Das Öl der Jungfrauen...

Wir bitten darum, in diesem Forum keine Bibel- und Glaubenskritik zu üben.
Benutzeravatar
Abischai
Beiträge: 10193
Registriert: Sa 27. Apr 2013, 14:25

Re: Das Öl der Jungfrauen...

Beitrag von Abischai »

Student hat geschrieben: So 7. Jun 2026, 13:14 Was bedeuten die beiden Sätze?
Guten Tag, lieber Student!

Du verwendest die Zitafunktion nicht richtig, der zitierte Text muß zwischen dem eröffnenden "quote" und dem schließenden "/quote" stehen, ich habe Deinen Text der Lesbarkeit halber jetzt mal korrigiert, wenn das Deinerseits NICHT so gemeint war, äußere Dich bitte mal dazu, und wenn Du Fragen dazu hast, helfen wir gern weiter.

LG, Abischai
-Moderator-
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
Spice
Beiträge: 15055
Registriert: Di 22. Mai 2018, 15:38

Re: Das Öl der Jungfrauen...

Beitrag von Spice »

Student hat geschrieben: So 7. Jun 2026, 13:14 Die einen haben das Wort (die Schrift) aber sie haben keine innere geistliche Wahrheit des Wortes sondern nur äußere buchstäbliche.
Die anderen, die Klugen Menschen hatten das Wort (die Schrift) und sie besaßen auch einiges von der inneren geistlichen Wahrheit, Weisheit der Schrift.
Genauso ist es. Die törichten Jungfrauen sind die spirituell bescheidenen Menschen.
Benutzeravatar
Zippo
Beiträge: 5243
Registriert: Mo 23. Jan 2017, 00:17

Re: Das Öl der Jungfrauen...

Beitrag von Zippo »

Student hat geschrieben: So 7. Jun 2026, 13:14
Wir haben rausgefunden, dass mit der Lampe das Wort gemeint ist. Ps 119,105

Was können dann die folgenden Sätze bedeuten?
Mt 25:3: "Denn die Törichten nahmen ihre Lampen und nahmen kein Öl mit sich;"
Mt 25:4: "die Klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen."
Bedeutung:

Die einen haben das Wort (die Schrift) aber sie haben keine innere geistliche Wahrheit des Wortes sondern nur äußere buchstäbliche.
Die anderen, die Klugen Menschen hatten das Wort (die Schrift) und sie besaßen auch einiges von der inneren geistlichen Wahrheit, Weisheit der Schrift.
Mit dem Öl ist der Heilige Geist gemeint, der mit dem Wort arbeitet, das er inspiriert hat.
[Luther 1912: Jes 61,1] Der Geist des Herrn HERRN ist über mir, darum dass mich der HERR gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden zu predigen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass ihnen geöffnet werde,
Der Heilige Geist erklärt auch die tiefere Bedeutung seiner Worte, während andere Leser nur das Buchstäbliche sehen.
Spoiler: anzeigen
[1. Kor 2,6-16] Wovon wir aber reden, das ist dennoch Weisheit bei den Vollkommenen; nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Obersten dieser Welt, welche vergehen. Sondern wir reden von der heimlichen, verborgenen Weisheit Gottes, welche Gott verordnet hat vor der Welt zu unserer Herrlichkeit, welche keiner von den Obersten dieser Welt erkannt hat; denn wenn sie die erkannt hätten, hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. Sondern wie geschrieben steht: „Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.“ Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also auch weiß niemand, was in Gott ist, als der Geist Gottes. Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist; welches wir auch reden, nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der heilige Geist lehrt, und richten geistliche Sachen geistlich. Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich gerichtet sein. Der geistliche aber richtet alles, und wird von niemand gerichtet. Denn „wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen?“ Wir aber haben Christi Sinn.
Die klugen Jungfrauen - das sind ja diejenigen Menschen, die auf ihren Herrn und Heiland warten - und haben die Weisheit angenommen, die zum Erhalt des Heiligen Geistes notwendig war - die nehmen nun ihre Leuchte und gehen dem Bräutigam entgegegen. Dabei leuchtet das Wort auf dem Weg, den sie gehen.

Was werden sie nun tun ? Soll sich zu dieser Zeit noch einmal jeder Christ aufmachen, um seiner Begabung gemäß etwas zu tun ?
Die Jungfrauen erwachen und schmücken ihre Lampen Mt 25,7, was heißt das ? Und warum wollen sie den Anderen nichts davon abgeben ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Student
Beiträge: 21
Registriert: Mo 25. Mai 2026, 10:29

Re: Das Öl der Jungfrauen...

Beitrag von Student »

Zippo hat geschrieben: Mo 8. Jun 2026, 13:12
Student hat geschrieben: So 7. Jun 2026, 13:14
Wir haben rausgefunden, dass mit der Lampe das Wort gemeint ist. Ps 119,105

Was können dann die folgenden Sätze bedeuten?
Mt 25:3: "Denn die Törichten nahmen ihre Lampen und nahmen kein Öl mit sich;"
Mt 25:4: "die Klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen."
Bedeutung:

Die einen haben das Wort (die Schrift) aber sie haben keine innere geistliche Wahrheit des Wortes sondern nur äußere buchstäbliche.
Die anderen, die Klugen Menschen hatten das Wort (die Schrift) und sie besaßen auch einiges von der inneren geistlichen Wahrheit, Weisheit der Schrift.
Mit dem Öl ist der Heilige Geist gemeint, der mit dem Wort arbeitet, das er inspiriert hat.
[Luther 1912: Jes 61,1] Der Geist des Herrn HERRN ist über mir, darum dass mich der HERR gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden zu predigen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass ihnen geöffnet werde,
Der Heilige Geist erklärt auch die tiefere Bedeutung seiner Worte, während andere Leser nur das Buchstäbliche sehen.
Spoiler: anzeigen
[1. Kor 2,6-16] Wovon wir aber reden, das ist dennoch Weisheit bei den Vollkommenen; nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Obersten dieser Welt, welche vergehen. Sondern wir reden von der heimlichen, verborgenen Weisheit Gottes, welche Gott verordnet hat vor der Welt zu unserer Herrlichkeit, welche keiner von den Obersten dieser Welt erkannt hat; denn wenn sie die erkannt hätten, hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. Sondern wie geschrieben steht: „Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.“ Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also auch weiß niemand, was in Gott ist, als der Geist Gottes. Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist; welches wir auch reden, nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der heilige Geist lehrt, und richten geistliche Sachen geistlich. Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich gerichtet sein. Der geistliche aber richtet alles, und wird von niemand gerichtet. Denn „wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen?“ Wir aber haben Christi Sinn.
Die klugen Jungfrauen - das sind ja diejenigen Menschen, die auf ihren Herrn und Heiland warten - und haben die Weisheit angenommen, die zum Erhalt des Heiligen Geistes notwendig war - die nehmen nun ihre Leuchte und gehen dem Bräutigam entgegegen. Dabei leuchtet das Wort auf dem Weg, den sie gehen.

Was werden sie nun tun ? Soll sich zu dieser Zeit noch einmal jeder Christ aufmachen, um seiner Begabung gemäß etwas zu tun ?
Die Jungfrauen erwachen und schmücken ihre Lampen Mt 25,7, was heißt das ? Und warum wollen sie den Anderen nichts davon abgeben ?

Gruß Thomas


Hallo Thomas,


in der Offb steht, dass die Schrift innen und außen beschrieben ist und verschlossen.

Offb 5:1: "Jetzt sah ich eine Schriftrolle auf der rechten Hand dessen liegen, der auf dem Thron saß. Sie war innen und außen beschrieben und mit sieben Siegeln verschlossen."


Der Heiliger Geist bedeutet in der Schrift die innere geistliche Bedeutung der Schrift. Die innere Weisheit.
Joh 6:63: "Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben;"


In der Offb steht, dass die Schrift innen und außen beschrieben ist und verschlossen.



Das Fleisch des Wortes steht für äußere buchstäbliche Bedeutung des Wortes.
Benutzeravatar
Larson
Beiträge: 6610
Registriert: Do 30. Sep 2021, 13:49
Wohnort: CH

Re: Das Öl der Jungfrauen...

Beitrag von Larson »

Abischai hat geschrieben: So 24. Jul 2022, 13:16 Viele von uns haben schon als Kinder gelernt, wie das zu verstehen ist, und auch mir wurde kurzerhand erklärt, daß das Öl der Heilige Geist sei, und damit war das Thema durch.
….
Was ist dieses Öl, daß man haben kann, ausreichend oder zu wenig, das man auch nachordern oder beschaffen kann, daß man theoretisch teilen kann aber dann wird es bei anderen zu wenig ?
Das Einschlafen bedeutet für die Klugen kein Unglück. Als der Ruf mitten in der Nacht erschallte und sie erwachten, konnten sie ihre Fackeln mit Öl nachfüllen. Für die Törichten hätte auch das Wachbleiben wenig gebracht. Das Öl reicht nur für sich selbst, ansonsten hätten beide zu wenig.
Hier wird die Bereitschaf zum Ruf nicht durch das Wachen ausgedrückt, sondern durch den Vorrat des Öles.

Das Öl, die guten Taten, musste vorher bereit sein, man soll sogar mehr tun, als für die Sicherung des künftigen Heils für nötig erachtet wird (so könnte der Schlaf auch der Tod sein, das Aufwachen die Auferweckung).
Pred 9,8 Deine Kleider seien weiß zu aller Zeit, und das Öl mangle nicht auf deinem Haupt!
Ps 132,9 Lass deine Priester bekleidet werden mit Gerechtigkeit, und deine Frommen jubeln!
Ps 74,4 Als Deine Dränger haben sie da getobt im Innersten Deines Vereinigungsstiftes, haben ihre (eigenes) Zeichen als Zeichen aufgestellt
(über das von Gott gegebenen "Zeichen" an Israel)
Benutzeravatar
Larson
Beiträge: 6610
Registriert: Do 30. Sep 2021, 13:49
Wohnort: CH

Re: Das Öl der Jungfrauen...

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Mo 8. Jun 2026, 13:12 Mit dem Öl ist der Heilige Geist gemeint, der mit dem Wort arbeitet, das er inspiriert hat.
….
Der Heilige Geist erklärt auch die tiefere Bedeutung seiner Worte, während andere Leser nur das Buchstäbliche sehen.
Dass mit dem Öl der Gottesgeist gemeint sein soll, ist sinnlos. Jesus sprach da nicht zu charismatischen Christen, welche in allem den Gottesgeist sehen wollen, sondern zum jüdischen Volk in ihrer Sprache und ihrem Verständnis und zwar:

Mt 24,1 beginnt mit „Dann wird das Reich der Himmel sein…“
also da muss vorerst ein Thema gewesen sein: das Gleichnis vom treuen und untreuen Knecht, also um Knechtschaft, um Treue gegenüber Gott.

Wie auch sonst Gleichnisse vom „Schätze sammeln im Himmel“ und andere, es ist das Tun des Menschen in dieser Treue und Ergebenheit zu Gott. „Denn wo euer Schatz ist, ist auch euer Herz“ (Lk 12,34)

Das Gleichnis gibt kein realistisches Bild einer Dorfhochzeit wieder. Dass Jungfrauen bei einer Hochzeit ausgeschlossen würden trifft im wirklichen Leben kaum zu. Die beiden Gruppen vollführen genau die gleichen Handlungen. Die eine Gruppe stellt das kluge, die andere das törichte Handeln dar.
Durch die zwei kontrastierenden, gleich handelnden und gleich behandelten Fünfergruppen wird der polare Gegensatz zwischen den Klugen und den Törichten eindrucksvoll hervorgehoben. Eine pseudoreale Darstellung.
Es geht auch nicht um den Bräutigam (denn wo und wer ist denn die Braut? Wohl kaum diese 10 Jungfrauen), sondern ums „Bereit sein“.

Das Gleichnis leiten dann auch über zu den Knechten mit den anvertrauen Talenten (Vers 14), wo es ebenso darum geht, was wir mit unseren Gaben machen (nicht zu verwechseln etwa die Gabe des heiligen Geistes), sondern jeder Mensch im seinen individuellen Sein, Fähigkeiten, Umfeld usw.

Beide zielen darauf hin, dass man auf den „Ruf“ vorbereitet sein soll, die Gelegenheit nicht zu verpassen, ansonsten ist es zu spät. Und die Gelegenheit ist verloren. Das ist nichts neues, was vorauf Jesus hinweist, und so verstand es ach das Volk. Mi 7,11; Sach 7,13 würde zusätzlich noch zu den 5 törichten Jungfrauen passen.
Ebenso ähnlich auch Lk 12, 34ff, gegürtet sein und wachend vorfindend, wenn der Hausherr kommt.

Nun aber „schlafen“ diese Jungfrauen. Äusserlich kein Unterschied, ausser, dass 5 von ihnen zusätzliches Öl hatten.
Das Einschlafen bedeutet für die Klugen kein Unglück. Als der Ruf mitten in der Nacht erschallte und sie erwachten, konnten sie ihre Fackeln mit Öl nachfüllen. Für die Törichten hätte auch das Wachbleiben wenig gebracht. Das Öl reicht nur für sich selbst, ansonsten hätten beide zu wenig.
Die Bereitschaft wird hier nun nicht mit dem „Wachen“ ausgedrückt, sondern mit dem Vorrat an Öl. Das Einschlafen ist (vielleicht) eine nötige Komponente im Gleichnis. Ansonsten hätten die Törichten vielleicht sich einen Vorrat holen können.

Das Öl, die guten Taten, musste vorher bereit sein, man soll sogar mehr tun, als für die Sicherung des künftigen Heils für nötig erachtet wird (so könnte der Schlaf auch der Tod sein, das Aufwachen die Auferweckung).

Mt 25,13 So wacht nun, denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

Historisch:
Öl: Das Öl bedeutet bei Hilarius gute Werke, bei Chrysostomos Nächstenliebe, Almosen und jede Hilfe, die Notleidenden gegeben wird, bei Origenes das Wort der Lehre, mit dem die Gefäße der Seele gefüllt sind.
Ps 74,4 Als Deine Dränger haben sie da getobt im Innersten Deines Vereinigungsstiftes, haben ihre (eigenes) Zeichen als Zeichen aufgestellt
(über das von Gott gegebenen "Zeichen" an Israel)
Benutzeravatar
Zippo
Beiträge: 5243
Registriert: Mo 23. Jan 2017, 00:17

Re: Das Öl der Jungfrauen...

Beitrag von Zippo »

Larson hat geschrieben: Di 9. Jun 2026, 11:26
Zippo hat geschrieben: Mo 8. Jun 2026, 13:12 Mit dem Öl ist der Heilige Geist gemeint, der mit dem Wort arbeitet, das er inspiriert hat.
….
Der Heilige Geist erklärt auch die tiefere Bedeutung seiner Worte, während andere Leser nur das Buchstäbliche sehen.
Dass mit dem Öl der Gottesgeist gemeint sein soll, ist sinnlos. Jesus sprach da nicht zu charismatischen Christen, welche in allem den Gottesgeist sehen wollen, sondern zum jüdischen Volk in ihrer Sprache und ihrem Verständnis...
Das Verständnis des jüdischen Volkes bringt eine Salbung mit Öl sehr wohl in Verbindung mit dem Heiligen Geist. Denn alle führenden Persönlichkeiten in Israel wurden bei ihrer Berufung mit Öl gesalbt und dann kam der Heilige Geist auf sie.
Richter, Könige, Priester und Propheten wurden bei Dienstantritt mit Öl gesalbt.Z. Bsp. bei der Salbung Davids:
[Luther 1912: 1. Sam 16,13] Da nahm Samuel sein Ölhorn und salbte ihn mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des HERRN geriet über David von dem Tage an und fürder. Samuel aber machte sich auf und ging gen Rama.
Der Apostel Johannes spricht auch von dem Heiligen Geist als von einer Salbung, denn jedem gläubigen Nachfolger Jesu ist der Heilige Geist gegeben.
[Luther 1912: 1. Joh 2,27] Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt bei euch, und ihr bedürfet nicht, dass euch jemand lehre; sondern wie euch die Salbung alles lehrt, so ist’s wahr und ist keine Lüge, und wie sie euch gelehrt hat, so bleibet bei ihm.
Der Heilige Geist wurde von dem Herrn Jesus verheißen. Er würde kommen und in seinen Nachfolgern Wohnung nehmen und würde sie in alle Wahrheit führen.
[Luther 1912: Joh 14,16] Und ich will den Vater bitten, und er soll euch einen anderen Tröster geben, dass er bei euch bleibe ewiglich:
[Luther 1912: Joh 14,17] den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfangen; denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr aber kennet ihn; denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.
[Luther 1912: Joh 14,23] Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen
[Luther 1912: Joh 14,26] Aber der Tröster, der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe.
Die Christen sind noch nicht verheiratet, sondern sie sind nach wie vor Jungfrauen, die auf Ihren Bräutigam warten, der mit ihnen im Himmel Hochzeit feiern möchte. Das ist ein Bild für das Bündnis, das der Herr Jesus mit seinen Nachfolgern hat.
1 Kor 11,2
Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch vertraut einem Manne, dass ich eine reine Jungfrau Christo zubrächte.
Das wird der Zeitpunkt sein, den man Entrückung nennt. Das wird eine finstere Zeit sein und der Glaube vieler Christen schläft ein. Zu diesem Zeitpunkt werden auch Menschen auf ihren Messias warten, die nicht an den Herrn Jesus glauben und deshalb den Heiligen Geist nicht haben.

Heiligen Geist kann man auch nicht von Menschen erhalten, da muß man sich an Gott selber wenden.
[Mt 25,7-13] Da standen diese Jungfrauen alle auf und schmückten ihre Lampen. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf dass nicht uns und euch gebreche; geht aber hin zu den Krämern und kauft für euch selbst. Und da sie hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die anderen Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Darum wachet; denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird.
Warum verlöschen die Lampen der törichten Jungfrauen ? Sie hatten wohl etwas Öl, aber es war nicht genug. Und der Herr sagt, er kennt sie nicht, das heißt doch, daß es da Jungfrauen gibt, die keinen Bund mit dem Herrn Jesus geschlossen haben ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Benutzeravatar
Larson
Beiträge: 6610
Registriert: Do 30. Sep 2021, 13:49
Wohnort: CH

Re: Das Öl der Jungfrauen...

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Di 9. Jun 2026, 12:20 Das Verständnis des jüdischen Volkes bringt eine Salbung mit Öl sehr wohl in Verbindung mit dem Heiligen Geist.
Da ist aber mitnichten von „Salbung“ im Gleichnis die Rede. Du reimst dir wieder Dinge zusammen, die nicht so stehen, und die Jesus sicher auch nicht so meinte, geschweige auch sagte, wie du sie darlegst. Alles weitere, was du von Paulus und weitere zitterst, hat doch null und nichts mit diesem Gleichnis zu tun. Auch passt deine Darlegung nicht in den Kontext der Gleichnisse Jesu.
Zippo hat geschrieben: Di 9. Jun 2026, 12:20 Heiligen Geist kann man auch nicht von Menschen erhalten, da muß man sich an Gott selber wenden.
Genau, und den kann man auch nicht in einem Reservekanister mit sich herumtragen (jederzeit griffbereit, „abrufbar“ ganz nach Bedarf. Wie praktisch, du nerst noch kaufbar beim Händler...Und hortest du nun den Gottesgeist in einem Kanister?) ...und noch weniger macht dies der Ewige mit einer Giesskanne… oder der Meinung, dass man mit Jesus dann den Gottesgeist haben sollte. Und noch weniger, dass man zum Gottesgeist beten soll, dass er kommen soll… was wiederum eine totale Fokusverschiebung ist.
Zippo hat geschrieben: Di 9. Jun 2026, 12:20 Die Christen sind noch nicht verheiratet, sondern sie sind nach wie vor Jungfrauen,
Nun, auch dies passt nicht zu dem Gleichnis. Die Jungfrauen sind nicht die werdende Braut.

Zippo hat geschrieben: Di 9. Jun 2026, 12:20 Warum verlöschen die Lampen der törichten Jungfrauen ?
Auch die der Klugen verslöschten… oder aber, die Werke der Törichten hatten keinen Bestand, und von anderen kann ihr Verdienst nicht geliehen werden.
Zippo hat geschrieben: Di 9. Jun 2026, 12:20 Und der Herr sagt, er kennt sie nicht, das heißt doch, daß es da Jungfrauen gibt, die keinen Bund mit dem Herrn Jesus geschlossen haben ?
Von „Bund“ steht da nichts, was du da hineindichtest, und ob nun Jesus sich gemeint hat, ist ungewiss, denn es geht um das bereit sein, wenn der „Tag“ kommen wird.

Jesus sprach nun mal zu Juden, ganz im jüdischen Verständnis, denn sie sollten ja verstehen, und nicht in einem christlich charismatischen, dem Judentum fremden Mysterien.

Wenn nun das Öl der Heilige Geist wäre, warum sollte er nicht zu teilen sein, da ja Gottes Geist eine unerschöpfliche Quelle ist?
Gute Werke dagegen kann man nicht „teilen“.

Öl muss man kaufen, es kommt nicht vom Himmel herunter, deshalb die Aufforderung, sie sollen sich selber Öl kaufen. Gottes Geist lässt sich nicht kaufen…

Wenn nun Öl der Gottesgeist wäre, und die 5 törichten dann mit dem gekauften Öl zum Bräutigam kamen, hätte der Bräutigam sie reinlassen müssen, denn er kann doch den Gottesgeist nicht die Tür verweisen.

Und so täuschen die törichten gute Werke vor….



Mt 5,
14 Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein.
15 Man zündet auch nicht eine Lampe an und setzt sie unter den Scheffel, sondern auf das Lampengestell, und sie leuchtet allen, die im Haus sind.
16 Ebenso lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.
Ps 74,4 Als Deine Dränger haben sie da getobt im Innersten Deines Vereinigungsstiftes, haben ihre (eigenes) Zeichen als Zeichen aufgestellt
(über das von Gott gegebenen "Zeichen" an Israel)
Benutzeravatar
Abischai
Beiträge: 10193
Registriert: Sa 27. Apr 2013, 14:25

Re: Das Öl der Jungfrauen...

Beitrag von Abischai »

Larson hat geschrieben: Mo 8. Jun 2026, 20:04 Das Öl, die guten Taten, musste vorher bereit sein, man soll sogar mehr tun, als für die Sicherung des künftigen Heils für nötig erachtet wird (so könnte der Schlaf auch der Tod sein, das Aufwachen die Auferweckung).
Ich grüße Dich, Larson!
"Gute Taten" haben im "NT" eine etwas andere Bedeutung, nicht alles was glänzt, ist auch Gold.
Das mit dem Tod (=Einschlafen) und der Auferstehung (=Aufwachen) ist aber ein hochspannender Aspekt, so habe ich das noch nie gesehen, mussichmirmalansehen...
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
Antworten