Wie widerstehen wir dem Teufel?

Wir bitten darum, in diesem Forum keine Bibel- und Glaubenskritik zu üben.
Benutzeravatar
Magdalena61
Administrator
Beiträge: 28453
Registriert: Mo 15. Apr 2013, 20:44
Kontaktdaten:

Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von Magdalena61 »

Sunbeam hat geschrieben: Sa 13. Jun 2026, 17:54 Denn viele, sehr viele, eigentlich zu viele Beiträge drehen sich allein um die Teufels und Satans-Thematik, und manchmal ensteht dann der Eindruck, der Gottseibeiuns wird hier öfter thematisiert, als Jesussen selbst.
Du siehst es klarer als mancher Christ.

Aus meiner Sicht sind für den größten Teil der Nachfolger die allgemeinen Informationen, die in der Schrift zu finden sind, völlig ausreichend.

Das Geist verteilt die Gaben. Wenn jemand dazu berufen ist, sich mit dieser Thematik auseinander zu setzen und im Bereich Exorzismus zu wirken, dann mag er das tun.
Er kann jedoch nicht darüber entscheiden, wie und an wen die Geistesgaben verteilt werden.

Viele Christen haben eine instinktive Abneigung gegen das Thema "Dämonen und Satan". Und mit diesem Bauchgefühl liegen sie richtig. Es ist nicht ihr Job, Strukturen und Hintergründe des Widersachers zu studieren.

Paulus hat sich auch nicht lange damit abgegeben.

Charismatiker machen das gerne sehr ausführlich. Ich fürchte, damit bringen sie viele Unwissende in Bindungen hinein. Weil zu sehr verallgemeinert wird: "Jeder Christ sollte geistliche Kampfführung praktizieren". -
Ohne persönlichen Auftrag! Saugefährlich.

Mit der unsichtbaren Welt spielt man nicht. Wer dort unautorisiert Machtpositionen verschiebt; und der Name Jesus ist so gewaltig, dass das tatsächlich funktioniert, der wird zweifellos eine "Antwort" erhalten. Aber da kommt dann nichts Gutes. Über kurz oder lang wird er in massive Schwierigkeiten geraten. Und er ist auch noch selbst schuld daran, weil er eigenmächtig die Entscheidung getroffen hatte. Die Geister, die ich rief...

Das sind dann die glimmenden Dochte, die links und rechts des Weges liegen und mehr oder weniger geistlich handlungsunfähig sind. Vollmacht? - Nein. Sie wurden erfolgreich aus dem Feld geschlagen. Es reicht gerade mal so zum Überleben, und manchmal nicht einmal das.
LG
God bless you all for what you all have done for me.
Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 19398
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51
Wohnort: Wien

Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von Helmuth »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Sa 13. Jun 2026, 19:40 Das finde ich wirklich sehr bemerkenswert, was du schreibst. Ganz ähnlich hatte ich nämlich vor, dir hier deine Reaktion auf mich zu beantworten. Du hast es prinzipiell verstanden.
Wir haben in diesem Punkt eine Übereinstimmung, das freut mich. Aber gänzlich passen unsere Ansichten noch nicht zusammen. Daran muss noch gefeilt werden.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Sa 13. Jun 2026, 19:40 Er kommt in Gestalt von Freunden, Angehörigen, Vertrauten, Ehepartnern. In Gestalt von Menschen, die uns was bedeuten, auf die wir zählen, von denen wir viel halten oder eben in prekären Situationen (allein und hungernd in der Einöde) in Form von zweifelnden und subversiven Gedanken.
Da stimme ich zu, weil ich das so auch ausgeführt haben, aber der Punkt ist, dass du damit das Wesen Satan weiter für nicht als real existent halten willst. Das ist der rigorose Unterschied zu meiner Auffassung.

Zurück zu Jesus in der Wüste. Wäre er kein reales Wesen, wie sollte Jesus mit ihm sprechen? Wenn also nicht der Geist des Teufels anwesend war, dann hätte Jesus Selbstgespräche geführt, wie ich das mit oTp diskutiere, dass ohne die gehörte Stimme gar kein Dämon am Werk ist, sondern eine Geistesstörung vorliegt.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Sa 13. Jun 2026, 19:40 Das ist doch auch ganz deutlich bei Petrus, wenn Jesus ihn als Satan zurückweist. In Hebräer 4,14-15 heißt es doch, Jesus sei in allem gleicherweise versucht worden, wie Menschen.
Das ist eine Fehlinterpretation, denn Petrus ist nicht der Satan, gemeint der Teufel. Ansonsten hätte Jesus den Teufel zum Apostel gemacht. Du willst das nun als Beleg für deine Sichtweise heranziehen, weil es den Satan nach deiner Auffassung in der Form gar nicht gibt.

Nach deiner Prämisse wäre das daraus ableitbar, indem Satan quasi nur eine Metapher ist. Das klingt schlüssig, nur ist die Prämisse falsch und damit ist es kein Beweis, sondern ein menschlicher Irrtumsschluss.

Aber darauf könntest du als Schriftkenner selbst kommen, denn gerade das wirft Jesus Petrus vor, dass er menschlich denkt. Er sagte nicht satanisch, sondern eben wie ein Mensch:
Markus 8:33 hat geschrieben: Er aber wandte sich um, und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: Geh hinter mich, Satan! Denn du sinnst nicht auf das, was Gottes, sondern auf das, was der Menschen ist.
Es gab keine böse Absicht, Petrus wollte Jesus bloß schützen und damit ist die Handlung nicht teuflisch, sondern menschlich, wohl aber gegen Gottes Absicht, die Petrus noch verboren war. Klar, dem Teufel hätte das gefallen.

Deshalb meine ich reagierte Jesus barsch, nicht aber, dass er Petrus verurteilen wollte, sondern er sollte bloß beiseite treten, ihm sozusagen nicht im Weg stehen. Wir sehen aber auch, sie blieben trotzdem dicke zusammen.

Dazu sollte man wissen, dass das hebr. Satan auch für eine andere Bedeutung steht, die nichts mit dem Teufel zu tun hat. Ich denke, das weißt du, aber du ignoriert den Aspekt zugunsten deiner Sichweise.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Ziska
Beiträge: 6146
Registriert: Do 18. Apr 2013, 11:32

Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von Ziska »

Jesus hatte zu Petrus gesagt: „Tritt hinter mich Satan!“
Damit meinte er nicht, dass Petrus nun Satan, der Teufel sei.

Satan, wie auch Teufel sind keine Namen für diesen abtrünnigen Engel.
Es sind Bezeichnungen für diesen größten Feind der Menschen.

Satan bedeutet wörtlich „Widersacher“ oder „Gegner“.
Teufel bedeutet „Verleumder“ oder „Durcheinanderwerfer“.

Als Jesus nun zu Petrus sagte „Tritt hinter mich, Satan!“ ,
sagte er im Grunde genommen: „Tritt hinter mich, Widersacher/Gegner!“

Denn in dem Moment war Petrus ein Gegner, ein Widersacher…

Für uns heute heißt es, so wie Jesus zu handeln!

Wird etwas an uns herangetragen, was eindeutig der biblischen Lehre widerspricht,
drehen wir uns um und wollen nichts damit zu tun haben!
Oder wir sollen gezwungen werden etwas zu tun, was gegen Gottes Anforderungen ist,
werden wir auch dann „Gott mehr gehorchen, als den Menschen!“

Mit „wir“ meine ich alle, die Gott gefallen wollen… :)
Liebe Grüße von Ziska

„Ist Weltfrieden möglich?

Weltfrieden ist möglich. Er wird ganz sicher kommen – aber nicht so, wie es viele erwarten.“


:Herz2: “Jehova hat die Menschen erschaffen,
weil er die Freude am Leben mit anderen teilen wollte.“
:Herz2:
oTp
Beiträge: 12838
Registriert: Mo 24. Mai 2021, 10:33

Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von oTp »

Mein Lieber, für mich redest du das übliche atheistische Gequassel. Spar dir also deine falschen Ratschläge ebenfalls. Aber nett von dir, dass du zu den ehrlichen gehörst, die wenigstens ihren atheistischen Glauben bezeugen.

Ich kenne das Gerede der angeblich so scharfsinnigen "Wissenschaft" der Psychologie ebenfalls gut. Da ist nichts, was ich noch bedenken müsste.

Und auch nichts, was ich sagen könnte, damit du mal tiefsinniger denken würdest.

Wenn du ausserdem nicht an Engel und Gott glaubst, dann ist dieses christliche Forum nur ein Zeitvertreib für dich.

Noch dazu mit Ansichten, die keiner hören will.

Bliebe als verbindende Thema nur der Altruismus, was ja eins gutes Lebensmotto wäre.
Zuletzt geändert von oTp am So 14. Jun 2026, 09:27, insgesamt 1-mal geändert.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
Ziska
Beiträge: 6146
Registriert: Do 18. Apr 2013, 11:32

Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von Ziska »

oTp hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 09:10 Mein Lieber, für mich redest du das übliche atheistische Gequassel. Spar dir also deine falschen Ratschläge ebenfalls.
Wen meinst du jetzt?
Liebe Grüße von Ziska

„Ist Weltfrieden möglich?

Weltfrieden ist möglich. Er wird ganz sicher kommen – aber nicht so, wie es viele erwarten.“


:Herz2: “Jehova hat die Menschen erschaffen,
weil er die Freude am Leben mit anderen teilen wollte.“
:Herz2:
oTp
Beiträge: 12838
Registriert: Mo 24. Mai 2021, 10:33

Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von oTp »

Ziska hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 09:20
oTp hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 09:10 Mein Lieber, für mich redest du das übliche atheistische Gequassel. Spar dir also deine falschen Ratschläge ebenfalls.
Wen meinst du jetzt?
Entschuldige, wenn ich am Handy schreibe, muss ich ja den Namen angeben. Natürlich meine ich Rupert Huebelbauer. Dessen Antwort ja ziemlich weit zurück ist.

Falls es eine Zitierfunktion mit Handy gibt: Habe ich bis jetzt nicht entdeckt.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
oTp
Beiträge: 12838
Registriert: Mo 24. Mai 2021, 10:33

Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von oTp »

Die beste "Taktik", mit Dämonischem umzugehen ist für den "Christ Normalverbraucher", sich auf Jesus Christus zu fokussieren und seine Nähe zu suchen. Je näher ich dem HERRN bin, desto weniger findet der Satan "Macht" an mir.
Das finde ich richtig so, Magdalena61.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
oTp
Beiträge: 12838
Registriert: Mo 24. Mai 2021, 10:33

Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von oTp »

Zurück zu Jesus in der Wüste. Wäre er kein reales Wesen, wie sollte Jesus mit ihm sprechen? Wenn also nicht der Geist des Teufels anwesend war, dann hätte Jesus Selbstgespräche geführt, wie ich das mit oTp diskutiere, dass ohne die gehörte Stimme gar kein Dämon am Werk ist, sondern eine Geistesstörung vorliegt.
Ich halte das grundsätzlich für möglich.
Allerdings ist alles anders als bei einer erschreckenden realen Geistererscheinung.
Eins und Eins zusammenzählen kann man nur, wenn man viele Fakten kennt.

Ich sagte ja, dass das von Pater Pio und Sundar Singh berichtet wird: Ein Satan, der weltgewandt und angenehm anzusehen körperlich anwesend wird: Aussergewöhnlich. Der dazu noch amgenehm über Sünde, Egoismus und Macht redet.

Ich bin mir auch nicht klar, ob das echt ist.

Im Gegensatz zu vielen, auch Christen, stößt mich das Thema nicht ab, belastet mich nicht, sondern ist für mich ein Forschungsgegenstand. Mit christlichen Regeln und Grenzen.
Genauso wie etwa Nahtoderlebnisse oder das Gebiet der Elektrotechnik und Computer,, das mich ja auch und immer noch beschäftigt. ;)

.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 19398
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51
Wohnort: Wien

Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von Helmuth »

oTp hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 09:41 Im Gegensatz zu vielen, auch Christen, stößt mich das Thema nicht ab, belastet mich nicht, sondern ist für mich ein Forschungsgegenstand.
Das ist bei mir Schritt 1. Wenn es um die Schrift geht, dann ist es weit mehr. An dich eine Bitte: Bitte nicht das andere Thema hier hineinmischen, ich habe es bewusst neu aufgesetzt. Zieh deine Dinge einfach rüber und antworte dort. Ich habe ihn dir zur weiteren Gestaltung überlassen.

Dazu ein BTT (Back-to-Topic) für hier meinerseits, um Kurs zu halten. Ich denke, es ist nicht jeder Christ bei der Sache. Wie andere denken ist mir im Bibelforum zunächst nicht wichtig. Es ist in erster Linie für uns gedacht.

Wenn man die Evangelien liest, begegnet man durchwegs zwei Linien: Der frohen Botschaft vom Reich Gottes und den ernsten Warnungen, dieses Reich zu verfehlen um dann ewige Gemeinschaft mit dem Teufel und Seinen zu teilen:
Matthäus hat geschrieben: Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist.
Jesus verkündet also nicht nur die Einladung und Verheißung des Reich Gottes der Gesegneten, die seine EInladung ins Reich erhalten, sondern ebenso klar die reale Möglichkeit, daran vorbeizuleben.

Beides gehört zusammen und darf nicht voneinander getrennt werden. Die Einladung ist ernst gemeint, und die Warnung ist ebenso ernst gemeint :!:

Darum ist es weder sachgerecht, nur die positiven Zusagen zu betonen und die Warnungen auszublenden, noch die Botschaft Jesu auf Gericht zu reduzieren.

Die Warnungen haben eine aufdeckende Funktion: Sie machen deutlich, dass es möglich ist, das Ziel zu verfehlen, nicht theoretisch, sondern real. Gerade deshalb sind sie auch für uns relevant, die wir meinen, bereits „auf der richtigen Seite“ zu stehen. Und was, wenn nicht?

Ich setze neben theologischen Themen auch mal die eine Seite und mal die andere Seite zum Thema. Dieses hier soll die listigen Anschlägen der Teufels aufdecken und wie wir uns dagegen wappen.

Schritt 1 ist Kenntnis davon zu haben. Da bin ich mir noch nicht scher, ob wir überhaupt auf einem einheitlich tragfähigen Stand der Erkenntnis stehen. Herumpoltern oder immer gegen etwas zu reden reicht mir nicht.

PS: Die einfachste Sache für etwas, was man für nicht nützlich hält, ist es sie einfach zu meiden. Oder der Admin kann sie auch abdrehen. Jede Teilnahme zeigt aber doch das Interesse, soviel verstehe auch ich von christlicher Psychologie des Geistes.
Zuletzt geändert von Helmuth am So 14. Jun 2026, 10:20, insgesamt 1-mal geändert.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
oTp
Beiträge: 12838
Registriert: Mo 24. Mai 2021, 10:33

Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von oTp »

Helmuth, wenn ich mal nach Lsngem in Kochs Bücher nachlese, bekomme ich sogar schon mal einen Schreck, wie massiv er da schreibt. Aber man gewöhnt sich daran, auch wenn man Manches etwas gefälligst formuliert haben möchte.

Aber klar: Versuchen wir themenfokussiert zu diskutieren. Wenn man auch immer wieder im Hintergrundwissen zum Thema abschleifen kann.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
Antworten