Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Leben in einer christlich geprägten Gesellschaft
Ehe & Familie, Partnerschaft & Sexualität, Abtreibung, Homosexualität
Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 19688
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51
Wohnort: Wien

Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Mi 12. Aug 2026, 13:06 Im Gegenteil, ich lese die Worte Jesu immer genauer und lasse mir das richten nicht verbieten.
Dann ist dir entweder der Kontext dieses Threads oder der Kontext von Mt. 7:1 nicht klar, denn dort heißt es ausdrücklich: „Richtet nicht!“ und über das geht es mit in dieser Selbstbetrachtung.

So wäre es zumindest angebracht darüber nachzudenken, was Jesus damit fordert, ehe man meint man könnte seine Art zurichten in jedem Fall rechtfertigen. Jesus spricht hier keine Bitte aus, sondern zeigt uns auch die Konsequenzen.

An sich verstehe ich diese Logik nicht. Ich tue zwar nicht, was Jesus sagt, aber ich tue es schon Recht, wenn ich alles richte und folge ihm ja dabei. Dann versteht man ihn nicht, oder es ist genau diese Art von Blindheit, die Jesus mit einem Balken im Auge vergleicht.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Benutzeravatar
Larson
Beiträge: 6919
Registriert: Do 30. Sep 2021, 13:49
Wohnort: CH

Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Larson »

Helmuth hat geschrieben: Mi 12. Aug 2026, 09:23 Das ist sehr legitim, aber die Frage war: Wie machst du dir deinen eingen Balken im Auge bewusst?
Habe ich doch in meinem Beitrag gezeigt….


Und dein Zitat aus 1.Kor 11 ist weit ausführlicher in Psalm 26 usw dargelegt, wie ich es auch erwähnt hatte.
Helmuth hat geschrieben: Mi 12. Aug 2026, 09:23 1. Korinther 11:31 hat geschrieben:
Wenn wir uns aber selbst beurteilten, so würden wir nicht gerichtet.
Selbstbeurteilung auf welcher Grundlage? Mit sich ist man ja immer etwas grosszügiger als mit anderen.

Deshalb Psalm 26, Gott soll mich richten, prüfen, nicht ich bin der Massstab, sondern die Lehre Gottes.
Helmuth hat geschrieben: Mi 12. Aug 2026, 09:23 Ich frage dich nochmals. Was tust du, um dir bewusst zu werden, ob nicht der Balken in deinem Auge ist? Ich frage auch nicht nach David, was er getan hat, sondern nun dich persönlich.
Ich nehme mir unter anderem „David“ als Vorbild, studiere dazu die Tenach (da die Tenach ja nicht nur das Gute hervorhebt, sondern auch was der Mensch falsch macht), um zu verstehen, was der Ewige wirklich will und betrachte mein Leben dann von „ausserhalb“ wie mein Handeln, meine Gesinnung mit dem Willen Gottes harmoniert.
Oder ich lese ein Buch: „Die Pflichten des Herzens“ welches tief in die Seele eindringt usw. Da werden Balken, aber auch kleine Splitter offenbar, denn selbst ein kleiner Dorn / Splitter im Fuss ist recht hinderlich. Es geht da nicht einfach um das Grobe, die Balken….

Es gibt da kein generelles Rezept, sondern jeder Tag ist verschiedenen, ja jede Situation muss neu betrachtet werden.
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 19688
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51
Wohnort: Wien

Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Helmuth »

Larson hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 08:02 Selbstbeurteilung auf welcher Grundlage? Mit sich ist man ja immer etwas grosszügiger als mit anderen.
Grundlage ist das Wort Gottes, jedenfalls für Christen. Die Welt hat auch Weisheiten, aber keine dauerhaften. Auf Dauer geht es nur mit dem Heiligen Geist, denn mir ist aus eigener Erfahrung bewusst, dass ich immer wieder dazu neige andere zu richten.

Ich kann es in Wahrheit gar nicht völlig ablegen, da wir wegen der Sünde einfach dazu neigen und dann zwischen richten und helfen schwanken. Es ist auch oft Übereifer im Spiel, indem wir es gut meinen, d.h. helfen wollen. aber böse ausführen und damit richten.

An sich reicht das Wort "Richtet nicht!" Das ist, was der Heilge Geist sagt, da er mich in solchen Situationen an dieses Wort erinnert. Entweder folge ich dann oder nicht. Wenn ich es stoppe, dann habe ich es wengistens für diese eine Situation richtig gemacht. Morgen muss ich es wieder tun. So ist es ein täglicher Kampf.

Ich denke nicht, dass der Balken einmal entfernt für immer weg ist. Dann wäre es eine einmalige Sache und man wäre damit durch. Nein, ich sage die geistliche Blindheit überkommt dich immer wieder, sodass man das jeden Tag, stündlich, ja sogar minütlich machen muss. Oder man hört auf über andere zu reden. Dann ist es zumindest für den anderen nicht mehr akut.

Vielleicht schaffst du es eines Tages, dass du wirklich besser wirst und weniger richtest und stattdessen anderen mehr hilfst, aber soweit ich es beobachte, stecken darin auch Christen fest, die schon 40 Jahre und länger Jesus nachfolgen und sie richten immer noch andere und das sogar heftig.
Larson hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 08:02 Es gibt da kein generelles Rezept, sondern jeder Tag ist verschiedenen, ja jede Situation muss neu betrachtet werden.
Situationen sind verschieden, nicht aber der Geist des Richtens, der ist derselbe wie auch der Heilige Geist immer ein und derselbe ist. Ich denke schon, dass es Prinzipien gibt, darum sage ich Schritt 1 ist die Bewusstmachung, denn es geht ja um die Aufhebung deiner geistlichen Blindheit. Jesu sagte dazu Folgendes zu denen, die andere ständig gerichtet haben:
Johannes 9:39-41 hat geschrieben: Und Jesus sprach: Zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, damit die Nichtsehenden sehen und die Sehenden blind werden. Einige von den Pharisäern, die bei ihm waren, hörten dies und sprachen zu ihm: Sind denn auch wir blind? Jesus sprach zu ihnen: "Wenn ihr blind wäret, so hättet ihr keine Sünde; nun aber, da ihr sagt: Wir sehen, bleibt eure Sünde."
Es gibt also auch die Einbildung sich als sehend zu betrachten. Wenn man sich dessen bewusst wird, man sich selbst damit besser kennt und ehrlich einschätzt, dann kannst du auch deinen Balken sehen und dagegen etwas tun. Macht man sich das nicht bewusst, oder will es gar nicht wahrhaben, so bleibt er wie auch Jesu Wort über diese als Heuchler.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Benutzeravatar
Larson
Beiträge: 6919
Registriert: Do 30. Sep 2021, 13:49
Wohnort: CH

Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Larson »

Helmuth hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 08:55 Grundlage ist das Wort Gottes, jedenfalls für Christen.
Das „Wort Gottes“ ist die Torah und die Propheten…
Helmuth hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 08:55 Auf Dauer geht es nur mit dem Heiligen Geist…
Und damit man auf das Gesetz nicht achten muss, versteckt man sich hinter dem Gottesgeist, also intuitiv, dabei steht es ja schwarz auf weiss…
Helmuth hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 08:55 Es ist auch oft Übereifer im Spiel, indem wir es gut meinen, d.h. helfen wollen. aber böse ausführen und damit richten.
Genau, Übereifer verblendet, deshalb zuerst mal gut durchatmen… und vor dem Abschicken eines Beitrages vielleicht alles nochmals durchlesen.
Helmuth hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 08:55 An sich reicht das Wort "Richtet nicht!"
Nein, dies allein genügt offenbar nicht, denn es braucht nun mal Richter (wie ich es ja auch schon dargelegt habe).
Helmuth hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 08:55 Nein, ich sage die geistliche Blindheit überkommt dich immer wieder,
Dich oder mich????
Helmuth hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 08:55 Vielleicht schaffst du es eines Tages, dass du wirklich besser wirst und weniger richtest und stattdessen anderen mehr hilfst, aber soweit ich es beobachte, stecken darin auch Christen fest, die schon 40 Jahre und länger Jesus nachfolgen und sie richten immer noch andere und das sogar heftig.
Richtest du nun oder was? Wen meinst du nun konkret, Dich oder mich? „Vielleicht schafft man es eines Tages, dass man besser wird….“
Solche Aussagen sind diffus, und man versteht nicht, was du meinst, oder wen du damit meinst. Weiter sprachst du davon, „sich selber richten…“
Helmuth hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 08:55 darum sage ich Schritt 1 ist die Bewusstmachung,
Lese dazu nochmals genau deinen Beitrag, wie du schreibst…. Ist es dir wirklich bewusst, wie du schreibst?
Helmuth hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 08:55 Es gibt also auch die Einbildung sich als sehend zu betrachten.
Tja, wen betrifft dies wohl? Blindheit ist auch das unter den Tisch wischen, dass man die Tenach im NT umdeutet…. (ich weiss, dass dieser Satz dir nicht passt)
Man kann auch die Augen bewusst vor Wahrheit verschliessen.
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
Benutzeravatar
Zippo
Beiträge: 5395
Registriert: Mo 23. Jan 2017, 00:17

Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Zippo »

Larson hat geschrieben: Mi 12. Aug 2026, 08:43
Helmuth hat geschrieben: Di 11. Aug 2026, 06:47 Was machst du, um andere nicht derart zu richten? Um es vielleicht auch im Sinne Davids zu handhaben? Dass die Form des üblen Richtens anderer Menschen, egal weleche, nicht der Wille JHWH's ist, dem wirst du hoffentlich zustimmen. Aber was tust du, um den Willen Gottes in der Hinsicht zu tun?
Es ist ja meist die Frage: „WIE sage ich es dem Kinde…“.

Zum Beispiel die Bemerkung:
„Du bist einfach zu blöd um es zu verstehen…, du bist hartnäckig…., du bist verstockt…, kannst es schon gar nicht verstehen und erkennen….“
(Ok, die Sprache Jesus (auch die des Paulus’s) war auch nicht gerade zimperlich… mit Otterngezücht, Söhne des Teufels…das hat mit „Liebe“ nichts mehr zu tun)
Ich bezweifele einfach mal, daß jemand gesagt hat, daß du zu blöd bist, aber du wirst zugeben müßen, daß du hartnäckig an deiner Lehre festhälst und verstockt, in der Weise, daß du nicht empfänglich für das Evangelium bist.
Und ohne den Glauben an den Herrn Jesus Christus kommt man nun mal nicht hinein in das Reich Gottes, das der Herr Jesus verkündet hat und man Vieles nicht verstehen.

Die Sprache Jesu war nicht zimperlich, aber ehrlich und er kannte die Gedanken seiner Häscher. Und er wußte, daß der Teufel in ihnen war.
[Joh 8,44-45] Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben. Ich aber, weil ich die Wahrheit sage, so glaubet ihr mir nicht.
Paulus hatte auch schon mal eine harte Ausdrucksweise, z. Bsp. im Römerbrief, aber er zitiert dabei eigentlich nur Psalmworte Davids über die Gottlosen seiner Zeit.
[Röm 3,10-18] wie denn geschrieben steht: „Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer. Da ist nicht, der verständig sei; da ist nicht, der nach Gott frage. Sie sind alle abgewichen und allesamt untüchtig geworden. Da ist nicht, der Gutes tue, auch nicht einer. Ihr Schlund ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen handeln sie trüglich. Otterngift ist unter den Lippen; ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit. Ihre Füße sind eilend, Blut zu vergießen; auf ihren Wegen ist eitel Schaden und Herzeleid, und den Weg des Friedens wissen sie nicht. Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen.“

[Ps 14,1-3] Ein Psalm Davids, vorzusingen. Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es ist kein Gott. Sie taugen nichts und sind ein Gräuel mit ihrem Wesen; da ist keiner, der Gutes tue. Der HERR schaut vom Himmel auf der Menschen Kinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage. Aber sie sind alle abgewichen und allesamt untüchtig; da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer.
[Ps 140,1-3] Ein Psalm Davids, vorzusingen. 2 Errette mich, HERR, von den bösen Menschen; behüte mich vor den freveln Leuten, 3 die Böses gedenken in ihrem Herzen und täglich Krieg erregen. 4 Sie schärfen ihre Zunge wie eine Schlange; Otterngift ist unter ihren Lippen. (Sela.)
Larson

Solches ist ehrverletzend und erniedrigt den anderen, es betrifft dann die Person, trifft die Seele, und nicht die Sache. Es ist nicht gewinnend, sondern es baut Mauern auf.
Das muß gerade jemand sagen, der immer alles mit einem "mitnichten ist das so" vom Tisch wischt ohne Argumente zu bringen. So trifft man die Sache auch nicht und es jst gerade so eben an der Grenze, verletzend zu sein.
Larson

Dagegen könnte man versuchen, dem anderen die Sachlage aufzuzeigen (Ursache, Begebenheit, Reaktion usw), dabei aber nicht mit der Tür ins Haus fallen. Versucht man die Sachlage zu klären, muss man dann selber zuerst mal denken, und eine Selbstprüfung derselben Sache, wenn man für sich selbst offen ist, geht dann sozusagen Hand in Hand, und so kann man denn selbst dem anderen mit dem eigenem Fehlverhalten, oder der Gefahr dessen, näherbringen.


Für sich, für mich selbst, sich vom Ewigen „richten“ zu lassen, also in steter Korrekturbereitschaft zu sein, ja mehr noch, nicht nur bereit zu sein, sondern mit festem Willen dies zu wollen (und nicht einfach in einer „Gefühls“-Liebe intuitiv, instinktiv zum Ewigen leben zu wollen), bedingt das Eintauchen in die offenbarte Lehre Gottes.
Machst du das so ?
Larson

Psalm 26:
„… denn in meiner Lauterkeit habe ich gewandelt…“: Lauterkeit, Schlichtheit, Einfalt: Betonung auf „meiner“, aufgrund meines Erkennens und Vertrauen Deines Willens handelte ich …. Und darauf, deshalb werde ich nicht „+wanken…“,
aber trotzdem:
„… Prüfe mich, HERR, und erprobe mich; läutere meine Nieren und mein Herz!“ prüfe mich, versuche mich, stelle mich auf die Probe, damit das Herz und die Nieren geläutert werden. Das Herz (in der Tenach) beschreibt eher das Denken, das Wollen, die Nieren eher die Gefühle, das Instinktive. Dies soll „geläutert“ werden, verfeinert werden, damit das Edle im Menschen, das Silber oder Gold rein wird… Das bedeutet, die Fähigkeit dazu wäre schon vorhanden, denn der Ewige schuf ja den Menschen nach seinem Bilde…
Das sind schöne Worte aus der besseren Zeit Davids. Mit "Herz" verbinde ich das, was der Mensch aktuell denkt, fühlt und vorhat, die Nieren waschen das Blut, wird mit ihnen auf die Seele des Menschen bezogen nicht eher das Gewissen sein ?

David hat allerdings auch andere Zeiten erlebt und da hat sein Gewissen wohl versagt, als er einem Hauptmann seine Frau weggenommen hat und hat den Hauptmann an der Front sterben lassen. Da mußte ihm der Prophet Nathan auf die Sprünge helfen. 2 Sam 12,1...
Larson

Und so schreibt David weiter, dass er in Seiner Wahrheit wandelt und er sich die Güte Gottes vor Augen hält. Er achtet auf den Umgang mit den Mitmenschen, dass er nicht um der Gesellschaft willen gleichzieht (Hinterlistige, Übeltäter)…

Dann wäscht er seine Hände in Reinheit, sein Tatenleben (vorher läutert er sein Inneres), denn mit verschmutzen Händen kann man sich schlecht dem Altar Gottes nähern.
Es ist hier von כַּפָּ֑י (kapāj: Hände): die Rede, also von der Besitz fassenden Hand: Nichts von dem was ich „mein“ nenne, darf mich anklagen, dass ich es nur besitze oder noch besitze!!!, weil ich den Geboten des Rechts und der Liebe den Gehorsam versagt.
Der Altar, die Huldigung Gottes, wo man den Ewigen erhebt.

Und so, un dnur so steht dann der Fuss auf der Geraden, auf der Ebene, in der Geradheit.
Wie gesagt, auch bei David war nicht alles, wie es hätte sein sollen. Es waren schwere Sünden dabei und auch Aufforderung zum Mord, als er auf dem Sterbebett lag.
Larson

Nun stellt sich die Frage, wie dieses „läutern“ geschieht, damit das Leben in Geradheit geht.

Selbstkritik steht da zu Oberst, sich selbst hinterfragen, was sind meine Beweggründe und woran orientiere ich mich. Ist die Intuition, was gut und was schlecht ist (oder sein soll), als meine Richtschnur, oder ist es das, was der Ewige in seinen Weisungen darlegte für mich der Massstab (was ja auch Jesus als unumstösslich bezeichnet).
Ich weiss, Christen neigen da eher zum Ersteren, aber der Psalm 26, speziell Psalm 119 spricht dagegen (er ist ein einzigartiges, monumentales Liebeslied an das Studium der Torah, die Schätze der Tenach zu ergründen), wo es ganz speziell um die Lehre Gottes geht.

Das Leben hat damit nie ausgelernt.
Wohin neigen die Christen ? Sie kennen sich jedenfalls meist im Tenach ganz gut aus und leugnen auch nicht die Opfergesetze und ihren Zweck. Ich finde, da bist du ganz schön unehrlich, wenn du das mit ein paar Worten aus Hesekiel für Null und Nichtig erklärst.
Christen sehen in dem Herrn Jesus eine logische Konsequenz dessen, was im Gesetz verankert ist.

Du richtest über das Christentum und bist vielleicht gerade derjenige, den der Herr Jesus mit dem Balken im Auge gemeint hat. Denn Viele im Volk Israel hatten keinen Glauben und das hat ihr Haus wüst werden lassen. Zumal ein Tempel aus Stein durch das Opfer Jesu sowieso keine Funktion und Bedeutung mehr haben konnte.
[Mt 23,37-39] Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus soll euch wüst gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 19688
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51
Wohnort: Wien

Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Helmuth »

Larson hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 09:38 Richtest du nun oder was?
Das ist immer wieder die Frage. Mein Intention für dieses Thema ist es sich selbst zu richten, also nicht ein User den anderen, denn das kann wohl jeder und ist mir zu billig. Es endet auf die Weise, wie man hier zuhauf lesen kann in der gegenseitigen Beschuldigung. Kaum einer gibt da mal nach, ich auch oft nicht.

So soll sich mal jeder selbst richten. Darum ist mein Kurs hier nicht theologisch, sondern selbstkritisch um gelebte Beziehung zu verbessern. Ich lasse das Wort Gottes dabei nicht außen vor, wir sollten es aber an uns anwenden. Das wäre ja Gottes Wille oder nicht? Was er gebietet, sollte für Nachfolger bindend sein.
Larson hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 09:38 Wen meinst du nun konkret, Dich oder mich? „Vielleicht schafft man es eines Tages, dass man besser wird….“
Jeden, also nicht konkret mich oder dich, sondern jedemann, im Sinne des Wort Gottes ohne Ansehen der Person. Ich sehe das als grundlegende Lehre Gottes, die uns lehrt, dass wir Sünder sind und böse von Jugend an.

So steht es geschrieben, dann wird dem auch so sein. Ein solche Böses ist das gegenseitige Aburteilen, das aus bösem Herzen geschieht. In brüderlicher Eintracht wäre es die ernsthafte Zurechweisung aus Liebe zum Bruder, was das Gegenteil davon ist und das wäre auch der erklärte Wille Gottes.

Doch wie oft geschieht das in dem Kontext biblischer Nächstenliebe und wie oft gescheht es im Kontext von Mt: 7:2-5? Wie ist die gelebte Praxis?

Ist sie nicht so, dass jeder den kleinsten Mist anderer jederzeit aufzeigen kann, aber man trägt geschultert einen ganzen Kübel voll mit eigenem Mist und sieht ihn nicht? Deshalb gebietet Jesus das böse Richten einzustellen, weil es weder den anderen noch dir hilft, im Gegenteil man verunreingt sich so nur.

Sich zum Guten zu bessern ist darum der erklärte Wille Gottes und macht das Zusamammenleben lebenswerter. "Bessern" im Sinne von etwas gut und richtig zu machen. Denn man meint es gut zu machen, aber dieses "gut" ist nur die menschliche Sicht, in Gottes Augen ist es nicht gut genug, und damit weiterhin böse. So verhält sich das mit unseren Urteilen über andere. So ist schon eine Besserung es überhaupt zu lassen.

Perfektion schafft und verlangt keiner, das weiß Gott, wie er uns die perfekten Mastäbe zwar vorlegt, aber zumindest versuchen es umzusetzen wäre schon viel, weil Gott daran sieht, dass dir Ernst ist mit der Liebe zu ihm und zum Nächsten.

Ich beobachte aber, dass etliche nur am Stand treten. Vielleicht haben sie sich ja mit der Umkehr zu Gott gebessert, aber halt nur etwas besser und immer noch nicht gut. Das reicht daher nicht. Ich sehe so oft keine Veränderung, sondern immer dieselben Muster, die man wiederholt. Es also wirklich gut zu machen wäre ein Ziel. Vielleicht ist es hier im Forum ein zu hohes, das weiß ich noch nicht.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Benutzeravatar
Larson
Beiträge: 6919
Registriert: Do 30. Sep 2021, 13:49
Wohnort: CH

Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 10:29 daß du zu blöd bist, aber du wirst zugeben müßen, daß du hartnäckig an deiner Lehre festhälst und verstockt
Nun, indirekt mit anderen Worten wurde mir dies schier schon gesagt….

Und nein, es ist nicht meine Lehre, es ist nicht meine Tenach, es ist nicht meine Torah, wie dies dann mir vorgesagt wird, es ist die Lehre des einzigen alleinen Gottes, welcher Er nicht einfach wegen „christlicher Sichtweise“ ändert.

Somit bin ich weder verstockt, da ich der Lehre Gottes offen bin, und ja, ich möchte gern „hartnäckig“ nicht an meiner Lehre festhalten, sondern an der Lehre Gottes.
Zippo hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 10:29 Und ohne den Glauben an den Herrn Jesus Christus kommt man nun mal nicht hinein in das Reich Gottes, das der Herr Jesus verkündet hat und man Vieles nicht verstehen.
Schau, da könnte ich die genauso Sturheit, Hartnäckigkeit ,Verstocktheit, ja Überheblichkeit deinerseits, vorwerfen, da du ja dies immer wieder holst, dabei aber die Tenach umdeutest, da solches nirgends in der Lehre Gottes vorkommt.

Aber das merkst du wohl nicht.
Zippo hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 10:29 Die Sprache Jesu war nicht zimperlich, aber ehrlich und er kannte die Gedanken seiner Häscher.
Genau, und er sagte, auch wenn du nur ein Stricklein an der Torah, der Schrift änderst und anders lehrst, wirst du zu kleine sein für das Reich der Himmel…. Und wie wurde schlussendlich im NT diese Tenach geändert…
Zippo hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 10:29 Das muß gerade jemand sagen, der immer alles mit einem "mitnichten ist das so" vom Tisch wischt ohne Argumente zu bringen.
Ich habe die genügend Argumente gebracht. Also verleumde mich nun nicht….
Zippo hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 10:29 Das muß gerade jemand sagen, der immer alles mit einem "mitnichten ist das so" vom Tisch wischt ohne Argumente zu bringen.
Habe ich ja weder gesagt und noch weniger behauptet.
Zippo hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 10:29 Sie kennen sich jedenfalls meist im Tenach ganz gut aus und leugnen auch nicht die Opfergesetze und ihren Zweck.
Klar, die dogmatische chr. Sichtweise, welche so manches dabei verdreht, wie Gott nur durch Blut vergeben könne.
Zippo hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 10:29 Du richtest über das Christentum und bist vielleicht gerade derjenige, den der Herr Jesus mit dem Balken im Auge gemeint hat
Da müsste sich das Christentum selber mal die eigenen Balken und die Bretter vor den Augen entfernen, und wieder zurückkrebsen, zu dem, was der Jude Jesu wirklich lehrte. Aber da dies schon durchwässert ist, wird es schwierig werden. Jesus sprach zu einem jüdischen Volk, auf der Grundlage der Tenach, und nicht nach Paulus.
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
Benutzeravatar
Larson
Beiträge: 6919
Registriert: Do 30. Sep 2021, 13:49
Wohnort: CH

Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Larson »

Helmuth hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 10:35 Mein Intention für dieses Thema ist es sich selbst zu richten, also nicht ein User den anderen, denn das kann wohl jeder und ist billig.
….
Jeden, also nicht konkret mich oder dich, sondern jedemann, im Sinne des Wort Gottes ohne Ansehen der Person.
Dann bitte ich dich, gewisse Dinge nicht zu verallgemeinern, wenn du von dir sprichst, oder von die sprechen willst….

„Ohne Ansehen der Person…“ aber trotzdem urteilst du lauthals über mich…. (und über andere) denn wie willst du denn wissen, wie der Ewige mich betrachtet?
Helmuth hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 10:35 Ein solche Böses ist das gegenseitige Aburteilen, das aus bösem Herzen geschieht.
Ach, aber aus „gutem Herzen“ darf man das dann?

Helmuth hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 10:35 Ich beobachte aber, dass etliche nur am Stand treten. Vielleicht haben sie sich ja mit der Umkehr zu Gott gebessert, aber halt nur etwas besser und immer noch nicht gut.
....
Vielleicht ist es hier im Forum ein zu hohes, das weiß ich noch nicht.
Ich dachte, du willst hier (deine) Selbstreflektion…
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 19688
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51
Wohnort: Wien

Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Helmuth »

Nun, manche können es wirklich nicht ablegen über andere zu richten. Ihr bestätigt nur zu gut, warum Jesus so sehr betont das sein zu lassen. Der Thread hat schon seinen Sinn. Nochmals der Appell:

Ich brauche hier keine Glaubenstreitigkeiten und schon gar nicht den eitlen Zank auf persönlicher Ebene zwischen Juden, Pseudojuden, Christen. Pseudochristen gegeneinander und untereinander. In aller Deutlichkeit bitte ausnahmsweise einmal darauf geschissen :!:

Dazu habt ihr außer dem Bibelforum alle möglichen Bereiche. Versucht euch selbstkritisch mit euch selbst auseinanderzusetzen. Oder verlange ich zuviel? Würde ich manche Fetzerei kommentieren, müsste ich richten, was ich nicht will.

Fragt euch selbst, warum ihr immer den Finger auf andere richten müsst. Das meint in meine Augen dieses "Richten". Richtet ihn auf euch und erkennt: Hm, was für ein Balken! Ihr habt Glauben? Gut, habt den jeder für euch selbst.

Ich denke, wer hier ehrlich mitmacht, der wird sich in den Augen Gottes annehmbarer machen und dem schafft er ein anderes Herz, das auch dem Forum zugutekommen kann, z.B. sachlicher und objetiver zu werden. Das glaubt mein Glaube zumindest. Ich werde zumindest versuchen das Richten einzudämmen, was die Person betrifft, die Sache klarerweise nicht.
Zuletzt geändert von Helmuth am Do 13. Aug 2026, 12:03, insgesamt 1-mal geändert.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Benutzeravatar
Larson
Beiträge: 6919
Registriert: Do 30. Sep 2021, 13:49
Wohnort: CH

Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Larson »

Helmuth hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 11:52 Nun manche können es wirklich nicht ablegen über andere zu richten.

Versucht euch hier selbstkritisch mit euch selbst auseinanderzusetzen
Schuld abwälzen ist immer eine gute Taktik, wenn es um Selbstreflektion geht…
Helmuth hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 11:52 Ich denke, wer hier ehrlich mitmacht, der wird sich in den Augen Gottes annehmbarer machen und dem schafft er ein anderes Herz
Es machen hier doch alle ehrlich mit… aus dir vielleicht? (Selbstkritik war doch dein Thema, und nicht Kritik an anderen)
Helmuth hat geschrieben: Do 13. Aug 2026, 11:52 z.B. sachlicher und objetiver zu werden.
Das war es doch auch, ausser deinen Rundumschlägen nun.
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
Antworten