Larson hat geschrieben: ↑Mi 22. Apr 2026, 16:26
Zippo hat geschrieben: ↑Mi 15. Apr 2026, 15:15
Hallo zusammen,
Im Hebräerbrief liest man, daß der Sohn Gottes mit dem Priester Gottes Melchisedek verglichen wird:
[Heb 7,1-3] Denn dieser Melchisedek, König von Salem, Priester Gottes, des Höchsten, der Abraham entgegenging, als er von der Schlacht der Könige zurückkehrte, und ihn segnete, dem auch Abraham den Zehnten zuteilte von allem; der erstens übersetzt König der Gerechtigkeit heißt, dann aber auch König von Salem, das ist König des Friedens, ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister, weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens habend, aber dem Sohn Gottes verglichen, bleibt Priester für immer.
1 Mo 14,17-24, Ps 110,4
Warum knüpft der Hebräerbrief an diese Begegnung mit Abraham an und vergleicht den Sohn Gottes mit dem königlichen Priester Melchisedek ?
Gruß Thomas
Melkisedek hatte Vater und Mutter… und hatte auch Anfang und Ende. Soviel zur Wahrheftigkeit im Hebräerbrief.
Und welche „Ordnung“ (Heb.7,11) hatte nun Melkisedek? Da kann sich dann jeder sein eigenes vorstellen…
Du meinst den König von Salem, von dem gesagt wird, daß er Priester Gottes, des Höchsten ist. 1 Mo 14,18
Natürlich hatte er einen Stammbaum, er war ja ein Mensch. Was für ein Stammbaum wird das gewesen sein ?
Ein levitischer Stammbaum war es jedenfalls nicht, dem Gott der HERR später das Priestertum zugesprochen hatte.
Und darum geht es ja , wenn im Hebräerbrief die Aussage getroffen wird, daß das Priestertum Melchisedeks, des Königs von Salem keinen Stammbaum hatte, also auch keinen Vater und keine Mutter. Er wurde von Gott berufen, dieses Amt auszuüben.
Und so ist das Priestertum des Herrn Jesus Christus auch zu bewerten.
Larson
Weiter danach Vers 12: da hatte sich keine Ordnung Gottes im Priestertum geändert, Jesus hätte sich gegen eine solche Aussage gewehrt, da wird kein Jud am Gesetz geändert, anders gelehrt, solange Himmel und Erde bestehen.
Der Herr Jesus war als Jude geboren und unter das Gesetz getan, also hat er das Priestertum grundsätzlich nicht in Frage gestellt.
Aber in der Offenbarung des NT wird der Sohn Gottes Jesus Christus, der einerseits als gesalbter König Davids angesehen wird, auch als Priester Gottes des Höchsten angesehen, nach der Weise Melchisedeks, der sich nach der Auferstehung zur Rechten des HERRN gesetzt hat.
[Ps 110,1-4] Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem Herrn: „Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege.“ Der HERR wird das Zepter deines Reiches senden aus Zion: „Herrsche unter deinen Feinden!“ Nach deinem Sieg wird dir dein Volk willig opfern in heiligem Schmuck. Deine Kinder werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenröte. Der HERR hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: „Du bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedeks.“
Das wird auch so von den Evangelisten bezeugt:
[Lk 22,69-70] Darum von nun an wird des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft Gottes. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er aber sprach zu ihnen: Ihr sagt es, denn ich bin’s.
Apg 7,55
Wie er aber voll heiligen Geistes war, sah er auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten Gottes
Und der Herr Jesus hat sich bei seinem Besuch des Volkes Israel auch in seinem priesterlichen Amt bestätigt, weil er nicht nur gelehrt und geheilt hat, sondern auch die Vollmacht hatte, Menschen Sünden zu vergeben.
[Mk 2,10-12] Auf das ihr aber wisset, dass des Menschen Sohn Macht hat, zu vergeben die Sünden auf Erden, (sprach er zu dem Gichtbrüchigen): Ich sage dir, stehe auf, nimm dein Bett und gehe heim! Und alsbald stand er auf, nahm sein Bett und ging hinaus vor allen, also dass sie sich entsetzten und priesen Gott und sprachen: Wir haben solches noch nie gesehen.
Vielmehr natürlich, als er nach seinem Tode auferstanden ist und nun in der Lage war, die Menschen, die er liebt, von Sünde zu befreien und in seine himmlische Wohnstatt aufzunehmen, wenn sie gestorben sind.
[Heb 9,11-12] Christus aber ist gekommen, dass er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, und ist durch eine größere und vollkommenere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht, das ist, die nicht von dieser Schöpfung ist, auch nicht der Böcke oder Kälber Blut, sondern sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden.
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[Heb 9,15] Und darum ist er auch ein Mittler des neuen Testaments, auf dass durch den Tod, so geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen, die unter dem ersten Testament waren, die, die berufen sind, das verheißene ewige Erbe empfangen.
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[Heb 9,24-28] Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heilige, das mit Händen gemacht ist (welches ist ein Gegenbild des wahrhaftigen), sondern in den Himmel selbst, nun zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes für uns; auch nicht, dass er sich oftmals opfere, gleichwie der Hohepriester geht alle Jahre in das Heilige mit fremden Blut, sonst hätte er oft müssen leiden von Anfang der Welt her. Nun aber, am Ende der Welt, ist er einmal erschienen, durch sein eigen Opfer die Sünde aufzuheben. Und wie den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht: also ist auch Christus einmal geopfert, wegzunehmen vieler Sünden; zum andernmal wird er ohne Sünde erscheinen denen, die auf ihn warten, zur Seligkeit.
Wer sein priesterliches Amt nicht in Anspruch nehmen will, dem werden die Sünden behalten.
Joh 8,24
So habe ich euch gesagt, dass ihr sterben werdet in euren Sünden; denn so ihr nicht glaubt, dass ich es sei, so werdet ihr sterben in euren Sünden.
Gruß Thomas