Du siehst es klarer als mancher Christ.
Aus meiner Sicht sind für den größten Teil der Nachfolger die allgemeinen Informationen, die in der Schrift zu finden sind, völlig ausreichend.
Das Geist verteilt die Gaben. Wenn jemand dazu berufen ist, sich mit dieser Thematik auseinander zu setzen und im Bereich Exorzismus zu wirken, dann mag er das tun.
Er kann jedoch nicht darüber entscheiden, wie und an wen die Geistesgaben verteilt werden.
Viele Christen haben eine instinktive Abneigung gegen das Thema "Dämonen und Satan". Und mit diesem Bauchgefühl liegen sie richtig. Es ist nicht ihr Job, Strukturen und Hintergründe des Widersachers zu studieren.
Paulus hat sich auch nicht lange damit abgegeben.
Charismatiker machen das gerne sehr ausführlich. Ich fürchte, damit bringen sie viele Unwissende in Bindungen hinein. Weil zu sehr verallgemeinert wird: "Jeder Christ sollte geistliche Kampfführung praktizieren". -
Ohne persönlichen Auftrag! Saugefährlich.
Mit der unsichtbaren Welt spielt man nicht. Wer dort unautorisiert Machtpositionen verschiebt; und der Name Jesus ist so gewaltig, dass das tatsächlich funktioniert, der wird zweifellos eine "Antwort" erhalten. Aber da kommt dann nichts Gutes. Über kurz oder lang wird er in massive Schwierigkeiten geraten. Und er ist auch noch selbst schuld daran, weil er eigenmächtig die Entscheidung getroffen hatte. Die Geister, die ich rief...
Das sind dann die glimmenden Dochte, die links und rechts des Weges liegen und mehr oder weniger geistlich handlungsunfähig sind. Vollmacht? - Nein. Sie wurden erfolgreich aus dem Feld geschlagen. Es reicht gerade mal so zum Überleben, und manchmal nicht einmal das.
LG