Güte

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Magdalena61
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Güte

Beitrag von Magdalena61 »

Gott ist gütig.
Kla 3, 22-23 (LUT): Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.
Ps. 33,22 (LUT): Deine Güte, HERR, sei über uns, wie wir auf dich hoffen. 
Ps. 118,29 (LUT): Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.
Ps. 145,8-9 (LUT): Gnädig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. Der HERR ist allen gütig und erbarmt sich aller seiner Werke. 
Nahum 1,7 (LUT): Der HERR ist gütig und eine Feste zur Zeit der Not und kennt, die auf ihn trauen.
Lk. 6,35 (LUT): Vielmehr liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen. So wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. 
Wir werden dazu angehalten, Güte zu üben; gütig zu sein... nicht nur dann, wenn wir Lust dazu haben, weil unsere Gefühle danach sind, sondern, als Kinder des Lichts, prinzipiell:
1. Kor. 13,4 (ELB): Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig, sie neidet nicht, die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf,
Eph. 4,32 (ELB): Seid aber zueinander gütig, mitleidig, und vergebt einander, so wie auch Gott in Christus euch vergeben hat!
Phil. 4,5 (LUT): Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe!
Eph. 5, 8-10 (ELB): Wandelt als Kinder des Lichts  – denn die Frucht des Lichts ⟨besteht⟩ in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit –, indem ihr prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist.
Wenn wir nicht nur Hörer des Wortes sein wollen, sondern auch Täter des Wortes... wie sieht das dann praktisch aus?

Was ist Güte?

Und was ist sie nicht?
LG
God bless you all for what you all have done for me.
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Helmuth
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Re: Güte

Beitrag von Helmuth »

Von mir ein einfaches Beispiel, das aus meiner Sicht schon sehr viel sagt:
Magdalena61 hat geschrieben: So 1. Mär 2026, 16:16Was ist Güte?
Anderen zu vergeben.
Magdalena61 hat geschrieben: So 1. Mär 2026, 16:16Und was ist sie nicht?
Anderen nicht zu vergeben.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Abischai
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Re: Güte

Beitrag von Abischai »

Ganz spontan würde ich "Güte" ähnlich wie "Gehorsam" als eine Kultur des Gutseins, des Gutseinwollens bezeichnen. Wenn das von Erfolg gekrönt ist, ist das Resulat "Güte". Das gilt in der Form für Menschen. Gott muß das nicht probieren, sondern er tut das einfach, und immer mit Erfolg.

(Mit Kultur meine ich eine Atmosphäre, eine Grundhaltung ein prinzipielles Ausgerichtet sein auf etwas.)
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Lea
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Re: Güte

Beitrag von Lea »

Magdalena61 hat geschrieben: So 1. Mär 2026, 16:16 Gott ist gütig.
...
Was ist Güte?
Mir ist beim Lesen des Titels dieses Threads spontan dieses Liedes eingefallen:
"Goodness of God".

Im Finale heißt es:
"Deine Güte eilt mir nach, sie eilt mir nach.
Ich habe mein Leben hingegeben, ich ergebe mich nun
Ich gebe Dir alles, oh Herr"

Gottes Güte lässt niemanden fallen, der sich nach Gottes Güte sehnt. Selbst wenn das bedeutet, dass Gott dem Menschen "nachlaufen" muss, um ihm die ersehnte Güte zu geben, dann lässt Gott sich nicht aufhalten.

Beim weiteren Nachdenken dann noch das Lied mit dem Refrain:
"Ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst"
Diese beiden Lieder drücken für mich die Güte Gottes so aus, wie ich sie täglich erlebe. Gottes Güte ist unbegrenzt und nicht davon abhängig, dass jemand "würdig" genug ist dafür. Und wer sie zulässt und sich von Gott berühren lässt, der wird "angezündet", diese Güte aufzunehmen und weiterzugeben.

Die wahre Güte kann nur Gott geben. Und wer sich von Gott berühren lässt, der kann ein Stückweit auch diese Güte weitergeben - weil sie aus der Quelle kommt, die nie versiegt.

... das sind meine Gedanken zu Güte, die von Gott kommt.
Glauben (an Gott) funktioniert nicht, indem man "über" den Glauben redet, sondern indem man Glauben LEBT.
Sichtbar werden die Spuren indem sie hinführen zu Gott. Denn Gott findet man nur bei Gott selbst.
Ziska
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Re: Güte

Beitrag von Ziska »

Wer gütig ist, möchte, dass es anderen gut geht.
Er ist freundlich, hilfsbereit und entgegenkommend.


Wer gut ist, lässt sich von höchsten moralischen Werten leiten und tut Gutes.

Was ist sie nicht?

Einfach das Gegenteil vom oben geschriebenen…
Liebe Grüße von Ziska
Reicht der Glaube an Jesus aus, um gerettet zu werden?
Neugierig geworden? Schreib mir bitte PN! :wave:

Mit der Intelligenz ist es ja so:
Entweder man hat sie oder man weiß gar nicht, dass sie einem fehlt
8-)
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Lena
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Re: Güte

Beitrag von Lena »

Ziska hat geschrieben: Di 3. Mär 2026, 10:10 Wer gütig ist, möchte, dass es anderen gut geht.
:Herz2:
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Magdalena61
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Re: Güte

Beitrag von Magdalena61 »

Lea hat geschrieben: Mo 2. Mär 2026, 22:22 Mir ist beim Lesen des Titels dieses Threads spontan dieses Liedes eingefallen:
"Goodness of God"Das ist ja ein unbeschreiblich schönes Lied. Danke!
Gottes Güte ist unbegrenzt und nicht davon abhängig, dass jemand "würdig" genug ist dafür.
Das ist, glaube ich, ein ganz elementarer Gedanke. Lk. 6 sagt ja: "...er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen".

Die Frage ist, wie wir die Aufforderung, gütig zu sein, im Leben umsetzen können.
Unter Güte stelle ich mir vor, (z.B.) nachsichtig zu sein mit menschlichem Versagen. Freundlich zu bleiben, anstatt andere hart anzufahren.
Aber eine grenzenlose Toleranz von Sünde ist damit ja wohl nicht gemeint.
LG
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Magdalena61
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Re: Güte

Beitrag von Magdalena61 »

Helmuth hat geschrieben: Mo 2. Mär 2026, 06:50 Von mir ein einfaches Beispiel, das aus meiner Sicht schon sehr viel sagt:
Magdalena61 hat geschrieben: So 1. Mär 2026, 16:16Was ist Güte?
Anderen zu vergeben.
Wenn die Voraussetzungen gegeben sind, sehe ich es als Pflicht an, zu vergeben. Das hat mit "Großzügigkeit" eher nichts zu tun. Und einem unbußfertigen Sünder Vergebung zusprechen-- nein, das lasse ich lieber sein.

"Liebe" auf Kosten von Wahrheit und Gerechtigkeit ist vielleicht oftmals der bequemere Weg, aber keine durch die Schrift legitimierte Lösung.
LG
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Helmuth
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Re: Güte

Beitrag von Helmuth »

Magdalena61 hat geschrieben: Di 3. Mär 2026, 14:14 Und einem unbußfertigen Sünder Vergebung zusprechen-- nein, das lasse ich lieber sein.
Unabhängig von der theologischen Auffassung ist es Güte anderen zu vergeben und keine Güte anderen nicht zu vergeben. Nach dem hast du gefragt, nicht nach den Motiven. Das Motiv ist ein Thema, dass unter uns keine Einigung findet, also lasse ich das.

Ich finde, die Begriffe Güte, Barmherzigkeit und Gnade sind austauschbar. Wer gnädig ist, erweist Güte und ist barmherzig, wer nicht gnädig ist, erweist keine Güte und ist unbamherzig. Gnade bzw. Barmherzigkeit sind in dem Sinn die innere Motivation, Güte eine Handlung bzw. eine Tat, durch die man sich gnädig bzw. barmherzig zeigt.

Nun, wie erweise ich mich gütig? Dazu muss diese innere Haltung stimmen, denke ich. Ich bete immer wieder nie meine Barmherzigkeit zu verlieren, denn ich kann nicht wissen, wann ich mal abtreten muss und dann will ich nichts angebrannt zurückgelassen wissen. Ein christlicher Grundsatz lautet:
Lk 6,35 hat geschrieben: Doch liebt eure Feinde, und tut Gutes, und leiht, ohne etwas zurückzuerhoffen, und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.
Darum soll Barmherzigkeit unsere Grundhaltung sein, also auch dann, wenn Undank der Welt Lohn ist. Ist diese Haltung nicht in mir, so fällt es mir auch schwer in der Praxis Güte zu zeigen. Man macht sich oft zum Richter. Was mich betrifft, ist es eines meiner konstanten Gebete (Beten ohne Unterlass), dass Gott auf mich achthat und mir anzeigt, wenn ich meine Barmherzigkeit verliere.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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