Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

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Zippo
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Zippo »

Larson hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 13:51
Zippo hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 12:07 Das NT ist der Meinung, daß alle Maßnahmen in dem Gesetzesbund nicht ausreichen, sie waren zwar nötig, um der vielen Sünden willen und um darauf vorzubereiten, was in Zukunft kommen würde, aber alle diese Maßnahmen konnten den Menschen nicht von der Sünde befreien.
Siehst du, wie abweichend die Lehre im NT gegenüber der Tenach ist. Gottes Lehre beinhaltet alles, Weisung, Zucht, Gnade und Vergebung.
Es ist typisch Menschlich zu meinen, dass dies nicht genügen würde, es müsse mehr sein, obwohl es Gott so zugesagt hatte. Und deshalb sagt Gott deutlich, dass man seiner Lehre weder hinzufügen noch entfernen soll. Und genau dies macht das NT mit seiner Lehre, das „AT“ ist nicht gut genug.
Ich sehe da keine Abweichung, eher die erzieherische Funktion und das Vorbildhafte. Paulus sagt:
Gal 3,24
[Luther 1912: Gal 3,24] Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, dass wir durch den Glauben gerecht würden.
Durch das Gesetz erfahren Menschen bis auf den heutigen Tag, was in Gottes Augen angenehm und was ihm nicht gefällt. Es heißt ja auch:
[ELB-CSV: Heb 8,10] Denn dies ist der Bund, den ich dem Haus Israel errichten werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Indem ich meine Gesetze in ihren Sinn gebe, werde ich sie auch auf ihre Herzen schreiben; und ich werde ihnen zum Gott und sie werden mir zum Volk sein.
Das ist eine Verheißung des AT aus dem Buch Jeremia:
[ELB-CSV: Jer 31,33] Sondern dies ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel schließen werde nach jenen Tagen, spricht der HERR: Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben; und ich werde ihr Gott, und sie werden mein Volk sein.
Diese Verheißung ist durch den Herrn Jesus Christus und die Ausgießung des Heiligen Geistes erfüllt worden.

Der Heilige Geist führt jeden gläubigen Christen auch in die Lehre des AT ein, sie sollen verstehen, was zu Beginn der Schöpfung geschehen ist, sie sollen anhand der Geschichten des AT erkennen, was Gott mit seinem Sohn Jesus Christus umgesetzt hat, sie sollen im Gesetz erkennen, welche Grenzen gesteckt sind, die nicht übertreten werden sollen und die Bedeutung der Opferdienste und Feste im Gesetz verstehen, die alle auf das Werk Jesu hinweisen und das Werk des Heiligen Geistes.

Mit den Opferdiensten sollte es aufhören, denn Gott wollte Mensch werden, um dem von Satan verführten Menschen eine Botschaft der Gnade zu präsentieren. Das konnte mit dem Blut der Tiere nun mal nicht dauerhaft passieren. Ein Mensch sollte für Menschen die Strafe übernehmen, die Satan zur Sünde verführt, Gott aber trotz alledem liebt und vor Gericht und Strafe und dem zweiten Tod bewahren möchte.
Larson
Zippo hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 12:07 Ein Mensch von der Reinheit eines Adam mußte her, und erst über dieses freiwillige Opfer ist Gott bereit, den bußfertigen Menschen von der Sünde zu befreien.
Sicher nicht. Solches lehrt weder die Torah noch die Propheten. Also fügt das NT hier wieder etwas der Lehre Gottes dazu.
Du kannst es verstehen, wenn du den Sinn und die Durchführung der Tieropfer betrachtest. Da gab es reine und unschuldige Tiere, die für Schuld und Sünde geopfert wurden. Im Einzelfall mußten Opfergaben zu den Priestern gebracht werden. Z. Bsp. 3 Mo 5,..5-6.. Und an dem Versöhnungstag wurde für das ganze Volk um Vergebung gebeten und das nicht ohne Opferungen.
[3. Mo 16,15-16] Darnach soll er den Bock, des Volks Sündopfer, schlachten und sein Blut hineinbringen hinter den Vorhang und soll mit seinem Blut tun, wie er mit des Farren Blut getan hat, und damit auch sprengen auf den Gnadenstuhl und vor den Gnadenstuhl; und soll also versöhnen das Heiligtum von der Unreinigkeit der Kinder Israel und von ihrer Übertretung in allen ihren Sünden.
...
[3. Mo 16,20-21] Und wenn er vollbracht hat das Versöhnen des Heiligtums und der Hütte des Stifts und des Altars, so soll er den lebendigen Bock herzubringen. Da soll denn Aaron seine beiden Hände auf sein Haupt legen und bekennen auf ihn alle Missetat der Kinder Israel und alle ihre Übertretung in allen ihren Sünden, und soll sie dem Bock auf das Haupt legen und ihn durch einen Mann, der bereit ist, in die Wüste laufen lassen,
Auch, wenn Gott in Zeiten des Exils mal gnädig über die fehlende Opferungen hinweg gesehen hat, sind doch diese Opfergesetze unbestreitbar Bestandteil des Gesetzes. Das Volk Israel kann nun die letzten 2 Jahrtausende diese Opferungen nicht mehr bringen.

Die Christen erfüllen das Gesetz, indem sie in dem Herrn Jesus Christus das reine Opferlamm sehen, das Opfer ohne Fehl und Tadel, das allein fähig ist, Menschen von ihrer Sünde zu befreien.
Joh 1,29
Des anderen Tages sieht Johannes Jesum zu ihm kommen und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt!
[Heb 9,11-12] Christus aber ist gekommen, dass er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, und ist durch eine größere und vollkommenere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht, das ist, die nicht von dieser Schöpfung ist, auch nicht der Böcke oder Kälber Blut, sondern sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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