Helmuth hat geschrieben: ↑So 21. Jun 2026, 06:52
Zippo hat geschrieben: ↑Sa 20. Jun 2026, 08:55
Da hat doch noch niemand gelebt, dieser Text kann nur inspiriert sein.
Da du trotz meiner Bitten davon nicht ablassen kannst, so stelle ich nun ein paar Fragen und ich stelle sie hier, wo sie thematisch ihren Platz haben mögen, damit andere Threads nicht ständig damit infiltriert werden, weil mich das stört. So gebe ich dir hier Gelegenheit dich zu erklären.
Wenn du den Lesern einreden willst, daß die Bibel nur eine Erzählung ist und nicht das inspirierte Wort Gottes, dann kann man ja gar nicht schweigen.
Du nimmst dem Leser unberechtigter Weise das Vertrauen in die Inspiration göttlicher Worte. Da solltest du lieber mal drüber nachdenken und dich ermahnen lassen.
Helmuth
Wir untersuchen hier den Prozess der Inspiration genauer. Bislang hat ihn keiner erklärt. Da viele ja restlos davon überzeugt sind, so muss man dazu auch eine Grundlage haben wie sie funktioniert. Das denke ich zumindest und stelle einige Überlegungen an.
Der Autor setzt sich hin und denkt sozusagen nach, was er schreiben soll. Dazu muss er aber ein Motiv haben.
Warum braucht er ein Motiv ? Gott sagt einfach, setz dich hin und schreibe, was ich dir sagen werde. So z. Bsp. bei Mose : 2 Mo 17,14, 34,1,34,27.... 5 Mo 17,14-19
Helmuth
Nun weiß er ja nichts von all den Dingen, die er später schreiben soll. Das führt mich zur ersten Frage:
Frage 1) Was motiviert einen Schreiber etwas aufzuchreiben, worüber er gar nichts weiß. Ergibt das einen Sinn?
Ist es der reine Wissensdrang und Gott gibt ihm als Antwort seine Gedanken ein? Ich setze ja darauf, dass Gott gesprochen hat und das überliefert wird. Damit exsitiert eine objektive Grundlage. Aber gesetzt den Fall dem wäre anders, dann stellen wir uns vor wie das vor sich ginge.
Der Autor denkt über etwas nach und bekommt auf einmal einen Gedenken. Oder er möchte ein bestimmtes Thema erarbeiten. Das sei sein Motiv und dazu will er nun etwas aufschreiben. Er setzt sich also hin und nun kommen ihm dazu Gedanken in den Sinn.
Gottes Wort wird von Menschen einfach aufgeschrieben, weil Gott das von ihnen verlangt hat. Diese Menschen hören in ihrem Inneren eine Stimme oder haben eine Vision und dann schreiben sie auf, was sie hören und sehen. z. Bsp. Off 1,11
Helmuth
Das führt mich zur zweiten konkreten Frage:
Frage 2) Wie erkennt der Autor, dass ein aufkommender Gedanke von Gott eingegeben wurde?
Die Menschen des AT, die den Glauben an Gott gelebt haben, hatten keine Zweifel, daß es Gott war, der zu ihnen sprach. Sonst hätten sie nicht getan, was z. Bsp. in Hebr 11 aufgelistet wird.
Z. Bsp. riesige Schiffe gebaut, wegen einer Sintflut, die nicht zu sehen war und seine Landsleute haben ihn für einen Verrückten gehalten. Oder denk an Abraham, wer opfert seinen einzigen, verheißenen Sohn, weil Gott es von ihm verlangt ?
Da würden wir heute an den Teufel denken, aber Abraham kannte wahrscheinlich keinen Teufel, er hat, wie viele Glaubensmänner einfach getan, was die innere Stimme ihm befahl.
Helmuth
Anhand des Lk-Ev erfahren wir, wie es dazu gekommen ist Dinge aufzuschreiben. Lukas erhielt seine Worte anhand von Zeugen und Dienern des Wortes. Und als Reisbegleiter des Paulus war er auch Augenzeuge von mehreren Geschehnissen. Das ist für mich nachvollziehbar.
Du sagst Mose habe das erste Buch der Bibel geschrieben, wusste aber zuvor von den historischen Ereignissen nichts. Dann erkläre mir zumindest wie der Inspiriationsvorgang vonstatten gehen sollte, indem du diese beiden Fragen beantwortest. Wer etwas behauptet, dass es wahr ist, müsste es doch begründen können. Das wäre an sich auch eine Prämisse.
Ich bin erstaunt, daß du so wenig vertrauen hast, daß Gott den Menschen inspirieren kann, etwas aufzuschreiben.
Er sagt einfach: " Schreibe auf, was ich dir sagen werde. " Und dann hat es z. Bsp. Mose getan, wo ist das Problem ?
Da muß doch Mose nicht gewußt haben, was mal passier ist. Keiner wußte, was in der Zeit der Schöpfung passiert ist und auch danach kann das Gedächtnis nicht solche exakten Angaben machen, wie wir sie in der Bibel finden.
Niemand hat sich alle Daten gemerkt und alle Worte, die gesprochen wurden und die Schrift gab es auch lange Zeit noch nicht, aber Gott weiß alles noch im Einzelnen und diktiert es dem Schreiber.
Und auch das Zukünftige ist den Propheten anvertraut worden und obwohl sie nicht immer verstanden haben, wovon sie geschrieben haben, haben sie es einfach hingeschrieben.
Z. Bsp.
Hosea 13,14
Aber ich will sie erlösen aus der Hölle und vom Tod erretten. Tod, ich will dir ein Gift sein; Hölle ich will dir eine Pestilenz sein. Doch ist der Trost vor meinen Augen verborgen.
[1. Pet 1,10-12] Nach dieser Seligkeit haben gesucht und geforscht die Propheten, die von der Gnade geweissagt haben, die auf euch kommen sollte, und haben geforscht, auf welche und welcherlei Zeit deutete der Geist Christi, der in ihnen war und zuvor bezeugt hat die Leiden, die über Christum kommen sollten, und die Herrlichkeit darnach; welchen es offenbart ist. Denn sie haben’s nicht sich selbst, sondern uns dargetan, was euch nun verkündigt ist durch die, die euch das Evangelium verkündigt haben durch den heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist; was auch die Engel gelüstet zu schauen.
So ist es noch dem Johannes ergangen, als er die Offenbarung schrieb:
[Off 1,10-11] Ich war im Geist an des Herrn Tag und hörte hinter mir eine große Stimme wie einer Posaune, die sprach: Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte; und was du siehest, das schreibe in ein Buch und sende es zu den Gemeinden in Asien: gen Ephesus und gen Smyrna und gen Pergamus und gen Thyatira und gen Sardes und gen Philadelphia und gen Laodizea.
Lukas ist der Einzige, der recherchiert hat, weil er kein Augenzeuge war, aber ich bin mir sicher, auch er war beim Schreiben vom Heiligen Geist inspiriert. Es ist ja auch eine bemerkenswerte Übereinstimmung mit den anderen Evangelien festzustellen.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.