Larson hat geschrieben: ↑Fr 9. Jun 2023, 14:18
Zippo hat geschrieben: ↑Do 8. Jun 2023, 19:37
Wenn ihr also die Schöpfung betrachtet, wie würdet ihr diesen Gott beschreiben, der sich darin offenbart ?
Ich staune jeden Frühlings, wie da aus einem Samenkorn etwas gedeiht. Und es kommt nicht einfach etwas, sondern es ist vorbestimmt (ausser es hat die falschen Samen im Briefchen). Die Pflanzenvielfallt ist riesig, ob nun Gemüse, Blumen oder ein Bäume daraus werden.
Ich bin gerade in den Alpen und bestaune die Pflanzenvielfalt. Da war ein Zauberer am Werk, der liebevoll geslaltet hat. Und jedes Jahr kommt es neu und die Farben sind harmonisch, wie aufeinander abgestimmt.
Da kommt das Wesen Gottes, als Schöpfer, dem keine Grenzen gesteckt sind voll zur Geltung. Ps 115,3
Larson
Oder wenn ich eine Libellenlarve am Halm in unserem Teich sehe, und kurze Zeit später (je nach Wetter) schlüpft da eine Libelle oder das wie bei Schmetterlingen. Oder ich die Vögel beobachte, wie sie am Teich sich baden oder trinken. Molche und Frösche usw.
Oder sonst in der Wildnis die Tiere.
Es ist schön, die Tiere zu beobachten, sie haben alle ihren Lebensraum und ihre Nahrung von Gott erhalten. Ich dachte an Ps 104,10
Gott hat alles durchdacht, man könnte seine Weisheit rühmen, mit der er Ordnungen schafft, die funktionieren.
Larson
Aber es ist hart, fressen oder gefressen werden. Oder dann vernichtende Naturkatastrophen… Im Garten ist man Wetterabhängig, es gelingt nicht immer alles (zumindest bei mir). Jetzt zB ist der Boden hart und trocken, wo er vor einigen Wochen viel zu nass war. Da wird einem die Abhängigkeit bewusst, dass man nicht alles machen kann, da hat jemand anders die Fäden in der Hand.
Bei uns genauso, und die Regenzeit begünstigt Pilzkrankheiten, die Trockenheit gibt Schädlingen eine Chance. Und schon bald hat jede Pflanze einen Fresser, der die Blätter und Blüten unansehnlich macht.
Ja, warum hat sich Gott so etwas ausgedacht ?
Natürlich muß alles Abgestorbene irgendwann wieder zerfallen, aber doch nicht schon so früh. Welche Botschaft will Gott uns mit diesen Schädlingen machen ?
Die Menschheit wirkt auf mich auch manchmal wie von Schädlingen zerfressen.
Larson
Wie soll man nun einen solchen Gott beschreiben? Äusserst hochbegabt, sehr ideenreich, grandios um ein Gleichgewicht zu erhalten (auch schon nur der richtige Abstand Sonne – Erde). Mit einer Liebe zum Detail.
Das kann ich alles unterschreiben. Wie kommt es aber, daß Gott auch so häßliche Tiere, wie Schlangen oder Spinnen schafft ? Diese Tiere würgen ihre vergifteten Tiere herunter. Wölfe zerbeißen im Blutrausch dutzende Schafe und laßen sie da liegen.
Spinnen spannen ihre Netze und die Opfer, die sich darin verfangen, werden gnadenlos aufgefressen.
Im Angesicht dessen, daß jedes Tier eine Seele hat, ist das doch recht grausam. Da könnte man den Glauben an einen liebevoll gestaltenden Gott wieder verlieren.
Hat Gott zwei Gesichter ? Oder will er uns auf diesem Wege auf die Zweiteilung der Schöpfung hinweisen, die durch Satan entstanden ist und der mit seinen Opfern ebenso verfährt, wie diese dem Menschen verhaßten Tiere ? Off 18,2
Denn zu Beginn der Schöpfung war doch alles noch heil und in Ordnung und Adam und Eva brauchten sich vor keinem Tier zu fürchten.
Gruß Thomas