Für mich ist sehr naheliegend, dass die Idee selber eigentlich nicht von Gott kam, denn wozu braucht er Nachforschungen über das Land ? Er hatte schon vor langer Zeit eine feste Zusage gegeben und deutete bereits bei der Verheißung an, dass die Landnahme nicht ohne Kampf stattfinden würde (1. Mose 15,16-21). Israel wusste, dass das einzunehmende Land besiedelt ist und die Einwohner sie nicht freundlich empfangen werden und schon gar nicht freiwillig das Land räumen. Siehe u.A. 2. Mose 23,22-33. Für mich ist darin bestätigt, dass Gott nicht einfach über die Köpfe des Volkes hinweg irgendwas über sie beschließt, was sie tun sollen, sondern dass er ihr Befinden stets berücksichtigt und sie da abholt, wo sie stehen. Das Volk meldete schon längst zuvor mehrfach Zweifel an bezüglich des ganzen Unternehmens. Die Landnahme als solche wird zwar nicht als konkretes Anliegen, dass vor Mose gebracht wird, geschildert, aber schon aus den zahlreichen anderen Fällen lässt sich nicht unvernünftigerweise schließen, dass die Aussendung von Kundschaftern aus einem Sicherheitsgefühl des Volkes heraus von Gott entweder direkt genehmigt oder aber antizipiert wurde.
Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?
- ProfDrVonUndZu
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Re: Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
Re: Die Bibel: Widersprüchlich und voller Fehler?
Klarerweise brauchte Gott keine Aufklärung über das Land, sondern das Volk, aber das ist nicht der springende Punkt. Du kannst in dem Fall mehrerer Meinung sein und ich denke, es ist dann die eine so gut wie die andere. Ich sehe es so, das es keine klare Lösung gibt.ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Mi 10. Jun 2026, 14:06 Für mich ist sehr naheliegend, dass die Idee selber eigentlich nicht von Gott kam, denn wozu braucht er Nachforschungen über das Land ?
Wie immer man es dreht, es verbleibt die Tatsache unterschiedlicher schriftlicher Niederlegung mit 1) Gott erteilt den Auftrag und eben anders mit 2) Das Volk erbittet sich etwas.
Es ist keine große Sache, es sei denn, einer der Redakteure maßte sich an ein Wort Gottes einzufügen, dass Gott nicht gesprochen hat. Solches wäre fatal, denn so manipuliert man das Wort. Ich neige mehr zur fehlerhaften Übertragung, sprich ohne Absicht.
Ich unterstelle dabei aber rein gar nichts, denn ich weiß es ja nicht, aber 1) ist eben nicht 2). Das ist Fakt und heutiger Stand der Torah. Man kann das halt wieder leugnen und versuchen zu harmonisieren. Das wäre Menschenwerk und lehne ich noch mehr ab.
Man geht damit anders um, indem das Auskundschaften eine Tatsache war, die stattgefunden hat, weil dazu sogar zwei Zeugnisse vorliegen. Es spielt für den Glauben dabei m.E. keine Rolle, wer es initiiert hatte.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16