stereotyp hat geschrieben: ↑Fr 14. Aug 2026, 11:16
Ich glaube, dass das Wort Gottes wahr ist. Alles davon.
Ich auch, aber hier klingt das auch nach einem etwaigen Ausweichmanöver. Denn die eigentliche Themenfrage ist ja, ob die Arche und damit auch die gesamte Sintflut ein historisches Ereignis gewesen ist.
Ich unterstelle dir dabei nichts und will auch nicht, wie ich schon zu oTp gesagt habe, unnötigen Druck aufbauen. Man könnte allerdings auch meinen, das „Wort Gottes“ spreche zu uns auch durch mythische Erzählungen.
Als Beleg dazu bringe ich Jesu Gleichnisse, von denen viele keine historische Relevanz haben, aber durch sie lehrt der Heilige Geist ebenso mit der Kraft Gottes. Das müsste ich als rein theologisches Auffassung auch gelten lassen. Ich hätte sogar ein Belegmuster:
Lukas 12:20 hat geschrieben: Gott aber sprach zu ihm: „Du Tor! In dieser Nacht fordert man deine Seele von dir; was du aber bereitet hast, für wen wird es sein?“
In der Erzählung lässt Jesus Gott fiktiv sprechen, zumindest lese ich den Text so. In der Sintflutgeschichte sehe ich allerdings nicht dieses Muster, als Noah auch keine fiktive Person ist. Ohne ihn gäbe es sonst gar keine Menschheit.
Das ginge dann in weiterer Folge soweit, dass man für den Menschen eine völlig andere Entwicklungsgeschichte haben müsste. Es wird dann in noch weiterer Folge die gesamte Heilsgeschichte fraglich und man auch fragen müsste: „War Abraham auch nur eine Erzählfigur, oder Mose, David, Salomo, Elia, Jesaja, … Jesus?“
Soweit ging dann doch keiner, der sich Christ nennt. So bleibt die Frage: Ab wann ist die Bibel auch historisch, d.h. wo liegt der Schnittpunkt und wie erklärt man alles zuvor?