Siehst du, Beispiele sind oft nützlicher als in der Art nur mit Lehrsätzen oder in abstakten Denkvorstellungenn zu diskutieren. Darum nutzte auch Jesus Gleichnisse, um sich verständlicher zu machen. Es freut mich, dass wir hier erstmals im Thema bei einem wichtigen Punkt zusammenkommen.
Das wurde damit ja gesagt, aus meiner Perspektive jedenfalls. Aus einer anfänglich noch lockeren liberalen Haltung: "Was wäre schon dabei mal mit anderen Frauen als meiner zu schlafen", die nicht selten im Ehebruch endet, wurde eine feste Überzeugung: "Ehebruch ist eine böse Sache und Gott richtet das auch."
Was war deine Lehre zuvor (in aller Kurzform): "Es ist kein Problem." Und danach: "Es ist ein großes Problem."
Vielleicht bist du noch nicht am Ziel, aber du bist am richtigen Weg, und der Heilige Geist führt dich darauf weiter. Darum rede ich von einem lebenslangen Prozess, in dem dich der Heilige Geist in das Bild des Sohnes nach und nach verwandelt. Letzteres war nun hochtheologisch.
Oder mit anderen Worten, jetzt sehr pragmatisch: Das Ziel ist dann erreicht, wenn man nicht nur Angst vor möglichen Konsequenzen der Sünde hat, sondern aus Liebe zu Gott sich seinem Wort fügt.
Dann, so meine Interpretation und auch Lebenserfahrung, kommen mit der Zeit nicht mehr ständg derartige Anfechtungen beim Anblick einer schönen Frau in den Sinn. Es lässt immer mehr nach. Dein Herz wird immer mehr davon gerenigt und diese Art Verführung greift schlicht nicht mehr.
Diese Erfahrungen, die zu unseren Erkenntnissen führen, festigen unsere Beziehung zu Gott und vor allem, was unser Thema anbelangt, unsere Glaubensgewissheit. Sie kommt aus der Lebenserfahrung mit Gott. Man kann nicht alles theologisch sehen, denn diese kann das gar nicht feststellen, da es eine geistliche Sache ist.
Mir ist aber auch klar, wovon du redest oder zu reden meinst, daher auch andersum. Bringe du ein Beispiel, was deiner Vorstellung der Lehre entspricht, von der du ja deswegen noch nicht abgerückt bist. Versuche mich zu überzeugen.