Sunbeam hat geschrieben: ↑Di 19. Mai 2026, 15:01
Was mich dann erstaunte und auch nachdenklich machte, auf welch töndernden Füßen die christliche Lehre dann oft steht, wenn es an das theologisch Eingemachte des Alten Testamentes geht.
Wenn man das gesamte NT verwirft, das ja von (gelernten)
Juden geschrieben wurde, die sich mit den Schriften bestens auskannten; wenn man dessen Autorität nicht anerkennt, kann man freilich andere Schlüsse ziehen.
Die "christliche Lehre" bezeugt:
"Der Messias ist bereits gekommen und hat das Erlösungswerk vollbracht". Auf dem Fundament dieses Glaubens sind z.B. Opferkulte passé; eines jedoch hat sich nicht geändert: Der Mensch wird durch den Glauben gerecht; was bedeutet: durch die Identifikation mit dem Willen JHWHs (Abel), und nicht etwa durch Werke ohne Glauben (Kain).
Wenn Juden es anders sehen, kann ich das akzeptieren. Aber ich lasse mir meinen Glauben nicht madig reden und auch nicht "das Christentum", wenn die Theologie auch bisweilen nicht zu 100% einheitlich ist, das betrifft aber eher Nebensächlichkeiten; Auslegungsfragen, nicht die zentrale Botschaft, die ich im vorherigen Absatz kursiv gesetzt habe. Wer Jesus Christus begegnen will, der kann das anstreben, und danach gibt es kein Zurück mehr-- für alle, die den HERRN erfahren haben. Niemand, der von Jesus Christus berührt wurde, will auf eine frühere Stufe der Entwicklung zurück.
Dass es viele Christen gibt, die diese Berührung nie erfahren haben und deshalb eher traditionell gläubig sind... nicht überzeugend... ändert nichts am Wahrheitsgehalt meiner Feststellung.
Es sind unterschiedliche Stufen der Erkenntnis. Wahrscheinlich hat jede davon ihre Berechtigung. Wir sollen nicht stehen bleiben und stagnieren, sondern zunehmen an Erkenntnis = uns weiterentwickeln und spirituell erwachsen werden.
Im Judentum gibt es ja auch verschiedene Strömungen; die sind sich durchaus nicht alle einig.
LG