Oleander hat geschrieben: ↑Fr 3. Nov 2023, 16:42
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 3. Nov 2023, 12:03
Hiob hat gelitten, weil er Gott so gut gefallen hat.
Da hat Satan ihn dann geprüft. Hiob 1-2.
Ich zieh mal den
Einstiegstext der Hiobserzählung hinzu:
1 Es war ein Mann im Lande Uz, der hieß Hiob. Der war fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und mied das Böse.
... ...
6 Es begab sich aber eines Tages, da die Gottessöhne kamen und vor den HERRN traten, kam auch der Satan mit ihnen.
7 Der HERR aber sprach zu dem Satan: Wo kommst du her? Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe die Erde hin und her durchzogen.
8 Der HERR sprach zum Satan: Hast du achtgehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es ist seinesgleichen nicht auf Erden, fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und meidet das Böse.
9 Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Meinst du, dass Hiob Gott umsonst fürchtet?
10 Hast du doch ihn, sein Haus und alles, was er hat, ringsumher bewahrt.
Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Besitz hat sich ausgebreitet im Lande.
11 Aber strecke deine Hand aus und taste alles an, was er hat: Was gilt’s, er wird dir ins Angesicht fluchen!
12 Der HERR sprach zum Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand; nur an ihn selbst lege deine Hand nicht.
Da ging der Satan hinaus von dem HERRN.
Ich kam mal im Gedanken zu der Frage:
Was wäre wohl gewesen, wenn "Gott" in dem Gespräch "Satan" erst gar nicht auf Hiob
hingewiesen hätte.
Ein schlauer Politiker meinte mal, daß es unklug wäre, sich mit rethorischen Fragen zu beschäftigen. Das habe ich nicht vergessen.
Oleander
Die Initiative für...ging da ja von Gott aus!
Er wies auf Hiob hin.
Und da dachte ich so bei mir: Vielleicht verfolgte "Gott" damit eine bestimmte Absicht, warum er auslöste..
Da kannst du von ausgehen. Zumal immer mal wieder Menschen im Leid von Gott geprüft werden. In Lk 22,31 wird dem Simon Petrus gesagt, daß Satan die Nachfolger Jesu sichten möchte, wie den Weizen.
Der wollte sich mal anschauen, aus welchen Gründen die Nachfolger Jesu in die Nachfolge gegangen sind und ob ihr Glaube echt ist und auch mal eine Trübsal überstehen kann. Dann mußten die Nachfolger nicht auf das Irdische schauen, sondern sich allein auf das konzentrieren, was ihnen für die getreuliche Nachfolge im Himmel versprochen wird. Dazu wird in den Sendschreiben an die Gemeinden Off 2-3 ja Einiges gesagt.
Oleander
Vielleicht wollte "Gott" , dass der Satan...
Und dieser durfte da nur
bis zu einer bestimmten Grenze vorgehn=
Gott lies zu um...
Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand;
Gott gab seine Zustimmung für...
Das Ende der Erzählung war dann, dass Hiob meinte:
Hiob 42
1 Und Hiob antwortete dem HERRN und sagte:
2 Ich habe erkannt, dass du alles vermagst und kein Plan für dich unausführbar ist.
3 »Wer ist es, der den Ratschluss verhüllt ohne Erkenntnis?«
So habe ich denn ⟨meine Meinung⟩ mitgeteilt und verstand ⟨doch⟩ nichts, Dinge, die zu wunderbar für mich sind und die ich nicht kannte.
4 Höre doch, und ich will reden! Ich will dich fragen, und du sollst es mich wissen lassen]
5 Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen.
6 Darum verwerfe ich ⟨mein Geschwätz⟩ und bereue in Staub und Asche.
https://www.bibleserver.com/ELB/Hiob42
Hiob hat doch so falsch gar nicht von Gott geredet. Gott hat ihm rechtgegeben Hiob 42,7 Und seine Freunde hat er schuldig gesprochen.
Natürlich hat Hiob überwältigt von der Gegenwart Gottes kein anklagendes Wort mehr herausgekriegt. Er hätte bestimmt noch mehr über dieses fragwürdige Handeln Gottes in seinem Leben herausbekommen.
Ich denke immer mehr, daß das Buch Hiob ein Epos nach authentischer Vorlage ist, daß der Heilige Geist zu dem Zweck inspiriert hat, um gewisse falsche Einsichten, die zu der Zeit Hiobs gängig waren, zu korrigieren.
Dazu brauchte Hiob am Schluß nicht aufgeklärt werden.
Satan darf bis zum heutigen Tag an die Menschen herantreten und er hat viele Menschen umgebracht. Das Leid dient letztendlich der Auslese, hier wird die Spreu vom Weizen getrennt.
Ungeprüft kommt niemand in den Himmel. Es ist nur unklar, warum das Leid so ungerecht verteilt ist. Da hat Satan zu manchen Zeiten wohl doch etwas mehr getan, als ihm vom Himmel her erlaubt wurde ? Nur die Seele des Menschen ist unantastbar für ihn, die hat der Herr Jesus genommen, wenn es ihm gefiel.
Gruß Thomas