Magdalena61 hat geschrieben: ↑Di 25. Aug 2026, 01:15
Naheliegend wäre ja nun, diese Spuren mit "
und die Erde war wüst und leer und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser" zu begründen.
Das war 1656 Jahre zuvor. Dieses Argument entbehrt der Logik. Dass es zuvor schon Wasser gegeben hat, ist bezeugt, nicht aber eine Flutkatastrophe. Und falls doch, wäre es nicht weniger irrelevant. Was hätte sie vernichten können? Es war noch kein Leben erschaffen. Also total unlogisch.
Zum Datum: Das Einsetzen der Flut im Jahre 1656 lässt sich von Adam aus genau berechnen, sogar auf den Tag genau:
1. Mose 7:11 hat geschrieben: Im sechshundertsten Lebensjahr Noahs, im zweiten Monat, am siebzehnten Tag des Monats, an diesem Tag brachen auf alle Quellen der großen Tiefe, und die Fenster des Himmels öffneten sich.
Das ist die präziseste Angabe, die wir haben. Und das ist erstaunlich! Wie ist das nur möglich? War es doch Noah, oder einer seiner Söhne, die das mitprotokolliert haben? Für eine Legende oder einen Mythos wäre das untypisch, denn der verfolgt andere Zwecke.
Das Zurückrechnen vom heutgen Datum gestaltet sich schwieriger, aber die Unsicherheit in der exakten Jahresangabe als vor Christus ist kein Argument gegen die Historizität. Man weiß nach dieser Chronologie bloß nicht die genau Zahl, da hier schon zu viele Autoren mitmischen. Von Adam aus genügen zwei bis drei Zeugen und die gibt es.
Magdalena61 hat geschrieben: ↑Di 25. Aug 2026, 01:15
Gegenfrage: Hältst du die Bibel für inspiriert, und zwar speziell die Berichte über Noah und die Sintflut?
Du kennst meine Antwort. Ich halte die Berichte nicht für inspiriert, sondern für wahr. Das ist eine andere Aussage und sie ist m.E. einfach und ausreichend verständlich. Ich brauche kein Dogma, das mir vorschreibt, wie ich zu denken habe.
Jeder normale Mensch hat die Gabe Gottes zu lesen und selbständig zu erfassen, was ein Text aussagt, ohne dass dir erst ein Theologe erklären muss, wie du gewöhnliche Aussagen zu lesen hast. Die Bibel bedient sich keiner Sondersprache. Um Wahrheiten zu erkennen, hilft der Heilige Geist und wir haben durch Jesus diese simple Bestätigung, was man für wahr halten soll:
Johannes 17:17 hat geschrieben: Heilige sie durch die Wahrheit: Dein Wort ist Wahrheit.
Für Jesus ist Gottes Wort Wahrheit, und wenn du willst, dann ist das mein "Dogma". Dazu haben wir dieses Wort:
1. Mose 6:13-21 hat geschrieben: Und Gott sprach zu Noah: ...
Gott sprach, der nachfolgende Text von Vers 13-21 ist Gottes Wort an Noah und umfasst mehrere Anweisungen über den Bau der Arche und auch welche Motivation Gott dazu antreibt. Noahs Reaktion lesen wir danach:
1. Mose 6:22 hat geschrieben: Und Noah tat es; nach allem, was Gott ihm geboten hatte, so tat er.
Wenn du schon das Wort für "inspiriert" hältst, so müsste das für dich doch ausschlaggebend sein. Wie gesagt, ich brauche solche Dogmenkrücken nicht, ich kann die Exegese durch das Wort selbst herleiten. Du hast dir soeben ein Eigentor geschossen. Nicht immer sind Konter klug.
Du verweigerst eigentlich die Antwort. Ich kann nicht zuordnen, wie du das Wort einstufst. Für mich gilt in dem Fall, dass es keine Halbwahrheiten gibt. Der Bericht ist wahr, oder er ist nicht wahr. Gott ist kein Mensch, sodass in seinem Wort Irrtümer enthalten sein könnten.
Und für uns sollte gelten: Eure Rede sei ja oder nein, sagt zumindest Jesus. In der Hinsicht gibt mir oTp immerhin klare Antworten. Ob man sie teilt, ist Sache der Argumentation. Hast du abgestimmt?