Johncom hat geschrieben:Für mich sind es ganz konträre Bereiche, das eine ist Dieses Leben, das hier schon als das ewige erkannt werden kann,
Nur in einer sehr übertragenen Art und Weise. Buchstäblich ist es das nicht – wirf einfach einen Blick auf die Friedhöfe…
Johncom hat geschrieben:und was die Gehorsamsverweigerung gegen Staat und Militär angeht, vorbildlich.
Finde ich auch einzigartig.
Johncom hat geschrieben:Wen es zu eigenem Erkennen zieht und heilig werden, der wird die Buchstaben der Bibel vielleicht sogar ignorieren ab und zu.
Ich meine, nur Gott ist heilig. Wir sollten versuchen, ihn nachzuahmen. Durch „eigenes Erkennen“ und nach eigenen Maßstäben heilig zu werden, funktioniert nicht. Sonst klopft man sich am Ende nur selbst auf die Schulter und meint: „Ach, was bin ich heilig“ …
Johncom hat geschrieben: Es gibt, wie ich glaube und auch erfahre, nichts besseres als direkte Inspiration. Was der Seher sieht, ist für ihn seine Erfahrung. Er hat verstanden, andere warten noch.
Nach meinem Verständnis der Bibel ist es dem sterblichen Menschen gar nicht möglich, aus sich selbst heraus so etwas zu sehen oder sich selbst spirituell zu inspirieren. Die Quelle von echter Weisheit (oder Scheinweisheit)
kommt immer aus der geistigen Welt. Und das ist entweder Gott oder Satan und seine Dämonen. Gott hat seine Inspirationen und Visionen für uns in der Bibel festschreiben lassen. Alles, was ein „08/15-Seher“ heute sieht oder erlebt und was der Bibel widerspricht, kommt daher von der Gegenseite. Nicht umsonst verbietet Gott uns jegliche Beschäftigung mit Okkultismus und Esoterik – und zwar zu unserem eigenen Schutz.
Johncom hat geschrieben:Durch die Bibel bestätigt? Man wird keine Denomination finden ohne die Selbsterklärung "durch die Bibel bestätigt".
Das ist klar, und Jesus hat auch nichts anderes vorausgesagt. Siehe das Gleichnis vom Weizen und Unkraut, die „Herr, Herr“-Sager oder die Warnungen vor falschen Propheten. Aber: Wer sucht, der findet. Stichwort: Man muss sich auf die „Früchte“ konzentrieren.
Johncom hat geschrieben:Bei Jesus war eine besondere Abneigung gegen die Schriftgelehrten. Vielleicht weil sie "nur" die Schrift hatten und ihre Mitmenschen aus dem Himmel auszuschließen versuchten?
Nein, seine Abneigung galt ihnen, weil sie zwar predigten, aber nicht danach handelten. Und weil sie das geschriebene Wort Gottes durch ihre eigenen menschlichen Traditionen ersetzten. Die Worte der heiligen Schrift waren korrekt und unantastbar – auch für Jesus. Mehrmals hat sich Jesus mit den Worten
„Es steht geschrieben“ verteidigt. Heute steht es immer noch geschrieben. Aber die allermeisten wollen sich an das Geschriebene („
Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren“) nicht halten und basteln sich stattdessen ihre eigenen Traumvorstellungen von einem nie endenden Leben als irgendetwas im jenseitigen Nirgendwo.
