Gute Frage!Helmuth hat geschrieben: ↑Sa 27. Jun 2026, 07:25 Ich würde daher zuerst gerne deine Sicht hören, was das Gewissen ist. Dann gebe ich meine Sicht dazu und wir gleichen es ab. Da es ein biblischer Begriff ist, so haben wir dazu auch eine entsprechende Wortgrundlage.
Dazu auch eine Frage von mir: Im AT finde ich diesen Begriff in der Art nicht. Aber es könnte ein wortverwandter sein. Hast du eine Ahnung welcher das sein könnte? Ich forsche dazu selbst mal nach.
Das Gewissen ist für mich das innere Urteil unserer praktischen Vernunft, die uns dazu ermächtigt, das Gute vom Bösen zu unterscheiden und dementsprechend zu handeln.
Was ich entschieden ablehne ist die Idee eines Gefühls oder einer inneren Stimme, im Sinne von 'Was fühlt sich richtig an?', denn das kann definitiv täuschen. Diese Form des Gewissens "erschafft" sozusagen die subjektive Wahrheit, nach der man zu handeln glaubt, brandgefährlich meiner Meinung nach.
Gegen das (wahre) Gewissen kann ein Mensch demnach auch sündigen. Wenn man erkennt, dass etwas böse ist und es trotzdem tut, handelt man schuldhaft. Jedoch kann man subjektiv davon überzeugt sein, dass man richtig handelt, und objektiv trotzdem falsch liegen. Das Gewissen muss also gebildet werden, und das geschieht für den Christen durch die Offenbarung Gottes.
Passend zum vorherigen Post würde ich noch hinzufügen, dass jeder Mensch ein Gewissen hat und im Lichte dessen beurteilt wird, je nachdem, was er erkannt hat oder hätte erkennen können. Aber dieses Gewissen ersetzt nicht die Gnade Gottes, durch die allein wir errettet werden können. Es gibt demnach keinen zweiten Heilsweg neben Christus.
Tatsächlich denke ich hier an das Herz. Stimmst du mir da zu?