Abischai hat geschrieben: ↑Di 1. Sep 2026, 21:48
Paulus spricht von
Machthabern mit
Waffengewalt und kennzeichnet ihre Qualitäten, an denen sie zu erkennen sind. Wenn es nur eine Machthaberstruktur gibt, erübrigt sich die Diskussion, aber nicht, wenn es konkurrierende Systeme gibt, dann sollte man schon mal hinsehen.
Waffengewalt ist eine Folge davon Macht zu besitzen, weil Gott für jedermann der Machtgeber ist. Aber je nach Ordnung ist nicht jeder gleichberechtigt. Gerade dazu sind Obrigkeiten gesetzt, dies zu regeln. So ist z.B. in Österreich das Tragen von Schusswaffen gesetzlich verboten bzw. ihre Handhabung strengen Regelungen unterworfen.
Es steht aber nicht die Art der Waffen oder ihr spezifischer Einsatz im Zentrum der Betrachtung Paulus', sondern dass die ausführenden Gewalten nicht umsonst mit Waffen ausgestattet sind:
Römer 13:4 hat geschrieben: Denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber Böses verübst, so fürchte dich, denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zum Zorn für den, der das Böse tut.
Diese Furcht habe ich zuvor als Ehrfurcht bezeichnet. Ich muss sie nicht fürchten im Sinne von Angst, aber ich soll der Obrigkeit den gebührenden Respekt erweisen. Und warum? Weil sie von Gott eingesetzt ist, darum. Ich wiederhole diese Aussage:
Römer 13:7 hat geschrieben: Gebt allen, was ihnen gebührt: die Steuer, dem die Steuer, den Zoll, dem der Zoll, die Furcht, dem die Furcht, die Ehre, dem die Ehre gebührt.
Es wird dem immer entgegengehalten, ja aber was, wenn diese ihre Macht missbauchen? Leute, das sind wird durch. Es gilt auch dann, dass ihnen die Steuer, der Zoll, die Furcht und die Ehre gebührt und zwar um der Aufrechterhaltung der Ordnung willen, das ja auch Gottes Wille ist.
Wo hätte Gott aber erlaubt eine Rebellion anzuzetteln, weil dir manches nicht passt? Doch falls diese Gewalten außer Kontrolle geraten, dann deswegen nicht Gott, eher ist ein Zeichen dafür, dass nun Gott selbst eingeift.
Dann sind wir gefordert sich nicht an Verschwörungen und dgl. zu beteiligen. Gerade in solchen sagen wir "wilden" Zeiten offenbart sich, wer Jesus nachfolgt und wer seine eigenen ideologischen, poltischen oder religiösen Ziele verfolgt.
Römer 13 sehe ich gar nicht geschrieben für die Zeiten eines politischen Umsturzes, sondern für Zeiten einer funktionierenden Ordnung, wie wir darin in Frieden in irgendeiner Nation auf Erden leben können. Man kann sich nicht aussuchen, wo man hineingeboren wird, aber man kann sich dazu entscheiden Jesus nachzufogen
Man vermische also nicht Kriegszeiten mit Friedenszeiten, wiewohl selbst der Krieg Gottes Prinzipen nicht außer Kraft setzt. Auch ein militärisches Heer funktionert
nicht (!) ohne Gehorsam. Das Prinzip ist also immer wirksam, daher meine ich, sollte man es als Christ verstehen.
Abischai hat geschrieben: ↑Di 1. Sep 2026, 21:48
Wer waren bei den Germanen und Vikingern die "Obrigkeiten", oder bei den Prärieindianern ?
Diejenigen, die sie angeführt haben. Solltest du unter ihnen leben, musst auch du deren Gesetz einhalten, oder du landest am "Marterpfahl".
Ein Prinzip Gottes ist nicht abhängig von Menschen, das ist wie das Gesetz der Schwerkraft. Scheinbar kann man gewisse Aussgen 100 Mal tätigen, sie wird auch 100 Mal überlesen. Ich betone nochmals meine zwei dem Thema zugrundeliegenden Prämissen:
1) Was immer Gott tut, ist gut, richtig und gerecht und soll Segen bringen, auch wenn er dabei Zucht anwenden muss.
2) Was immer der Mensch tut, sei es gut oder böse, setzt keine Prinzipien Gottes für Recht und Ordnung außer Kraft.