Ich sehe das nicht wertend, aber Steiner war kein Saddhu.
Er hatte einen Lehrauftrag und inspirierte eine ganze Bewegung, die er nicht "fernab" zu den Himmelswelten lenken wollte, sondern zu irdischer Verantwortlichkeit. Diesen Impuls betonte er als christlich, im Gegensatz zur "östlichen" Karma-Auflösung.
Sundar war in diesem Sinne kein Lehrer, kein Weltveränderer und wollte es auch nicht sein.
2. Sadhu Sundar Singhs Schilderungen vs. Steiners „Kamaloka“
Der indische Sadhu Sundar Singh (1889–1929) beschrieb in seinen ekstatischen Visionen (dokumentiert u.a. in seinem Werk „Visions of the Spiritual World“) die jenseitige Welt sehr plastisch: Seelen, die nach dem Tod von Engeln empfangen werden, Lichtwelten, aber auch düstere Regionen, in denen Seelen durch ihre eigenen Begierden und ungeläuterten Gedanken festsitzen.
Steiner nennt diese unmittelbare jenseitige Phase Kamaloka (die Begierdenwelt oder Läuterungssphäre):
Mit dem Unterschied, dass aus Steiners gesamter Lehre viele Zweige entstammen, die inzwischen in der ganzen Welt weiter entwickelt werden. Er hat keine "spektakulären" Geschichten geschrieben, die sich leicht lesen. Steiner kann man nicht konsumieren sondern will erarbeitet werden.Steiner gibt nur einen abstrakten Hinweis