Helmuth hat geschrieben: ↑Fr 12. Jun 2026, 14:55
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 12. Jun 2026, 12:57
Der Herr Jesus zeigt uns ja, wie das geht:
Das kannst du nicht 1:1 mit unserer Situation vergleichen. Wir werden nicht vom Satan besucht, wie Jesus, wir werden aber auf viele Arten versucht. Darin muss man unterscheiden wer und was uns versucht.
Ich hatte auch etwas Mühe, es auf die heutige Situation zu beziehen. Vielleicht bezieht sich die Versuchung Jesu in der Wüste mehr auf die Zeit, als Israel in der Wüste war. Die erste Versuchung durch Satan geschah, indem er den Herrn auf einen Mangel hinweist.
In der Wüste hatte das Volk Israel Mangel an Brot und Wasser und hat dies auch mehrfach durch böse Rede kundgetan.
[4. Mo 11,4-6] Das Pöbelvolk aber unter ihnen war lüstern geworden, und sie saßen und weinten samt den Kindern Israel und sprachen: Wer will uns Fleisch zu essen geben? Wir gedenken der Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, und der Kürbisse, der Melonen, des Lauchs, der Zwiebeln und des Knoblauchs. Nun aber ist unsere Seele matt; denn unsere Augen sehen nichts als das Man.
Hast du schon mal Mangel gehabt, weil du sehnlichst etwas erwartest, was du aber nicht bekommst ? Ich kenne das Gefühl, wenn nach jahrelangem Gebet, Wünsche unerfüllt bleiben. Und in diese Unzufriedenheit mischt sich gerne Satan, um die Situation auszunutzen und einen Keil in die Beziehung zu Gott zu schlagen.
Das wird bildlich durch die Schlangen dargestellt, die Israel kurze Zeit später heimsuchten, wenn sie gemurrt hatten, Gott aber damit nicht zufrieden war.
[4. Mo 21,4-6] Da zogen sie von dem Berge Hor auf dem Wege gegen das Schilfmeer, dass sie um der Edomiter Land hinzögen. Und das Volk ward verdrossen auf dem Wege und redete wider Gott und wider Mose: Warum hast du uns aus Ägypten geführt, dass wir sterben in der Wüste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier, und unsere Seele ekelt vor dieser mageren Speise. Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, dass viel Volks in Israel starb.
Du weißt ja, wie das weiterging. Ich habe schon recht oft an diese Geschichte gedacht und habe Satan in solchen Situationen erfahren. Wie kann man in solchen Situationen widerstehen ?
Die Gnade Gottes hat mich von diesen üblen Geistern befreit. Manchmal sogar ohne Gebet, das mußten dann wohl andere tun, weil ich in diesem Zustand nicht bereit war. Später gab es Bitte um Vergebung und versöhnliche Worte.
Da sind Kräfte in der Welt, die können dem Menschen schnell zu stark sein.
Dann habe ich an die Worte Jesu gedacht:
[Joh 3,14-16] Und wie Mose in der Wüste eine Schlange erhöht hat, also muss des Menschen Sohn erhöht werden, auf das alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Die zweite Versuchung Jesu soll Gott zwingen etwas zu tun. Das hat es in der Geschichte Israels auch gegeben. Z. Bsp. als das Volk Israel mit der Bundeslade in den Kampf zog und dachte, ihr Gott würde ihnen dann schon helfen. Aber leider war dem nicht so und die Bundeslade ging an die Philister verloren:
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[1. Sam 4,5-11] Und da die Lade des Bundes des HERRN in das Lager kam, jauchzte das ganze Israel mit einem großem Jauchzen, dass die Erde erschallte. Da aber die Philister hörten das Geschrei solches Jauchzens, sprachen sie: Was ist das Geschrei solches großen Jauchzens in der Hebräer Lager? Und da sie erfuhren, dass die Lade des HERRN ins Lager gekommen wäre, fürchteten sie sich und sprachen: Gott ist ins Lager gekommen; und sprachen weiter: Wehe uns! denn es ist zuvor nicht also gestanden. Wehe uns! Wer will uns erretten von der Hand dieser mächtigen Götter? Das sind die Götter, die Ägypten schlugen mit allerlei Plage in der Wüste. So seid nun getrost und Männer, ihr Philister, dass ihr nicht dienen müsset den Hebräern, wie sie euch gedient haben! Seid Männer und streitet!
Da stritten die Philister, und Israel ward geschlagen, und ein jeglicher floh in seine Hütte; und es war eine sehr große Schlacht, dass aus Israel fielen dreißigtausend Mann Fußvolk. Und die Lade Gottes ward genommen, und die zwei Söhne Elis, Hophni und Pinehas, starben.
Es geht hier auch um menschlichen Eigenwillen und kennt man das nicht auch aus dem eigenen Leben ? Da wird entgegen der Mahnung Gottes eine Sache gemacht, z. Bsp. eine Fahrt gemacht, eine Stelle angenommen oder eine Ehe geschlossen und dann ist plötzlich viel Elend da !
Was hilft da ? Doch eigentlich nur, im Vorfeld die Mahnung Gottes beachten und von Dingen zu lassen.
Wie sagte Samuel zu Saul, als er nicht, wie vereinbart war, auf ihn gewartet hatte ?
[1. Sam 15,22-23] Siehe, Gehorsam ist besser denn Opfer, und Aufmerken besser denn das Fett von Widdern; denn Ungehorsam ist eine Zaubereisünde, und Widerstreben ist Abgötterei und Götzendienst. Weil du nun des HERRN Wort verworfen hast, hat er dich auch verworfen, dass du nicht König seist.
In der dritten Versuchung bietet Satan seine Macht an, wenn Jesus vor ihm niederfällt und ihn anbetet:
[Mt 4,8-10] Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, so du niederfällst und mich anbetest. Da sprach Jesus zu ihm: Hebe dich weg von mir Satan! denn es steht geschrieben: „Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, und ihm allein dienen.“
Hat Israel so etwas nicht häufiger versucht, als es die Götter der Nachbarvölker angerufen hat ? Z. Bsp. den Baal. Auf dem Karmel spitzt sich die Sache zu und Gott gibt ein Zeichen.
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[1. Kön 18,21-40] Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinket ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach; ist’s aber Baal, so wandelt ihm nach. Und das Volk antwortete ihm nichts. Da sprach Elia zum Volk: Ich bin allein übriggeblieben als Prophet des HERRN; aber der Propheten Baals sind vierhundertfünfzig Mann. So gebt uns nun zwei Farren und lasst sie erwählen einen Farren und ihn zerstücken und aufs Holz legen und kein Feuer daran legen; so will ich den anderen Farren nehmen und aufs Holz legen und auch kein Feuer daran legen. So rufet ihr an den Namen eures Gottes, und ich will den Namen des HERRN anrufen. Welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der sei Gott. Und das ganze Volk antwortete und sprach: Das ist recht. Und Elia sprach zu den Propheten Baals: Erwählet ihr einen Farren und richtet zu am ersten, denn euer ist viel; und rufet eures Gottes Namen an und leget kein Feuer daran. Und sie nahmen den Farren, den man ihnen gab, und richteten zu und riefen an den Namen Baals vom Morgen an bis an den Mittag und sprachen: Baal, erhöre uns! Aber es war da keine Stimme noch Antwort. Und sie hinkten um den Altar, den sie gemacht hatten. Da es nun Mittag ward, spottete ihrer Elia und sprach: Rufet laut! denn er ist ein Gott; er dichtet oder hat zu schaffen oder ist über Feld oder schläft vielleicht, dass er aufwache. Und sie riefen laut und ritzten sich mit Messern und Pfriemen nach ihrer Weise, bis dass ihr Blut herabfloss. Da aber der Mittag vergangen war, weissagten sie bis um die Zeit, da man das Speisopfer tun sollte; und war da keine Stimme noch Antwort noch Aufmerken. Da sprach Elia zu allem Volk: Kommt her, alles Volk, zu mir! Und da alles Volk zu ihm trat, baute er den Altar des HERRN wieder auf, der zerbrochen war, und nahm zwölf Steine nach der Zahl der Stämme der Kinder Jakobs (zu welchem das Wort des HERRN redete und sprach: Du sollst Israel heißen), und baute von den Steinen einen Altar im Namen des HERRN und machte um den Altar her eine Grube, zwei Kornmaß weit, und richtete das Holz zu und zerstückte den Farren und legte ihn aufs Holz und sprach: Holet vier Kad Wasser voll und gießet es auf das Brandopfer und aufs Holz! Und sprach: Tut’s noch einmal! Und sie taten’s noch einmal. Und er sprach: Tut’s zum drittenmal! Und sie taten’s zum drittenmal. Und das Wasser lief um den Altar her, und die Grube ward auch voll Wasser. Und da die Zeit war, Speisopfer zu opfern, trat Elia, der Prophet, herzu und sprach: HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, lass heute kund werden, dass du Gott in Israel bist und ich dein Knecht, und dass ich solches alles nach deinem Wort getan habe! Erhöre mich HERR, erhöre mich, dass dieses Volk wisse, dass du, HERR, Gott bist, dass du ihr Herz darnach bekehrest! Da fiel das Feuer des HERRN herab und fraß Brandopfer, Holz, Steine und Erde und leckte das Wasser auf in der Grube. Da das alles Volk sah, fiel es auf sein Angesicht und sprach: Der HERR ist Gott, der HERR ist Gott! Elia aber sprach zu ihnen: Greift die Propheten Baals, dass ihrer keiner entrinne! Und sie griffen sie. Und Elia führte sie hinab an den Bach Kison und schlachtete sie daselbst.
Viele Menschen in der Welt beten Satan an, ohne zu wissen, daß er es ist, sie denken ja, es wäre Gott. Da ist zunächst einmal Aufklärung nötig. Aber Vorsicht ist geboten, denn Satan läßt sich seine Anhänger nicht so schnell entreißen.
Sind nicht auch schon viele Menschen auf Reichtum und Macht hereingefallen und sind darin Satan gefolgt ? Dem kann man aber widerstehen oder sich davon lösen.
Vielleicht ist in diesem Zusammenhang das Gleichnis vom reichen Mann und dem Nadelöhr interessant. Mt 19,24
Gruß Thomas