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Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Verfasst: Do 5. Mär 2026, 19:52
von SilverBullet
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Do 5. Mär 2026, 16:10Eine wörtliche Bedeutung werden so ziemlich alle ekelig und unmoralisch finden. Fleisch steht für Manifestation und Blut für Leben. Es geht also darum, die Botschaft Jesu, die er nicht nur in Worten, sondern auch durch Taten seines Leibes verkündet, in sich aufzunehmen, denn sie sind lebensspendend.
Sorry, mit "Manifestation" und "Leben" kommst du nicht weg von "Fleisch" und "But".
Der Ansatz, dass hier über die Nahrungsaufnahme irgendwelche "göttlichen Zugehörigkeiten bzw. Angehörigkeit" verteilt werden, ist reichlich schräg, wo es doch um eine Schriftreligion gehen soll.
Woher kommt das Bedürfnis für dieses geheimnisvolle Ritual-Zeugs?

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Hiob hat geschrieben: Do 5. Mär 2026, 17:02Unter christlichen Gesichtspunkten ist Materie ein Produkt des Geistes ("Und Gott schuf") und somit Aktionsfläche des Geistigen (Offenbarungen). Ob sich Geist personal oder sinnbildlich vermittelt, ist inhaltlich meistens egal.
Du hast also ein Bilderbuch und ein schräges philosophisches Konzept.
Mit diesem Werkzeugkasten aus Unzulänglichkeiten möchtest du eine Berechtigung ableiten, um von "Jesus ist kein Diktator, der Jasager um sich herum haben will, sondern will, dass die Wahrheit, also Er, erkannt wird." zu sprechen?
Keine Ahnung wie du da jemals noch eine Funken an Vernunft hineinbringen möchtest.

Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Verfasst: Do 5. Mär 2026, 19:57
von SilverBullet
Sara Funkelstein hat geschrieben: Do 5. Mär 2026, 15:37Dass dieses Thema aber grundsätzlich interessant ist, sehe ich daran, dass sich viele unterschiedliche User beteiligen und natürlich an der Klickzahl. Wir sind hier an der Wurzel dran. :clap:
Ja, aber es gibt hier von den "Jesus"-Gläubigen ganz klar das Bestreben das übliche Glaubens-Tralala abzuhalten - so viel Austausch über die Rahmensgeschichte ist da aus meiner Sicht nicht.

Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Verfasst: Fr 6. Mär 2026, 01:25
von Hiob
Spice hat geschrieben: Do 5. Mär 2026, 18:05 Nur die Landkarte kennen, aber nicht die Reise zum Ziel aufzunehmen, nützt überhaupt nichts.
Stimmt. Genauz deshalb gibt es den "Fall"

Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Verfasst: Fr 6. Mär 2026, 01:27
von Hiob
SilverBullet hat geschrieben: Do 5. Mär 2026, 19:52 Du hast also ein Bilderbuch und ein schräges philosophisches Konzept.
Ich versuche die Grundlagen zu vermitteln, auf deren Basis es überhaupt erst möglich ist, die Bibel zu verstehen. --- Man muss das keinesfalls, da jeder einen anderen Erkenntnisweg geht

Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Verfasst: Fr 6. Mär 2026, 01:30
von Hiob
Sara Funkelstein hat geschrieben: Do 5. Mär 2026, 15:41 Du wirst vielleicht verstehen, dass diese Stelle maximal unglücklich gewählt ist. Ich stehe nicht so auf Bluttrinken und essen von Menschenfleisch. Ich bin hoffentlich nicht die einzige, die das hier eklig findet.
Da sind wir uns wirklich einig. Wiewohl ich den Satz wirklich verstehe, ist mir klar, dass man x Kurven fahren muss, um es zu können. Deshalb habe ich gewisse Sympathien mit der lateinischen Messe, weil nicht verstandene Sprache keine unverständigen Fragen provozieren kann. Oder um es ganz anders zu sagen: Der einzig erfolgversprechende Weg ist im Grunde die mystik - also das Erspüren von Geistigem.

Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Verfasst: Fr 6. Mär 2026, 07:00
von Helmuth
Hiob hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 01:30
Sara Funkelstein hat geschrieben: Do 5. Mär 2026, 15:41 Du wirst vielleicht verstehen, dass diese Stelle maximal unglücklich gewählt ist. Ich stehe nicht so auf Bluttrinken und essen von Menschenfleisch. Ich bin hoffentlich nicht die einzige, die das hier eklig findet.
Da sind wir uns wirklich einig.
Warum tat es dann Jesus? Schon mal überlegt? Er erkannte wohl auch, dass sich die Menschen daran gehörtig gestoßen haben. Das ging so weit, dass sie ihm mit der Zeit nachsagten, er habe einen Dämon. Jesus tätigte mehr solche "unglückliche" Aussagen, wie ihr es nennt. Er scheidet auf diese Weise die Geister.

Die einen sinnen darüber nach und haben irgendwann den "Aha-Effekt" weil sie der Heilige Geist dorthin leitet, und die andere erklären ihn zu einem Spinner und gehen so aber den Weg ihrer Verdammnis weiter. Das sich an Jesus die Geister scheiden sollen, ist auch der Wille Gottes, unseres Vaters im Himnmel.

Man kann so auch die Sache Jesu und der Bibel, in dem Fall das NT, damit kritisieren wie es ja sogar die Berichte selbst zeigen. Gerade diese Authentizität in der Berichterstattung finde ich einzigartig und damit gewissermaßen auch göttlich.

Seine noch wohlmeinenden humanistisch gesinnten Kritker hätten Jesus sicher gerne den Rat erteilt, dass man doch anders reden könne, will man erreichen, dass man ihm nachfolgt. Muss man dazu so grausliche Dinge sagen? Wie ekelig!

Aber wie könnte Gott das sehen? Ich wage dazu einmal zu sagen: "Wer bist denn du, o Mensch, dass, du besser als der Sohn Gottes weiß, was für dich ekelig und was gut ist? Hallo! :wave:

Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Verfasst: Fr 6. Mär 2026, 11:56
von ProfDrVonUndZu
SilverBullet hat geschrieben: Do 5. Mär 2026, 19:52
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Do 5. Mär 2026, 16:10Eine wörtliche Bedeutung werden so ziemlich alle ekelig und unmoralisch finden. Fleisch steht für Manifestation und Blut für Leben. Es geht also darum, die Botschaft Jesu, die er nicht nur in Worten, sondern auch durch Taten seines Leibes verkündet, in sich aufzunehmen, denn sie sind lebensspendend.
Sorry, mit "Manifestation" und "Leben" kommst du nicht weg von "Fleisch" und "But".
Der Ansatz, dass hier über die Nahrungsaufnahme irgendwelche "göttlichen Zugehörigkeiten bzw. Angehörigkeit" verteilt werden, ist reichlich schräg, wo es doch um eine Schriftreligion gehen soll.
Woher kommt das Bedürfnis für dieses geheimnisvolle Ritual-Zeugs?
Hiob meint, der Zugang geht über die Mystik. Ich meine, der Zugang muss über ein Verständnis für die Hebräische Sprache gehen.
Dass im Blut das Leben ist, steht explizit im Schöpfungsbericht. Dass die hebräischen Wörter für Fleisch und Botschaft die gleiche etymologische Wurzel haben, sieht man in den Übersetzungen dagegen nicht.

Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Verfasst: Fr 6. Mär 2026, 12:10
von Zippo
Sara Funkelstein hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 07:22
Zippo hat geschrieben: Di 24. Feb 2026, 13:26 abgetrennt aus: Definition Evangelium

Mich beschäftigt nach wie vor die Rahmengeschichte des Evangeliums und die große Frage, die wohl jedem Betrachter irgendwann kommt: Wieso macht Gott so etwas, warum mutet er seinem geliebten Sohn so etwas zu ?
Es ergibt keinen Sinn, nicht wahr? Vor allem nicht, da wir seit Abraham und Isaak wissen, dass der Gott Israels (der irgendwie auch mein Gott ist) gar kein Menschenopfer will.
Die Geschichte mit Abraham macht in Bezug auf die Kreuzigung schon einen Sinn. Gott fordert Abraham auf, seinen einzigen geliebten Sohn Isaak auf dem Berge Morija zu opfern.
[1. Mo 22,1-3] Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du liebhast, und gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde.
Da stand Abraham des Morgens früh auf und gürtete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging an den Ort, davon ihm Gott gesagt hatte.
Zunächst einmal ist der Berg Morija identisch mit dem Tempelberg und damit identisch mit dem Ort, wo der Sohn Gottes Jesus Christus am Kreuz für die Sünden der Menschen gestorben ist.
[2. Chr 3,1] Und Salomo fing an zu bauen das Haus des HERRN zu Jerusalem auf dem Berge Morija, der David, seinem Vater, gezeigt war, welchen David zubereitet hatte zum Raum auf der Tenne Ornans, des Jebusiters.
Gott hat den Isaak verschont, bei ihm blieb nur ein großer Schrecken, die ganze Familie war sicherlich in große Trauer gehüllt. Aber das beliebige Menschenopfer ist ja auch von keinem Nutzen, nur das Opfer Jesu ist eine sinnvolle Tat, wie wir dem NT entnehmen können. Denn er hat sein Leben freiwillig für das Leben Adams gegeben, um dessen Strafe auf sich zu nehmen.
[1. Mo 2,16-17] Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allerlei Bäumen im Garten; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon issest, wirst du des Todes sterben.
Der Römerbrief berichtet im 5 Kapitel davon.

Warum hat er es getan und warum hat er sich dafür der schrecklichsten Macht ausgeliefert, die wir auf Erden haben ? Im 12 Kapitel wird viel über Satan gesagt, da steht geschrieben, welch ein greulicher Drache Satan ist und auf welche Weise Menschen aus seinem Einfluß und seiner Anklage entflohen sind.

Man sieht auf Erden keinen Drachen und trotzdem steckt er im Geist aller Menschen, um sie zu furchtbaren Werken, also auch der Kreuzigung zu verführen.
Warum läßt sich Gott in dem Menschen Jesus von diesem furchtbaren Drachen entwürdigend behandeln und ans Kreuz schlagen ?

Offenbar gibt es eine Feindschaft zwischen Gott und seinem Geschöpf Satan, der zu Beginn der Schöpfung ausgebrochen ist und die Himmelswelt in zwei Teile aufgeteilt hat.
[Off 12,3-4] Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen; und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde.
Dieser Drache macht sich auch an das Kind heran, das geboren wurde, um die Menschen aus dem Einfluß Satans zu befreien, um sie zu Gott zurückzuführen. Off 12, 1-4
[Apg 26,16-18] Denn dazu bin ich dir erschienen, dass ich dich ordne zum Diener und Zeugen des, das du gesehen hast und das ich dir noch will erscheinen lassen; und ich will dich erretten von dem Volk und von den Heiden, unter welche ich dich jetzt sende, aufzutun ihre Augen, dass sie sich bekehren von der Finsternis zu dem Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, zu empfangen Vergebung der Sünden und das Erbe samt denen, die geheiligt werden durch den Glauben an mich.
Du siehst also daß es alles Sinn macht und einen großen Bogen schlägt, vom AT bis hin zur Kreuzigung Jesu.

Er hat sich seinem Feind ausgeliefert und ist gestorben, aber Gott hat ihn auferweckt und ihm Nachkommen gegeben.
[ELB-BK: Jes 53,10] Doch dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen, er hat ihn leiden lassen. Wenn seine Seele das Schuldopfer gestellt haben wird, so wird er Nachkommen sehen, er wird seine Tage verlängern; und das Wohlgefallen des HERRN wird in seiner Hand gedeihen.
Die Nachkommen sind diejenigen, die den Segen Abrahams erben, den er für seine Tat am Berge Morija erhalten hat.
[1. Mo 22,15-18] Und der Engel des HERRN rief Abraham ein zweites Mal vom Himmel zu und sprach: Ich schwöre bei mir selbst, spricht der HERR, dass, weil du dieses getan und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast, ich dich reichlich segnen und deine Nachkommen sehr vermehren werde, wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist; und deine Nachkommenschaft wird besitzen das Tor seiner Feinde; und in deinem Nachkommen werden sich segnen alle Nationen der Erde: weil du meiner Stimme gehorcht hast.
Gal 3,29
Wenn ihr aber Christi seid, so seid ihr denn Abrahams Nachkommen und nach Verheißung Erben.
Gruß Thomas

Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Verfasst: Fr 6. Mär 2026, 12:31
von Sara Funkelstein
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Do 5. Mär 2026, 16:10 Eine wörtliche Bedeutung werden so ziemlich alle ekelig und unmoralisch finden. Fleisch steht für Manifestation und Blut für Leben. Es geht also darum, die Botschaft Jesu, die er nicht nur in Worten, sondern auch durch Taten seines Leibes verkündet, in sich aufzunehmen, denn sie sind lebensspendend.
Es ist Juden nicht erlaubt, Blut zu trinken/essen. Genau deswegen, weil es als Sitz des Lebens bzw. der Seele gilt. Mir stellt sich die Frage, warum dann vor diesem Hintergrund, der sicher bekannt war, dazu aufgefordert wird, Jesus' Blut zu trinken? Ist das eine Provokation?

Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Verfasst: Fr 6. Mär 2026, 12:54
von ProfDrVonUndZu
Sara Funkelstein hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 12:31 Es ist Juden nicht erlaubt, Blut zu trinken/essen. Genau deswegen, weil es als Sitz des Lebens bzw. der Seele gilt. Mir stellt sich die Frage, warum dann vor diesem Hintergrund, der sicher bekannt war, dazu aufgefordert wird, Jesus' Blut zu trinken? Ist das eine Provokation?
Statt Provokation würde ich es eher Herausforderung nennen. Als Jesus umgebracht wurde, haben seine Peiniger das als Hinrichtung gesehen, weil sie ihn für schuldig hielten. Aber da er unschuldig war, handelte es sich um ein Opfer für ihre Weltanschauung. Das Opfer in sich aufzunehmen, gehörte zum Ritual. Die Frage ist nur, auf welche Weise. Das Verbot von Blut im Alten Testament richtet sich an Blut, solange es noch im Fleisch ist. Wenn es außerhalb ist, ist darin kein Leben mehr.