Jesaja 54
Verfasst: Fr 3. Jul 2026, 14:37
Mal schauen, wie die Reaktionen werden, wenn nun mal wirklich jüdischer Kommentar eingestellt wird.
Aus Anlass von Student, welcher Gal 4,27 (wo das Zitat aus Jes 54,1 umgedeutet und zweckentfremdet wird) erwähnte, Hagar und Sarah und auch der Aussage von Magdalena, dass doch jüdische Darlegung der Tenach doch auch interessant sein könnten.
Der Beitrag ist Notizenhaft, Stickwortartig (ich habe ihn seither auch nicht weiter be- und überarbeitet), und man muss sich ein bisschen einstudieren, aber der Beitrag ist nur mal zum Zeigen, was da so jüdisches in der Tenach liegt.
Der Bund des Friedens mit der Gemahlin / Frau der Jugend
Erweitere den Raum deines Zeltes (V2). Vielleicht der neu aufgebaute Tempel, Zelt wie die Stiftshütte auch benannt wurde. Oder das Zelt, welches mit hinaus ins Galut geht, nicht an den Ort gebunden. Oder kinderreich sein, Platz für die Nachkommen haben (V3) (Kp 49,19, Kp 56,8). Du sollst es nicht verhindern, nicht zurückhalten, denn Kinderreich auch durch jene, welche aus den Nationen sich diesem Gott anschliessen und deshalb das Seil lang machen, sie ebenso in dieses Zelt miteinschliessen und den Pflock festgesteckt.
Nicht fürchten, nicht schämen, vergesse die Schmach der Jugend, und die Schmach, Schmähung der Witwenschaft (V4). Das bittere Gefühl soll nun fortan erspart bleiben. Die schmähliche, lange Jugendzeit der Schande ist vorbei, es ist zur Gesundung gekommen. Die Schmähungen, Hohn, Misshandlungen im Exil durch die Nationen.
Der dich gemacht hat, ist dein Mann (V5) Kp 43,1.3 JHWH Zebaoth, somit Er selbst, der Heilige Israels ist der Erlöser und Gott der ganzen Erde genannt werden. Dein Gemahl, dein Macher, die zwei Begriffe sind in pluralis majestatis, der Heilige Israels. Plural nicht als Vielheit der Person, sondern ein wiederkehrendes Hinwenden (Vermählen), erziehen usw. Wie eine bekümmerte, verlassene, verstossene מָאַס (ma’as, minderwertig achten) Frau, im Geist betrübt (ruach), in diesem Zustand ruft Gott (V6) zurück.
Das Verlassensein währte nur einen Augenblick (V7), im Augenblick des Zürnens wandte Gott sein Angesicht ab (V8), entzog Gott seinen Schutz, aber mit Ewiger Güte wird sich Gott erbarmen, gleichwie die Sintflut die Menschheit säuberte, das Schlechte, das Entartete ausmerzte (V9) und Gott versprach, dass keine Flut mehr sein werde, so wird Gott sich auch nicht mehr über sie ergrimmen. Der Bund des Friedens wird nicht wanken (V10), auch wenn Berge wichen würden, spricht dein Erbarmer רָחַם (racham, Kp 46,3 Mutterschoss). Die Güte חֵסֵד (chesed) wird nicht weichen.
So wird die Sturmbewegte (dem Weltensturm Hingegebene, ohne eigenes Land) die Ungetröstete (lo Nuchamah, nicht erbarmt) (V11) geschmückt. „…lege deine Steine in Bleiglanz…“ פּוּךְ (puk, unsichere Bedeutung) (Mörtel, Mineral, um Steine zu verbinden) Edelstein, Lasurstein, Schminke. Weiter Saphire, Rubin in deine Lichtöffnungen (V12) und Karfunkelstein in die Tore, das ganze Gebiet zu Edelsteinen, denn es sind alle deine Kinder (der Mutter Zion) Schüler Gottes (V13).
Durch Gerechtigkeit צְדָקָה / Pflichterfüllung festigst / sicherst du deinen Bestand (V14), nicht durch Macht und Reichtum. Da ist nichts zu fürchten, der Schrecken soll sich nicht nahen.
עֹשֶׁק (‘oscheq) Bedrückung, das dem anderen vorenthaltende Recht: „… fern sein vor solchem Vergehen …“ / Unrecht. Du hast nichts zu befüchten.
Siehe, du hast nichts zu fürchten ausser mich! (V15) גּוּר (gur, Fremde, sich aufhalten, fürchten, rotten, das Verb wird sehr unterschiedlich verwendet, und so auch dann unterschiedlich übersetzt, interpretiert). Zu fürchten haben sich jene, die sich gegen dich stellen.
Keinem Werkzeug gegen dich wird es gelingen, Und die Zunge, welche gegen dich rechtet, wirst du überführen (V17). Dies ist der Erbteil der Diener Gottes und deren Gerechtigkeit (צְדָקָה zedaqah) von Gott ist.
Aus Anlass von Student, welcher Gal 4,27 (wo das Zitat aus Jes 54,1 umgedeutet und zweckentfremdet wird) erwähnte, Hagar und Sarah und auch der Aussage von Magdalena, dass doch jüdische Darlegung der Tenach doch auch interessant sein könnten.
Der Beitrag ist Notizenhaft, Stickwortartig (ich habe ihn seither auch nicht weiter be- und überarbeitet), und man muss sich ein bisschen einstudieren, aber der Beitrag ist nur mal zum Zeigen, was da so jüdisches in der Tenach liegt.
Der Bund des Friedens mit der Gemahlin / Frau der Jugend
Zion kommt nach langem Exil durch Leid und Not (Jes 53) für eine frohe Zukunft wieder zum Erwachen (Kp 52,1). Im Galut wurden diese Kinder geboren, ausserhalb der Heimat. Kinderlos war Zion, war Israel im Staatendasein, nicht lebensfähig, die Weisungen Gottes missachtend. Erst durch die Not, die Schmerzen und Leiden waren die Geburtswehen (Kp 49,21.22), wurden sie Kinder, welche nun zurückkehren und so Zion in den Jubel ausbrechen kann. Und dieser Kindersegen ist weitaus grösser als das damalige, als sie noch „Vermählte“ war (Kp 6,ff). Vermählte, Braut als Bild: Zion, als geistige Mutter im Verhältnis zu Gott, und Gottesverhältnis zu ihr, und die Tochter Jerusalem das Volk.Jes 54,1 Juble, du Unfruchtbare (von עָקַר aqar, lähmen, entwurzeln), die nicht geboren, brich in Jubel aus und jauchze, die keine Wehen gehabt hat! Denn der Kinder der Vereinsamten sind mehr als der Kinder der Vermählten, spricht der HERR.
Erweitere den Raum deines Zeltes (V2). Vielleicht der neu aufgebaute Tempel, Zelt wie die Stiftshütte auch benannt wurde. Oder das Zelt, welches mit hinaus ins Galut geht, nicht an den Ort gebunden. Oder kinderreich sein, Platz für die Nachkommen haben (V3) (Kp 49,19, Kp 56,8). Du sollst es nicht verhindern, nicht zurückhalten, denn Kinderreich auch durch jene, welche aus den Nationen sich diesem Gott anschliessen und deshalb das Seil lang machen, sie ebenso in dieses Zelt miteinschliessen und den Pflock festgesteckt.
Nicht fürchten, nicht schämen, vergesse die Schmach der Jugend, und die Schmach, Schmähung der Witwenschaft (V4). Das bittere Gefühl soll nun fortan erspart bleiben. Die schmähliche, lange Jugendzeit der Schande ist vorbei, es ist zur Gesundung gekommen. Die Schmähungen, Hohn, Misshandlungen im Exil durch die Nationen.
Der dich gemacht hat, ist dein Mann (V5) Kp 43,1.3 JHWH Zebaoth, somit Er selbst, der Heilige Israels ist der Erlöser und Gott der ganzen Erde genannt werden. Dein Gemahl, dein Macher, die zwei Begriffe sind in pluralis majestatis, der Heilige Israels. Plural nicht als Vielheit der Person, sondern ein wiederkehrendes Hinwenden (Vermählen), erziehen usw. Wie eine bekümmerte, verlassene, verstossene מָאַס (ma’as, minderwertig achten) Frau, im Geist betrübt (ruach), in diesem Zustand ruft Gott (V6) zurück.
Das Verhalten ist tadelnswert, aber nicht so, dass es das Bundesverhältnis aufhebt, das Band bleibt bestehen.„… und wie eine Frau der Jugend, wenn sie verstossen ist …“ eigentlich: „ ruft zurück, es bleibt Gattin der Jugend, wenn sie auch zu tadeln war/ Wird man denn die Frau der Jugendjahre verstossen? / und Gattin der Jugend(-zeit) wie könnte sie verworfen werden?“
Das Verlassensein währte nur einen Augenblick (V7), im Augenblick des Zürnens wandte Gott sein Angesicht ab (V8), entzog Gott seinen Schutz, aber mit Ewiger Güte wird sich Gott erbarmen, gleichwie die Sintflut die Menschheit säuberte, das Schlechte, das Entartete ausmerzte (V9) und Gott versprach, dass keine Flut mehr sein werde, so wird Gott sich auch nicht mehr über sie ergrimmen. Der Bund des Friedens wird nicht wanken (V10), auch wenn Berge wichen würden, spricht dein Erbarmer רָחַם (racham, Kp 46,3 Mutterschoss). Die Güte חֵסֵד (chesed) wird nicht weichen.
So wird die Sturmbewegte (dem Weltensturm Hingegebene, ohne eigenes Land) die Ungetröstete (lo Nuchamah, nicht erbarmt) (V11) geschmückt. „…lege deine Steine in Bleiglanz…“ פּוּךְ (puk, unsichere Bedeutung) (Mörtel, Mineral, um Steine zu verbinden) Edelstein, Lasurstein, Schminke. Weiter Saphire, Rubin in deine Lichtöffnungen (V12) und Karfunkelstein in die Tore, das ganze Gebiet zu Edelsteinen, denn es sind alle deine Kinder (der Mutter Zion) Schüler Gottes (V13).
Durch Gerechtigkeit צְדָקָה / Pflichterfüllung festigst / sicherst du deinen Bestand (V14), nicht durch Macht und Reichtum. Da ist nichts zu fürchten, der Schrecken soll sich nicht nahen.
עֹשֶׁק (‘oscheq) Bedrückung, das dem anderen vorenthaltende Recht: „… fern sein vor solchem Vergehen …“ / Unrecht. Du hast nichts zu befüchten.
Siehe, du hast nichts zu fürchten ausser mich! (V15) גּוּר (gur, Fremde, sich aufhalten, fürchten, rotten, das Verb wird sehr unterschiedlich verwendet, und so auch dann unterschiedlich übersetzt, interpretiert). Zu fürchten haben sich jene, die sich gegen dich stellen.
Gott schuf den Meister / Künstler (hier der Schmied) und das Werkzeug für sein Wirken hervorbringt, das Verderbenbringende ist sein Ziel, um das Werk voranzutreiben, um die Geburt des Heils zu fördern. Und anochi, ich selbst ich schaffe (bara) verstören (hifil, zerstören zu lassen) zu verderben (V16). Den Verderber um zu Zerstören.Jes 54, 15 (Jeschurun) Siehe, nichts weil auch nur im flüchtigen Dasein ohne Mich, wer neben die weilt, fällt einst dir zu.
Keinem Werkzeug gegen dich wird es gelingen, Und die Zunge, welche gegen dich rechtet, wirst du überführen (V17). Dies ist der Erbteil der Diener Gottes und deren Gerechtigkeit (צְדָקָה zedaqah) von Gott ist.
Danach geht es weiter:Jes 54,17 Keiner Waffe, die gegen dich (Israel) gebildet wird, soll es gelingen; und jede Zunge, die vor Gericht gegen dich aufsteht, wirst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des HERRN und ihre Gerechtigkeit von mir aus, spricht der HERR.
Jes 55,1-3
1 He, Ihr Durstigen alle, kommt zu den Wassern! Und die ihr kein Geld habt, kommt, kauft ein und esst! Ja, kommt, kauft ohne Geld und ohne Kaufpreis Wein und Milch!
2 Warum wiegt ihr Geld ab für das, was nicht Brot ist, und euren Erwerb für das, was nicht sättigt? Hört doch auf mich und esst das Gute, und eure Seele labe sich an Fettem!
3 Neigt euer Ohr und kommt zu mir; hört, und eure Seele wird leben. Und ich will einen ewigen Bund mit euch schließen: die gewissen Gnaden Davids.