Der strafende Gott

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Zippo
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Re: Der strafende Gott

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Di 11. Aug 2026, 12:23
Zippo hat geschrieben: Di 11. Aug 2026, 11:01 Für das, was du richtig machst, braucht dich Gott nicht zu strafen, aber was ist mit dem Rest ?
Wo steht, dass mich Gott strafen müsste? Wann kommen von dir dazu die biblischen Belege des strafenden Gottes? Ich habe schon einige Stellen ins Thema eingebracht und zeige immer wieder, dass m.E. bloß unzureichend übersetzt wird. Hat das auf dich keinen Einfluss?
Ich habe doch jede Menge Belege gebracht, hast du die nicht gelesen ?

Was hälst du eigentlich von der Sintflut ? War das keine Strafe Gottes ?

Helmuth

Meine Analyse:

Die Schrift kennt kein Konzept eines „strafenden Gottes“ im heutigen gesellschafltichen Verständnis. Wo Übersetzungen von „Strafe“ sprechen, stehen im Text unterschiedliche Begriffe und Vorstellungen dahinter.
Diese Aussage ist für mich einfach nur Unsinn !!!
Helmuth

Gottes Eingreifen ist Zucht zur Korrektur und Läuterung. Im Gericht vergilt er jedem nach seinen Werken und richtet gerecht. Die ewige Pein der Verlorenen ist als Folge des gerechten Gerichts zu verstehen, nicht als Ausdruck eines ursprünglichen göttlichen Strafwillens, der z.B. zusätzliche Sanktionen verhängt.
Gottes Eingreifen als Züchtigung erlebt man viel zu wenig in der Welt.

Die Folge des Gerichts ist Strafe, nichts anderes.
Helmuth

Mt. 25:46 ist der einzige problematische Text. κόλασις kann mit „Strafe“, aber ebenso mit „Pein“ wiedergegeben werden. Angesichts des übrigen biblischen Sprachgebrauchs ist es daher nicht zwingend, daraus das juristische Konzept „Strafe“ abzuleiten. Die ELB-CSV trägt dem Rechnung und schreibt "Pein".
Pein ist die Folge der Strafe. Niemand fühlt sich gut, wenn er bestraft wird.
Helmuth
Textkritisch merke ich noch an: Jesus hat nicht Koine gesprochen und das Alt-Hebr. AT kennt den Begriff "Strafe" tatsächlich nicht. So gehe ich davon aus, dass Jesus auch nicht "Strafe" gesagt hatte, als dies dann ein Gedankengang seitens der Autoren ist, der so in den Text hineingetragen worden wäre, falls jene damit nicht "Pein" gemeint hätten.


Fazit: Gott züchtigt zur Läuterung, er richtet und vergilt gerecht – aber das Bild eines Gottes, der Menschen in seinem eigenen Handeln „bestraft“, wird vom Wort Gottes nicht getragen.
Was für ein hochgelehrtes Geschwätz. Wenn Gott vergilt, dann straft er, das ist doch ganz einfach.
Mt 12,36
Ich sage euch aber, dass die Menschen müssen Rechenschaft geben am Jüngsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben.
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Helmuth
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Re: Der strafende Gott

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Fr 14. Aug 2026, 12:31 Gottes Eingreifen als Züchtigung erlebt man viel zu wenig in der Welt.
Komisch, ich erlebe und beobachte sie täglich.
Zippo hat geschrieben: Fr 14. Aug 2026, 12:31 Die Folge des Gerichts ist Strafe, nichts anderes.
Du beharrst konsequent auf deiner Vorstellung und das mündet bestenfalls in eine Diskussion um die Definition des Begriffs. Damit bin ich aber durch, weil das für mich so keinen Erkenntnisgewinn bringt.

Das Argument, dass es das Wort "Strafe" im biblischen Wortschatz des AT gar nicht gibt und auch im NT nicht korrekt dem Kontext, sondern mehr der heidnischen Denkweise entspricht, ignorierst du. Dabei wäre es einfach: Strafe entspricht nicht dem Charakter Gottes, auch dann nicht, wenn er zürnt. Dieses Wort noch:
Römer 2:4 hat geschrieben: Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte und Geduld und Langmut und weißt nicht, dass die Güte Gottes dich zur Buße leitet?
Strafe ist kein biblisches Mittel zur Buße zu leiten, sondern wäre bestenfalls die rein gesetzliche Abgeltung für ein Fehlverhalten. Darin sehe ich keine Liebe Gottes. Sie könnte jeder, der Gerechte wie Ungerechte vollstrecken. Das tut die Welt, aber nicht Gott.

Und diejenigen, die durch Gottes Liebe und Führung zur Buße geleitet worden sind, dort geift anschließend die Zucht Gottes, damit sie von dem Weg nicht wieder abfallen, der sie errettet. Doch falls sie wieder abfallen, so hat die Güte Gottes auch ihr Ende. Ich würde das als mein Schlusswort ansehen, wenn es weiter nicht fruchtet.

Der Herr behüte dich.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Zippo
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Re: Der strafende Gott

Beitrag von Zippo »

Johncom hat geschrieben: Mi 12. Aug 2026, 03:50
Zippo hat geschrieben: Di 11. Aug 2026, 11:01
Johncom hat geschrieben: Mo 10. Aug 2026, 02:16 Ja sicher. Es ist, so wie ich das sehe, christliche Lehre dass auch jeder mit sich selbst ins Gericht geht, am besten täglich sein Gewissen fragt, was habe ich falsch oder richtig gemacht. So wird man selbst "gerechter" im Laufe der Zeit. Mit Gottes Hilfe.
Selbst gerechter oder selbstgerechter ?
Das weist du selbst.
Ich finde es gut, wenn sich jemand bemüht, ein gerechtes Leben zu führen.
Aber ich verlasse mich, was die Gerechtigkeit Gottes angeht lieber auf die Gnade, die mir durch Jesus Christus angeboten wird.
Als ich gläubig wurde, da wurden mir meine Schandtaten der Jugend plötzlich wieder bewusst.
Und auch heute könnte ich ohne die Gnade Gottes nicht leben, weil die dämonische Welt mir zusetzt und dann passieren mir gewaltige Patzer, die ich ohne die Gnade Gottes nicht überleben würde. Dann denke ich auch immer über die Gnade Gottes nach.
Johncom
Für das, was du richtig machst, braucht dich Gott nicht zu strafen, aber was ist mit dem Rest ? Und wer gibt dir ewiges Leben, wie es der Herr Jesus Christus verspricht, wenn man an ihn glaubt und ihm nachfolgt. Diesen Menschen verspricht der Herr Jesus, daß er auch die Strafe Adams abwenden will. 1 Mo 2,17

[Joh 11,25-26] Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?
Es sieht so aus, als würden Buchstaben-Christen die Person Jesu meinen, aber sie verstehen weder Auferstehung noch Leben. Man muss es auch nicht, man kann an die Person Jesus glauben, so wie an einen heilbringenden Gott. Aber diesen gleich wieder als Strafrichter umzudeuten, das finde ich zumindest unsinnig.
Was ist denn so unsinnig daran, wenn Gott die Übertretungen seiner Gebote abstraft ? Und dann ist er ja offensichtlich Strafrichter über die Menschheit.

Die Buchstabenchristen, wie du sie nennst, suchen das Fundament ihres Glaubens in der Bibel. Und da ist auch von einem strafenden Gott die Rede.
Da gab es die Strafe über die ersten Menschen, es gab die Sintflut, das Gericht über Sodom und Gomorra, die Strafgerichte über Ägypten, es gab so manche Strafe in der Wüste, weil das Volk Israel sich verführen ließ, es gab die Strafe über das Volk Kanaan, die Strafe und Deportation des Volkes Israel nach Assyrien und Babylon und die Strafe über die umliegenden Völker, wie es in den Propheten geschrieben steht.
Manche Zeugnisse solcher Strafen lassen sich heute noch besichtigen, die haben Spuren hinterlassen. Es gibt Versteinerungen von Meerestieren überall in der Welt, in Sodom und Gomora gibt es Schwefelkugeln und Überreste einer vergangenen Zivilisation, es gibt die vergoldeten Räder der Streitmacht Ägyptens im Golf von Akaba.
Es gibt Überreste von Jericho in Israel und z. Bsp. den Damm, den Alexander der Große nach Tyrus legte, um die Stadt einzunehmen, wie es geschrieben steht. Hes 26,4.12

Das sollte doch reichen, um nachweislich von einem strafenden Gott zu sprechen !

Und die Buchstabenchristen sehen sich auch in der Anklage Gottes und nehmen das Gnadenangebot Jesu dankbar an. Was ist jetzt deiner Ansicht nach verkehrt daran ? Danach folgen sie dem Herrn Jesus und haben auch so manches gute Werk getan und bemühen sich, so zu leben, wie es Gott und dem Herrn Jesus gefällt.

An welchen Jesus glaubst du denn ?

Der Herr Jesus bewahrt vor dem Zorn Gottes, indem er sich für die Sünde Adams und seiner Nachkommen bestrafen läßt. Das ist die Gerechtigkeit Gottes, denn er muß zwar jede Übertretung seiner Gebote abstrafen, aber er kann auch Strafe verlagern.
Menschen haben zunächst einmal schuld an ihrem Versagen und werden auch bestraft, obwohl Satan sie dazu verführt hat. Gott sieht einen Vorteil darin, daß er mit Satan und seinen Dämonen als gewaltige Verführungsmacht in der Welt beläßt, weil es ihm hilft, seine Geschöpfe richtig einzuordnen.
Er sieht auch eine Verantwortung für die verführte Menschheit und möchte einige Menschen retten. Deswegen zeigt er den Menschen einen Ausweg aus dem Dilemma, in dem er in die Welt kommt, um sich für die Sünde Adams und seine Nachkommen bestrafen zu lassen. Damit ist auch jede kleine Sünde abgegolten, wenn Gott dir seine Gnade zukommen läßt.
So will er Satans Werk zerschlagen 1 Joh 3,8 und seine Anklage unwirksam machen.
[Off 12,10-11] Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus, weil der Verkläger unserer Brüder verworfen ist, der sie verklagte Tag und Nacht vor Gott. Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt bis an den Tod.
Wo willst du diese Botschaft anders lesen, als in der Bibel ?

Johncom
Du hast dich mit den Nahtoderlebnissen angefangen. Und die Nahtoderlebnisse mit ermahnendem Charakter finde glaubhafter, denn warum sollte ein Mensch, den Gott haben will, wieder zur Erde zurückkehren ?
"Den Gott haben will"?
Warum soll ein Gott, der Ursprung von allem, der Schöpfer ... jemanden haben wollen. Er hat doch alle und alles.
Das ist manchmal so langweilig, mit den lieben wohlmeinenden Freikirchlern zu reden. Der hochheilige Gott wird zum Boss mit allen menschlichen Launen, er will dies, will das andere nicht, ist mal böse, mal lieb, mal zornig, mal gnädig.
Das kann man auch in der Bibel lesen. Das ist von Erwählung die Rede.
[Röm 9,14-16] Was wollen wir denn hier sagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei ferne! Denn er spricht zu Mose: „Welchem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig; und welches ich mich erbarme, des erbarme ich mich.“ So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.
Gott erwählt Menschen, um sie in die neue Schöpfung hineinzulassen, wie es den letzten beiden Kapiteln symbolträchtig beschrieben wird.
[Off 21,1-5] Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde verging, und das Meer ist nicht mehr. Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren, bereitet als eine geschmückte Braut ihrem Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!
Johncom
„Der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.“ Die Bibel ist auch nur eine Schrift.
Ohne den Buchstaben hätten wird den Geist nicht, denn Gott arbeitet ja mit diesem Wort Gottes. Und der Heilige Geist führt in alle Wahrheit mit Hilfe des geschrieben Wortes.
Die in 2 Kor 3,5-7.. beschreiben den Gottesdienst des alten Bundes und der Buchstabe ist Sinnbild für das Gesetz.
Lies das mal im Zusammenhang, dann verstehst du den Sinn !

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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