Helmuth hat geschrieben: ↑Do 11. Jun 2026, 18:23
Zippo hat geschrieben: ↑Do 11. Jun 2026, 13:03
Die Rede wird in der Ich-Form geschrieben: ...
Die Reden in der Ich-Form im 5. Buch Mose zeugen, dass Mose der Urheber der Worte ist, aber nicht, dass er sie auch niedergeschrieben haben muss. Ich sage Teile ja, aber nicht alles. Es hat aber das ganze Volk zugehört, zumindest die Häupter der Sippen und das war eine große Anzahl.
Ein Schreiber muß gewesen sein. Aber der wurde von Gottes Geist geleitet. So ein gutes Gedächtnis kann keiner haben, um diese recht umfangreichen Reden aufzuschreiben.
Und der Herr Jesus sagt, daß nicht der kleinste Buchstabe zergeht, bis das alles geschieht.
[Mt 5,17-18] Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn ich sage euch wahrlich: Bis dass Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis dass es alles geschehe.
Helmuth
Rein praktisch konnte Mose nicht zu 2 Millionen Menschen sprechen und das auch in einem Stück schreiben, das wäre damals schon rein technisch gesehen ein Unding gewesen, aber zu 2.000 ist es möglich gleichzeitig zu sprechen. Wenn es heißt, er spach zum Volk, dann war es zu deren Häupter.
Das wären die Vorsteher über jede Sippe über je 1.000. Alos 2.000 x 1000 = 2 Millionen. In zwei Vorgängen kann es das ganze Volk gehört haben und durch so viele Zeugen kann es nicht auseinanderdriften, wenn man dann ein Werk daraus macht. Das Amt der ersten Schriftpflege wurde der Priesterschaft übertragen.
Das stimmt schon, die Verbreitung des Wortes mußte organisiert werden. Am Anfang hat Mose vielleicht noch zu dem ganzen Volk gesprochen, aber sie waren ja 40 Jahre in der Wüste, da hat sich das Volk vermehrt.
Es war aber auch genug Zeit das Wort der Thora aufzuschreiben, damit auch kommende Generationen Bescheid wissen. Denn es heißt ja:
[5. Mo 4,5-7] Siehe, ich habe euch gelehrt Gebote und Rechte, wie mir der HERR, mein Gott, geboten hat, dass ihr also tun sollt in dem Lande, darein ihr kommen werdet, dass ihr’s einnehmet. So behaltet’s nun und tut es. Denn das wird eure Weisheit und Verstand sein bei allen Völkern, wenn sie hören werden alle diese Gebote, dass sie müssen sagen: Ei, welch weise und verständige Leute sind das und ein herrlich Volk! Denn wo ist so ein herrlich Volk, zu dem Götter also nahe sich tun als der HERR, unser Gott, so oft wir ihn anrufen?
Also mußte die Thora fertig sein, bevor die Israeliten in das gelobte Land eingedrungen sind, damit sie alles so tun können, wie Gott es dem Mose mitgeteilt hatte.
Teile der Schrift hat auch Mose aufgeschrieben, dazu fand ich folgende Verse:
[2. Mo 24,3-4] Mose kam und erzählte dem Volk alle Worte des HERRN und alle Rechte. Da antwortete alles Volk mit einer Stimme und sprachen: Alle Worte, die der HERR gesagt hat, wollen wir tun. Da schrieb Mose alle Worte des HERRN und machte sich des Morgens früh auf und baute einen Altar unten am Berge mit zwölf Säulen nach den zwölf Stämmen Israels
2 Mo 34,27
Und der HERR sprach zu Mose: Schreib diese Worte: denn nach diesen Worten habe ich mit dir und mit Israel einen Bund gemacht.
[4. Mo 33,1-2] Das sind die Reisen der Kinder Israel, da sie aus Ägyptenland gezogen sind mit ihrem Heer durch Mose und Aaron. Und Mose beschrieb ihren Auszug, wie sie zogen nach dem Befehl des HERRN, und dies sind die Reisen ihres Zuges.
Helmuth
Zippo hat geschrieben: ↑Do 11. Jun 2026, 13:03
Ich halte es für sinnvoll, wenn die Bücher Mose begleitend zu den Ereignissen geschrieben wurde, zur Zeit des Buches Mose werden ja bestimmte Ortsangaben gemacht.
Das sind wertvolle Hinweise, mit denen die historische Forschung arbeitet, um eine zeitliche Einordnung der Geschehnisse bzw. der Abfassung von Texten vornehmen kann. Das gilt besonders für die Genesis bzw. auch für weitere Bücher in denen man die frühen Namen liest als auch die Namensgebung zur Zeit der Niederschrift. Ein Beispiel:
1.Mose 28:19 hat geschrieben: Und er gab diesem Ort den Namen Bethel; aber im Anfang war Lus der Name der Stadt.
Solche Hinweise sind zwar spärlich, aber entsprechende archäologischen Funde belegen auf diese Weise auch immer wieder die Richtigkeit biblischer Angaben zum Trotz ihrer vielen Leugner.
Dann muß es doch inspiriert gewesen sein, denn die Geschichten aus Genesis dürfte niemandem mehr so klar im Gedächtnis geblieben sein.
Helmuth
Zippo hat geschrieben: ↑Do 11. Jun 2026, 13:03
Zu Zeiten Esras war die Zeit der Rückführung und Wiederherstellung des Tempels, da waren die Bücher des Mose auch da, aber warum soll er sie verändert haben ?
Nicht verändert, sondern redaktionell bearbeitet. Das ist was anderes. Es ist keine Verfälschung von Tatsachen, sondern z.B. eine bessere Gliederung von Text-Abschnitten. Dass vereinzelt auch Fehler passieren können, habe ich anhand der Talionsprüche gezeigt.
Wo sollen noch mal die Fehler sein ?
Helmuth
Zippo hat geschrieben: ↑Do 11. Jun 2026, 13:03
Die Juden haben ein außerordentliches System entwickelt, um die Schrift abzuschreiben, da werden alle Buchstaben gezählt; das sind die Masoreten.
Ja in der Tat, die gesicherte Übertragung durch eine zusätzliche Redundanz kommt bis heute auch in aller Hochtechnologie zur Anwendung. Diese Zeit begann aber erst nach Finalisierung eines Textes. Darum nennt man ältere Texte zuvor proto-masoretisch.
Gott hat wahrscheinlich auch schon vorher über sein Wort gewacht, wenn er sagt, daß kein Buchstabe davon zergehe, bis alles erfüllt wird.
Es gab Texte, die hat Mose selbst geschrieben, andere haben die Schriften des Mose gesammelt und auch etwas dazu geschrieben, aber alles unter der Leitung Gottes. Es gab keinen redaktionellen Alleingang, der die Aussage der Schrift verfälscht hätte, denn jeder Buchstabe sollte sich ja erfüllen.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.