Wie erhalten wir Glaubensgewissheit?

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Rilke
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Re: Wie erhalten wir Glaubensgewissheit?

Beitrag von Rilke »

Helmuth hat geschrieben: Sa 6. Jun 2026, 07:25 Es spielt noch ein wesentlicher Faktor eine Rolle, der Heilige Geist, der nämlich die eigentliche Überzeugungsarbeit leistet. Damit er das auch tun kann, was seine Leitung ausmacht, ist Gehorsam erforderlich. Nochmals ein Wort aus Jesu Mund:
Johannes 7:17 hat geschrieben: Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist oder ob ich von mir selbst aus rede.
Das habe ich vorgelegt, aber du bist darauf nicht eingegangen. Es ist für mich eine Schlüsselstelle.
Ok, danke dir.
Der Vers sagt uns, dass Gehorsam (seinen Willen tun zu wollen) eine Voraussetzung ist, um Gottes Willen (die Lehre) zu verwirklichen. Würdest du mir da zustimmen?

Die Frage, die ich von dir beantwortet haben möchte, ist: Woher wissen wir, ob das, was wir als Gottes Lehre zu erkennen glauben, tatsächlich Gottes Lehre ist?
Ich habe dir schon das Beispiel der verschiedenen christlichen Strömungen und deren widersprüchlichen Lehren genannt. Wenn sich die alle auf den Heiligen Geist berufen, dann kann die Berufung auf den Geist die Frage nach der richtigen Lehre nicht beantworten.
Was immer ein endliches Wesen begreift, ist endlich.
- Hl. Thomas v. Aquin
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Helmuth
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Re: Wie erhalten wir Glaubensgewissheit?

Beitrag von Helmuth »

Rilke hat geschrieben: Sa 6. Jun 2026, 20:04 Der Vers sagt uns, dass Gehorsam (seinen Willen tun zu wollen) eine Voraussetzung ist, um Gottes Willen (die Lehre) zu verwirklichen. Würdest du mir da zustimmen?
Nicht nur verwirklichen, sondern auch „wissen“. Dieses Wissen schafft auch Gewissheit. Ich kann dir somit zustimmen. Kannst du mir auch zustimmen durch die Erweiterung mit dem Aspekt des "Wissens"?

Meine Begründung liegt schlicht darin, dass Jesus von "wissen" spricht, indem wir den Willen Gottes tun. Verwirklichen halte ich für zu hochtrabend, denn der Satan strebt stets dagegen und vereitelt so manches. Aber unser Wille, der sich Gottes Willen beugt, bringt uns der Gewissheit näher, auch wenn wir aus rein menschlicher Sicht versagen.

Was hielt die Männer Gottes? Was trug sie, wenn sie folgende Martyrien durchmachen mussten? Darin lehrt uns der Autor des Hebräer-Briefes was den Glauben betrifft:
Hebräer 11:37-38 hat geschrieben: Andere aber wurden durch Verhöhnung und Geißelung versucht und dazu durch Fesseln und Gefängnis. Sie wurden gesteinigt, zersägt, versucht, starben durch den Tod des Schwertes, gingen umher in Schafpelzen, in Ziegenfellen, hatten Mangel, Drangsal, Ungemach; sie, deren die Welt nicht wert war, irrten umher in Wüsten und Gebirgen und Höhlen und den Klüften der Erde.
Die einen erzielten große Erfolge durch den Glauben, konnten ihn demnach verwirklichen, aber diese erhielten nicht weniger das Zeugnis des Glaubens, die gewissermaßen zur Gruppe "Abel" gehören. So gehören die Verfolgten um Gottes willen ebenso dazu.

Ihr Leid und Martyrium, für säkulare Menschen oft die totale Niederlage, bezeugt desgleichen ihren Glauben, der in ihnen zur Gewissheit geworden ist. Und letztlich schenkt ihnen damit Gott ihre Gewissheit.

Wir hätten damit zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen. Wir haben die Schrift und wir leben im Gehorsam. Das schafft Wissen, das Wissen schafft Gewissheit, die Gewissheit schafft wahren Glauben. Sollte nicht jedermanns Glaubenserfahrung derart sein?
Rilke hat geschrieben: Sa 6. Jun 2026, 20:04 Die Frage, die ich von dir beantwortet haben möchte, ist: Woher wissen wir, ob das, was wir als Gottes Lehre zu erkennen glauben, tatsächlich Gottes Lehre ist?
Ich meinte mit vorigem das erklärt zu haben. Wenn du dem zustimmen kannst, worin wir m.E. einen weiteren Schritt vorankämen, würdest du dann die Frage weiter stellen?
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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