Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

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Zippo
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von Zippo »

Isai hat geschrieben: Di 3. Mär 2026, 12:30
Zippo hat geschrieben: Di 3. Mär 2026, 12:03 Isai hat geschrieben: ↑Fr 27. Feb 2026, 10:47
Zippo hat geschrieben:
Der Tod ist nötig, weil Gott über den im Garten Eden verführten Menschen die Todesstrafe verhängt hat.

Damit war die ganze Menschheit dem Tode geweiht und brauchte einen Retter, der diese Strafe aufhebt.
Wir wissen, daß dieser Retter der Herr Jesus ist.

Im Grunde ist es doch keine (Ankündigung einer) Todesstrafe,
sondern die (Aussage über eine) natürliche Folge / Konsequenz,
weil man sich vom Leben (Gott) losgesagt hat.
Zippo hat geschrieben:Sicherlich gab es eine Todesstrafe. 1 Mo 2,17

Ok, wir definieren wohl das Wort Strafe unterschiedlich.

Folgendes Beispiel (ein an den Haaren herbeigezogenes, denn mir fällt nichts Vernünftiges ein):

"Wenn Du das Fenster einschlägst, verletzt Du Deine Hand." Tat und Konsequenz.

A: Jemand schlägt das Fenster absichtlich ein und muss dafür zur Strafe im Zoo 20 Tage lang die Nashörner füttern.
B: Jemand schlägt das Fenster absichtlich ein und hat dafür als natürliche Konsequenz eine zerschnittene Hand.

Adam aß von der Frucht, Ungehorsam. Die Konsequenz ist der Tod, als natürliche Folge wegen Absage vom Lebengeber.
Strafe ist die Folge für ein Fehlverhalten, ob du nun ein Fenster zerschlägst oder ein Gebot Gottes mißachtest. Die Strafe für den Ungehorsam war in der Folge, daß alle Menschen sterben müßen und sie müßen sich mit einem Gewissen durchs Leben schlagen, aber sie wählen nicht immer das Richtige.
Das war schon bei Kain und Abel so, es setzt sich fort bis zur Sintflut, wo Gott die ganze Menschheit ertrinken läßt, bis auf die Familie Noahs, zur Strafe für ihren Ungehorsam hat Gott die Bauarbeiten an dem Turm von Babel beendet 1 Mo 11, das Gericht und die Strafe kam über das zuchtlose Volk in Sodom und Gomorra 1 Mo 18-19 usw.
Auch das Gesetz hatte seine Strafen und auch wenn es als Folge des Ungehorsam betrachtest, macht das Ergebnis keinen Unterschied.
Denn alle Menschen müßen sterben. Einen Ausweg hat erst der Herr Jesus geschaffen, weil er sich wie prophezeit für die Sünde seines Volkes strafen ließ.
[Jes 53,4-6] Ja, er hat unsere Leiden getragen, und unsere Schmerzen hat er auf sich geladen. Und wir, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt; doch um unserer Übertretungen willen war er verwundet, um unserer Ungerechtigkeiten willen zerschlagen. Die Strafe zu unserem Frieden lag auf ihm, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden. Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen Weg; und der HERR hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit
Und die Bestrafung fiel recht recht grausam aus, weil sich der Herr Jesus in kontrollierte Weise dem grausamen Satan ausgeliefert hat, der die ganze Menschheit verführt und auch verklagt. Off 12,9-12

Aber Gott kann dem verführten Menschen auf diese Weise die Strafe abnehmen und die Werke Satans zerschlagen. 1 Joh 3,8
[Joh 3,14-15] Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, [nicht verloren gehe, sondern] ewiges Leben habe.
Hier bekommt die Geschichte einen Bezug zu dem murrenden Volk Israel, daß aufgrunddessen in der Wüste von Schlangen gebissen wird. Aber wer die eherne Schlange betrachtet hat, die Mose auf Anweisung Gottes gefertigt hatte, der wurde gesund und konnte leben.

Menschen werden in der Welt viel von Satan und seinen Dämonen "gebissen", das heißt, sie werden heimgesucht , verführt und fallen in Sünde. Die einzige Möglichkeit, sie loszuwerden, ist es auf den Herrn Jesus zu schauen und Buße zu tun.
[Röm 10,11-13] Denn die Schrift sagt: „Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden“. Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn derselbe Herr von allen ist reich für alle, die ihn anrufen; „denn jeder, der irgend den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden“.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Isai
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von Isai »

Zippo hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 13:30 Strafe ist die Folge für ein Fehlverhalten, ob du nun ein Fenster zerschlägst oder ein Gebot Gottes mißachtest.

Gut, damit wollte ich jetzt nicht Fenster zerschlagen mit Gebot Gottes missachten vergleichen (was es ja auch ist),
sondern den Unterschied aufzeigen, ob man zur Strafe fürs Fensterzerschlagen Strafarbeit machen muss
oder sich als (Unterschied:) Konsequenz durchs Fensterzerschlagen die Hand zerschneidet.

Aber belassen wir es dabei, ich krieg die Erklärung nicht anders hin. :)
So ist jedoch für uns nur Einer Gott, der Vater, aus Dem alles und wir in Ihm
und nur Einer Herr, Jesus Gesalbter, durch Den alles und wir durch Ihn.
1. Korinther 8:6
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Helmuth
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von Helmuth »

Isai hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 14:59 Aber belassen wir es dabei, ich krieg die Erklärung nicht anders hin. :)
Ich denke, du bist da schon am richtigen Weg des Verständnisses. Wenn mir nicht vergeben wird und ich Abgeltung leisten muss (ich muss z.B. das zerschlagene Fenster ersetzen), dann wurde ich damit quasi bestraft. Eine Ohrfeige von meiner Mama wäre dagegen nur eine Züchtigung, um meine Verhalten in Hinkunft zu verbessern. Ein Klaps und das wars. Tut nicht mal weh, sondern demütigt nur ein wenig.

Ich habe so meine Jungs mal richtig "bestraft", dass sie gestohlene Ware zurückgeben mussten. Hätte ich sie nur mit meiner Schelte "bestraft" wäre das gar keine Strafe gewesen, aber so wurden sie sehr gemütigt vor dem Händler mit ihrem Diebsgut aufzuwarten um ihn um Vergbung zu bitten. Rein rechtlich hätte er auch die Polzei einschalten oder sagen können, ihr bezahlt das nun auch.

Und so musste Jesus dafür bezahlen, was wir gesündigt hatten. Jesus bezeichnet sich so auch als "Lösegeld", das aber mit Blut geleistet wurde. Das ist schon eine Dimension darüber. Ich kann verstehen, dass man in dem Fall bei Jesaja 53 das auch mit "die Strafe lag auf ihm" übersetzt hatte, denn ansonsten hätte sie uns getroffen, d.h. die Strafe hätte uns gegolten. So aber kann uns vergeben werden.

Grundsätzlich meine ich, dass meine Kinder nicht bestraft werden sollen, sondern gezüchtigt. Es misshagt mir sie zu bestrafen, hingegen verlange ich für fremde Kinder, die sich an uns versündigen, auch eine Strafe für ihr Fehlverhalten. Es obliegt dann dem Geschädigten, ob er das vergibt oder abgegolten haben will.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Hiob
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von Hiob »

Abischai hat geschrieben: Sa 7. Mär 2026, 19:31 Mehr können wir Menschen nicht.
Dass alles letztlich von Gott kommt oder von Gott ermöglicht ist, denke ich auch. Mir ist nicht ganz klar, was "Same" aus Deiner Sicht konkret ist und ob Du das Wort "Same" auch auf das Böse beziehst. Gibt es in Deiner Sprache auch einen Samen des Bösen?
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Abischai
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von Abischai »

Hiob hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 16:49 Gibt es in Deiner Sprache auch einen Samen des Bösen?
Meine Sprache?
OK, Same ist im biblischen Sinne nicht der Keimling, sondern die Frucht, das wird heute botanisch anders verstanden, da ist der Same ein kleiner Bestandteil der Frucht, ist es aber im biblischen Sinne nicht.
Und das Böse kann auch Samen haben, allein im Gleichnis vom Lolch unter dem Weizen (Mt. 13) spricht der Herr Jesus von zwei verschiedenen Samen, der Lolch, das ist die Saat des Bösen, und was da aufgeht ist böse. In diesem Sinne sind die Kinder des Teufels, bzw. die Söhne des Bösen, wie der Herr das selbst erklärt, dieser böse Same.
Gesät wird nur im Gleichnis ein Korn, gemeint sind damit aber ausgewachsene Menschen, die sind der Same.
Jesu Erklärung steht in Mt- 13; 36-43
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von Hiob »

Abischai hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 19:34 Meine Sprache?
Klingt gut und durchaus in meinem Verständnis. Meine Frage zielt dabei hin auf die Frage: WER sät eigentlich das Gute und Böse? - Ich hätte dazu eine Antwort, aber ich würde gerne wissen, wie dies von Bibelkennern interpretiert wird.
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Abischai
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von Abischai »

Hiob hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 22:13 WER sät eigentlich das Gute und Böse?
Das klingt ein wenig, als führtest Du was im Schilde...
Na gut.:
Also das Gleichnis in Mt. 13 ist m.E. sehr deutlich. Der Herr Jesus sagt, daß er selbst die Söhne des Reiches sät und daß der Teufel die Söhne des Bösen sät.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Larson
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Di 24. Feb 2026, 13:26 Da ist doch ein Konflikt im Himmel, der sich auch auf die irdische Schöpfung verlagert hat. Satan ist der Widersacher Gottes, der sich mit einer Heerschar von Engeln gegen Gott und den Erstgeborenen auflehnt. Jes 14,12-14 , Off 12. Die irdische Schöpfung hält Satan doch nur für eine geeignete Gelegenheit, um sein Ziel zu erreichen und die himmlischen Heerscharen zu besiegen, die sich mit einem Teil ihrer Macht ja um die Menschen zu kümmern haben.
Ja, es war sicher unmenschlich, diese Qualen, andere litten bis zu drei Tagen an diesem Marterpfahl. Die Frage nach dem „Leiden“ des Menschen durchzieht, der Ungerechtigkeit der Menschheit usw. durchzieht die Tenach.

Jesaja 14 hat nichts mit einem Satan zu tun. Da wird heidnisches Denken von einem Satan und Teufel in den Text hineingepresst.

Gott hat keinen „Widersacher“ namens Satan, aber die Menschen reden wider Gott, wieder seine Aussagen und übertünchen es mit der menschlichen Vorstellung von Himmel und Erde, von menschlicher Vorstellung von Strafe und Gerechtigkeit, meinen den Plan Gottes zu kennen, meinen, dass ein Ausgleich stattfinden müsse, wie wenn sie schon bei der Schöpfung dabei waren (so nach Gottes Vorwurf an Hiob).
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Larson
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von Larson »

Isai hat geschrieben: Fr 27. Feb 2026, 10:47
Zippo hat geschrieben:Der Tod ist nötig, weil Gott über den im Garten Eden verführten Menschen die Todesstrafe verhängt hat.

Damit war die ganze Menschheit dem Tode geweiht und brauchte einen Retter, der diese Strafe aufhebt.
Wir wissen, daß dieser Retter der Herr Jesus ist.

Im Grunde ist es doch keine (Ankündigung einer) Todesstrafe,
sondern die (Aussage über eine) natürliche Folge / Konsequenz,
weil man sich vom Leben (Gott) losgesagt hat.

Der Sünde (Lossagung von Gott <-- Sünde mit all ihrer Hässlichkeit in Folge)
wurde am Holz (verflucht ist, wer..., 5. Mose 21:23) der Prozess gemacht
(Schlange am Holz = Sünde am Holz = Jesus zur Sünde gemacht).
(Römer 8:3, 2. Korinther 5:21)


Und im Herrn Jesus Christus (=Leben) hat man Leben.


Der alleine einzige Gott braucht keinen „Jesus“ damit er wieder Leben geben kann, denn Er allein ist ja der Ursprung allen Lebens, Er allein Schöpfer aller Dinge.

Was wäre dies für einen kurzsichtige Betrachtung und Behauptung, dass durch das erste Menschenpaar, der Tod in die Welt gekommen sei, alle Menschen dadurch „verloren seien“, und der Mensch deshalb einen Erlöser bräuchte. Eine solche Ideologie widerspricht den Aussagen Gottes und den Propheten, sondern fremdes menschliches Lehrgut.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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ProfDrVonUndZu
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Re: Das Leiden Jesu- warum diese unmenschliche Qual?

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Larson hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 08:41 Was wäre dies für einen kurzsichtige Betrachtung und Behauptung, dass durch das erste Menschenpaar, der Tod in die Welt gekommen sei, alle Menschen dadurch „verloren seien“, und der Mensch deshalb einen Erlöser bräuchte. Eine solche Ideologie widerspricht den Aussagen Gottes und den Propheten, sondern fremdes menschliches Lehrgut.
Die Weichen für die Menschheit wurden durch das erste Menschenpaar gestellt. Das hat aber weniger mit Determination zu tun, sondern mit Pfadabhängigkeiten. Der Mensch folgt nun mal Gewohnheiten, die schon in der Kindheit geprägt werden.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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