Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑Sa 28. Feb 2026, 07:22
Zippo hat geschrieben: ↑Di 24. Feb 2026, 13:26
abgetrennt aus: Definition Evangelium
Mich beschäftigt nach wie vor die Rahmengeschichte des Evangeliums und die große Frage, die wohl jedem Betrachter irgendwann kommt: Wieso macht Gott so etwas, warum mutet er seinem geliebten Sohn so etwas zu ?
Es ergibt keinen Sinn, nicht wahr? Vor allem nicht, da wir seit Abraham und Isaak wissen, dass der Gott Israels (der irgendwie auch mein Gott ist) gar kein Menschenopfer will.
Die Geschichte mit Abraham macht in Bezug auf die Kreuzigung schon einen Sinn. Gott fordert Abraham auf, seinen einzigen geliebten Sohn Isaak auf dem Berge Morija zu opfern.
[1. Mo 22,1-3] Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du liebhast, und gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde.
Da stand Abraham des Morgens früh auf und gürtete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging an den Ort, davon ihm Gott gesagt hatte.
Zunächst einmal ist der Berg Morija identisch mit dem Tempelberg und damit identisch mit dem Ort, wo der Sohn Gottes Jesus Christus am Kreuz für die Sünden der Menschen gestorben ist.
[2. Chr 3,1] Und Salomo fing an zu bauen das Haus des HERRN zu Jerusalem auf dem Berge Morija, der David, seinem Vater, gezeigt war, welchen David zubereitet hatte zum Raum auf der Tenne Ornans, des Jebusiters.
Gott hat den Isaak verschont, bei ihm blieb nur ein großer Schrecken, die ganze Familie war sicherlich in große Trauer gehüllt. Aber das beliebige Menschenopfer ist ja auch von keinem Nutzen, nur das Opfer Jesu ist eine sinnvolle Tat, wie wir dem NT entnehmen können. Denn er hat sein Leben freiwillig für das Leben Adams gegeben, um dessen Strafe auf sich zu nehmen.
[1. Mo 2,16-17] Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allerlei Bäumen im Garten; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon issest, wirst du des Todes sterben.
Der Römerbrief berichtet im 5 Kapitel davon.
Warum hat er es getan und warum hat er sich dafür der schrecklichsten Macht ausgeliefert, die wir auf Erden haben ? Im 12 Kapitel wird viel über Satan gesagt, da steht geschrieben, welch ein greulicher Drache Satan ist und auf welche Weise Menschen aus seinem Einfluß und seiner Anklage entflohen sind.
Man sieht auf Erden keinen Drachen und trotzdem steckt er im Geist aller Menschen, um sie zu furchtbaren Werken, also auch der Kreuzigung zu verführen.
Warum läßt sich Gott in dem Menschen Jesus von diesem furchtbaren Drachen entwürdigend behandeln und ans Kreuz schlagen ?
Offenbar gibt es eine Feindschaft zwischen Gott und seinem Geschöpf Satan, der zu Beginn der Schöpfung ausgebrochen ist und die Himmelswelt in zwei Teile aufgeteilt hat.
[Off 12,3-4] Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen; und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde.
Dieser Drache macht sich auch an das Kind heran, das geboren wurde, um die Menschen aus dem Einfluß Satans zu befreien, um sie zu Gott zurückzuführen. Off 12, 1-4
[Apg 26,16-18] Denn dazu bin ich dir erschienen, dass ich dich ordne zum Diener und Zeugen des, das du gesehen hast und das ich dir noch will erscheinen lassen; und ich will dich erretten von dem Volk und von den Heiden, unter welche ich dich jetzt sende, aufzutun ihre Augen, dass sie sich bekehren von der Finsternis zu dem Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, zu empfangen Vergebung der Sünden und das Erbe samt denen, die geheiligt werden durch den Glauben an mich.
Du siehst also daß es alles Sinn macht und einen großen Bogen schlägt, vom AT bis hin zur Kreuzigung Jesu.
Er hat sich seinem Feind ausgeliefert und ist gestorben, aber Gott hat ihn auferweckt und ihm Nachkommen gegeben.
[ELB-BK: Jes 53,10] Doch dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen, er hat ihn leiden lassen. Wenn seine Seele das Schuldopfer gestellt haben wird, so wird er Nachkommen sehen, er wird seine Tage verlängern; und das Wohlgefallen des HERRN wird in seiner Hand gedeihen.
Die Nachkommen sind diejenigen, die den Segen Abrahams erben, den er für seine Tat am Berge Morija erhalten hat.
[1. Mo 22,15-18] Und der Engel des HERRN rief Abraham ein zweites Mal vom Himmel zu und sprach: Ich schwöre bei mir selbst, spricht der HERR, dass, weil du dieses getan und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast, ich dich reichlich segnen und deine Nachkommen sehr vermehren werde, wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist; und deine Nachkommenschaft wird besitzen das Tor seiner Feinde; und in deinem Nachkommen werden sich segnen alle Nationen der Erde: weil du meiner Stimme gehorcht hast.
Gal 3,29
Wenn ihr aber Christi seid, so seid ihr denn Abrahams Nachkommen und nach Verheißung Erben.
Gruß Thomas