Priv.-Doz. Dr. Nehls zu Impfung beim Münchner Oktoberfest
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... halte ich es jedoch für höchst fragwürdig, eine medizinische Maßnahme, die unzweifelhaft auch mit schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen verbunden sein kann, ausgerechnet in einem solchen Umfeld anzubieten.
Man kann all das vor dem Hintergrund sehen, wie gering die Bereitschaft zu einer weiteren COVID-19-Impfung inzwischen ist: In der aktuellen IMPRESS-Erhebung des Robert Koch-Instituts wollten sich zu Beginn der Saison 2025/26 selbst unter den Menschen, denen damals eine jährliche COVID-19-Impfung empfohlen war, 62,6 Prozent „eher nicht“ oder „auf keinen Fall“ impfen lassen; lediglich 16,8 Prozent wollten sich „eher“ oder „auf jeden Fall“ impfen lassen.
Im Juli 2026 hat auch die STIKO ihre Empfehlung deutlich eingeschränkt: Die bisherige Empfehlung zum Erlangen einer Basisimmunität für Erwachsene ist entfallen, und die Altersgrenze für die jährliche Standard-Auffrischimpfung wurde von 60 auf 75 Jahre angehoben. Für gesunde Erwachsene unter 75 Jahren besteht damit regelhaft keine Indikation mehr für eine jährliche COVID-19-Auffrischimpfung, und zwar selbst nach den Maßstäben derer, welche in der Maßnahme noch einen Nutzen zu erkennen vorgeben.
Ich bin deshalb geneigt, auch ein positives Signal in dieser skurrilen Meldung zu erkennen: Die Bereitschaft zu weiteren COVID-19-Impfungen ist inzwischen so gering geworden, dass offenbar zunehmend ungewöhnliche Wege gewählt werden, um Impfwillige überhaupt noch zu erreichen.
Gleichzeitig werden die Forderungen nach einer grundsätzlichen Neubewertung der mRNA-Technologie international immer lauter. Im deutschsprachigen Raum fordert die Initiative „Menschliche Wissenschaft und Medizin“ mit ihrem Aufruf „mRNA-Moratorium JETZT!“ seit mittlerweile einem Jahr die Aussetzung von mRNA-Produkten, zumindest bis deren Nutzen-Risiko-Verhältnis transparent und wissenschaftlich neu bewertet worden ist. Der Aufruf, den auch ich unterschrieben habe, wird von zahlreichen Wissenschaftlern, Ärzten und weiteren Personen des öffentlichen Lebens aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstützt.
Entsprechender Druck kommt mittlerweile auch aus den USA: Eine von „Americans for Health Freedom“ koordinierte Koalition hat sich in einem offenen Brief an Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. und Präsident Donald Trump gewandt, wie TKP berichtete, und fordert unter anderem die vollständige Abkehr von der mRNA-Plattform. Zu den nach Angaben der Organisatoren 405 Erstunterzeichnern gehören Ärzte, Wissenschaftler, Politiker und weitere öffentliche Persönlichkeiten, darunter der Kongressabgeordnete Thomas Massie, die frühere Abgeordnete Marjorie Taylor Greene und der Publizist Tucker Carlson.
Vor diesem Hintergrund wirkt die Meldung über eine neue COVID-19-Impfstation auf dem Oktoberfest nicht nur verstörend, sondern geradezu wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags tagt nun schon seit einem Jahr (ausführliche Kommentare zu jeder einzelnen Sitzung finden Sie in dieser Playlist auf meinem YouTube-Kanal).
Wer diese höchst gesundheitsgefährdende Injektion trotz allem weiterhin propagiert oder verabreicht, begeht mindestens grob fahrlässig, wenn nicht gar vorsätzlich, ein Verbrechen an der Menschheit. Schon mit Blick auf das Jahr 2021 ließ sich nur schwerlich behaupten, man hätte es nicht besser wissen können. Heute hat diese Ausflucht jedoch jegliche Plausibilität verloren.
tpk.at