Larson hat geschrieben: ↑Mi 12. Aug 2026, 08:43
Helmuth hat geschrieben: ↑Di 11. Aug 2026, 06:47
Was machst du, um andere nicht derart zu richten? Um es vielleicht auch im Sinne Davids zu handhaben? Dass die Form des üblen Richtens anderer Menschen, egal weleche, nicht der Wille JHWH's ist, dem wirst du hoffentlich zustimmen. Aber was tust du, um den Willen Gottes in der Hinsicht zu tun?
Es ist ja meist die Frage: „WIE sage ich es dem Kinde…“.
Zum Beispiel die Bemerkung:
„Du bist einfach zu blöd um es zu verstehen…, du bist hartnäckig…., du bist verstockt…, kannst es schon gar nicht verstehen und erkennen….“
(Ok, die Sprache Jesus (auch die des Paulus’s) war auch nicht gerade zimperlich… mit Otterngezücht, Söhne des Teufels…das hat mit „Liebe“ nichts mehr zu tun)
Ich bezweifele einfach mal, daß jemand gesagt hat, daß du zu blöd bist, aber du wirst zugeben müßen, daß du hartnäckig an deiner Lehre festhälst und verstockt, in der Weise, daß du nicht empfänglich für das Evangelium bist.
Und ohne den Glauben an den Herrn Jesus Christus kommt man nun mal nicht hinein in das Reich Gottes, das der Herr Jesus verkündet hat und man Vieles nicht verstehen.
Die Sprache Jesu war nicht zimperlich, aber ehrlich und er kannte die Gedanken seiner Häscher. Und er wußte, daß der Teufel in ihnen war.
[Joh 8,44-45] Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben. Ich aber, weil ich die Wahrheit sage, so glaubet ihr mir nicht.
Paulus hatte auch schon mal eine harte Ausdrucksweise, z. Bsp. im Römerbrief, aber er zitiert dabei eigentlich nur Psalmworte Davids über die Gottlosen seiner Zeit.
[Röm 3,10-18] wie denn geschrieben steht: „Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer. Da ist nicht, der verständig sei; da ist nicht, der nach Gott frage. Sie sind alle abgewichen und allesamt untüchtig geworden. Da ist nicht, der Gutes tue, auch nicht einer. Ihr Schlund ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen handeln sie trüglich. Otterngift ist unter den Lippen; ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit. Ihre Füße sind eilend, Blut zu vergießen; auf ihren Wegen ist eitel Schaden und Herzeleid, und den Weg des Friedens wissen sie nicht. Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen.“
[Ps 14,1-3] Ein Psalm Davids, vorzusingen. Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es ist kein Gott. Sie taugen nichts und sind ein Gräuel mit ihrem Wesen; da ist keiner, der Gutes tue. Der HERR schaut vom Himmel auf der Menschen Kinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage. Aber sie sind alle abgewichen und allesamt untüchtig; da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer.
[Ps 140,1-3] Ein Psalm Davids, vorzusingen. 2 Errette mich, HERR, von den bösen Menschen; behüte mich vor den freveln Leuten, 3 die Böses gedenken in ihrem Herzen und täglich Krieg erregen. 4 Sie schärfen ihre Zunge wie eine Schlange; Otterngift ist unter ihren Lippen. (Sela.)
Larson
Solches ist ehrverletzend und erniedrigt den anderen, es betrifft dann die Person, trifft die Seele, und nicht die Sache. Es ist nicht gewinnend, sondern es baut Mauern auf.
Das muß gerade jemand sagen, der immer alles mit einem "mitnichten ist das so" vom Tisch wischt ohne Argumente zu bringen. So trifft man die Sache auch nicht und es jst gerade so eben an der Grenze, verletzend zu sein.
Larson
Dagegen könnte man versuchen, dem anderen die Sachlage aufzuzeigen (Ursache, Begebenheit, Reaktion usw), dabei aber nicht mit der Tür ins Haus fallen. Versucht man die Sachlage zu klären, muss man dann selber zuerst mal denken, und eine Selbstprüfung derselben Sache, wenn man für sich selbst offen ist, geht dann sozusagen Hand in Hand, und so kann man denn selbst dem anderen mit dem eigenem Fehlverhalten, oder der Gefahr dessen, näherbringen.
Für sich, für mich selbst, sich vom Ewigen „richten“ zu lassen, also in steter Korrekturbereitschaft zu sein, ja mehr noch, nicht nur bereit zu sein, sondern mit festem Willen dies zu wollen (und nicht einfach in einer „Gefühls“-Liebe intuitiv, instinktiv zum Ewigen leben zu wollen), bedingt das Eintauchen in die offenbarte Lehre Gottes.
Machst du das so ?
Larson
Psalm 26:
„… denn in meiner Lauterkeit habe ich gewandelt…“: Lauterkeit, Schlichtheit, Einfalt: Betonung auf „meiner“, aufgrund meines Erkennens und Vertrauen Deines Willens handelte ich …. Und darauf, deshalb werde ich nicht „+wanken…“,
aber trotzdem:
„… Prüfe mich, HERR, und erprobe mich; läutere meine Nieren und mein Herz!“ prüfe mich, versuche mich, stelle mich auf die Probe, damit das Herz und die Nieren geläutert werden. Das Herz (in der Tenach) beschreibt eher das Denken, das Wollen, die Nieren eher die Gefühle, das Instinktive. Dies soll „geläutert“ werden, verfeinert werden, damit das Edle im Menschen, das Silber oder Gold rein wird… Das bedeutet, die Fähigkeit dazu wäre schon vorhanden, denn der Ewige schuf ja den Menschen nach seinem Bilde…
Das sind schöne Worte aus der besseren Zeit Davids. Mit "Herz" verbinde ich das, was der Mensch aktuell denkt, fühlt und vorhat, die Nieren waschen das Blut, wird mit ihnen auf die Seele des Menschen bezogen nicht eher das Gewissen sein ?
David hat allerdings auch andere Zeiten erlebt und da hat sein Gewissen wohl versagt, als er einem Hauptmann seine Frau weggenommen hat und hat den Hauptmann an der Front sterben lassen. Da mußte ihm der Prophet Nathan auf die Sprünge helfen. 2 Sam 12,1...
Larson
Und so schreibt David weiter, dass er in Seiner Wahrheit wandelt und er sich die Güte Gottes vor Augen hält. Er achtet auf den Umgang mit den Mitmenschen, dass er nicht um der Gesellschaft willen gleichzieht (Hinterlistige, Übeltäter)…
Dann wäscht er seine Hände in Reinheit, sein Tatenleben (vorher läutert er sein Inneres), denn mit verschmutzen Händen kann man sich schlecht dem Altar Gottes nähern.
Es ist hier von כַּפָּ֑י (kapāj: Hände): die Rede, also von der Besitz fassenden Hand: Nichts von dem was ich „mein“ nenne, darf mich anklagen, dass ich es nur besitze oder noch besitze!!!, weil ich den Geboten des Rechts und der Liebe den Gehorsam versagt.
Der Altar, die Huldigung Gottes, wo man den Ewigen erhebt.
Und so, un dnur so steht dann der Fuss auf der Geraden, auf der Ebene, in der Geradheit.
Wie gesagt, auch bei David war nicht alles, wie es hätte sein sollen. Es waren schwere Sünden dabei und auch Aufforderung zum Mord, als er auf dem Sterbebett lag.
Larson
Nun stellt sich die Frage, wie dieses „läutern“ geschieht, damit das Leben in Geradheit geht.
Selbstkritik steht da zu Oberst, sich selbst hinterfragen, was sind meine Beweggründe und woran orientiere ich mich. Ist die Intuition, was gut und was schlecht ist (oder sein soll), als meine Richtschnur, oder ist es das, was der Ewige in seinen Weisungen darlegte für mich der Massstab (was ja auch Jesus als unumstösslich bezeichnet).
Ich weiss, Christen neigen da eher zum Ersteren, aber der Psalm 26, speziell Psalm 119 spricht dagegen (er ist ein einzigartiges, monumentales Liebeslied an das Studium der Torah, die Schätze der Tenach zu ergründen), wo es ganz speziell um die Lehre Gottes geht.
Das Leben hat damit nie ausgelernt.
Wohin neigen die Christen ? Sie kennen sich jedenfalls meist im Tenach ganz gut aus und leugnen auch nicht die Opfergesetze und ihren Zweck. Ich finde, da bist du ganz schön unehrlich, wenn du das mit ein paar Worten aus Hesekiel für Null und Nichtig erklärst.
Christen sehen in dem Herrn Jesus eine logische Konsequenz dessen, was im Gesetz verankert ist.
Du richtest über das Christentum und bist vielleicht gerade derjenige, den der Herr Jesus mit dem Balken im Auge gemeint hat. Denn Viele im Volk Israel hatten keinen Glauben und das hat ihr Haus wüst werden lassen. Zumal ein Tempel aus Stein durch das Opfer Jesu sowieso keine Funktion und Bedeutung mehr haben konnte.
[Mt 23,37-39] Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus soll euch wüst gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.