...es ist keine Obrigkeit, außer von Gott...

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Philippus
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Re: ...es ist keine Obrigkeit, außer von Gott...

Beitrag von Philippus »

Helmuth hat geschrieben: Di 1. Sep 2026, 12:27

Das kümmert Gott nicht, sein Wort bleibt felsenfest: "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren." Punkt, aus, Ende der Diskussion.



Ich kannte mal einen jungen Mann, dessen Mutter ihr Geld als Prostituierte verdient hatte und das auf dem Dorf wo jeder jeden kennt. Er lebte jedenfalls auf dem Dorf und die Mutter fuhr in die nächstgelegene größere Stadt um dort als Prostituierte zu arbeiten. Irgendwie hatten seine Schulkameraden -inzwischen auch alle um die 18 Jahre alt- das heraus bekommen, vielleicht waren sie sogar selber Kunde bei der Mutter.
Es hat mich fasziniert, wie der Bub das verarbeitete. Von kräftiger Gestalt hatte er einfach jeden, der die Geschichte mit seiner Mutter auch nur erwähnte, krankenhausreif geschlagen und geboxt.
Ich wusste von der Geschichte und habe mich auch mal zufällig mit dem Bub unterhalten, natürlich ohne die Mutter auch nur zu erwähnen...

Ich muss sagen ich hatte nur selten zuvor oder danach mich so gut mit jemand unterhalten, weiß gar nicht mehr genau worüber wir uns unterhalten haben , über Elvis Presley oder die Beatles oder was damals gerade so aktuell war, nur eben nicht über die Mutter.
Ich bin zum Glück auch nicht krankenhausreif geschlagen worden.
Der junge Mann hat das Gebot in bewundernswerter Weise ernst genommen obwohl seine Mutter es ihm dazu auch nicht gerade leicht gemacht hatte...
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Abischai
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Re: ...es ist keine Obrigkeit, außer von Gott...

Beitrag von Abischai »

Helmuth hat geschrieben: Di 1. Sep 2026, 08:25 deine Cowboy-Jimmy Revolverheld-Mentalität zu Vorschein
Spoiler: anzeigen
Nicht Jimmy; John, bitteschön! (meine diesbezüglichen Vorbilder sind Johnny Ringo und die von John Wayne gespielten Rollen)
Ganz so lustig war das mit der Mafia nicht gemeint, das stellt einen krassern Kontrapunkt dar, den man ruhig mal in dem Kontext betrachten sollte, und z.B. auf Sizilien ist das gar nicht ganz so klar, wie Du das abtust. Ich scherze bei dem Thema nicht, Du wischst das nur viel zu schnell vom Tisch, finde ich.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Abischai
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Re: ...es ist keine Obrigkeit, außer von Gott...

Beitrag von Abischai »

Ziska hat geschrieben: Di 1. Sep 2026, 09:39 Spricht Paulus von Regierungen! Doch nicht von einem Mafioso-Boss und deren Geldeintreiber…
Paulus spricht von Regierungen? Mir nicht so bewußt...
Paulus spricht von Machthabern mit Waffengewalt und kennzeichnet ihre Qualitäten, an denen sie zu erkennen sind. Wenn es nur eine Machthaberstruktur gibt, erübrigt sich die Diskussion, aber nicht, wenn es konkurrierende Systeme gibt, dann sollte man schon mal hinsehen.

Wer sagt denn, daß "Mafia" unbedingt böse sei? Die Leute kümmern sich um das Volk und sorgen für eine gewisse Ordnung und Sicherheit, wo der Arm der Zentralregierung nicht hinreicht. Das ist ein Aspekt, den mann auch mal betrachten sollte.

Vor vielen Jahren gab es in Japan ein schlimmes Erdbeben. Die Infrastruktur erlaubte es den Regierungsbehörden nicht, die Notleidenden ausreichend zu versorgen, das hat dann die Mafia übernommen, und zwar mit echten Hilfsgütern, kein Scherz!

Ich will das keineswegs schönreden, aber ich verkneife mir genauso das schön zu reden, was z.B. die BRD-Regierung tut, einen wirklichen Unterschied erkenne ich da auch gar nicht. Der Krieg, in den die BRD uns reinschubsen will ist viel Größer als ein Straßenkrieg der Mafia, das könnte ein signifikanter Unterschied sei, allerdings.

Wer waren bei den Germanen und Vikingern die "Obrigkeiten", oder bei den Prärieindianern ? In strukturieren Zivilisationen schien das ziemlich klar zu sein, der sich an die Spitze geputscht hatte, galt als Obrigkeit, etwas zweifelhaft, aber man nahm das eben so hin.

Biblisch interessant ist der Putsch Aarons und Mirijams gegen Mose...
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Helmuth
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Re: ...es ist keine Obrigkeit, außer von Gott...

Beitrag von Helmuth »

Abischai hat geschrieben: Di 1. Sep 2026, 21:48 Paulus spricht von Machthabern mit Waffengewalt und kennzeichnet ihre Qualitäten, an denen sie zu erkennen sind. Wenn es nur eine Machthaberstruktur gibt, erübrigt sich die Diskussion, aber nicht, wenn es konkurrierende Systeme gibt, dann sollte man schon mal hinsehen.
Waffengewalt ist eine Folge davon Macht zu besitzen, weil Gott für jedermann der Machtgeber ist. Aber je nach Ordnung ist nicht jeder gleichberechtigt. Gerade dazu sind Obrigkeiten gesetzt, dies zu regeln. So ist z.B. in Österreich das Tragen von Schusswaffen gesetzlich verboten bzw. ihre Handhabung strengen Regelungen unterworfen.

Es steht aber nicht die Art der Waffen oder ihr spezifischer Einsatz im Zentrum der Betrachtung Paulus', sondern dass die ausführenden Gewalten nicht umsonst mit Waffen ausgestattet sind:
Römer 13:4 hat geschrieben: Denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber Böses verübst, so fürchte dich, denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zum Zorn für den, der das Böse tut.
Diese Furcht habe ich zuvor als Ehrfurcht bezeichnet. Ich muss sie nicht fürchten im Sinne von Angst, aber ich soll der Obrigkeit den gebührenden Respekt erweisen. Und warum? Weil sie von Gott eingesetzt ist, darum. Ich wiederhole diese Aussage:
Römer 13:7 hat geschrieben: Gebt allen, was ihnen gebührt: die Steuer, dem die Steuer, den Zoll, dem der Zoll, die Furcht, dem die Furcht, die Ehre, dem die Ehre gebührt.
Es wird dem immer entgegengehalten, ja aber was, wenn diese ihre Macht missbauchen? Leute, das sind wird durch. Es gilt auch dann, dass ihnen die Steuer, der Zoll, die Furcht und die Ehre gebührt und zwar um der Aufrechterhaltung der Ordnung willen, das ja auch Gottes Wille ist.

Wo hätte Gott aber erlaubt eine Rebellion anzuzetteln, weil dir manches nicht passt? Doch falls diese Gewalten außer Kontrolle geraten, dann deswegen nicht Gott, eher ist ein Zeichen dafür, dass nun Gott selbst eingeift.

Dann sind wir gefordert sich nicht an Verschwörungen und dgl. zu beteiligen. Gerade in solchen sagen wir "wilden" Zeiten offenbart sich, wer Jesus nachfolgt und wer seine eigenen ideologischen, poltischen oder religiösen Ziele verfolgt.

Römer 13 sehe ich gar nicht geschrieben für die Zeiten eines politischen Umsturzes, sondern für Zeiten einer funktionierenden Ordnung, wie wir darin in Frieden in irgendeiner Nation auf Erden leben können. Man kann sich nicht aussuchen, wo man hineingeboren wird, aber man kann sich dazu entscheiden Jesus nachzufogen

Man vermische also nicht Kriegszeiten mit Friedenszeiten, wiewohl selbst der Krieg Gottes Prinzipen nicht außer Kraft setzt. Auch ein militärisches Heer funktionert nicht (!) ohne Gehorsam. Das Prinzip ist also immer wirksam, daher meine ich, sollte man es als Christ verstehen.
Abischai hat geschrieben: Di 1. Sep 2026, 21:48 Wer waren bei den Germanen und Vikingern die "Obrigkeiten", oder bei den Prärieindianern ?
Diejenigen, die sie angeführt haben. Solltest du unter ihnen leben, musst auch du deren Gesetz einhalten, oder du landest am "Marterpfahl". 8-)

Ein Prinzip Gottes ist nicht abhängig von Menschen, das ist wie das Gesetz der Schwerkraft. Scheinbar kann man gewisse Aussgen 100 Mal tätigen, sie wird auch 100 Mal überlesen. Ich betone nochmals meine zwei dem Thema zugrundeliegenden Prämissen:

1) Was immer Gott tut, ist gut, richtig und gerecht und soll Segen bringen, auch wenn er dabei Zucht anwenden muss.
2) Was immer der Mensch tut, sei es gut oder böse, setzt keine Prinzipien Gottes für Recht und Ordnung außer Kraft.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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