Der Teufel im AT

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Sara Funkelstein
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Re: Der Teufel im AT

Beitrag von Sara Funkelstein »

Helmuth hat geschrieben: Mi 22. Apr 2026, 08:29 Desgleichen war noch kein Mensch vor Christus im Himmel, dass er vor JHWH stünde, schon gar nicht in seinem sündhaften Zustand als gefallener Mensch
Henoch und Elia.
Gott hat entschieden, dass die Welt ohne dich nicht auskommt.

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oTp
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Re: Der Teufel im AT

Beitrag von oTp »

Die KI macht da einen Unterschied:
Während Henoch und Elia in den Himmel aufgenommen wurden, wird Jesus Christus als der Erste bezeichnet, der als auferstandener Mensch in den Himmel ging.
Henoch und Elia wurden laut biblischer Überlieferung von Gott direkt in den Himmel entrückt, ohne den physischen Tod zu durchlaufen.
Das ist schon erstaunlich. Und ein ähnlicher Vorgang wie bei Jesus. Über den wohl viel esoterisch spekuliert wird.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
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Larson
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Re: Der Teufel im AT

Beitrag von Larson »

Otto hat geschrieben: Di 21. Apr 2026, 16:19 Wir wissen ab Kapitel 1 exakt, warum Hiob leidet. Es ist kein kosmisches Rätsel, sondern die direkte Folge von Satans Plan.
Tja, Wir wissen es im Nachhinein, aber Hiob wusste es nicht..
Otto hat geschrieben: Di 21. Apr 2026, 16:19 Die Antwort auf das „Warum“ ist für jeden, der den Text liest, ab diesem Punkt klar: Der Gerechte leidet hier, weil Satan es so wollte und Gott ihn gewähren ließ.
Ich denke, das geht nicht so nicht, denn Hiob stand in der Gefahr, wenn man den Text studiert, dass er sich in seiner „Frommheit“ sich gerecht fühlte. Weiter kam er selber ja auch nicht klar, mit dem Schicksal.
Denn am Schluss lernt er ja daraus, „früher hörte ich … und nun sehe ich…“. Also Gott wollte ihn sozusagen auf eine geistige Höhe führen.
Otto hat geschrieben: Di 21. Apr 2026, 16:19 In der Rahmenerzählung gibt es schlicht keinen Frevler-Charakter, dem es im Gegensatz zu Hiob gut gehen würde.
Hiob wie auch die Freunde sprechen vom Frevler…
Otto hat geschrieben: Di 21. Apr 2026, 16:19 Ich brauche keine spätere christliche Dogmatik, um das zu sehen. Wenn ich den hebräischen Urtext beim Wort nehme, ist Satan (der Widersacher) derjenige, der das Leid aktiv herbeiführt, um eine bereits von Gott festgestellte Wahrheit (Hiobs Integrität) zu kippen.
Hast du den Urtext? HaSatan wäre da kein Name, sondern ein Titel, den Gott jederzeit einem Engel auferlegen kann.
Ja, sicher führt der Widersacher das Leid herbei, aber Hiob nimmt es nicht aus der Hand eines Satans, sondern aus der Hand Gottes.
Otto hat geschrieben: Di 21. Apr 2026, 16:19 Mit welcher Befugnis will Satan eine Sache „geprüft haben“, wenn Jehova bereits in Vers 8 sein abschließendes Urteil gefällt hat?
Mit der Befugnis eines Anwaltes („Satan“ hat auch eine solche Bedeutung)
Otto hat geschrieben: Di 21. Apr 2026, 16:19 Wenn Satan kein „wesentliches Wesen“ ist,
Das „wesentliche Wesen“ damit ist die Rolle im ganzen Buch Hiob gemeint.
Otto hat geschrieben: Di 21. Apr 2026, 16:19 Damit degradierst du die gesamte himmlische Versammlung zu einer bloßen Allegorie –
So ein Quatsch.
Otto hat geschrieben: Di 21. Apr 2026, 16:19 Wenn Satan eine Prüfung fordert, agiert er als eigenständiges Geschöpf mit eigenem Willen. Ein bloßes Werkzeug hinterfragt nicht die Feststellung seines Meisters.
Es war ja die Aufgabe, dieser Gottessöhne, durch die Erde zu gehen…(auch wenn dies explizit nur bei HaSatan steht, als ein beauftragter Gottes.
Otto hat geschrieben: Di 21. Apr 2026, 16:19 Die Behauptung, das Unheil komme immer von Gott, hält dem Text nicht stand.
Ich dacht, dass du vom „Urtext“ ausgehst?
Otto hat geschrieben: Di 21. Apr 2026, 16:19 Hiob dachte in seiner Verzweiflung und unter dem Einfluss seiner (von Satan inspirierten) Tröster zwar, sein Unglück käme von Gott
Warum von „Satan“ inspiriert? Solches ist weit entfernt vom Text, was du da spekulierst.
Otto hat geschrieben: Di 21. Apr 2026, 16:19 Ich gehe von Gottesfurcht /Ehrfurcht aus und das setze ich mit Gott dienen gleich. Wenn du dich dabei verzetteln möchtest, mach ein neues Thema auf… :wave:
Genau, da hast du dich wohl verzettelt. Es steht trotzdem יָרֵ֥א (jāreʽ) „fürchten“ und nicht dienen, wie ich es schon gesagt habe.
Wenn das „fürchten“ dann auch zum Dienen wird, aber nicht aus Angst, sondern aus Liebe, das möchte der Ewige gerne.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
Otto
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Registriert: Do 15. Feb 2018, 22:24

Re: Der Teufel im AT

Beitrag von Otto »

Ziska hat geschrieben:Oder sortierst du Hiob Kapitel 38 jetzt auch aus?
Mach das doch nicht…
Helmut sortiert das ganze Buch Hiob aus. Das ist sein unumstößliches Dogma… :)
Helmuth hat geschrieben:
Otto hat geschrieben:Wenn Satan kein „wesentliches Wesen“ ist, dann sind konsequenterweise auch die Gottessöhne (die Engel in Vers 6) keine Wesen.
Korrekt, und damit sind sie es auch nicht. Engel können keine Söhne sein. Solche Mischwesen können demnach nur erdichtet sein. Desgleichen war noch kein Mensch vor Christus im Himmel, dass er vor JHWH stünde, schon gar nicht in seinem sündhaften Zustand als gefallener Mensch, wobei noch dazu Gerechte auf Erden lebten. Mehr will ich dazu hier nicht sagen.
Du nagelst hier deine persönlichen Dogmen an die Wand und „mehr willst nicht dazu sagen“ was soll ich dazu sagen? Gegen Dogmen bin ich machtlos… :)
Helmut hat geschrieben:
Otto hat geschrieben:Damit degradierst du die gesamte himmlische Versammlung zu einer bloßen Allegorie – dann wäre der Text kein heiliges Zeugnis, sondern ein Märchen ohne reale Akteure!
Du bringst es auf den Punkt, weshalb ich diese Erzählung für ungeeignet halte, sie zur Beschreibung des wahren Satan zu verwenden.
Ich verstehe. Das Dogma des unbiblischen Hiob greift hier ein. Auch da, gegen Dogmen bin ich machtlos…. :)
Helmuth hat geschrieben:Es wurde schon festgestellt, dass die jüdische Tradition lange keinen Teufel kannte.
Seit wann ist die jüdische Tradition äquivalent zu Wahrheit? :denken2:
Helmuth hat geschrieben:Der Begriff „Satan“ steht im AT nirgendwo als Bezeichnung für den einen gefallenen Engel, den wir Teufel nennen, sondern findet Anwendung auf Menschen bzw. auch auf Gott. Erst Jesus offenbarte sein wahres Wesen.
Es steht auch nirgendwo im AT das die Schlange von Satan/Teufel zu seinen Zwecken missbraucht wurde. DAS hindert DICH aber nicht daran die Schlange mit dem Teufel zu verknüpfen. :o
Helmuth hat geschrieben:
Otto hat geschrieben:Die Behauptung, das Unheil komme immer von Gott, hält dem Text nicht stand.
Korrekt, womit du ein weiteres Indiz lieferst. In dem folgenden prophetischen Text hält diese Behauptung allerdings statt:
Amos 3:6 hat geschrieben:Oder wird die Posaune in der Stadt geblasen und das Volk sollte nicht erschrecken? Oder geschieht ein Unglück in der Stadt und JHWH hätte es nicht bewirkt?
Das ist mir hier zu viel . Wenn es dir danach ist, öffne einen eigenen Thread über Amos 3,6 auf…
Helmuth hat geschrieben:Somit steht dieser Text im Widerspruch zur Hiobsgeschichte und es ist dies nicht der einzige.
Nein, es steht nur im Widerspruch zu deinem Verständnis des Hiob.. ;)
Helmuth hat geschrieben:Es ist lediglich Hiob zur Beweisführung untauglich, woran Larson so und so, aber zum Teil auch du scheitern.
Für DICH, ist das Buch Hiob untauglich, weil es nicht in deiner Bibel existiert… :mrgreen:
LGrüße von Otto
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