Helmuth hat geschrieben: ↑Fr 24. Apr 2026, 09:25
So erklärst du das Dogma recht rigoros zu bösem Menschenwerk Angst zu schüren und manipulativ auf Menschen einzuwirken.
Ich habe es nicht so verallgemeinert, wie du es gerade tust - indem ich das Wörtchen "meistens" benutzt habe.
Und auch in der Folge wird meine Aussage eigeschränkt mit "wenn" (...das so ist,dann...)
Ich wähle meine Worte meistens so, dass jedes Wort seine Bedeutung hat und damit die Grenzen meiner Aussage anzeigen...
Helmuth hat geschrieben: ↑Fr 24. Apr 2026, 09:25
Lea hat geschrieben: ↑Do 23. Apr 2026, 11:36
Wenn Menschen ein Dogma
festlegen, dann liegt
der Schwerpunkt meistens auf festgeschriebene/starre Regeln/Bedingungen, in denen die Folge der Nichtbeachtung dieser Regel
der Antrieb ist, diese zu befolgen.
Wenn Menschen ein Dogma festlegen (also als unbeweglich darstellen), dann ist der Antrieb der (drohende) Fluch. Also nicht das, was Gott an Gutem anbietet, sondern das, was einem (angeblich) droht, wenn man dieses Dogma nicht auf genau die Auslegung, die jemand festgelegt hat, einschränkt.
Helmuth hat geschrieben: ↑Fr 24. Apr 2026, 09:25
Indem du das Fluchmotiv in den Vordergrund stellts. setzt du dieses, vermutlich unbewusst, zu einer Prämisse. Dann trifft es aber auch Gott. Er wäre jetzt ein böser Dogmatiker, der uns mit Fluch droht.
Genau das Gegenteil habe ich betont. Und bei deiner Interpretation meiner Aussage machst du genau das, was ich darstellen wollte.
Christliche Dogmen werden ja immer auf Bibelstellen begründet. Ich sehe in dem was Gott sagt, kein Dogma, in dem es nur "entweder - oder" gibt.
zum Beispiel in
5.Mose 11,26-31... Gottes Einleitung enthält das Angebot des Segens....
...ich lege euch vor, den Segen oder Fluch ...
Der Fluch wird nur ganz kurz als Gegenpart zum Segen andeutet. Grundlage ist Gottes Angebot, was aus dem Fortlauf des Textes erfolgt: Gott sagt: ich gebe euch .... und führt all das Gute des Segens auf. Ich möchte fast sagen, Gott setzt voraus, dass die Menschen eigentlich den Segen wollen. Der Fluch ist nur die Folge dessen, wenn man den Segen ablehnt.
Führend in diesem Abschnitt geht es um den Segen. Der Antrieb ist hier eindeutig der Segen, den Gott vorgibt.
Wenn man aber in diesem Text hundert Worte dem Fluch widmet als Angebot, dann hat das Gute, was das eigentliche Angebot Gottes beschreibt, kaum noch eine Wirkuneg. Der Schwerpunkt liegt hier auf dem Fluch, welcher das (viel größere) Angebot Gottes einfach in den Schatten stellt - und damit den Segen verdunkelt. Den Fluch als Antrieb zum Dogma zu machen bedeutet, dass man Angst erzeugt. Der Wunsch nach dem Segen wird verdunkelt, im Schatten der Angst vor dem Fluch.
Helmuth hat geschrieben: ↑Fr 24. Apr 2026, 09:25
Was sind die legitimen Grundsätze für ein gültiges Dogma und wann sind sie unhaltbar? Oder ich kann auch anders fragen: Brauchen wir sie übrhaupt, wenn viele oder sogar die meisten ohnehin nur in eine Lehre von Menschengeboten münden?
Genau das stelle ich in Frage. Ich denke, wenn man Menschen grundsätzlich erst einmal den Weg über Jesus zu Gott dem Vater hinweist, braucht es keine Dogmen. Dann kann man getrost die Vorlage dessen was den Fluch ausmacht, Gott überlassen. Weil ER genau ins Herz trifft. Und weil Gott allein das Herz des einzelnen Menschen kennt und genau weiß, wann es nötig ist, diesem Menschen die Option zur Wahl zum Fluch vorlegen muss, weil dieser vielleicht nicht weiß, was ihm bei Ablehnung an Segen verloren geht.