Hallo Hiob!
Hiob hat geschrieben: ↑Mo 9. Nov 2020, 20:46
Erich hat geschrieben: ↑Mo 9. Nov 2020, 20:04
Ich kenne keine Schriftstelle, die Deine Behauptung belegt.
Doch. - Er wundert sich, dass Jesus noch nicht gekommen ist und interpretiert fortan das Kommen Jesu anders. - Ich hab's jetzt nicht im Kopf, wo es steht (Thess.?) - vielleicht kann mir einer helfen.
Bitte lies Dir mal folgende Verse des zweiten Petrusbriefes durch,
in denen es um
die Gewissheit über das Kommen des Herrn Jesus geht,
und im Besonderen, was Petrus
dazu (Vers 15-16) über Paulus schreibt.
2.Petr 3,1-18
1 Dies ist nun der zweite Brief, den ich euch schreibe, ihr Lieben; in beiden erwecke ich euren lauteren Sinn und erinnere euch,
2 dass ihr gedenkt an die Worte, die zuvor gesagt sind von den heiligen Propheten, und an das Gebot des Herrn und Heilands, das verkündet ist durch eure Apostel.
3 Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen
4 und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist.
5 Denn sie wollen nichts davon wissen, dass der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde, die aus Wasser und durch Wasser Bestand hatte durch Gottes Wort;
6 dadurch wurde damals die Welt in der Sintflut vernichtet.
7 So werden auch jetzt Himmel und Erde durch dasselbe Wort aufgespart für das Feuer, bewahrt für den Tag des Gerichts und der Verdammnis der gottlosen Menschen.
8 Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.
9 Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.
10 Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden nicht mehr zu finden sein.
11 Wenn nun das alles so zergehen wird, wie müsst ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen,
12 die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt, wenn die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen.
13 Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.
14 Darum, ihr Lieben, während ihr darauf wartet, seid bemüht, dass ihr vor ihm unbefleckt und untadelig im Frieden gefunden werdet,
15 und erachtet die Geduld unseres Herrn für eure Rettung, wie auch unser geliebter Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat.
16 Davon redet er in allen Briefen, in denen einige Dinge schwer zu verstehen sind, welche die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen werden, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis.
17 Ihr aber, meine Lieben, weil ihr das im Voraus wisst, so hütet euch, dass ihr nicht durch den Irrtum dieser ruchlosen Leute mitgerissen werdet und euren festen Halt verliert.
18 Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus. Ihm sei Ehre jetzt und für ewige Zeiten! Amen.
Hier siehst Du doch (hoffentlich), dass sich Petrus und Paulus einig sind, was das Kommen des Herrn betrifft.
Hiob hat geschrieben: ↑Mo 9. Nov 2020, 20:46
Erich hat geschrieben: ↑Mo 9. Nov 2020, 20:04
aber den Heiligen Geist kann kein Mensch beanspruchen (oder Anspruch erheben),
denn der Heilige Geist wird einem Menschen von unserem Herrn und Gott gegeben.
Schon klar. - Aber stell Dir mal vor, Du/Deine christliche Gruppe würden meinen, sie hätten den HG in sich/seien Berufene. - Dann käme doch der Impuls von Dir/Euch: "Ich/wir glaube(n), dass wir zu den Berufenen gehören" - oder nicht? ---- Und das tun halt andere auch.
Beispiel: Thomas Müntzer (Bauernkrieg)! - Der dachte/meinte auch, dass er den Heiligen Geist hat.
Seine Lehre von Gott schlug sich in vielen kämpferischen Worten, seinen Texten und Predigten nieder.
Er war ein Aufrührer, Aufwiegler, Anstifter, Hetzer und Förder der Aufstände, die zum Krieg führten.
Jesus sagte:
"Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen,
inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. ..." (Mt 7,15-23)
Also:
An den Früchten, den Worten und Werken, kann man erkennen, ob jemand den Heiligen Geist hat - oder nicht.
Hiob hat geschrieben: ↑Mo 9. Nov 2020, 20:46
Erich hat geschrieben: ↑Mo 9. Nov 2020, 20:04
Die Frage ist nur, ob es auch wahre Christen sind, die nach Gottes Willen bitten
Das wird wohl der fall sein - das ist eigentlich ein sehr gängiges Gebet.
Jeder kann Gebete "herunterrasseln", das sieht man auch gut am "Vaterunser".
Aber ohne Erhebung des *Gemütes und Herzens zu Gott nützen alle Worte nichts
(*Gefühle, Gedanken, Verstand, Vernunft, Gesinnung, Verlangen, Willen, Streben)!
Und dazu gehört selbstverständlich auch der Glaube:
Mk 11,24 Darum sage ich euch:
Alles, was ihr betet und bittet,
glaubt nur, dass ihr's empfangt,
so wird's euch zuteilwerden.
Jak 1,6-7
6 Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht;
denn wer zweifelt, der gleicht einer Meereswoge,
die vom Winde getrieben und aufgepeitscht wird.
7 Ein solcher Mensch denke nicht,
dass er etwas von dem Herrn empfangen werde.
LG! Erich