann die Anwendung nur an den entsprechenden Personen erfolgen, die in dem Gericht involviert sind, also für mich Menschen, aber ohne diese zuvor anzusehen. Denn es trübt ansonsten das Urteil, und gerade das soll vermieden werden, damit es gerecht erfolgt.
Im Gesetz Moses lesen wir dazu diesen Rechtsgrundsatz:
3 Mose 19:15 hat geschrieben: Ihr sollt nicht unrecht tun im Gericht; du sollst nicht die Person des Geringen ansehen und nicht die Person des Großen ehren; in Gerechtigkeit sollst du deinen Nächsten richten.