Das liebevolle Empfinden bewirkt das Handeln wie von selbst. Es muss also von innen heraus kommen. Wie ich dem anderen bin, so ist er zu mir. Gott segnet mich schon jetzt, der Himmel, der ist schon hier: "Von guten Mächten wunderbar geborgen".
Die Falle wäre, im Ego zu bleiben nach dem Motto, wenn "ich" liebevoll handele, komme "ich" in den Himmel. Das wäre Vorteilsdenken, und der Rausschmiss der Händler aus dem Tempel macht hier einen erweiterten Sinn.
So wurde es nirgends gesagt. Die Erlebenden dieser Rückschau sprechen von einer Reue, der sich keiner entzieht. Es macht aber wenig Sinn, solche Prozesse hier auf der irdischen Denk-Ebene zu beurteilen, und diese Leute betonen auch, mit unserem Denken hier können wir es nicht verstehen. Was wir verstehen können, das lehrt das NT: Kehrt um von der Ich-Sucht. Auch die heutige Psychologie versucht zu helfen bei der Auflösung des Ich-Komplexes: Schuldgefühle, Ängste, Erwartungen. Lernen, sich selbst anzunehmen, das ist eine jahrelange Arbeit für manche, bei anderen kann es eine plötzliche Erkenntnis sein: Gott liebt mich.Diese Erkenntnis der Lebensrückschau verhindert nicht den Schaden, den man sich selber zugefügt hat.