Nicht in den Grundlagen, damit schätzt du die Schrift falsch ein. Es gibt Ungereimtheiten, die man durch Reife in der Übung sie zu lesen und zu studieren herausarbeiten kann, aber das betrifft zumeist Nebensächlichkeiten, nicht die grundlegenden Aussagen aus Gottes Mund und seiner von ihm handverlesenen Propheten.
Du machst den Grundsatzfehler, das Kinde mit dem Bade auszuschütten, ein Klassiker der Fehleinschätzung der stets in fehlerhafte Exegese mündet. Eine wenige Ungereimheiten machen für dich eine insgesamte Unschärfe aus. Lernst du das aber zu filtern, so erhälts du die konzentrierte Wahrheit.
Damit befasste ich mich in einem meiner letzten Themen: Der Teufel im AT, wo ich auf die intensivere Mitarbeit von deiner Seite gehofft hatte, da gerade du dich mit Dämonie im Besonderen beschäftigst. Wenn du aber so herangehst ist klar, dass du weiter im Nebel herumstocherst und es "Unschärfe" nennst.
Einen konkreteren Auftritt als den der Schlange gibt es kaum in der gesamten Bibel, wo gleich eine Menge böser Mächte zusammenkommt wie Lüge, Verführung, Täuschung und Verstellung. Es fehlt zur Vollständigkeit der Palette nur der Mord. Dieses fehlende Element deckt Jesus auf, aber den Rest bringt uns schon das AT. Das NT legt die Dinge auch aus.
Lerne mal diese theologische Brille abzulegen um deiner Kurzzsichtigkeit für das AT nachzukommen, oder stochere weiter im Nebel herum. Ich fände es aber keine Tugend nicht lernfähig zu bleiben. Dazu zitere ich ausnahmeweise nicht die Bibel. Der Urheber ist zwar unbekannt (man schreibt es fälschlicherweise Einstein zu), aber das schmälert nicht seine Aussagekraft:
Es muss nicht gleich Wahnsinn bedeuten, aber jedenfalls Unsinn bzw. Nonsens. Heißt konkret, leg mal Koch beiseite und vernachlässige nicht das AT, (ohne das Koch vielleicht sogar wertlos wird). Aber es geht ja auch beides.Ein Weisheitsspruch hat geschrieben: „Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“