Danke fürs Teilen. Ich habe mir die paar Seiten durchgelesen. Mich überzeugt die ganze Heransgehensweise von Pfeiffer nicht. Er ordnet die Sache als Mediziner ein und ausdrücklich nicht als Exeget der Schrift wenn er schreibt :Spice hat geschrieben: ↑So 31. Mai 2026, 11:39 Von christl. Seite etwas Vernünftiges zum Dämonenglaube: https://www.seminare-ps.net/demonic/201 ... mon_PS.pdf
Weiter schreibt er dann:"Es geht hier nicht darum, die Berichte über Dämonen-Begegnungen im Neuen Testament zu diskutieren."
Welches dämonistische Weltbild des antiken Judentums soll denn gemeint sein ? Im Alten Testament gibt es sowas nicht. Erst in viel späteren Zeiten entstand eine systematische Dämonen-Ontologie, auf die die Wahrnehmung der Beschreibung von Dämonen im NT einen wesentlichen Einfluss gehabt haben dürfte. Solche Systeme dürfen aber nicht beliebig in die noch frühere Vergangenheit zurückprojiziert werden und dann als Ausgangspunkt für die Rede von Dämonen im NT vorausgesetzt werden."Überzeugend scheint mir folgende Schlussfolgerung in einem bekannten theologischen Nachschlagewerk: „Die Autoren des Neuen Testaments setzen das dämonistische Weltbild des antiken Judentums weitgehend unreflektiert voraus. Theologische Relevanz erhält der altjüdische Dämonismus durch Jesu eschatologische Deutung seiner Exorzismen. Nach Ostern wird Jesus zum Triumphator über die dämonischen Mächte schlechthin.“
Pfeiffer versucht die Wahrnehmung der Betroffenen und ihre Einordnung von Leiden als dämonisch zwar ernst zu nehmen, er hinterfragt aber nicht, ob die Einordnung als dämonisch nach dem Maßstab des NT und AT überhaupt zulässig ist. Damit argumentiert er zwar ausgehend vom gleichen Überbau wie unsere beiden Hauptdiskutanten hier, er stellt sich dann aber trotzdem auf die andere Seite, indem er Dämonisches ansich zurückweist.