Helmuth hat geschrieben: ↑Mi 15. Jul 2026, 17:59
Zippo hat geschrieben: ↑Mi 15. Jul 2026, 16:13
Helmuth, hatte ich nicht zitiert ? Hier hast du was zu lesen: …
Den Text aus Mt. 5 lesen kann ich auch. Darin sehe ich keine Verschärfung des Gesetzes. Das musst du erst erläutern.
Wenn du z. Bsp. liest, daß der Herr Jesus das beleidigen eines jüdischen Bruders mit dem Töten auf eine Stufe stellt, dann ist das für mich eine Verschärfung. Oder liest du so etwas in der Thora ?
[Mt 5,21-22] Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: „Du sollst nicht töten; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein.“ Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnet, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha! der ist des Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr! der ist des höllischen Feuers schuldig.
Ähnlich mit dem Ansehen einer Frau und dem Ehebruch usw.
Helmuth
Ich sehe erst darin, dass das Gesetz erst ins Herz geschrieben werden muss, die Erfüllung, anders befolgt man es nur äußerlich und das ist keine Erfüllung, sondern führt zu den Missständen, die Jesus aufzeigt.
Was heißt denn, "in das Herz schreiben" ?
In dem Bund mit dem Herrn Jesus Christus werden wir durch den Heiligen Geist unterwiesen. Wir bekommen da aber keine Anweisung, das Gesetz einzuhalten oder zu erfüllen, sondern es geht alles um Glaube und Liebe, wie Johannes sagt.
[1. Joh 3,23-24] Und das ist sein Gebot, dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesu Christi und lieben uns untereinander, wie er uns ein Gebot gegeben hat. Und wer seine Gebote hält, der bleibt in ihm und er in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt, an dem Geist, den er uns gegeben hat.
Der Heilige Geist erklärt uns den Sinn der Opfer- und Festtage des Gesetzes, die ja ein Schatten dessen sind, was der Herr Jesus für uns getan hat, um das Gesetz für seine Nachfolger zu erfüllen. Hier brauchen wir nur Glauben haben und nachfolgen.
Die Gebote der Liebe stehen schon zentral im Gesetz Mt 22,37-40 und werden nun im neuen Bund als einziges Gebot genannt, mit dem unser menschliches miteinander geregelt wird. Da ist auch die goldene Regel erfüllt und was Rabbi Hillel gesagt hat:
Rö 13,10
Denn Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.
Helmuth
Es kennzeichnet Heuchler, wie Jesus das auch öfter anspricht, dass man zwar das Gesetz befolgen kann, damit aber dennoch nicht den Willen Gottes tut. Darum nennt Jesus eine solchen Gottesdienst auch wertlos. Er sagt weiters:
Matthäus 5:20 hat geschrieben: Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht bei weitem übersteigt, werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen.
"bei weitem" ist ein starkes Wort und klingt vielleicht ungemein scharf, aber es verschärft nicht. Es zeigt lediglich die Nutzlosigkeit auf Gerechtigkeit durch das Gesetz erlangen zu wollen anstelle Liebe zu üben, die das Gesetz erfüllt. Bei Menschen, die echte Liebe üben, ist Gott auch weit nachsichtiger, wenn sie dabei nicht alles richtig machen.
Hier sagst du es doch: Liebe üben, ist die Erfüllung des Gesetzes. Ich finde allerdings, daß man berücksichtigen muß, daß der Herr Jesus zu gläubigen Juden spricht. Die sollten ja das Gesetz erfüllen, aber haben es eben nicht geschafft.
Ins Himmelreich kommt man glücklicherweise nicht durch die eigene Gerechtigkeit, sondern durch die Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt.
[Röm 3,9-10] Was sagen wir denn nun? Haben wir einen Vorteil? Gar keinen. Denn wir haben droben bewiesen, dass beide, Juden und Griechen, alle unter der Sünde sind, wie denn geschrieben steht: „Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer.
[Röm 3,19-22] Wir wissen aber, dass, was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, auf dass aller Mund verstopft werde und alle Welt Gott schuldig sei; darum dass kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart und bezeugt durch das Gesetz und die Propheten. Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesum Christum zu allen und auf alle, die da glauben.
Helmuth
Ich halte dazu aus dem AT dagegen, wenn es vielleicht auch nicht statthaft ist, dass Gott die Steinigung eines Sabbatbrechers angeordnet hatte --> 4. Mose 15:32-36. Das gab es kein zweites Mal. Jesus sagte, der Sabbat wäre um des Menschen willen geschaffen. Wie scharf nennst du das und wie erklärst du das?
Gott hat im Gesetz einen Ruhetag geschaffen, den die Israeliten einhalten sollten. Nach dem Gesetz wurden Israeliten, die sich nicht daran gehalten haben, vom Volk gesteinigt.
Im neuen Bund wird uns der Sabbat aber auch als Vorschatten beschrieben und der Herr Jesus Christus hat es erfüllt. Er hat an einem Festsabbat sein Leben gelassen und im Tode geruht, um Menschen von dem Fluch des Gesetzes zu befreien. Hebr 4,1-11Das ist aber ein anderes Thema.
Die Steinigung wegen des Verstoßes gegen die Sabbatruhe ist jedenfalls von Gott angeordnet worden oder bist du da anderer Meinung ?
Eigentlich können wir doch froh sein, daß die Zeiten vorüber sind, wo ein Gesetz eingehalten werden mußte.
Gruß Thomas