Mose und Elia auf dem Berg der Verklärung

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Larson
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Re: Mose und Elia auf dem Berg der Verklärung

Beitrag von Larson »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: So 3. Mai 2026, 16:59
Larson hat geschrieben: So 3. Mai 2026, 16:06 Jeder „Israeli“ wäre verpflichtet, das Gesetz / Torah zu erfüllen. Wenn Jesus von „erfüllt“ spricht, meint er, dass er es geflissentlich in allem, was sein Leben anbelangt, befolgte.
Alles andere wäre gegen die Sprache Jesu.
Richtig, und er war so konsequent, dafür vor ein weltliches Gericht gestellt und als Verbrecher zum Tode verurteilt zu werden.
Nein, nicht deswegen wurde er verurteilt.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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ProfDrVonUndZu
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Re: Mose und Elia auf dem Berg der Verklärung

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Larson hat geschrieben: So 3. Mai 2026, 17:17 Nein, nicht deswegen wurde er verurteilt.
Das war aber das, woran seine Ankläger Anstoß genommen haben. Sie suchten dann irgendeinen hanebüchenen Grund vorzuschieben. Sie warfen ihm vor, dass er sich zu Gott machte (Johannes 10,33), was aber nicht in dem Sinne stimmte, dass er sich als Jahwe, dem Vater im HImmel, ausgab. Er hat sich auch selbst nicht zum Elohim erklärt. Dann wurde ihm vorgeworfen, er würde sich selber zum Sohne Gottes machen (Johannes 19,7). Jahwe im Himmel als seinen Vater zu bezeichnen, was soll daran ein Verbrechen im Sinne des Gesetzes sein, vor allem, wenn er gerecht wandelt ? Die Juden selbst sagten, sie hätten nur einen Vater (Johannes 8,41).
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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Larson
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Re: Mose und Elia auf dem Berg der Verklärung

Beitrag von Larson »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: So 3. Mai 2026, 18:12
Larson hat geschrieben: So 3. Mai 2026, 17:17 Nein, nicht deswegen wurde er verurteilt.
Das war aber das, woran seine Ankläger Anstoß genommen haben. Sie suchten dann irgendeinen hanebüchenen Grund vorzuschieben. Sie warfen ihm vor, dass er sich zu Gott machte (Johannes 10,33), was aber nicht in dem Sinne stimmte, dass er sich als Jahwe, dem Vater im HImmel, ausgab. Er hat sich auch selbst nicht zum Elohim erklärt. Dann wurde ihm vorgeworfen, er würde sich selber zum Sohne Gottes machen (Johannes 19,7). Jahwe im Himmel als seinen Vater zu bezeichnen, was soll daran ein Verbrechen im Sinne des Gesetzes sein, vor allem, wenn er gerecht wandelt ? Die Juden selbst sagten, sie hätten nur einen Vater (Johannes 8,41).
Genau, dass „er sich zu Gott machte“, war nicht, dass Jesus sich als Eliohim ausgegeben hätte, sondern dass er sich selber den Titel „Sohn Gottes“ gab, welcher allein Gott vergeben konnte. Dies wurde als Lästerung Gottes betrachtet. (Mt 26,64ff)
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: So 3. Mai 2026, 16:59
Larson hat geschrieben: So 3. Mai 2026, 16:06 Jeder „Israeli“ wäre verpflichtet, das Gesetz / Torah zu erfüllen. Wenn Jesus von „erfüllt“ spricht, meint er, dass er es geflissentlich in allem, was sein Leben anbelangt, befolgte.
Alles andere wäre gegen die Sprache Jesu.
Richtig, und er war so konsequent, dafür vor ein weltliches Gericht gestellt und als Verbrecher zum Tode verurteilt zu werden.
Also nochmals: Jesus wurde nicht aufgrund seiner Gesetzestreue verurteil, wie du geschrieben hatte, deswegen wurde er nicht vor ein Gericht gestellt.


Somit bleibt es bei Mose und Elia, dem unabänderlichen Gesetz und den Propheten, so lange Himmel und Erde sind Mt 5,18.
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ProfDrVonUndZu
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Re: Mose und Elia auf dem Berg der Verklärung

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Larson hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 07:15 Genau, dass „er sich zu Gott machte“, war nicht, dass Jesus sich als Eliohim ausgegeben hätte, sondern dass er sich selber den Titel „Sohn Gottes“ gab, welcher allein Gott vergeben konnte. Dies wurde als Lästerung Gottes betrachtet. (Mt 26,64ff)
Er hat sich diesen Titel nicht selber gegeben. Er hat sich nur indirekt als Sohn Gottes bezeichnet, indem er von seinem Vater im Himmel sprach. Wenn die Juden Gott ihren Vater nennen, nennen sie sich selbst auch indirekt Söhne Gottes.
Larson hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 07:15 Also nochmals: Jesus wurde nicht aufgrund seiner Gesetzestreue verurteil, wie du geschrieben hatte, deswegen wurde er nicht vor ein Gericht gestellt.
Die offiziellen Anklagegründe habe ich genannt. Die waren aber nur ein Alibi. Der eigentliche Grund war, dass er ihnen ein Vorbild bot, dem sie nicht folgen wollten. U.A. weil sie Angst vor den Römern hatten. Siehe Johannes 11,47-53.
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Zippo
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Re: Mose und Elia auf dem Berg der Verklärung

Beitrag von Zippo »

Hallo zusammen,

wieso mußte Mose eigentlich sterben und Josua übernahm die Einnahme des gelobten Landes ?

Der Name Josua ist ja dem Namen Jesus verwandt, beides heißt, Jahwe rettet, ist das Zufall ?

Es ist natürlich schwierig, die Eroberung des gelobten Landes mit der Ausbreitung des Evangeliums zu vergleichen, aber ich habe auch solche Auslegung schon gehört.
Vorbei ist die Zeit, wo man 40 Jahre um den Berg Sinai gekreist ist und nun wird Land eingenommen. Das menschliche Herz erweist sich als wehrhafte Stadt, von einem mächtigen Schutzwall umgeben.

Ist die Eroberung des gelobten Landes eine Metapher für die Ausbreitung des Evangeliums ?
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Larson
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Re: Mose und Elia auf dem Berg der Verklärung

Beitrag von Larson »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 11:09 Er hat sich diesen Titel nicht selber gegeben.
Mt 27,43 Er vertraute auf Gott, der rette ihn jetzt, wenn er ihn begehrt; denn er sagte: Ich bin Gottes Sohn. –
Ebenso Jo 10,36, Lk 22,70
Also Jesus bezeichnet sich selbst als Sohn Gotets.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 11:09 Der eigentliche Grund war, dass er ihnen ein Vorbild bot, dem sie nicht folgen wollten. U.A. weil sie Angst vor den Römern hatten.
Der eigentliche Grund war doch, weil Jesus da sich in etwas hineinmanövrierte, und er von seiner Vision nicht mehr ablassen konnte.
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Ziska
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Re: Mose und Elia auf dem Berg der Verklärung

Beitrag von Ziska »

Larson hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 18:40
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 11:09 Er hat sich diesen Titel nicht selber gegeben.
Mt 27,43 Er vertraute auf Gott, der rette ihn jetzt, wenn er ihn begehrt; denn er sagte: Ich bin Gottes Sohn. –
Ebenso Jo 10,36, Lk 22,70
Also Jesus bezeichnet sich selbst als Sohn Gotets.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 11:09 Der eigentliche Grund war, dass er ihnen ein Vorbild bot, dem sie nicht folgen wollten. U.A. weil sie Angst vor den Römern hatten.
Der eigentliche Grund war doch, weil Jesus da sich in etwas hineinmanövrierte, und er von seiner Vision nicht mehr ablassen konnte.
Behaupten kann jeder. Im ersten Jahrhundert waren auch noch andere unterwegs, die behaupteten, dass sie der „Christus“ sind…

Jesus Christus, der Messias bewies durch seine Handlungen unmißverständlich,
dass er wirklich Gottes Sohn war!
Dann erfüllten sich auch viele Prophezeiungen aus dem AT an ihn, die er unmöglich beeinflussen konnte.
All das zusammen kennzeichneten ihn als den Sohn Gottes, der mit einem Auftrag von Gott auf die Erde gesandt wurde.
Liebe Grüße von Ziska

“Was macht Jesus zu einem idealen Regenten?
Er erfüllt alle Voraussetzungen.“


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Larson
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Re: Mose und Elia auf dem Berg der Verklärung

Beitrag von Larson »

Ziska hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 19:00 Behaupten kann jeder. Im ersten Jahrhundert waren auch noch andere unterwegs, die behaupteten, dass sie der „Christus“ sind…
Genau, behaupten kann jeder, und so wird auch im NT behauptet.
Ziska hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 19:00 Jesus Christus, der Messias bewies durch seine Handlungen unmißverständlich,
dass er wirklich Gottes Sohn war!
Nein, Wunder bestätigen nichts, sind brandheiss und führen viele in die Irre.
Ziska hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 19:00 Dann erfüllten sich auch viele Prophezeiungen aus dem AT an ihn, die er unmöglich beeinflussen konnte.
Nein, so viele Prophezeiungen erfüllten sich nicht in Jesus. Das meiste, was man als Erfüllung betrachtet, ist spekulatives zukünftiges, also es war und ist noch nicht eingetreten.

Und sicher konnte Jesus einiges beeinflussen, z.B. auf dem Esel reiten.

Weiter was genau verstehst du denn unter „Sohn Gottes“?
Sind wir nicht alle „Söhne Gottes“ („Töchter“ sind darin natürlich eingeschlossen), wenn wir in den Weisungen Gottes leben?
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ProfDrVonUndZu
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Re: Mose und Elia auf dem Berg der Verklärung

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Larson hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 18:40
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 11:09 Er hat sich diesen Titel nicht selber gegeben.
Mt 27,43 Er vertraute auf Gott, der rette ihn jetzt, wenn er ihn begehrt; denn er sagte: Ich bin Gottes Sohn. –
Ebenso Jo 10,36, Lk 22,70
Also Jesus bezeichnet sich selbst als Sohn Gotets.
Das sind keine explizite Aussagen von ihm selber. In Matthäus 27,43 lst das eine Aussage von den Hohenpriestern, Schriftgelehrten und Ältesten.
Selbst wenn Jesus gesagt hätte : "Ich bin Gottes Sohn" und dies als Titel benutzt hätte, was soll daran verwerflich sein ? Wer Gott seinen Vater nennt, nennt sich Sohn Gottes. Jesus sagte auch, man soll niemand anderen Vater nennen, denn es ist nur ein Vater, der in den Himmeln ist (Matthäus 23,9).

Jesus wurde nicht rechtmäßig hingerichtet.
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Re: Mose und Elia auf dem Berg der Verklärung

Beitrag von Larson »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 13:57 Das sind keine explizite Aussagen von ihm selber. I
Joh 10,36 sagt ihr von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst, weil ich sagte: Ich bin Gottes Sohn?

Direkte Aussage Jesu…

Lk 22,70 Sie sprachen aber alle: Du bist also der Sohn Gottes? Er aber sprach zu ihnen: Ihr sagt, dass ich es bin.
Bestätigung Jeus, das er solches sei.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 13:57 Wer Gott seinen Vater nennt, nennt sich Sohn Gottes.
Das hatte Jesus auch relativiert mit dem Psalm 82.

Es ging aber um die Anklage, die Selbstbezeichnung, wie schon beschreiben.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 13:57 Jesus sagte auch, man soll niemand anderen Vater nennen, denn es ist nur ein Vater, der in den Himmeln ist (Matthäus 23,9).
Sagt das mal den Katholiken, die dann noch einen „Heiligen Vater“ haben.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 13:57 Jesus wurde nicht rechtmäßig hingerichtet.
Das bestreitet auch niemand.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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