Apropos Frauenverachtung, ich will ja hier nicht als der ewige Bibelkritiker gelten aber rein zufällig beim Bibel-stöbern bin ich noch auf eine andere Stelle gestoßen, die mir ebenfalls frauenverachtend vorkommt:
ich habe extra im Bibelserver auf drei verschiedenen Bibeln (Schlachter2000, Neues Leben, Lutherbibel 2017) gesucht, aber alle sagen tatsächlich dasselbe:
2Mo 22,17 Eine Zauberin darfst du nicht am Leben lassen.
es 57,3 »Ihr aber – kommt her, ihr Kinder der Zauberin, Nachkommen von Ehebrechern und Huren!
Mal eine Frage an unsere Bibelexperten: warum soll man nur die Zauberin und aber nicht den Zauberer "nicht am Leben lassen"?
Ich vermute mal, dass wegen dieser Bibelstelle jahrhundertelang angebliche unschuldige "Hexen" qualvoll verbrannt wurden und dass diese Bibelstelle viel Leid über die Menschheit gebracht hat. Und Zauberinnen gibt es nach wie vor.
Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?
Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?
Ich denke, es ist alles gesagt worden, jeder hat seine Positionen vorgetragen. Diese prüft man oder auch nicht, lenrt von anderen und erweiter seine Erkenntnsse. Manche schießen aber nur und hören anderen gar nicht zu. Man muss das Thema nicht weiter aufbauschen. So viel gibt es gar nicht her, als man denkt.
Die Arguemnte werden so nicht besser, sondern nur schlechter, und auch persönliche Angängne fangen dann an. Das sollte jedenfalls verhindert werden. Das dauernde Kontern ist überdies keine Diskussion. Wenn einer oder eine nur Recht haben will, dann soll er oder sie. Rechthaberei interessiert, soweit ich weiß, Gott nicht die Bohne. Waruim dann mir?
Und nein, in Ziskas Thread steige ich nicht ein, die jetzt wieder meint, sie muss unbedingt den Wert einer Frau besprechen. Dann reden wir dort auch wieder über das Abwerten anderer. Der Mann als Waschlappen, oder so.
Dieses Wetteifern geht am Arsch, ehrlich. Das ist sozusagen die Fortsetzung dieses Threads. Nicht mit mir. Man hat sich gegenseitig zu achten, ob der Mann die Frau oder die Frau den Mann. Damit ist es gesagt und darum beende ich es, weil ich nicht die Achtung vor meinen Partnern verlieren will, egal wer mit mir etwas bespricht.
Man muss sich nicht verrennen. Auf zu neue Ufern, Brüder!
Die Arguemnte werden so nicht besser, sondern nur schlechter, und auch persönliche Angängne fangen dann an. Das sollte jedenfalls verhindert werden. Das dauernde Kontern ist überdies keine Diskussion. Wenn einer oder eine nur Recht haben will, dann soll er oder sie. Rechthaberei interessiert, soweit ich weiß, Gott nicht die Bohne. Waruim dann mir?
Und nein, in Ziskas Thread steige ich nicht ein, die jetzt wieder meint, sie muss unbedingt den Wert einer Frau besprechen. Dann reden wir dort auch wieder über das Abwerten anderer. Der Mann als Waschlappen, oder so.
Dieses Wetteifern geht am Arsch, ehrlich. Das ist sozusagen die Fortsetzung dieses Threads. Nicht mit mir. Man hat sich gegenseitig zu achten, ob der Mann die Frau oder die Frau den Mann. Damit ist es gesagt und darum beende ich es, weil ich nicht die Achtung vor meinen Partnern verlieren will, egal wer mit mir etwas bespricht.
Man muss sich nicht verrennen. Auf zu neue Ufern, Brüder!
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
- Magdalena61
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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?
Beweise doch, dass es nicht so ist.Philippus hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 21:54Das ist aber eine sehr gewagte These, bestimmte Leuten als "von Gott zum Lehrer berufen..." zu erklärenMagdalena61 hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 16:01
Und was, wenn Jesus Sirach von Gott zum Lehrer berufen wurde? So wie Paulus? Ich finde nichts in Sirach, das göttlichen Prinzipien widerspricht. Und wenn man sich an einer schlechten Übersetzung oder an der eigenen Begrenztheit im Verständnis aufhängt .....
LG
Wenn ich Sirach in Frage stelle bzw. als Menschenwerk einordne, obwohl das Buch sich meiner Meinung nach inhaltlich mit den Sprüchen von Salomo und Prediger nichts schenkt, dann verwerfe ich erstens die Entscheidung derjenigen, die das Buch in den Kanon aufgenommen hatten und negiere deren Ernsthaftigkeit und Kompetenz. Und ich spreche ihnen die Leitung des Heiligen Geistes ab.
Und zweitens muss ich folgerichtig Paulus genauso in Frage stellen, denn Paulus war keiner der von Jesus Christus zu dessen Lebzeiten berufenen Apostel und außerdem ein Außenseiter, allerdings von der Urgemeinde in Jerusalem, die unter der Leitung authentischer Apostel stand, akzeptiert. Von Paulus hat man nur sein eigenes Zeugnis, er sei direkt von Jesus Christus berufen worden.
Wer Paulus die Legitimation abspricht, cancelt damit jedoch einen erheblichen Teil des NT, darunter die Lehre für die Gemeinden, die in seinen Briefen ausführlich enthalten ist.
Wenn du nicht die Links aufrufst, die ich setze, bleibst du natürlich bei deiner falschen Meinung. Ich hatte eine alte Übersetzung gefunden, deren Konstruktion keinerlei Verständnisprobleme bereitet und die entsprechende Seite angegeben.und die Ungereimtheiten in ihrer "Lehre" einfach schlicht einer "schlechten Übersetzung" zuzuschreiben.
viewtopic.php?p=633516#p633516
Mein Verdacht ist: Diejenigen, die "sagen, sie sind Juden und sind es aber nicht" sind auch bei Bibelrevisionen unerkannt aktiv und darum bemüht, möglichst viele zweifelhafte Formulierungen in die Bibeln zu bringen. Sie legen falsche Fährten und verwirren diejenigen, die noch an den althergebrachten Denkmustern festhalten. Wie schwach "Wissenschaft" werden kann, hat man doch zu Corona mehr als deutlich gesehen. Betreutes Denken in einer Informationsflut, in der nicht wenige ertrinken, weil sie diese nicht mehr bewältigen können.
Falsche Propheten sind das! Solche, die biblische Texte entstellen und unverständlich machen. Und leider finden sie Jünger, die diese satanischen Lehren dann eifrig im Volk verbreiten.
Der Vergleich passt nicht. Aber es gibt tatsächlich "Christen", die die Auferstehung leugnen.Vielleicht ist Jesus ja gar nicht von den Toten auferstanden und alle Berichte in diese Richtung beruhen nur auf "falscher Übersetzung" ?*
Behauptet der Koran ja genau so.
Manche Leute sind einfach schlechte Verlierer. Schon schlimm, wenn eine Frau gründlicher arbeitet als so manche der ehrenwerten Kronen der Schöpfung.
LG
God bless you all for what you all have done for me.
- Sara Funkelstein
- Beiträge: 664
- Registriert: So 26. Mai 2024, 18:06
Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?
Erst mal ist Kritik nichts Negatives, sondern der erste Schritt für einen Neuanfang. Wenn man etwas Bestehendes nicht kritisieren darf, kommt man nicht weiter. Gott hat bei seinem Schöpfungsakt dasselbe getan.Philippus hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 22:07 Apropos Frauenverachtung, ich will ja hier nicht als der ewige Bibelkritiker gelten aber rein zufällig beim Bibel-stöbern bin ich noch auf eine andere Stelle gestoßen, die mir ebenfalls frauenverachtend vorkommt:
ich habe extra im Bibelserver auf drei verschiedenen Bibeln (Schlachter2000, Neues Leben, Lutherbibel 2017) gesucht, aber alle sagen tatsächlich dasselbe:
2Mo 22,17 Eine Zauberin darfst du nicht am Leben lassen.
es 57,3 »Ihr aber – kommt her, ihr Kinder der Zauberin, Nachkommen von Ehebrechern und Huren!
Mal eine Frage an unsere Bibelexperten: warum soll man nur die Zauberin und aber nicht den Zauberer "nicht am Leben lassen"?
Mein Erklärungsansatz ist, dass es in der Aufgabe der Frau liegt, eine Verbindung zwischen dem ganz normalen Alltag und der geistigen Welt zu schaffen. Wir bringen die Seelen, Teile von Gott, in die (materielle) Welt. Zauberei= Erschaffen durch Worte. Damit formt man ganz nebenbei die Wirklichkeit. Wir sind vielleicht in dem Punkt begabter bzw. von Gott in diese Funktion gesetzt.
Womit ich nicht sagen will, dass Männer grundsätzlich nichts von Spiritualität oder magischem Arbeiten verstehen. Das würde sogar dem widersprechen, was ich beobachte.
Es schwingt bei dieser Stelle Angst mit. Davor, dass Frauen eine geheime Macht haben könnten.
Gott hat entschieden, dass die Welt ohne dich nicht auskommt.
Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?
Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑So 18. Okt 2026, 15:31
Erst mal ist Kritik nichts Negatives, sondern der erste Schritt für einen Neuanfang. Wenn man etwas Bestehendes nicht kritisieren darf, kommt man nicht weiter. Gott hat bei seinem Schöpfungsakt dasselbe getan.
Es schwingt bei dieser Stelle Angst mit. Davor, dass Frauen eine geheime Macht haben könnten.
Oh, vielen Dank, dass Du mir zur Hilfe kommst
Das sehe ich auch so, warum gibt es solch eine Angst vor Zauberinnen ?
Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?
Magdalena61 hat geschrieben: ↑So 18. Okt 2026, 15:10
Und was, wenn Jesus Sirach von Gott zum Lehrer berufen wurde? So wie Paulus? Ich finde nichts in Sirach, das göttlichen Prinzipien widerspricht. Und wenn man sich an einer schlechten Übersetzung oder an der eigenen Begrenztheit im Verständnis aufhängt .....
Komme gerade aus der Abend-Kirche und dort haben wir gehört:
Wochenspruch: Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem
Gott (Micha 6, 9).
Also im Jesus Sirach finde ich nichts von "Liebe üben" oder "demütig sein vor Gott " .....
Im Gegenteil, Sirach kommt mir vor wie als wenn Elon Musk sagen würde. jetzt habe ich schon so viel erreicht, jetzt möchte ich aber noch, dass mein Name auch in der Bibel vorkommt..
Sirach verstößt in seiner Arroganz und Selbstherrlichkeit gegen das vierte und gegen das achte Gebot der 10 Gebote und er ruft zur Gewalt gegen Schwächere auf, ist das christlich? Wie kommst Du darauf, dass er von Gott persönlich zu unserem Lehrer berufen worden wäre?
Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?
Ich habe mal Deinen Link geöffnet, der macht die Verwirrung zu Jesus Sirach 42, 12 bis 14 natürlich nur noch komplett.
Selbst in der damaligen Zeit haben die Ausleger schon das Handtuch geworfen
und an Grausamkeit und Unmenschlichkeit lässt das Buch nichts mehr zu wünschen übrig... :
T ist freilich Schreibfehler....
Scheint auf der Meinung zu ruhen
Im übrigen scheint der Text gelitten zu haben ...
vielleicht dachte man auch an....
ließ den ganzen Vers einfach aus....
dieser ist aber stark korrumpiert
......usw. Das Motto hier ist doch eindeutig: Vielleicht, vielleicht, Nix genaueres weiß man nicht....
1
Vgl. 26, 10 und Philo Hegt tcbv ev juegei ötaray/uaTcov
III 169 (Mädchen sollen in den hinteren Gemächern [sich auf-
halten] und die
Verbindungstüre, sc. nach der Männerwohnung
hin, als Grenze ansehen, erwachsene Frauen aber die Haus-
türe). ^:? Gr;
lich, da n
es
überlastet den Stichos. n^np (Sm) ist unmög-
ausgeschlossen und der untere Teil beider b von
n'r'?p erhalten ist. n"ib (stinkend) Rd; T (npp = [Ruf] des Ab-
falls) verfeinert. 'AdiaTgenzcp Gr = nm's> Rd zu v. 10; vgl. 26, 10.
Daß
du
dich setzen mußt ("^na^ir'ini), sc. beschämt, wenn du
reden willst; vgl. 1 Tim 3, 5. T ist freilich Schreibfehler;
■^n^nni (= und dich beschäme) Rd ^ Gr Syr. 'Ev 7iXrji)eL nolAibv
beseitigt die Beziehung auf die orientalische Sitte der Versamm-
lung am Tore;
war
nvkcbv (Herk) ursprünglich? 'Emxag/na
Ex^QoIg Gr = c?;'!«'? nnipt' Rd [^nb ^v] scheint auf der Meinung
zu
ruhen, daß (rfio) at Abkürzung sei. In opprobrium venire
Lat erklärt em^aQ/xa und a detractione faßt kaXidv schief als
Accusativus adverbialis causae. St V — VI (T Syr) ist in Gr
durch Abirren
von
n^ai
in
v. 11 VI auf try\ in v. 12 II ausge-
Jes. Sirach 42, 12 — 14.
357
blieben. Der Sinn ist zweifellos: Laß deine Tochter sich dort
nicht aufhalten, wo sie Verhältnisse anknüpfen kann. Im übrigen
scheint der Text gelitten zu haben. Syr hat erläuternd: Aus
der Behausung laß sie nicht herausgehen und in den Häusern
soll sie nicht umhergehen; vgl. zu Syr Pet^
12
Tinpri T (Tnpri Rd) ist Denominativum von i)o (= Ge-
heimnis); s. zu
8, 17,
ternder Zusatz zu
isj.ri^ (? = betrachtend) Rd ist erläu-
^31, das hier absichtlich gewählt ist (= mas).
n''5 T ist aus v. IIV (vertikale Dittographie !) ; pa Gr Syr. Gr
wie Syr haben die Verbalformen des Verses ganz falsch als 2. Per-
son gedeutet. 13 Sinn: Schlechte Weiber machen die Mädchen
schlecht. Vgl. 25,24; 1 Tim 2, 14. Wie St I zu verstehen ist,
zeigt St II, dahin nämlich, daß die Motten aus dem von ihnen
befallenen Kleidungsstücke in's andere übergehen. Viri (106
[2^m] Lat) ist aus v. 14 in Konsequenz der falschen Auffassung
der Person in v. 12; vielleicht dachte man auch an Gn c. 3.
In
specie Lat ist Apposition zu homini. 14 St I wäre nach
T
zu
übersetzen : Vom Guten ist die Schlechtigkeit des Mannes,
macht gut die Frau. Syr stieß sich daran und ließ deshalb
den ganzen Vers einfach aus. Dieser ist aber stark korrum-
piert, n^ni ist
aus
v. 11 resp. 12; nni Rd Gr, Ebenso sicher
ist nuTK 2 ° infolge vertikaler Dittographie (vgl. auch St II) ein-
gedrungen ;
nsiö Rd Gr (dg dveidiofxov ; freie Erklärung !). Statt
n^tsö (ev. = n^^p; n-iip = Art und Weise nhb) fordert der Gegen-
satz zu Rd
Rd
Ditsia, und statt nitsa (durch nitsa veranlaßt!) ist mit
und Gr zu schreiben a^ita. Endlich rät Gr und das wohl
beabsichtigte Wortspiel noch rr^pryt^ an statt ri|i*in)? T (= schmä-
hend). Der Vers
hat so im Zusammenhang den Sinn: Durch
schlechte Männer wird eine Tochter nicht so leicht verdorben
wie durch die Freundlichkeit (aiis) schlechter (v. 13) Frauen.
Ist sie aber verdorben, so bringt sie viele Schande für den
Vater. Flavius Josephus (Contra Apionem II c. 24, Ober-
thür III 1270) zitiert den Vers frei: Fwi] de xeiQoiv, cprjoLv,
dvögög
eig cmavia;
s. dazu BZ 1910, 23.
ein Blatt ausgeblieben ist (N. Peters, Th Q S 1900, 180 A. 1).
b)
T
Gr
Die falsche Scham (42, 1 V^8).
42, 1 V Aber dieser Dinge schäme dich nicht,
und nimm keine Rücksicht, daß du nicht sündigst:
() Über die oftmalige Bestrafung der Kinder
und dem schlechten Sklaven die Seite zu zerschlagen. \
Selbst in der damaligen Zeit haben die Ausleger schon das Handtuch geworfen
und an Grausamkeit und Unmenschlichkeit lässt das Buch nichts mehr zu wünschen übrig... :
T ist freilich Schreibfehler....
Scheint auf der Meinung zu ruhen
Im übrigen scheint der Text gelitten zu haben ...
vielleicht dachte man auch an....
ließ den ganzen Vers einfach aus....
dieser ist aber stark korrumpiert
......usw. Das Motto hier ist doch eindeutig: Vielleicht, vielleicht, Nix genaueres weiß man nicht....
1
Vgl. 26, 10 und Philo Hegt tcbv ev juegei ötaray/uaTcov
III 169 (Mädchen sollen in den hinteren Gemächern [sich auf-
halten] und die
Verbindungstüre, sc. nach der Männerwohnung
hin, als Grenze ansehen, erwachsene Frauen aber die Haus-
türe). ^:? Gr;
lich, da n
es
überlastet den Stichos. n^np (Sm) ist unmög-
ausgeschlossen und der untere Teil beider b von
n'r'?p erhalten ist. n"ib (stinkend) Rd; T (npp = [Ruf] des Ab-
falls) verfeinert. 'AdiaTgenzcp Gr = nm's> Rd zu v. 10; vgl. 26, 10.
Daß
du
dich setzen mußt ("^na^ir'ini), sc. beschämt, wenn du
reden willst; vgl. 1 Tim 3, 5. T ist freilich Schreibfehler;
■^n^nni (= und dich beschäme) Rd ^ Gr Syr. 'Ev 7iXrji)eL nolAibv
beseitigt die Beziehung auf die orientalische Sitte der Versamm-
lung am Tore;
war
nvkcbv (Herk) ursprünglich? 'Emxag/na
Ex^QoIg Gr = c?;'!«'? nnipt' Rd [^nb ^v] scheint auf der Meinung
zu
ruhen, daß (rfio) at Abkürzung sei. In opprobrium venire
Lat erklärt em^aQ/xa und a detractione faßt kaXidv schief als
Accusativus adverbialis causae. St V — VI (T Syr) ist in Gr
durch Abirren
von
n^ai
in
v. 11 VI auf try\ in v. 12 II ausge-
Jes. Sirach 42, 12 — 14.
357
blieben. Der Sinn ist zweifellos: Laß deine Tochter sich dort
nicht aufhalten, wo sie Verhältnisse anknüpfen kann. Im übrigen
scheint der Text gelitten zu haben. Syr hat erläuternd: Aus
der Behausung laß sie nicht herausgehen und in den Häusern
soll sie nicht umhergehen; vgl. zu Syr Pet^
12
Tinpri T (Tnpri Rd) ist Denominativum von i)o (= Ge-
heimnis); s. zu
8, 17,
ternder Zusatz zu
isj.ri^ (? = betrachtend) Rd ist erläu-
^31, das hier absichtlich gewählt ist (= mas).
n''5 T ist aus v. IIV (vertikale Dittographie !) ; pa Gr Syr. Gr
wie Syr haben die Verbalformen des Verses ganz falsch als 2. Per-
son gedeutet. 13 Sinn: Schlechte Weiber machen die Mädchen
schlecht. Vgl. 25,24; 1 Tim 2, 14. Wie St I zu verstehen ist,
zeigt St II, dahin nämlich, daß die Motten aus dem von ihnen
befallenen Kleidungsstücke in's andere übergehen. Viri (106
[2^m] Lat) ist aus v. 14 in Konsequenz der falschen Auffassung
der Person in v. 12; vielleicht dachte man auch an Gn c. 3.
In
specie Lat ist Apposition zu homini. 14 St I wäre nach
T
zu
übersetzen : Vom Guten ist die Schlechtigkeit des Mannes,
macht gut die Frau. Syr stieß sich daran und ließ deshalb
den ganzen Vers einfach aus. Dieser ist aber stark korrum-
piert, n^ni ist
aus
v. 11 resp. 12; nni Rd Gr, Ebenso sicher
ist nuTK 2 ° infolge vertikaler Dittographie (vgl. auch St II) ein-
gedrungen ;
nsiö Rd Gr (dg dveidiofxov ; freie Erklärung !). Statt
n^tsö (ev. = n^^p; n-iip = Art und Weise nhb) fordert der Gegen-
satz zu Rd
Rd
Ditsia, und statt nitsa (durch nitsa veranlaßt!) ist mit
und Gr zu schreiben a^ita. Endlich rät Gr und das wohl
beabsichtigte Wortspiel noch rr^pryt^ an statt ri|i*in)? T (= schmä-
hend). Der Vers
hat so im Zusammenhang den Sinn: Durch
schlechte Männer wird eine Tochter nicht so leicht verdorben
wie durch die Freundlichkeit (aiis) schlechter (v. 13) Frauen.
Ist sie aber verdorben, so bringt sie viele Schande für den
Vater. Flavius Josephus (Contra Apionem II c. 24, Ober-
thür III 1270) zitiert den Vers frei: Fwi] de xeiQoiv, cprjoLv,
dvögög
eig cmavia;
s. dazu BZ 1910, 23.
ein Blatt ausgeblieben ist (N. Peters, Th Q S 1900, 180 A. 1).
b)
T
Gr
Die falsche Scham (42, 1 V^8).
42, 1 V Aber dieser Dinge schäme dich nicht,
und nimm keine Rücksicht, daß du nicht sündigst:
() Über die oftmalige Bestrafung der Kinder
und dem schlechten Sklaven die Seite zu zerschlagen. \