Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten

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Helmuth
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Re: Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten

Beitrag von Helmuth »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 27. Jul 2026, 14:11 Der Begriff Thora ist schon zu stark belastet oder belegt.
Das ändert nichts an seiner Verwendung. Und eine seiner Bedeutungen ist „Gesetz“. Es nützt dir aber kein Begriff, wenn du den Kontext einer Aussage nicht erfasst. Ich ginge bei dir davon nicht aus, bei anderen hege ich meine Zweifel.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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ProfDrVonUndZu
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Re: Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Larson hat geschrieben: Mo 27. Jul 2026, 08:21 Die Gnade und Barmherzigkeit ist schon im Bund Gottes mit Israel beinhaltet, da musste er nicht darauf verzichten. Es ist eine Verdrehung des Bundes Gottes mit Israel.
Das von Paulus angesprochene Problem ist auch nicht das Gesetz oder der Bund, sondern der Umgang damit. Auf den Bund beruft er sich selber. Ohne Bund ist sein ganzes Konzept ohne Basis. Er betont, dass das Gesetz durch den Glauben nicht aufgehoben, sondern aufgerichtet wird (Römer 3,21). Das Gesetz ist heilig (Römer7,12). Allerdings ist das Gesetz auch durch das Fleisch kraftlos (Römer 8,3+7). Durch das Gesetz kommt lediglich Erkenntnis der Sünde (Römer 7,7 + Römer 3,20). Da helfen noch so viele Ermahnungen nichts. Gott hat aber auch keinen Gefallen daran, wenn die Menschen massenweise scheitern. Er kommt den Menschen so weit wie möglich entgegen, ohne dass er selbst seine Maßstäbe an den Menschen über den Haufen wirft. Das ist die Liebe und die Gnade, die du selber angesprochen hast. Oder was meinst du, wie sieht die Gnade aus, die in Gottes Bund mit Israel schon beinhaltet ist ?
Larson hat geschrieben: Mo 27. Jul 2026, 08:21 In der Tenach gibt es zwei Begriffe für „Fluch“. Jener „Fluch“ in 5. Mose ist kein verfluchen, verdammen (so wie es Paulus darstellt), sondern ist der Entzug des Segens Gottes (die Wurzel von קְלָלָה ist קָלַל : gering machen), also Erziehungsmassnahmen, und nicht ein vernichten, dem Verderben „weihen“ חֵרֶם.
3.Mo 25 zeigt deutlich solche Erziehungsmassnahme und ebenso Gottes Gnade und Erbarmen (also Vergebung). Ebenso 5.Mo 30
Der Fluch des Gesetzes, den Paulus in Galater 3,10-13 anspricht, bezieht sich nicht nur auf 5. Mose 21,23 (קללת), sondern vor allem auf 5. Mose 27,26 (ארור). Der Fluch ist, dass jemand das Gesetz tun muss und niemals abweichen darf. Die Gnade Gottes gibt es zwar, aber auf sie besteht kein Anspruch. Schon gar kein gesetzlicher Anspruch. Und sie ist auch weder völlig bedingungslos, noch eine einkalkulierbare Alternative.
Larson hat geschrieben: Mo 27. Jul 2026, 08:21 Des Paulus Verwünschungen (wer etwas anderes glaubt als dass er lehrt) dagegen ist kein „Erziehen“, sondern verdammen.
Also auch hier missbraucht Paulus den Begriff „Fluch des Gesetzes“, lehrt also etwas, was nicht Gottes ist, nicht Gottes Absicht ist (sondern wohl eher sein inneren Konflikte zeigt und er auf solche Weise einen Ausweg sucht, aber ihn doch nicht wirklich gefunden hatte, denn er musste sich immer an sein eigenes Strohhalm festklammern). Und daraus erlöst ihn auch ein Jesus nicht, sondern allein die Umkehr zum alleinen einzigen Gott, wie er es eigentlich wüsste.
Du vermischst, den "Fluch", den Paulus in Galater 1,8-9 ausspricht mit dem Fluch des Gesetzes, den er in Galater 3,10-13 erwähnt. Das erste ist anathema, das zweite ist kataras. Mit anathema meint Paulus hier, dass die falschen Verkündiger dem Urteil Gottes überlassen werden. Weder spielt er sich hier als Vollstrecker von Strafen auf, noch wünscht er anderen was Böses.

Richtig ist, dass Paulus einen inneren Konflikt anspricht. Den stellt er ja auch ausführlich in Römer 7 dar. Nur ist das eben nicht nur sein persönliches Problem, sondern ein allgemeines Problem, mit dem er alle die anspricht, die auf gleiche Weise damit zu kämpfen haben. Wer ehrlich ist, wird auch zugebe, dass er das gleiche Problem hat. Oder zeige mir einen Protagonisten aus dem AT, der es nicht hatte.
Larson hat geschrieben: Mo 27. Jul 2026, 08:21Ob nun Christ oder Jude, der Ewige wird uns nach unserem Tun „richten“, nicht nach einem „Personen-Glauben“ (da dreht Paulus die Lehre Gottes um). Denn auch der Christ, wenn er nicht tut was recht ist, verleugnet doch sein „errettet“ sein und wird verworfen (ansonsten wäre der Weg zum Himmel wirklich eine Autobahn).
Der Christ sollte eigentlich anerkennen und reflektieren, dass er auf Gottes Gnade angewiesen ist und sich den Segen nicht durch eigene Leistung verdient.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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ProfDrVonUndZu
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Re: Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Helmuth hat geschrieben: Mo 27. Jul 2026, 14:59 Das ändert nichts an seiner Verwendung. Und eine seiner Bedeutungen ist „Gesetz“. Es nützt dir aber kein Begriff, wenn du den Kontext einer Aussage nicht erfasst. Ich ginge bei dir davon nicht aus, bei anderen hege ich meine Zweifel.
Im NT wird er jedenfalls in der Regel mit Nomos übersetzt. Nomos ist aber aber kein fester Begriff für das Gesetz vom Sinai und auch nicht für die Fünf Bücher Mose. Jedenfalls nicht im Griechisch des NT. Manchmal steht er vielleicht schon dafür, aber nicht durchgehend. Vielmehr kann man ihn auch als Snonym für das Wort Gottes sehen.
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Larson
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Re: Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten

Beitrag von Larson »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 27. Jul 2026, 15:15 Er betont, dass das Gesetz durch den Glauben nicht aufgehoben, sondern aufgerichtet wird (Römer 3,21).
Durch den Glauben an Jesus wird der Gottesbund (welcher auch immer) mit Israel nicht aufgerichtet, sondern mit dem TUN in diesem Bund. Was aber Paulus negiert. Dieser Bund besteht durch die Treue des Menschen gegenüber dem Ewigen. Insofern, wenn du „Glauben“ mit dem hebr. Bedeutung betrachtet, de Treu gegenüber dem Ewigen, stimmt es, aber Paulus verschiebt den Fokus.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 27. Jul 2026, 15:15 Allerdings ist das Gesetz auch durch das Fleisch kraftlos (Römer 8,3+7).
Naja, es ist die Sprache des Paulus, der das „Fleisch“ negiert. Aber ohne vollen Einsatz mit dem ganzen Sein liebt man Gott nicht. Wer alles nur „geistlich“ betrachten will, kehrt ab vom Tun. „Fleischlich“ wäre diesbezüglich die Abkehr vom Gesetz, aber das Gesetz bleibt dennoch in Kraft.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 27. Jul 2026, 15:15 Er kommt den Menschen so weit wie möglich entgegen, ohne dass er selbst seine Maßstäbe an den Menschen über den Haufen wirft.
Und Paulus wirft genau diese Massstäbe Gottes über Bord… welche aber Jesus eigentlich befestigt hatte. Paulus proklamiert etwas neues, was dem Gesetz widerspricht. Somit ist es nicht Gott, der solchen Weg gibt, sondern des Paulus Vision.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 27. Jul 2026, 15:15 Die Gnade Gottes gibt es zwar, aber auf sie besteht kein Anspruch.
UND die bekommst du auch nicht durch „Jesus“, auch da hast du keinen Anspruch, denn Jesus ist nicht Gott, mit dem man sich versöhnen muss.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 27. Jul 2026, 15:15 Und sie ist auch weder völlig bedingungslos, noch eine einkalkulierbare Alternative.
Umkehr ist immer Bedingung, und ja, Gott vergibt, wem er vergeben will, aber sie ist doch zugesprochen (Hesekiel).
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 27. Jul 2026, 15:15 Mit anathema meint Paulus hier, dass die falschen Verkündiger dem Urteil Gottes überlassen werden.
Tja, und so betrachtet fällt dann auch Paulus darunter….Denn der Lehre Gottes soll man nichts hinzufügen noch wegnehmen.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 27. Jul 2026, 15:15 sondern ein allgemeines Problem, mit dem er alle die anspricht, die auf gleiche Weise damit zu kämpfen haben.
Und Jesus ist ja nicht die Lösung eines solchen inneren Konfliktes. Der Fokus wird da auf einen Menschen gelenkt, auf ein Idol, welcher sozusagen das Allerweltheilmittel sein soll.
Das mag vielleicht kurzzeitig einen Placebo-Effekt haben, aber es ist nicht die Lösung, dass eine Philosophie und daraus eine Lehre aufgebaut wird, welche gegen die Lehre Gottes steht.

Nur ist der Fokus allein der alleine Gott, alles andere wäre dann Zielverfehlung.
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
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